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Am 28.10.2017 Auktion 47

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Auktionen

Insgesamt wählerisch verhielt sich das Publikum in den drei Auktionstagen bei Quittenbaum in München bei der Versteigerung von Design. Die meiste Aufmerksamkeit bekam die Sparte Murano-Glas

Glück beim Glas


Ercole Barovier, Vase „Egeo“, 1960

Eine Punktlandung legte die kugelförmige Vase „Egeo“ mit ihren aufgeschmolzenen grünen und violetten Murrinen im typischen Design von Ercole Barovier hin, Dem 1960 gefertigten Gefäß gelang ein den Schätzwerten entsprechender Hammerschlag bei 8.800 Euro. Mehr Zuspruch lockte da bei Quittenbaum Baroviers gleichaltrige trichterförmige Vase „Dorico acquamare“, sorgt sie doch mittels azurblauer und milchig weißer Murrinen auf farblosem Glas für eine träumerisch-wässrige Geschmeidigkeit, die nicht nur einem Bieter schmeichelte und darum ein kleines Gefecht auslöste, das sich erst bei 7.700 Euro wieder beruhigte. Angedacht waren hier 4.000 bis 5.000 Euro. Erst recht umworben waren drei Gläser aus seiner Serie „Diamantati“ mit ihren bunt schillernden vertikalen Farbquadratbändern. Die Kugelvase kletterte von 1.800 Euro auf 5.400 Euro, die Schale von 1.000 Euro auf 3.400 Euro und die Pokalvase auf hohem zylindrischem Stand von 1.500 Euro auf 5.500 Euro. ...mehr

Zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in London

Fontanas Eier


Groß sind die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Londoner Zeitgenossenauktionen von Sotheby’s und Christie’s, die in wenigen Tagen parallel zur Frieze Art Fair stattfinden. Es werden nicht nur großteils dieselben Künstler präsentiert, sondern auch die Aufteilung in einen allgemeinen und einen ungefähr ebenso umfangreichen italienischen Teil ist identisch. Anders als bei der Konkurrenz stellen die Italiener bei Sotheby’s allerdings das Hauptlos der Veranstaltung: Es stammt – wie könnte es anders sein – von dem 1899 in Argentinien als Sohn eines Bildhauers geborenen Lucio Fontana. Das eiförmige „Concetto Spaziale“ von 1963 ist Teil der stets in annähernd gleichem Format gehaltenen Serie „La Fine di Dio“, aus der zwei andere Exemplare die Rangliste der Auktionspreise für Fontana derzeit bereits anführen: Eine goldene Ausgabe wechselte 2008 für 9,2 Millionen Pfund den Besitzer und ein bräunliches im November 2013 für 18,5 Millionen Dollar. Nun könnte die Messlatte noch höher gelegt werden: Das besonders großlöchrig perforierte Stück ganz in Schwarz, das Sotheby’s am 15. Oktober anbietet, soll 15 bis 20 Millionen Pfund einspielen. ...mehr

Zeitgenössische Kunst bei Christie’s in London

Josephs Spielzeug


So stark ist die Riege der Italiener, dass sie zahlenmäßig die Vertreter aller übrigen Nationen zusammen übertritt: 61 Positionen listet der „Italian Sale“ der kommenden Londoner Abendauktion zeitgenössischer Kunst bei Christie’s. Die in einem weiteren Katalog versammelten Meister außerhalb Italiens bringen es auf 55 Offerten. Dennoch haben letztere mit einer Gesamttaxe von bis zu 40 Millionen Pfund gegenüber den 35,5 Millionen Pfund der Italiener wertmäßig leicht die Nase vorn. Das bedeutet allerdings auch: Im Durchschnitt sind die Schätzpreise verhältnismäßig niedrig, auch ein zweistelliger Millionenpreis wird nicht erwartet. Als Hauptlos geht Peter Doigs „Cabin Essence” von 1993/94 an den Start, eine schimmernde und durch schlierig über die Leinwand schlingernde Bäume verschwommene Ansicht von Le Corbusiers architektonischem Meilenstein Unité d’Habitation. Die vom Auktionshaus und amerikanischem Einlieferer anvisierten 9 Millionen Pfund sollen zum Teil dem „World Justice Project“ zugutekommen. ...mehr

Stabil waren die Einnahmen von Koller in Zürich bei der diesjährigen Herbstrunde, und auch das Bietverhalten der Interessenten war lebendig, doch man hatte sich mehr versprochen: Vor allem die Möbel ließen sich zäh an den Mann bringen

Diamonds Are a Girl’s Best Friend


Kaffeekanne, Nymphenburg, um 1765

Den Auftakt der Herbstauktionswoche bei Koller in Zürich machten die Porzellan-, Silber- und Fayencepreziosen, und wie schon bei den vergangenen Versteigerungen regte sich hier so manche Hand, dass am Ende eine erfreulich hohe Zuschlagsquote nach Losen von 65 Prozent zusammenkam. Zum Highlight avancierte das Schlusslicht des Katalogs, eine umfangreiche Besteckgarnitur für 18 Personen in neobarocken Formen aus der Pariser Meistermanufaktur Christofle, die auf 10.000 bis 15.000 Franken angesetzt war und für hervorragende 18.000 Franken nun eine besonders große Schublade in der Anrichte ihres neuen Besitzers füllen wird. Weitere erfolgreiche Positionen stammten aus einer breit angelegten Sammlung von Porzellanen bekannter europäischer Manufakturen. So erzielte eine auf 1.500 bis 2.500 Franken geschätzte Nymphenburger Kaffeekanne aus dem 18. Jahrhundert mit reichem landschaftlichem und floralem Gold- und Purpurdekor am Ende satte 9.500 Franken. Zudem kam eine um 1760/65 fein ausgearbeitete, unbemalte Stierhatz mit Panthern, ein Modell Franz Anton Bustellis aus derselben Manufaktur, taxgerecht bei 7.000 Franken ans Ziel. ...mehr

Bei Schmidt in Dresden stößt deutsche Zeichenkunst des 19. Jahrhunderts auf Gegenliebe

Freundschaftsbeweis


Johann Adam Klein, Bildnis des Nürnberger Porträtmalers Matthäus Christoph Hartmann, 1816

Die Freundschaft galt im Leben der Biedermeierzeit als hohes Gut. Man traf sich in geselligen Zirkeln, muszierte, dichtete und zeichnete dabei, schrieb sich häufig Briefe und übersandte mit ihnen kleine Andenken, stellte sich Freundschaftsbillets zu oder legte sich Freundschaftsalben an und man schenkte sich kleine Portraits oder Scherenschnitte. Goethe hat den Möglichkeiten, aber auch den Gefahren der Freundschaft in seinen „Wahlverwandtschaften“ ein literarisches Denkmal gesetzt. Über viele Jahre hinweg hat auch Johann Adam Klein seine Freunde und Künstlerkollegen porträtiert, stets mit Bleistift, sicherer Hand und zartem Lineament, und fast immer im Profil nach links. So nahm er im Juni 1816 kurz vor seiner Reise nach Wien auch den Nürnberger Porträtmaler Matthäus Christoph Hartmann mit wachen Augen, Ohrring und lockiger Haarpracht auf. Das Blatt dokumentiert die herzliche Verbindung der beiden bereits vor 1818, als Hartmann in den Nürnberger Verein von Künstlern und Kunstfreunden aufgenommen wurde, in dem der ein Jahr ältere Klein bereits seit 1815 Ehrenmitglied war. Durch die Wahl des strengen Profils lehnt sich Klein stilistisch an die Serien der „uomini illustri“ der italienischen Renaissance an. Wie kein anderer Porträttypus steht dieser für die Beständigkeit des Ruhmes der Dargestellten und die Dauerhaftigkeit der Memoria. Die Wahl des Bleistiftes und die Kleinheit des Blattes unterstreichen dagegen den privaten Charakter. So erscheint die formal gewählte Tradition im Lichte ihrer Entstehungszeit, was sich nun im Auktionshaus Schmidt in 13.000 Euro niederschlug. Angesetzt waren eigentlich nur 850 Euro. ...mehr

Zeitgenössische Kunst im Wiener Auktionshaus im Kinsky

Stühle zum Anschauen


In seiner kommenden Versteigerung zeitgenössischer Kunst listet das Wiener Auktionshaus im Kinsky wie gewohnt fast ausschließlich Klassiker der österreichischen Szene. Da finden sich kraftvolle, mitunter auch monumentale Abstraktionen wie Josef Mikls „Rote Figur“ auf gelbem Grund von 1959 für 15.000 bis 30.000 Euro oder Markus Prachenskys Farbbalkenzusammenstoß „Etruria orizontale“ von 1984 für 30.000 bis 60.000 Euro neben betont gegenständlichen Arbeiten. Hierfür steht besonders Gottfried Helnweins fotografisch exaktes Öl- und Acryl-Portrait eines jungen Mädchens im Dreiviertelprofil aus einer Werkserie von 2005, mit dem er die laute und hektische Erwachsenenwelt mit der Verletzlichkeit und Reinheit des Kindes konfrontieren will. Die in letzter Zeit massiv gestiegenen Preise für den 1948 geborenen Rudolf Hausner-Schüler schlagen sich in der Schätzung von 35.000 bis 70.000 Euro nieder. ...mehr

Van Hams „XXL“-Auktion beschert dem Achenbach-Insolvenzverwalter knapp 1 Million Euro

Kunst für die Insolvenzkasse


Knapp eine Million Euro wäre der Düsseldorfer Kunsthändler Helge Achenbach seit Mittwochabend reicher. Leider gehört ihm das Geld nicht, das das Kölner Auktionshaus Van Ham für Kunst aus seinen Beständen erwirtschaftete. Denn es fließt in den Topf, aus dem die Gläubiger des insolventen und wegen Betrugs zu sechsjähriger Haftstrafe verurteilten Achenbach bedient werden sollen. Aus seinem umfangreichen Kunstlager bot Van Ham als zweite und letzte Versteigerung die „XXL“-Formate an, darunter eine Reihe teils in der Tat ziemlich platzbedürftiger Installationen. Wie im vergangenen Juni beim ersten Teil der Achenbach-Auktionsreihe konnte Markus Eisenbeis inklusive Nachverkauf alle Arbeiten an den Mann bringen, auch wenn die Erwartung wie bei Matthew Darbyshires Designinstallation „Furniture Island“ von 2008 mit einem Zuschlag von 650 Euro teils heftig unterschritten wurde. Hier hatten 3.000 bis 5.000 Euro auf dem Etikett gestanden. Dennoch konnte die Schätzpreissumme – wie angesichts niedriger Taxen allerdings nicht anders zu erwarten war – deutlich übertroffen werden. Für alle Achenbach-Auktionen kam somit ein Bruttogesamtergebnis 10,5 Millionen Euro zusammen. ...mehr

Die alte italienische Buchmalerei stand diesmal im Züricher Auktionshaus Koller an erster Stelle

Freudiges Lächeln


Buchmaler aus dem Gefolge des Meo da Siena, Initiale M mit den drei Marien am leeren Grab, um 1320/25

Als die Sammlung früher italienischer Buchmalerei von Friedrich Georg Zeileis zur Versteigerung anstand, hat wohl häufiger ein Lächeln im Züricher Auktionshaus Koller die Runde gemacht. Denn nicht nur die Qualität der prachtvoll illuminierten Buchseiten überzeugte die anwesende Kundschaft, sondern sie griff auch bereitwillig zu und verhalf so mancher geschmackvollen Illumination zu einer satten Wertsteigerung, etwa bei der Bildinitiale „M“ mit den drei Marien am Grab. Gemalt hat diese zarte Auferstehungsszene, in der ein Engel auf das leere Grab hinweist, ein Künstler aus dem Gefolge des Meo da Siena um 1320/25 im Perugia. Für die drei Marien und ihre noch ungläubig-staunende, verhaltene Freude interessierten sich mehrere private Sammler und Museen, die dann auch den Wert von 16.000 Franken auf 50.000 Franken in die Höhe trieben. ...mehr

Druckgrafik, Zeichnungen und Aquarelle im Wiener Dorotheum

Die Wiesn kommt


Giovanni Francesco Barbieri, Studie eines sitzenden jungen Mannes, um 1640

Dieses Jahr begeht das Münchner Oktoberfest seinen 205. Geburtstag. Die zahlreichen Feiern anlässlich der Hochzeit zwischen Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese am 12. Oktober 1810 gelten als Startschuss für das größte Volksfest der Welt. Wer sich auf einen Besuch der Wiesn schon mal vorbereiten will, kann sich mit Peter Kraemers II. zwei alten Jägern in die rechte Stimmung bringen. Auf den beiden fein ausgearbeiteten Menschenschilderungen besticht insbesondere die Vitalität des in Lederhosen gekleideten Greises mit Wanderstock und weißem Rauschebart, die der Mann trotz hohen Alters und wettergegerbten Gesichts ausstrahlt. Sein Kompagnon, der pfeifenrauchende Bajuware, lächelt schelmisch wie ein Spitzbub samt Zahnlücke aus dem Bild. Auf der diesjährigen Wiesn mag der Besucher einen optischen Nachkommen der zwei Jäger erspähen. Die Blätter sind nun Teil der Auktion „Meisterzeichnungen, Druckgraphik bis 1900, Aquarelle und Miniaturen“ im Wiener Dorotheum und liegen mit einem Schätzwert zwischen 2.000 und 2.500 Euro in der mittleren Preisklasse. ...mehr

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News vom 20.09.2017

Matisse und Bonnard in Frankfurt

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Zeitgenössische arabische Kunst in Berlin

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Documenta bilanziert positiv

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Furchtlos mit Alicia Framis in der Kunsthalle Nürnberg

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Kunsthaus Lempertz - Löwenjagd nach Rubens, französischer Meister, 19. Jahrhundert

Sensationelle Preissteigerung für Löwenjagd
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Slinkachu: Tug of War - letztes Exemplar
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