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Am 28.10.2017 Auktion 47

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Auktionen

Van Ham wartet in neuer Auktionsordnung mit einem schönen Kunstprogramm auf

Bilderreigen


Jacob van Walscapelle, Girlande mit Früchten und Blumen, 1674

Alles neu macht der Mai, jedenfalls im Kölner Auktionshaus Van Ham. Das hat jetzt seine Ankündigung vom vergangenen Herbst wahr gemacht und die Auktionsordnung umgestellt. Den Alten und Neueren Meistern widmet sich jetzt am 16. Mai ein eigener Katalog, erstmals abgekoppelt vom Kunsthandwerk. Der Kölner Konkurrenz Lempertz wird ab jetzt massiver zu Leibe gerückt. Sogar die Präsentation der Objekte ist neu. Die bisher übliche alphabetische und daher etwas willkürliche Ordnung ist einer thematischen gewichen, besonders bei den Neueren Meistern nicht ohne Wirkung: Da leiten stimmungsvolle Länder und Leute aus dem Süden ein, um alsbald an stürmischen Meeren des Nordens und kalten Wintern des Ostens vorbei an orientalische Szenen abzugeben. Daran hängt sich die christliche Thematik, schließlich das Genre. Später wiederholt sich dieser Bilderreigen noch einmal, bevor die beginnende Moderne Einzug hält. Doch zunächst geht es in der Auktion um die ...mehr

Zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in New York

Tausendfüßler aus Stahl


Um die 70 Millionen Dollar soll es bringen, das angeblich bedeutendste in Privatbesitz befindliche Triptychon des irischstämmigen Malers Francis Bacon. 1976 in einer seiner wichtigsten Schaffensphasen entstanden, thematisiert es erneut auf drastische Weise die Themen Schmerz und Leid, innere Fühllosigkeit und äußere Leere. Symbole huschen nur gleichsam schemenhaft vorbei – ein mit Blut gefüllter Kelch etwa oder Vögel, die sich auf Fragmente menschlicher Körperteile stürzen –, weil sie Verweischarakter besitzen, aber keine sinnstiftende, begründbare Bedeutung für die Faktizität. Wie häufig bei Bacon, bleibt auch hier die Motivik assoziativ, eine Rolle spielte möglicherweise auch die Beziehung zu George Dyer, der 1971 in Paris Selbstmord begangen hatte. 1977 zierte das Triptychon das Katalogdeckbild einer Ausstellung in der Pariser Galerie Bernard, die Documenta in Kassel, die Londoner Tate, die Berliner Nationalgalerie und die Tretjakow Galerie in Moskau sind nur einige Stationen, an denen das Gemälde zu sehen war. Sotheby’s strebt mit diesem Werk am 14. Mai in New York erneut nach einem neuen Bacon-Rekord, den der Auktionsriese seit vergangenem Jahr bei 47 Millionen Dollar für „Study from Innocent X“ hält. ...mehr

Christie’s triumphiert mit Monet, Rodin, Vuillard, Giacometti und Miró

Der Kunstmarkt-Zug dampft weiter


Claude Monet, Le Pont du chemin de fer à Argenteuil, 1873

Mit Claude Monet lief bei Christie’s alles glatt. Er war der unangefochtene Star der Auktion „Impressionist and Modern Art“ am Dienstagabend in New York. Dafür musste der Vielmaler schon mit einem exzeptionellen Werk aufwarten. Das 1873 datierte Gemälde „Le Pont du chemin de fer à Argenteuil“ gilt als eines seiner Hauptwerke und des Impressionismus überhaupt, das noch in privaten Händen verblieben war. Monet hatte sich im Jahr der Entstehung der Eisenbahnbrücke über die Seine immer wieder malerisch mit dem Bauwerk beschäftigt. Herausgekommen ist eine klassisch austarierte Komposition, die mit der technoiden, schmucklosen Brücke gar etwas unterkühlt wirkt. Dennoch konnte sie drei Käufer verlocken, um ihren Erwerb zu ringen. Bei 37 Millionen Dollar schlug schließlich der Hammer auf das Auktionspult, mit Aufgeld musste ein nicht genannter Sammler knapp 41,5 Millionen Dollar hinblättern. Damit war Christie’ ganz zufrieden; kam doch der neue Rekord zusammen, der den alten des Erzrivalen Sotheby’s von 16,5 Millionen Pfund aus dem vergangenen Sommer um rund 2 Millionen Pfund übertraf. Gefreut haben dürfte sich vor allem auch die international tätige Kunsthändlerfamilie Nahmad, die „Le Pont du chemin de fer à Argenteuil“ 1988 bei Christie’s in London für 6,2 Millionen Pfund erwarb. Garantiert war ihnen jetzt eine Summe von etwa 35 Millionen Dollar. ...mehr

Ergebnisse: Moderne und Zeitgenössische Kunst bei Andreas Sturies

Virtuoser Zuschlagsreigen


Gelaufen wie erhofft, kommt es einen in den Sinn, führt man sich die exzellente Erfolgsquote von 83 Prozent vor Augen, die Andreas Sturies in Düsseldorf mit 147 Verkäufen von 175 Offerten erzielte. Dank der exquisiten Auswahl und feinen Kennerschaft des Inhabers entwickelten sich schon seit geraumer Zeit seine Auktionen zu einem erfolgreichen Selbstläufer. Einziger Wehrmutstropfen diesmal: Das mit 150.000 Euro taxierte Spitzenstück, eine der raren kleinformatigen, teils collagierten Bleistiftzeichnungen von Kurt Schwitters aus dem Jahr 1922 blieb unverkauft. Hier steht Sturies noch in Nachverhandlungen. Den besten Wert erzielte mit 56.000 Euro eine zeitgleich entstandene Gouache über Bleistift von El Lissitzky. Das konstruktive Gewirr übereinander schwebender Balken, Klötzchen und Kreise rotiert um eine Ellipse, die mittels opaker, lasierender Farbaufträge stets mittig erkennbar bleibt. 40.000 Euro waren erwatet. ...mehr

Post-War and Contemporary Art bei Christie’s in New York

Dicke Frauen liebte Freud


Warum nicht mal ein Haus? Christie’s in New York erweitert für die nächste Zeitgenossensuperauktion am 13. Mai sein Programm und bietet zwischen der dunkelblauen Schrifttafel „Shot Salesman“ von Richard Prince (Taxe 1,2 bis 1,8 Millionen USD) und einem hellblauen Schmetterlingsbild „I’m in Love for the first time“ von Damien Hirst (Taxe 1,2 bis 1,6 Millionen USD) „The Kaufmann House“ an, eine prächtige Villa mit Swimmingpool, fünf Schlafzimmern, fünfeinhalb Bädern und insgesamt 3.200 Fuß im Quadrat, was knapp 300 Quadratmetern entspricht, zwischen den Bergen im kalifornischen Palm Springs. Gebaut hat den strengen, funktionalen Glas- und Stahlkasten zwischen 1945 und 1947 Richard Neutra für den amerikanischen Warenhausmagnaten Edgar J. Kaufmann Sr., die derzeitigen Eigentümer sind der Investmentmanager Brent Harris und die Architekturhistorikerin Beth Edwards. 15 bis 25 Millionen Dollar wollen sie für „The Kaufmann House“ mit grandiosem Ausblick auf die Berg ringsum sehen. ...mehr

Kunsthandwerk bei Lempertz in Köln

Antiquitäten für einen guten Zweck


Jean Jacques Desoches, Der Sommer, 1769/70

Die großen Frühjahrsauktionen bei Lempertz in Köln starten am 16. Mai mit rund 900 Losen des Kunsthandwerks. Den Beginn bestreitet das Porzellan. Klar, dass einmal mehr Meißen schnell die Federführung übernimmt. Chantilly mit einem schönen Cachepot um 1735 (Taxe 2.500 EUR) und Fürstenbergs klassizistisches Kaffee- und Teeservice von etwa 1800 (Taxe 3.000 bis 3.500 EUR) sind da nur Vorgeplänkel. Eher ungewöhnlich mutet das erste Meißner Stück an, eine anthrazitfarbene Deckelvase ohne jeden sonstigen bildlichen oder ornamentalen Schmuck aus Böttgersteinzeug. Sie stammt aus den frühen 1710er Jahren, bevor also die Porzellanherstellung in Meißen überhaupt so richtig in Fahrt kam, und war in der Sammlung des vor sechs Jahren verstorbenen Orientforschers Hans-Siegfried und seiner 2007 dahingeschiedenen Gattin Jutta Schuster beheimatet. Teile ihrer Kollektion werden nun bei Lempertz zugunsten der Kinderkrebshilfe der Mildred-Scheel-Stiftung versteigert, die Vase für 20.000 bis 25.000 Euro. ...mehr

Ergebnisse: Jugendstil und Art Déco bei Zezschwitz in München

Kein Fanclub für Sarah Bernhardt


August Endell, Halbschrank, um 1899

Rund 40 Prozent der knapp tausend Lose konnte das Münchner Auktionshaus von Zezschwitz auf der vergangenen Kunsthandwerksauktion mit Jugendstil und Art Déco zuschlagen und damit sein Ergebnis gegenüber den vergangenen Auktionen ein wenig verbessern. Auch im Einzelnen sahen die Ergebnisse am 15. April trotz einiger schmerzlicher Rückgänge gar nicht schlecht aus. Das Beste boten die Möbel. Dass hier August Endells Halbschrank von etwa 1899 mit prächtigen, rokokoartig züngelnden und mattvergoldeten Messingbeschlägen der Firma Reinhold Kirsch aus München bei 33.000 Euro die Palme erhielt, war nur zur Hälfte eine Überraschung. Bei einem Schätzpreis von nur 8.000 Euro konnte man fast davon ausgehen, dass sich dieses exzeptionelle Stück noch verbessern würde. ...mehr

Das Kunsthandwerk aus Russland will erst noch wachgeküsst werden, dafür entschädigt beim Versteigerer Fischer in Heilbronn die mit Tiefpreisen versehene Sammlung Weck

Zarin als Geschenk


Kowsch, Moskau, 1752

Mit fein bemalten Porzellansoldatentellern und prächtigen Prunkvasen kann das Heilbronner Auktionshaus Fischer in der diesjährigen Frühjahrsauktion am 10. Mai nicht aufwarten. Es scheint, als habe sich das russische Kunsthandwerk ein wenig zurückgehalten, verglichen mit der erfolgreichen Offerte vor einem Jahr. Den Schwerpunkt bildet heuer das Silber, etwa mit einem Moskauer Kowsch, den Zarin Elisabeth 1752 einem Kosakenführer in der St. Petersburger Provinz aus Dank für militärische Leistungen zukommen ließ. Die Geberin selbst prangt in einem gravierten Portrait auf der Vorderseite, allerdings muss sie nach der etwas unbeholfenen Darstellung keine besondere Schönheit gewesen sein. 18.000 Euro möchte Fischer für die Trinkschale sehen. ...mehr

Impressionisten und Moderne bei Christie’s in New York

Ein Mantel für Miró


Claude Monet, Le Pont du chemin de fer à Argenteuil, 1873

Geht Alles glatt, so wird Christie’s in New York nach der Abendauktion „Impressionist and Modern Art“ am 6. Mai ohne Aufgelder mindestens 287 Millionen Dollar umgesetzt haben. Die obere Gesamtschätzung für die 58 Lose lautet sogar 405 Millionen Dollar und damit bei nur geringfügig größerer Anzahl der Offerten um rund ein Viertel höher als die des Konkurrenten Sotheby’s einen Tag darauf. Schon das Aufgebot an Katalogen übertrifft den Erzrivalen: Statt lediglich eines einzigen daumendicken Buches empfängt der Bieter drei Bände, einer davon allein für Claude Monets 1873 datiertes Gemälde „Le Pont du chemin de fer à Argenteuil“, das wegen der verblüffend technoiden, schmucklosen Brücke merkwürdig zeitnah wirkt. Immer wieder hat der Künstler das Bauwerk im Jahr seiner Entstehung umkreist. Der bisherige Monet-Rekord von 16,5 Millionen Pfund aus dem vergangenen Sommer dürfte mit diesem Bild deutlich übertroffen werden. Die inoffizielle Schätzung für den anonymen Einlieferer, der eine Garantiesumme zugesichert bekam, liegt bei etwa 35 Millionen Dollar. ...mehr

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