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Am 02.12.2017 Kunstauktion 2. Dezember 2017

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Das kleine Auktionshaus Hassfurther in Wien brilliert mit österreichischer Kunst der Moderne

Lappland im Mittsommer


Alle Ehre macht sich das kleine, aber feine Auktionshaus Hassfurther mit seiner diesjährigen Frühjahrsauktion am 29. Mai zum dreißigjährigen Jubiläum, kann doch sein Angebot an Werken vor allem der österreichischen Frühmoderne locker mit der Wiener Konkurrenz von Dorotheum und Kinsky mithalten. Ein Los weniger als das Dorotheum zwei Tage zuvor ziert den Katalog dieser Abendveranstaltung, die Preise rangieren etwa auf gleich hohem Niveau. Selten erlebt man zum Beispiel ein derart reiches Angebot an Werken Alfons Waldes, das denn auch gleich zu Beginn groß herausgestellt und mit Etiketten versehen wird, die an Weinkarten erinnern. „Lebendig, plastisch, pastos. Expressive Farben und Kontraste“ heißt es zum Beispiel über seinen Bergweiler mit dem Wilden Kaiser im Hintergrund von 1934, ein Ölbild auf Karton, dem man noch die Beschreibung „bei wunderschönstem Sonnenschein in klarer Luft“ auf die Reise mitgeben könnte (Taxe 90.000 bis 130.000 EUR). ...mehr

Klassische Moderne im Dorotheum Wien

Vielseitig


Nur 87 Lose wurden zugelassen zur großen Abendauktion Moderner Kunst am 27. Mai im Wiener Dorotheum – eine enge Auswahl, die erst am übernächsten Tag durch ein rund 300 weitere Werke umfassendes „Fußvolk“ ergänzt wird. Das Auktionshaus unterstreicht mit diesem Programm einmal mehr seine Vielseitigkeit, über 2 Millionen Euro beträgt die untere Gesamtschätzung. Das Angebot reicht von Ernst Barlachs derber Stuckgruppe dreier singender Frauen von 1911 für 35.000 bis 45.000 Euro bis hin zu Alexander Archipenkos aalglatter schwarzer Terrakottaskulptur eines Frauentorsos aus dem Jahr 1948 (Taxe 45.000 bis 50.000 EUR), von einer impressionistischen Getreideernte Max Liebermanns, die 1898 als Entwurf für ein Wandbild im Altonaer Rathaus diente (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR), bis hin zu den Abstraktionen eines Fathwinter, die Titel wie „Klare Emotion“ oder „Accent bei Grau“ tragen und aus den 1940er Jahren stammen (Taxen zwischen 9.500 und 12.000 EUR). ...mehr

Benefizauktion „art-collector“ in der Berliner Akademie der Künste

Kunst gegen Aids


So unterschiedliche Politiker wie Klaus Wowereit und Peter Kurth, Heidi Knake-Werner und Renate Künast gehören zu ihren Unterstützern, die Schauspieler Otto Sander, Judy Winter und Katharina Thalbach, die Schönheitsexperten Udo Walz und René Koch, der Tänzer und Choreograf Helmut Baumann, die Musikgruppe Rosenstolz und natürlich der Akademiepräsident selbst, Klaus Staeck – sie alle laden wieder ein zur diesjährigen art-collector-Auktion zugunsten der Berliner Aids-Hilfe e.V. am morgigen Donnerstagabend in die Akademie der Künste am Pariser Platz. Über sechzig Arbeiten von fast ebenso vielen Künstlern sollen an diesem Abend zum Aufruf kommen und möglichst für einen „white glove sale“ sorgen, eine Versteigerung sämtlicher Lose. Das dürfte angesichts des guten Zwecks und der schönen Angebote – sowie nicht zuletzt der moderaten Preise – wohl kaum ein Problem sein. Die meisten Angebote rangieren im dreistelligen Bereich, nur wenige klettern in ihren Forderungen auf 1.000 oder mehr Euro. ...mehr

Alte und Neuere Meister bei Karl & Faber in München

Wer kriecht denn da?


Petrus Apianus, Astronomicum Caesarum, Ingolstadt 1540

Titellos der Alten Meister bei Karl & Faber ist am 28. Mai eine besondere Inkunabel: Petrus Apianus’ „Astronomicum Caesarum“ aus dem Jahr 1540, eine Zusammenstellung wichtiger wissenschaftlicher Ideen zur Sternenkunde mit beweglichen Scheiben, die den Leser und Betrachter zum Mitmachen einladen und die theoretischen Erkenntnisse praktisch veranschaulichen. Auf etwa hundert schätzt man die Anzahl der noch erhaltenen Exemplare dieses ersten Drucks, dem ein Jahr darauf ein weiterer mit leichten Ergänzungen folgte. Auf 45.000 bis 50.000 Euro beziffert das Münchner Auktionshaus den Wert der knapp 60 Blätter. Eine spanische Handschrift von 1564, die sich mit einem Gerichtsurteil über Landgüter beschäftigt, ist ebenfalls reich mit Malereien illustriert, diesmal auch bildhaften Charakters. Unter anderem erschlägt dort der heilige Jakobus die Mauren (Taxe 10.000 bis 12.000 EUR). ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Van Ham

Viel Geschwätz um gute Kunst


„Am grünen Tisch“ trifft man sich am 23. Mai im Kölner Auktionshaus Van Ham, um anlässlich von Karl Bernhard Wohlerts Fertig- und Vorstellung des Werkverzeichnisses der Gemälde Karl Hofers an einem Podiumsgespräch teilzunehmen. „Am grünen Tisch“ lautet auch der Titel eines Gemäldes des Meisters von circa 1950, das sechs mehr oder minder lautstark redende, jedoch offenbar kaum zuhörende Herren um einen entsprechend bedeckten, jedoch ansonsten völlig schmucklosen Tisch versammelt zeigt. Hofer nimmt darin auch Bezug auf seine Anfeindungen seitens der Abstrakten im Berlin der Nachkriegszeit. „Es wird heute zu viel geschwätzt über Kunst, und recht dummes Zeug“, schrieb er an seinen Schüler Wilhelm Wesser. Kein gutes, aber auch ein witziges, ironisch-augenzwinkerndes Omen für die Veranstaltung bei Van Ham. Das Ölbild soll vier Tage darauf die Moderne- und Zeitgenossenauktion verlassen, möglichst mit einem Zuschlag von 20.000 bis 25.000 Euro oder mehr. ...mehr

Design bei Lempertz, Koller und im Dorotheum

In der Hand einschlafen


Peter Behrens, Druckknopftableau, 1914-1917

Drei Länder, drei Sprachen, drei Programme – mit den Frühjahrsauktionen kommt auch das Design wieder zum Zuge. Koller in Genf sucht in seinem französischsprachigen Katalog die Nähe zum westlichen Nachbarn, Lempertz’ deutscher Katalog gibt sich bodenständig auch im Programm und das Dorotheum in Wien, das seine erfolgreiche Design-Sparte bereits im vergangenen Jahr ausgebaut hat, mit englischsprachigem Katalog international. Diese drei Häuser gehören wohl zu den bedeutendsten nicht spezialisierten Designanbietern im deutschsprachigen Raum – Experten wie Quittenbaum und von Zezschwitz in München nicht mitgerechnet. Den Anfang macht am 23. Mai die knapp 250 Lose umfassende Offerte von Lempertz, mit der in Berlin erstmals dem Design eine eigene Versteigerung gewidmet ist. Man beginnt hier ganz klassisch mit Gläsern, Besteck, Steinzeugkanne, elektrischem Wasserkessel, Haartrocknern und – jetzt schon eher unkonventionell – einem Druckknopftableau von Peter Behrens, letzteres zwischen 1914 und 1917 von AEG für den Direktionsaufzug im Gebäude der Neuen Automobil-Gesellschaft in Berlin hergestellt (Taxe 7.000 bis 10.000 EUR). Auch hat man mit Wilhelm Wagenfeld einen Klassiker der Glaskunst aus den 1930er Jahren im Gepäck. Die filigranen Utensilien listen bei nicht mehr als 1.500 Euro. Später, in den frühen 1950er Jahren, gestaltete er vermutlich für WMF in Geislingen eine Tischlampe mit mattweiß lackiertem und regelmäßig gestanztem Blechschirm (Taxe 10.000 bis 12.000 EUR). ...mehr

Rückblick: Kunst vom 15ten bis zum 20ten Jahrhundert bei Winterberg

Picasso und die Folgen


Rembrandt, Selbstbildnis, von vorn gesehen, im Barett, um 1634

Die berühmte Weltchronik Hartmann Schedels in Anton Kobergers Nürnberger Erstausgabe von 1493 setzte sich an die Spitze von Winterbergs Kunstauktion am 26. April. Meister wie Michael Wolgemut und Wilhelm Pleydenwurff steuerten zu diesem bedeutendsten Produkt des frühen deutschen Buchdrucks ihre Holzschnitte bei. 26.000 Euro kostete das Geschichtsbuch leicht über der Taxe. Auch mit Ansichten der Stadt am Neckar hatte das Heidelberger Auktionshaus naturgemäß keine Schwierigkeiten, wenngleich Matthäus Merians d.Ä. Blick von Norden aus dem Jahr 1620 bei 10.000 um 5.500 Euro deutlich unterhalb des Schätzpreises blieb. Bei knapp 50 Prozent war die auf die Anzahl der Lose berechnete Zuschlagsquote bei den Alten Meistern recht respektabel. Die höchsten Preise erzielte Rembrandt, wobei vor allem eine Serie von Selbstbildnissen aus den 1630er Jahren auf große Resonanz stieß. Auf 12.500 Euro kam sein winziger Kopf von vorn samt Barett aus der Zeit um 1634 (Taxe 6.500 EUR). Mit dem gleichen Betrag wurde der 1645 datierte Kahn unter den Bäumen honoriert, ebenfalls eine Radierung von sehr malerischer Wirkung (Taxe 13.500 EUR). ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Zezschwitz in München

Was geschah wirklich mit Erler-Samadens Beinen?


Raimund Wichera, Die Erzählerin, 1884

So hatte man sich Boccaccios Decamerone eigentlich nicht vorgestellt. Auf einem „unserer vielen Landsitze“, so schlägt Pampinea ihren Leidensgenossinnen während der Florentiner Pest 1348 die Flucht aus der Stadt vor, „hören wir die Vögel singen, sehen die Hügel und Täler grünen und die Kornfelder wogen, sehen tausend Arten von Bäumen und einen freieren Himmel“, und dort erzählen sich nach Ausführung des Planes allabendlich sieben blühende Jungfrauen und drei junge Männer jeweils zehn Geschichten – in der Idylle also eines lauschigen Sommers. Nichts dergleichen bei Raimund Wichera. Der 1862 in mährischen Frankstadt geborene und 1925 in Wien gestorbene Künstler hat – so scheint es – zuviel von seinem Lehrer Hans Makart konsumiert. „Die Erzählerin“, eine Skizze, die sich ausdrücklich auf das Werk des italienischen Dichters bezieht, ist denn auch ein noch nicht ganz reifes Frühwerk aus dem Jahr 1884, bei dem man hat den Eindruck gewinnt, die ganze Florentiner Pest mit ihrer schmierigen Morbidität und lasziven Gleichgültigkeit habe auch von den zehn Freunden bereits Besitz ergriffen. Von Zezschwitz, der Münchner Spezialist für Jugendstil und Art Déco, bietet dieses etwas epigonale und hinsichtlich der Boccaccio-Welt fast destruktive Werk am 20. Mai für 6.000 Euro an. ...mehr

Auch bei Christie’s in New York brilliert die Zeitgenössische Kunst

Abstraktion für Alle


Die Idee mit dem Haus, das man auch auf einer Auktion mit zeitgenössischer Kunst anbieten könnte, schlug zwar nicht ein wie eine Bombe, zeitigte aber das gewünschte Ergebnis. Richard Neutras 300 Quadratmeter große Villa „Kaufmann House“ in den Bergen von Palm Springs in Kalifornien wurde bei Christie’s am 13. Mai zur unteren Grenze von 15 bis 25 Millionen Dollar zugeschlagen. Richtig gefragt waren eher wieder die kleinen Leinwände und Skulpturen, die nicht soviel Platz wegnehmen und vielleicht sogar praktische Zwecke erfüllen. Jeff Koons’ vier Staubsauger im Schaufensterkasten zum Beispiel von 1981/86, die 10,5 Millionen verschluckten, oder Tom Wesselmanns weiblicher „Smoker #9“ aus dem Jahr 1973, von dem nur Hand und Mund genügen, um zu zeigen, dass Rauchen zwar schädlich, aber auch sehr erotisch sein kann. Die obere Taxe von 4 bis 6 Millionen Dollar musste es da schon sein. ...mehr

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