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Am 01.12.2017 110. Auktion: Gemälde Alter und Neuerer Meister - Zeichnungen des 15. - 19. Jahrhunderts

© Galerie Bassenge Berlin

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Impressionisten und Moderne bei Sotheby’s in London

Tänzerin sorgt für Furor


Wie sie sich schwingt, tanzt und singt, die gute „Danseuse“ des italienischen Futuristen Gino Severini! Entstanden 1915, gemalt auf 100 mal 81 Zentimetern Leinwand, gehört das Gemälde eher zu seinen mittelgroßen und auch mittelbedeutenden Werken, verglichen mit Hauptwerken wie dem drei Jahre älteren „Bal Tabarin“ im Museum of Modern Art in New York. Dennoch avancierte die in hellen Farben wie Gelb, Grün und Rot leuchtende, kubofuturistisch in ihre Einzelteile gegliederte Dame, der ganz unten rechts in der Ecke ein in altmodische Maskerade mit blauem Rokokorock und schwarzem Dreispitz gekleideter Mann zuschaut, am 25. Juni auf der erfolgreichen Londoner Abendauktion von Sotheby’s zum Hauptlos: 13,4 Millionen Pfund zahlte ein Telefonbieter für das Gemälde, das sich zwischen 1944 und 1988 im Guggenheim Museum New York befand. 7 bis 10 Millionen hatten die Erwartungen ohnehin schon hoch fixiert. Der bisherige Severini-Rekord stammte von 1990 und lag bei 3,6 Millionen Dollar. ...mehr

Ergebnisse: Phantastischer Realismus reüssiert bei der Zeitgenössischen Kunst im Kinsky

Glückliche Landschaft, Paradiso und große Welle


Das Wiener Auktionshaus „im Kinsky“ hat gut daran getan, bei seiner letzten Auktion auf den „Phantastischen Realismus“ zu setzen und dabei auf der Welle zu schwimmen, die derzeit im Wiener Ausstellungswesen ihr Hoch erlebt. Feiert doch das Belvedere eben mit 168 Exponaten diese einprägsame stilistische Entwicklung in der österreichischen Kunst der zweiten Hälfte des 20ten Jahrhunderts und verhilft ihr damit zu einer Renaissance. Die aktuelle Aufmerksamt hat wohl auch einige Sammler magisch zum Kinsky geführt, zumal das Auktionshaus für seine Versteigerung „Zeitgenössische Kunst“ am 17. Juni einige Höhepunkte dieser Kunstrichtung akquirieren konnte. Prompt stellte sich auch ein Auktionsrekord nach dem anderen ein, wenn man die Preisdatenbank von Artnet zu Rate zieht. Als erster durfte Rudolf Hausner jubeln. Seine monumentale Gebirgskomposition „Glückliche Landschaft“ mit Stern und Schmetterling von 1982 erbrachte 80.000 Euro; erwartet waren 50.000 bis 100.000 Euro. ...mehr

Neumeisters Jubiläumsauktion mit durchwachsenem Ergebnis

Gemischte Gefühle


Vom Chef und Gründer persönlich, Rudolf Neumeister, wurde die Jubiläumsauktion am 1. Juli in München abgehalten. Zugelassen zur Abendveranstaltung waren 96 hochkarätige Werke vom Meißner Porzellan bis hin zu einer strengen zeitgenössischen Architekturkulisse des 1939 in Leipzig geborenen Ben Willikens, die bei 18.000 Euro allerdings unveräußert blieb. Dazwischen lagen die Höhepunkte vor allem in der Malerei des 19ten und frühen 20ten Jahrhunderts, allen voran schon im Vorfeld Gabriele Münters „Nach dem Tee II“ aus dem Jahr 1912, wo sie sich mit ihrem damaligen Lebensgefährten Wassily Kandinsky und einem befreundeten Ehepaar darstellt. Münters Interieurdarstellungen gehörten damals zu ihren gefragtesten Motiven, und selbst Kandinsky ließ sich von ihr zu seinen wenigen Innenräumen inspirieren. Mit 355.000 Euro war das Gemälde Höhepunkt der Auktion und wurde – was an diesem Abend ungewöhnlich selten war – im Rahmen des Schätzpreises an einen schon seit längerem im deutschen Auktionsgeschehen bekannten Griechen zugeschlagen. ...mehr

Resultate: Koller in Zürich mit moderner und Schweizer Kunst weiter auf Aufwärtsfahrt

Farbenfrohe Landschaften


Giovanni Giacometti, Frühling im Bergell, 1912

Groß war die Aufregung, skeptisch zeigten sich die meisten Kommentatoren, als das Zürcher Auktionshaus Koller vor nicht allzu langer Zeit mit dem Vorhaben an die Öffentlichkeit ging, die Schweizer Kunst aus der Moderne auszugliedern und als eigene Auktion separat anzubieten. Die Konkurrenz von Sotheby’s sei viel zu groß, wurde geunkt. Doch die Zweifler sollten Unrecht behalten, gerade mit diesem Auktionsteil feierte Koller fortan einige der größten Erfolge. Auch in am 20. Juni durfte man sich in Zürich über einige hohe Zuschläge und eine respektable Quote von 52 Prozent freuen. Dabei waren die „alten“ Meister des 19ten Jahrhunderts, etwa Alexandre Calames verschatteter Vierwaldstättersee mit dem gerade noch in der Abendsonne glänzenden Urirotstock von 1852 für 90.000 Franken (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR) ebenso gefragt wie die modernen Konstruktionen eines Max Bill mit der vergoldeten Messingskulptur „Unique“ von 1952 für 55.000 Franken (Taxe 30.000 bis 50.000 SFR) oder eines Johannes Itten, dessen stille, farblich gedeckte „Mondlicht-Landschaft“ aus dem Jahr 1958 die untere Taxe von 100.000 Franken schaffte. Gute 33.000 Franken erreichte auch eine Serie von sechs minimalistischen, monochromen Gemälden in Beige, Grün, Gelb und Braun des 1944 geborenen Olivier Mosset aus dem Jahr 1979 (Taxe 25.000 bis 35.000 SFR). ...mehr

Die Sammler verschmähen auch die Alten Meister nicht – Ergebnisse von Sotheby’s in London

Rekordreigen


Frans Hals, Bildnis Willem van Heythuysen

Eindeutig die spannendere Altmeisterauktion in diesem Londoner Sommer hatte Sotheby’s zu bieten. Nicht weniger als ein Dutzend der neunzig Angebote überstieg hier die Millionengrenze, die im Vorfeld nur für acht Werke vorgesehen war, hitzig wurde aber auch um die günstigeren Werke gerungen. So betrug die Zuschlagsquote nach der Anzahl der Lose am Ende knapp 77 Prozent. Gut 51,5 Millionen Pfund spielte der Abend des 9. Juli ein und damit den zweithöchsten Betrag, den Sotheby’s je mit Alten Meistern losschlagen konnte. Die Aufgelder abgerechnet lag man damit deutlich im oberen Bereich der mit bis zu 44 Millionen Pfund berechneten Gesamttaxe. Der hauseigene Vergleich mit der Juliauktion im vorigen Jahr schönt die Bilanz noch ein wenig: 42 Prozent betrug die Steigerung. Grund dafür war nicht nur die hohe Qualität der Offerte selbst, sondern auch zum Teil herausragende Provenienzen, zu denen aus neuerer Zeit unter anderem die Sammlungen Hans Wetzlar und Gustav Rau gehörten. Alle Zweifel, die „Alten“ brächten es nicht mehr, scheinen damit ausgeräumt zu sein. ...mehr

Sotheby’s in London brilliert mit zeitgenössischer Kunst auf breiter Ebene

Es geht noch besser


Am Abend des 1. Juli lief Sotheby’s mit der „Contemporary Art“ in London der Konkurrenz von Christie’s den Rang ab: Mit einer Zuschlagsquote von 95 Prozent – nur vier der 75 angebotenen Werke fanden keinen Abnehmer – und einem Gesamterlös von fast 95 Millionen Pfund waren die nackten Zahlen einfach größer, wenngleich Christie’s mit nur 58 Losen, darunter einigen dicken Dingern von Freud, Bacon und Koons, rund 86 Millionen Pfund einspielte. Doch bei Sotheby’s war die Basis breiter, und der Durchschnittspreis war mit 1,33 Millionen Pfund pro Werk noch nie so hoch. Nur eines kletterte in die Achtstelligkeit: Francis Bacons kleine „Study for Head of George Dyer“ aus dem Jahr 1967, noch im Entstehungsjahr über Bacons Londoner Galerie Marlborough Fine Art an den jetzigen Einlieferer gegangen, kostete 12,25 Millionen Pfund. Erwartet waren über 8 Millionen Pfund. Der nächsthöhere Betrag, gezahlt für Jean-Michel Basquiats wilde Graffiti-Malerei „Pecho/Oreja“, von der sich die Pop-Gruppe U2 trennte, folgte mit deutlichem Abstand bei 4,5 Millionen Pfund im unteren Schätzwertbereich. Die Freude wurde nur ein wenig gedämpft, als Bacons „Figure Turning“ von 1962, mit 10 bis 15 Millionen Pfund eines der Hauptlose der Auktion, nicht übernommen wurde. ...mehr

Rückblick: Moderne Kunst im Kinsky Wien

Ausgefallenes Programm


Hart an der unteren Grenze wurden die meisten Schätzpreise bestätigt, die das Wiener Auktionshaus Kinsky für seinen modernen Meister am 17. Juni festgelegt hatte. Aber für eine alles in allem gute Veranstaltung hat es gereicht: Bei rund 45 Prozent lag die losbezogene Zuschlagsquote einschließlich einiger Vorbehaltszuschläge, 2,7 Millionen Euro brutto wurden in die Kassen des Hauses gespült. Solide wurde also das ungewöhnliche Programm honoriert, das weniger bekannten Namen diesmal eindeutig den Vorzug vor Standardgrößen wie Gustav Klimt oder Egon Schiele gab. Diese erwiesen sich sogar als mitunter etwas schwergängig. Von Klimts knappem Dutzend Zeichnungen gingen fünf in neue Hände über, darunter für 90.000 Euro sein aufgestützter liegender Frauenakt für die „Wollust“ des Beethovenfrieses (Taxe 60.000 bis 120.000 EUR) und für starke 65.000 Euro ein liegender Halbakt der späten Jahre 1916/17 (Taxe 20.000 bis 40.000 EUR). Von Schiele wurde ein Mädchenakt von 1917 für 130.000 Euro übernommen (Taxe 80.000 bis 200.000 EUR), doch blieb die Mehrzahl der Blätter unveräußert. ...mehr

Selektives Käuferverhalten beim Design im Auktionshaus Quittenbaum

Gut und teuer


Ico Parisi, Luisa Parisi und Gio Ponti, Zwei Sofas und ein Sessel, wohl 1940er Jahre

Über üppige Zuschlagsquoten konnte sich in dieser Frühjahrssaison kein auf Design spezialisiertes deutsches Auktionshaus so richtig freuen. Doch bei keinem war das selektive Käuferverhalten so extrem ausgeprägt wie bei Quittenbaum in München. Der nackten Anzahl der Lose nach nicht einmal 30 Prozent, mit dem Nachverkauf gut 33 Prozent des fast 680 Einzelposten umfassenden Angebots wurde von der Käuferschar übernommen, doch freut sich das Auktionshaus ganz zu Recht über einen großen Erfolg. Der schlug sich unter anderem in einer Steigerung um 20 Prozent gegenüber der Design-Versteigerung im vergangenen Herbst nieder, in einem Bruttoerlös von rund 575.000 Euro und in der zunehmenden Internationalität des Publikums. Und vor allem über hervorragende Einzelergebnisse: Während in den Preisniederungen der Drei- und niedrigen Vierstelligkeit Vieles stehen und liegen gelassen wurde, blieb so gut wie kein wirklich hoch gehandeltes Stück im Depot stehen. Und an qualitätvoller Ware hatte Quittenbaum einiges zu bieten. ...mehr

Ergebnisse: Moderne Kunst bei Ketterer in München

War mal günstiger


Zunächst sah es ja nicht nach dem großen Triumph aus, den das Münchner Auktionshaus Ketterer mit seiner Modernauktion am 4. Juni feiern wollte. Die ersten großen Lose, so Auguste Herbins 1910 datiertes Stillleben mit Früchten und Tongefäßen (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR), Camille Corots zarte Landschaft „Une tour au loin. Effet du soir“ aus den 1870er Jahren (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR) und vor allem Gabriele Münters Stillleben mit Kerzenleuchter aus dem Jahr 1917 (Taxe 120.000 bis 150.000 EUR) wollte auf dieser Versteigerung, die mehr als 160 Lose meist mit fünf- und niedrigen sechsstelligen Preisen listete, niemand erwerben. Dann aber zeigten die internationalen, impressionistischen und expressionistischen Künstler doch noch, dass sie für Geschäfte zu haben sind. Der erste war Francis Picabia. Sein schlichtes, authentisches Portrait des Kollegen Pablo Picasso aus den frühen 1920er Jahren wurde für 61.000 Euro leicht über der Schätzung übernommen. Es folgte Leo Putz’ Portrait der späteren Ehefrau Veronika Kirmair aus dem Jahr 1903, auf königliches Geheiß im Schleißheimer Garten nur in hoch geschlossener Garderobe. Hier lag der Ertrag an der unteren Grenze von 70.000 bis 90.000 Euro. Hervorragend die 26.000 Euro, die Charles Johann Palmié mit seiner neoimpressionistischen Ansicht des nächtlich beleuchteten Marienplatzes in München von 1907 einfuhr (Taxe 16.000 bis 18.000 EUR). ...mehr

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