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Am 01.12.2017 Auktion 1099: Moderne Kunst

© Kunsthaus Lempertz

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Auch mit den Gemälden und Zeichnungen Alter und Neuerer Meister liegt das Berliner Auktionshaus Bassenge gegenwärtig über dem Durchschnitt

Der Indianer in Berlin


Charles Schreyvogel, Bildnis von Rain in the Face, Kriegshäuptling der Hunkpapa Sioux

Ein leichtes Leben hatte er wirklich nicht, der Indianerhäuptling, den der amerikanische Maler Charles Schreyvogels einst portraitierte. 1835 in North Dakota geboren, musste Rain in the Face mit ansehen, wie sein Volk allmählich von den Weißen, die auf der Suche nach Gold und Land waren, immer weiter ausgerottet wurde. Bereits mit zwanzig Jahren zum Häuptling der Hunkpapa Sioux gewählt, konnte er der Austilgung durch kriegerische Gegenmaßnahmen jedoch zeitweise erheblichen Widerstand entgegensetzen, so vor allem im Dezember 1866, als er eine Abteilung der amerikanischen Armee in eine Falle lockte und mit Stumpf und Stiel vernichtete. Später mehrmals gefangen genommen, befreit, exiliert oder in neuerlichen Schlachten gebraucht, ergab er sich schließlich 1880 den Amerikanern und starb erst 1905 mit rund siebzig Jahren. Das Gemälde, das vom Karl-May-Museum in Bamberg zur Auktion Alter und Neuerer Meister bei Bassenge am 28. November gegeben wurde, ließ den Namen dieses großen Indianers jetzt einmal mehr groß erklingen: 80.000 Euro bezahlte ein belgischer Sammler für das lebensnahe Bildnis. Der Schätzpreis hatte bei 24.000 Euro gelegen. ...mehr

Die Jubiläumsauktion im Wiener Kinsky schlug sich im schwierigen Umfeld recht ordentlich

Schlacht um Schlacht


Die erste zielt, die zweite fällt, die dritte fängt die zweite auf und trauert schon um sie. Amazonen sind es, „Kampfweiber“, wie man sie etwas despektierlich nennen könnte, ein Bild der geballten Frauenpower und nicht zuletzt hocherotischer Reize von den muskulösen, dominanten Beinen aufwärts bis in stahlblauen Augen und die Spitzen der wohlfrisierten Haare. Manchen wird Friedrich Königs leider undatiertes Gemälde vielleicht nicht ganz zu Unrecht suspekt sein. Seiner merkwürdig suggestiven Kraft, die nicht zuletzt in den starken, etwa an die Jugendstilmalerei eines Ludwig von Hofmann erinnernden Farbkontrasten resultiert, wird sich aber wohl niemand entziehen können, gleichgültig ob mit Bewunderung oder Abscheu. Ein Bild, das polarisiert also – und daraus offenbar Kapital schlägt. Der Wettkampf um Königs Werk war jedenfalls am 2. Dezember im Wiener Auktionshaus Kinsky recht heftig. 86.000 Euro bedeuteten für König einen neuen Auktionshöchstpreis. Taxiert war das Gemälde auf 50.000 bis 100.000 Euro. ...mehr

Schweizer Kunst geht bei Sotheby’s in Zürich neuerdings etwas schleppend

Preiskorrektur: zurück ins Jahr 2005


Ferdinand Hodler, Der Mäher, 1910

Nicht nur bei den großen Auktionen in London und New York, auch in Zürich mit Schweizer Kunst musste das Auktionshaus Sotheby’s jetzt deutliche Einbußen hinnehmen. Nach Angaben des Hauses lag der Prozentsatz der Zuschlagshöhe, den die 135 Lose gegenüber ihrer Schätzpreissumme am 26. November einfahren sollten, nur bei 51,3 Prozent, mit Aufgeld knapp 6 Millionen Franken. Die Quote nach Anzahl der Lose lag bei knapp 64 Prozent. Das bedeutet, dass die Absatzprobleme besonders bei den preisstarken Werken auftraten, eine Vermutung, die sich bei einer Betrachtung im Einzelnen durchaus bestätigt. Von den drei Millionenpreisen konnte nur einer erreicht werden, und auch der blieb deutlich unter der Schätzung von mindestens 1,5 Millionen Franken zurück: Ferdinand Hodlers „Mäher“, der sich später in einer der vielen Versionen auch auf einem Geldschein wiederfand, wurde bereits bei 1,2 Millionen Franken einem Schweizer Privatmann zugeschlagen. ...mehr

Höhepunkte der Design-Geschichte V bei Quittenbaum in München

Gut minus


Verner Panton, Vier Leuchtelemente „Spiegel“, 1968

Durchaus wählerisch zeigte sich die Kundschaft am 10. November bei Quittenbaums fünfter Ausgabe der „Höhepunkte der Design-Geschichte“. Recht einträglich ging es los mit einer Reihe bedeutender Jugendstillampen, die zwar zum Teil deutlich unter den Schätzungen blieben – so eine Tischlampe „Daffodil“ der Tiffany Studios schon für 16.100 Euro, erwartet waren 28.000 Euro –, aber doch im wesentlichen zugeschlagen wurden. Das älteste Stück war eine Tischlampe Henry van de Veldes von etwa 1897 mit mehr oder weniger offener Konstruktion und einfachem Messingschirm, aber umso aufwändigerem Fußgestell. Hier kamen 14.000 Euro zusammen (Taxe 15.000 EUR). Ebenso wurden zwei Tischlampen von Emile Gallé und Daum Frères in etwa taxgerecht zu 14.000 und 14.500 Euro weitervermittelt. Erfreulich auch die frühen Weimarer Bauhausarbeiten, allen voran eine getriebene und gelötete Blechteebüchse Wilhelm Wagenfelds aus dem Jahr 1924, die ein deutscher Galerist von 18.000 auf 25.000 Euro hob. Großen Anklang fand auch Josef Hartwigs im selben Jahr entworfenes hölzernes kubistisches Schachspiel im Originalkarton, das seinen großen Namen schon im Titel „Das Bauhaus Schachspiel“ erklingen lässt. Erst bei 12.500 Euro fand das Ringen darum durch einen deutschen Sammler ein Ende (Taxe 3.500 EUR). ...mehr

Moderne Kunst bei Hauswedell & Nolte

Bekanntes lässt die Kassen klingeln


Die schlechte Nachricht ist den Franzosen zuzuschreiben: Erst bei Nummer 17 beginnt die Zuschlagsliste der Versteigerung ausgewählter Werke von Hauswedell & Nolte am 5. Dezember, weil die Grafiken und Zeichnungen von Henri de Toulouse-Lautrec, Edgar Degas, Pierre-Auguste Renoir, Paul Signac, Pierre Bonnard und vor allem Jacques Villon, dessen „Parisienne, tournée à droite“ gleich achtmal ihren Auftritt hatte, in auffallender Vollständigkeit ihre Dienste versagten. Hier ist vor allem das Ausbleiben amerikanischer Sammler zu konstatieren, die sonst bei Hauswedell & Nolte gerne den Impressionismus und sein Umfeld mitnahmen. Zu den Rückgängen gesellte sich in Hamburg auch noch der Norweger Edvard Munch, dessen rote Lithografie „Das kranke Kind I“ von 1896 mit 320.000 Euro allerdings auch sehr anspruchsvoll taxiert war. Was der Bauer – sprich der deutsche Sammler, der ja im gegenwärtigen Herbst das deutsche Auktionsgeschehen wesentlich mitbestimmt – nicht (so gut) kennt, kauft er also nicht, woraus nun die erfreuliche Nachricht folgt: Der deutsche Expressionismus feierte – wie fast auf jeder derzeitigen Versteigerung der großen Häuser – seine fröhlichsten Urständ. ...mehr

Zeichnungen und Druckgrafik im Dorotheum

Mode, Tiere, Wienveduten


Pseudo-Sassi, Akrobaten

Mit einem Zuschlagsergebnis von rund 34 Prozent lag die vergangene Grafik-und Zeichnungsauktion im Wiener Dorotheum ganz im Rahmen der vergangenen Jahre. Auch die Tatsache, dass nur zwei Preise jenseits der 10.000 Euro lagen, war kein Grund zur Beunruhigung. Vielmehr bot sich hier für Käuferschichten mit schmalerer Geldbörse die Gelegenheit, schöne Entdeckungen zu machen und spezialisierte Sammlungen zu bereichern. Vor allem die Italiener hatten viel zu bieten. So war es nicht nur immer Giovanni Battista Piranesi, dessen reiches Grafikkonvolut – diesmal vornehmlich aus den „Le Antichitá Romane“ für bis zu 4.000 Euro weit über den Schätzungen mehrheitlich den Besitzer wechselte, sondern auch eine Reihe Zeichnungen weniger bekannter Meister. 4.500 Euro verbuchte etwa jener Meister, der als Pseudo-Sassi um 1700 wohl in Neapel wirkte, für eine spritzige Federskizze von Akrobaten, die sich um einen Pfosten schwingen (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR). ...mehr

Moderne Kunst erfolgreich in Ketterers neuem Domizil

Der Sturm im Wind


Einen guten Start erwischte das Münchner Auktionshaus Ketterer mit neuem Katalogoutfit und neuer Behausung in der Joseph-Wild-Straße im Stadtteil Riem. Auch angesichts der Tatsache, dass der deutsche Kunstmarkt vom Rückgang vor allem der internationalen Käuferschaft nicht ganz unbetroffen blieb, zeigten sich Bieter besonders während der Moderne-Auktion am 3. Dezember ausnehmend rege. Die hohen sechsstelligen Beträge gingen sämtlich von Konten deutscher Sammler. Die Spitzenwerke großteils noch heißer umkämpft als erwartet, im Mittelfeld ein paar bedauerliche Rückgänge und unter den unteren Preisschichten einige, die sich rasch heraufarbeiteten – das ist die Bilanz der gut besuchten Veranstaltung. Und nach Angaben des Hauses ein Zuwachs gegenüber der Juni-Auktion – immerhin auf dem Höhepunkt des internationalen Kunstmarkts – um weitere 200.000 Euro. Trotz der nicht allzu hohen losbezogenen Zuschlagsquote von 44 Prozent war bei Ketterer von Krise also nicht soviel zu spüren. ...mehr

30 Jahre Hassfurther...

...und kein bisschen müde


Albin Egger-Lienz, Der Mittagstisch

Keine Anzeichen von Müdigkeit zeigt Wolfdietrich Hassfurther, Wiener Galerist und Auktionator, auch dreißig Jahre nach der Gründung seines Unternehmens. Nach immer wieder starken Versteigerungen festigte er am 27. November, während seine großen Konkurrenten Dorotheum und im Kinsky doch mitunter kräftig zu schlucken hatten, seinen Ruf und Anspruch als erste Adresse für österreichische Kunst der Moderne. Von den 78 Losnummern konnte er 59 zuschlagen, das entspricht einer in gegenwärtigen Zeiten geradezu sensationellen Quote von drei Vierteln und macht diese Auktion zu einer der erfolgreichsten des gegenwärtigen Herbstes in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Den höchsten Preis erzielte Albin Egger-Lienz mit seinem relativ großformatigen Ölbild brütender, dumpfer Bauern unter dem Titel „Der Mittagstisch“. Mit einem Zuschlag bei 570.000 Euro wurde das Gemälde eines der erfolgreichsten der Saison in Österreich und das drittteuerste von Egger-Lienz auf Auktionen bislang (Taxe 300.000 bis 500.000 EUR). Die weitaus größere Überraschung bot indes Rudolf Wacker: Seine „Bregenzer Achbrücke“ aus dem Jahr 1926, im Stil der Neuen Sachlichkeit eine Spielzeugwelt kreierend, die jeden Moment zerbrechen zu wollen scheint, setzt bei 275.000 Euro unerwartet neue Maßstäbe für den 1939 jung verstorbenen Maler. Der alte Rekord aus dem Jahr 2003 hatte bei 140.000 Euro gelegen, ebenfalls bei Hassfurther aufgestellt (Taxe 90.000 bis 130.000 EUR). ...mehr

Moderne Kunst bei Lempertz

Alles auf Räderscheidt


Wenn die Säulen des Marktes wanken, die großen Meister aller Epochen fliehen und ihre Werke von den Auktionen zurückziehen, die Käufer ihr Geld raffen und die sonst so dicht gefüllten Säle des Handels in leerer Ödnis gähnen – dann schlägt gelegentlich die Stunde der Unbekannten, Verkannten, wenig Bekannten. Nun, ganz so schlimm wie geschildert erging es dem Kölner Auktionshaus Lempertz freilich nicht, mit einer Zuschlagsquote von knapp 46 Prozent lag man eigentlich ganz gut in diesem Herbst, und die schmerzlichen Rückgänge wie Marc Chagalls 1961 datiertes Aquarell „En fuite avec la Thora“ (Taxe 100.000 bis 120.000 EUR) oder Conrad Felixmüllers expressionistischer „Spät-Sommer-Abend“ in Klotzsche von 1918 hielten sich in erträglichen Grenzen (Taxe 180.000 bis 220.000 EUR). Aber manch selten genannter Maler profitierte vielleicht doch von den etwas veränderten Bedingungen der gegenwärtigen Marktlage, und zu denen gehörte Anton Räderscheidt. ...mehr

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Großer Auftritt für Bernd Koberling in Duisburg

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