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Am 18.11.2017 Auktion 38: Moderne und Zeitgenössische Kunst

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Auktionen

An zwei Auktionstagen stehen beim Züricher Versteigerer Koller moderne und zeitgenössische sowie Schweizer Kunst auf dem Programm

Werbewirksames Panorama


Giovanni Giacometti, Panorama von Flims, 1904

Ein Arrangement aus unzähligen Pünktchen und Strichlein in vielen leuchtenden Farben ergibt das prächtige „Panorama von Flims“, einer kleinen Gemeinde im Schweizer Kanton Graubünden. Als Auftrag des dortigen Waldhaus-Hotels fertigte Giovanni Giacometti ein großformatiges Triptychon, dessen Mittelteil den lichten Panoramablick von einer Anhöhe oberhalb des Dorfes auf die Hotelbauten topografisch korrekt und detailreich freigibt, sie in eine sattgrüne Landschaft einbettet und von weitläufigen Gebirgsformationen umgibt. Auf dem linken Seitenteil präsentiert uns Giacometti den kleinen Caumasee bei Flims mit dem Kurhaus-Komplex Waldhaus und Bellavista, auf dem rechten Bild die dort 1880 erbaute Badeanstalt. Im Jahr 1904 als werbewirksame Reklame für das groß angelegte Parkhotel gedacht, wurde Giacomettis Triptychon schnell wieder angehängt und geriet in Vergessenheit, bis es 1986 vom damaligen Direktor Josef Müller im Fundus des Waldhauses wiederentdeckt wurde und bis Anfang des Jahres das Hotel schmückte. Nun hat die amerikanische Investmentgruppe Z Capital Partners das Waldhaus Flims erworben und sieht für Giacomettis „Panorama von Flims“ keinen Platz mehr – ein Glück für Freunde Schweizer Bergwelten und Giovanni Giacomettis. Denn das Triptychon ist nun das Highlight der Auktion „Schweizer Kunst“ bei Koller in Zürich und geht mit 3 bis 4 Millionen Franken an den Start. ...mehr

Ob Gemälde oder Zeichnung: Grisebach bewies ein gutes Gespür bei der Kunst des 19. Jahrhunderts und veräußerte einen Großteil seiner Lose – etliche davon mit unerwartetem Gewinn

Höchstpreis für eine rote Bluse


Adolph von Menzel, Emilie in roter Bluse, um 1850

Mit ihrer Auswahl von Gemälden und Zeichnungen für die Auktion „Kunst des 19. Jahrhunderts“ durften die Experten bei Grisebach zufrieden sein. Denn bei einer losbezogenen Zuschlagsquote von über 80 Prozent haben sie den Geschmack der Kunden in diesem nicht allzu leicht verkäuflichen Marktsegment gut getroffen. Zudem setzte der Berliner Versteigerer mit brutto rund 3,1 Millionen Euro fast doppelte mittlere Schätzpreissumme um. Einen Höhepunkt markiert das Pastell „Emilie in roter Bluse“ um 1850. Nachdem die Stiftung Oskar Reinhart in Winterthur die skizzenhafte Zeichnung Adolph von Menzels im vergangenen Jahr an die Erben von Rudolf Mosse restituiert hat, boten diese das Blatt nun bei Grisebach für 300.000 bis 400.000 Euro an. Am Ende berappte ein Schweizer Privatsammler 850.000 Euro für die ohne schmückendes Beiwerk fokussierte Menzel-Schwester, verdreifachte ihren Schätzwert damit nahezu und positionierte sie auf Platz 1 der Zuschlagsliste. ...mehr

Ein buntes Allerlei an feinen Möbeln und Kuriosem aus dem Reich des Designs bietet das Dorotheum seiner Kundschaft. Wer Platz zuhause und viele Freunde hat, sollte sich diese Sitz-Gelegenheit nicht entgehen lassen

Sitzfleisch und platte Reifen versus Organic Design


Charles Eames und Eero Saarinen, Organic Chair Mod. A3501, 1940

Harmonie ist die Lösung für so ziemlich jedes zwischenmenschliche Problem. Folglich müsste der künftige Be-Sitzer des „Organic Chairs“ in der kommenden Design-Auktion des Wiener Dorotheum einer rosigen Zukunft entgegenblicken. Das violette Sitzmöbel mit den skandinavisch-minimalistischen Holzbeinchen ist ein Stück Geschichte, vereint es doch das Können zweier herausragender Architekten und Designer des 20. Jahrhunderts in einer kaum mehr zu erstehenden, ersten Ausführung für den Wettbewerb „Organic Design in Home Furnishings“ des Department of Industrial Design im New Yorker MoMA. Der Wettbewerb wurde am 1. Oktober 1940 ausgerufen und sollte ein Möbelstück zu Tage fördern, das eine harmonische Beziehung einzelner Bauteile hinsichtlich Struktur, Material und Zweck erzielt. Charles Eames und Eero Saarinen entwarfen daraufhin ihren „Organic Chair“ und schufen kurz nach Kriegsausbruch eine reproduzierbare und doch elegante Möbelikone, die für 35.000 bis 50.000 Euro auch bald in Ihrem Wohnzimmer stehen könnte. ...mehr

Kornfelds 266. Auktion findet in Bern wieder parallel zur Art Basel statt

Geburt aus dem Ornament


Wenn sich die Schönen und Reichen dieser Welt in dieser Woche wieder im Nordwesten der Schweiz versammeln, um auf der Art Basel ihre Kunstsammlungen ein wenig aufzufrischen, dann wird auch der inzwischen 92jährige Eberhard W. Kornfeld wieder zu seiner alljährlichen einzigen Versteigerung nach Bern laden. Wie gewohnt gliedert sich das Programm in einen kleinen Altmeister- und einen großen Moderne-Teil, und den krönenden Abschluss bilden am Freitagnachmittag die „150 ausgewählten Kunstwerke des 19. und 20. Jahrhunderts“. Gegenüber manch früherer Versteigerung sind die maximalen Erwartungen von 1 Million Franken etwas zurückhaltender, doch dürfte bei einer Reihe von Arbeiten noch Luft nach oben sein. Marc Chagall etwa hat Kornfeld fast noch nie enttäuscht, und das steht auch für die beiden Toplose „Le Tombeau de Rachel“ mit schwebender Trauernder über grüner Landschaft von 1966 und die kraftvoll leuchtenden „Paysan et animal bleu en conversation dans le paysage rouge“ von circa 1978 nicht zu befürchten. ...mehr

Der Luzerner Versteigerer Fischer wartet mit Alten und Neueren Meistern auf, außerdem stehen moderne und zeitgenössische Kunst sowie Möbel und Kunsthandwerk auf dem Plan

In zärtlicher Einheit


Maestro di Sant’Ivo, Madonna dell’Umiltà, um 1400

Andächtig versunken sitzt Maria im dunklen Gewand auf dem mit einem wertvollen Teppich bedeckten Boden und hält das Christuskind mütterlich in ihrem Schoß. Der goldene Grund hinter ihr steht für die Erhabenheit der Gottesmutter und die himmlische Sphäre. Die toskanische Darstellung der „Madonna dell’Umiltà“ schuf um 1400 der Maestro di Sant’Ivo, vermutlich ein Schüler Agnolo Gaddis. Der Florentiner Meister hat seinen Namen aufgrund einer charakteristischen Darstellungen des heiligen Ivo erhalten, und auch seine Formensprache bei der Schilderung der „Demütigen Madonna“ zeigt sich betont vereinfacht, konzentriert und vergeistigt, sodass die Funktion des Andachtsbildes ihre Entsprechung findet. Der Darstellungstypus der Madonna dell’Umiltà wurde vermutlich von dem sienesischen Maler Simone Martini entwickelt, war in Mittelitalien im 14. Jahrhundert sehr beliebt und wurde wie bei vorliegender Tafel gerne mit dem Typus der Maria lactans verbunden. Nun freut sich das Auktionshaus Fischer in Luzern, das museale Gemälde im Rahmen der kommenden Auktion als Glanzlicht präsentieren zu können. Mit einem Schätzwert ab 150.000 Franken führt die liebliche Mutter-Kind-Einheit das reichhaltige Angebot Alter Meister, moderner Kunst und Kunstgewerbes sowie Designs und Schmucks preislich an. ...mehr

Mit zwei wichtigen Sammlungen kann das Wiener Dorotheum in seiner Auktion „Jugendstil und angewandte Kunst des 20. Jahrhunderts“ aufwarten

Die Kette der Flöge


Max Esser, Mittelstück aus dem Tafelaufsatz „Reineke Fuchs“, 1922

Bei wärmeren Sommertagen bietet sich die Möglichkeit, mit Familie und Freunden im Freien Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Je nachdem ob gegrillt wird oder ein eher festlicher Anlass der Grund zum Speisen ist, ändert sich die Tischdekoration. Für eine reiche und stilvolle Zier bietet sich etwa Max Essers Tafelaufsatz „Reineke Fuchs“ an. Dieses mehrteilige Porzellanset besteht aus Tierfiguren, darunter Affen, Ziegen, Wolf, Panther, Dachs oder einem Eber, sowie dem hohen runden Mittelstück, über dem sich Ranken, Äste und teils vergoldete Weintrauben in die Höhe schrauben. Über alledem balanciert auf dem weißen, rotbraun akzentuierten Porzellan der schlaue Fuchs in aufrechter Haltung auf einer Kugel. Sein wuschiger Schwanz und die rot-weiße Maske seines Gesichtes mit den aufmerksam gespitzten Ohren verleihen dem gerissenen Fabeltier Lebendigkeit. Diesen zentralen Blickfang ergänzt Essers schlichtere Arbeit „Affenschale mit Kakadu“ aus demselben Service, die nun aber schon auf Speisen wartet. Die Stücke, die die Porzellanmanufaktur Meißen zwischen 1922 und 1925 ausführte, stammen aus der Sammlung des Berliner Baulöwen Karsten Klingbeil, der in den 1940er Jahren unter anderem bei Max Esser Bildhauerei studierte und die Figuren seines Lehrers sammelte. Der Tafelaufsatz ist nun eines der Highlights der Jugendstil-Auktion im Dorotheum: Das hohe Mittelstück geht mit 30.000 bis 40.000 Euro ins Rennen, die Affenschale begnügt sich mit 5.000 bis 6.000 Euro und die zwölf begleitenden Tierfiguren mit einem Schätzwert, der je zwischen 1.000 und 4.000 Euro liegt. ...mehr

Kunst seit 1945 bei Ketterer in München

Auf den Hai gekommen


Ein lebensgroßer weißer Hai schießt bedrohlich mit einem von monströsen scharfen Zähnen gesäumten Maul aus der schwarzen Tiefe hervor. Aufgrund des kontrastreichen Spiels mit Licht und Schatten wirkt das kalte Ungeheuer der Meere besonders authentisch und übt eine schaurige Faszination aus. Doch handelt es sich dabei nur um eine Kohlezeichnung. Auf fast zwei Metern Breite hat Robert Longo die menschenverschlingende Macht fotorealistisch niedergelegt. Sein Blatt „Untitled (Shark 15)“ gehört zu seiner berühmten Serie „Perfect Gods“, in der sich Longo ab dem Jahr 2007 mit dem weißen Hai als nationalen Mythos der USA beschäftigt hat und dem Betrachter die Unentrinnbarkeit des eigenen Todes drastisch vor Augen führt. Mit einer Schätzung von 350.000 bis 450.000 Euro führt der Hai die Offerte der jüngeren Kunst bei Ketterer in München an. ...mehr

Die Offerte von Neumeister in München zur Klassischen Moderne, Post War & Contemporary Art überzeugt durch Top-Lose von Gabriele Münter, Roy Lichtenstein und Anselm Kiefer

Häuslicher Expressionismus


Farbenfroh ist der kleine Ausschnitt des gemeinsamen Sommerhauses von Gabriele Münter und Wassily Kandinsky in Murnau. Eine Vase mit plastischem Dekor und rosafarbenen Blumen steht auf einer grünen Tischkante. Dahinter ragt die Rückenlehne eines roten Sofas vor der gelben Zimmerwand auf. Zum großen Teil wird sie jedoch von einem bunten Kissen mit grafischem Muster verdeckt. Den Einblick, den Gabriele Münter dem Betrachter in ihre häusliches Leben gewährt, ist von leuchtender Farbigkeit, Kontrasten und einer flächigen Komposition bestimmt. Im Jahr 1910 entstanden in Murnau mehrere dieser Stillleben. Einzelne Gegenstände wie das Sofa oder der Tisch mit Vase tauchen immer wieder auf. Der „Teetisch mit Blumenvase und Sofa“ fordert in der Auktion Neumeisters Moderne marktübliche 100.000 bis 150.000 Euro. ...mehr

Moderne Kunst sowie Jugendstil im Wiener Kinsky

Symphonie in Grün


Richard Gerstl, Obstgarten (Kleines Gartenbild), 1907

Als Richard Gerstl am 4. November 1908 den Freitod wählte, war er gerade einmal 25 Jahre alt, und sein Werk noch nicht gesehen. Heute weist ihm die Kunstgeschichte eine Vorreiterrolle in der Kunst des beginnenden 20. Jahrhunderts zu und zählt seine Gemälde zu den frühesten Zeugnissen des Expressionismus in Österreich. Doch davon gibt es nur wenige. Dokumentiert sind bislang etwa 80 Arbeiten. Da ist es schon eine Besonderheit, wenn ein Werk Gerstls auf dem Kunstmarkt auftaucht. Das Kinsky in Wien geht nun mit seinem „Obstgarten“ aus dem Jahr 1907 in die nächste Auktionsrunde. Als Gerstl den Sommer 1907 am Traunsee verbrachte, entdeckte er die Freilicht- und Landschaftsmalerei für sich. Die Wiesen und Gärten boten ihm anregende Motive für das Malen in der Natur. In extremer Nahsicht nahm Gerstl den Ausschnitt eines Gartens auf, der von der Farbe Grün und dem bewegten, fast ungestümen Pinselduktus lebt. Dabei bereichert er die nuancierten Grüntöne durch einzelne Farbakzente, etwa das Weiß-Gelb auf der sonnenbeschienenen Wiese und die bläulichen Pinselstriche im Laubwerk. Für das „Kleine Gartenbild“, wie es Otto Nirenstein in seinem Werkverzeichnis von 1931 listet, hat das Kinsky mindestens 250.000 Euro angesetzt, was angesichts der 290.000 Euro, die das Wiener Auktionshaus mit einer gleichaltrigen, aber weitaus summarischeren Landschaftsstudie in Juni 2007 erwirtschaftete, nicht zu hoch gegriffen ist. ...mehr

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News vom 17.11.2017

Der erste Vonovia Award für Fotografie geht an Ina Schoenenburg

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Saarlandmuseum eröffnet Moderne Galerie

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Florian Hecker in Wien

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Galerie Flügel-Roncak - Alex Katz - Chance.

Alex Katz Chance Cutout verfügbar.
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Galerie Flügel-Roncak - Andy Warhol Kölner Dom Rot

Andy Warhol Kölner Dom Cologne Cathedral Rot verfügbar
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Ostdeutsche Kunstauktionen - Berlin - Albert Wigand, Stilleben mit dunkler Kerze und Schale

49. Versteigerung
Ostdeutsche Kunstauktionen - Berlin

Schmidt Kunstauktionen Dresden - Fritz Beckert, Dresden - Rampische Straße mit Blick auf die Frauenkirche. 1917.

Vorbericht der 54. Kunstauktion
Schmidt Kunstauktionen Dresden





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