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Am 01.12.2017 110. Auktion: Gemälde Alter und Neuerer Meister - Zeichnungen des 15. - 19. Jahrhunderts

© Galerie Bassenge Berlin

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Resultate: Schweizer Kunst bei Sotheby’s

Nicht bis ganz oben


Ferdinand Hodler, Stockhornkette mit Thunersee, um 1913

Félix Vallotton enttäuschte, Ernest Biéler, Max Buri und Ferdinand Hodler aber übertrafen fast alle Erwartungen auf der Auktion „Schweizer Kunst“ von Sotheby’s am 7. Dezember in Zürich. Mit einer Zuschlagsquote von 65 Prozent nach Losen und gut 83 Prozent nach Schätzpreisen hielt sich diese Veranstaltung, auf der brutto rund 5,86 Millionen Franken umgesetzt wurden, insgesamt auf solidem Niveau. Von den Toplosen ging Vallottons etwas gediegene „La Seine près les Andelys, matin soleil“ aus dem Jahr 1916 zurück. Eine farblich aufregendere Ansicht der „Dordogne à Beynac“ aus dem letzten Lebensjahr des Künstlers 1925 konnte mit einem Ergebnis von 420.000 Franken ebenfalls nicht ganz erfüllen, was auch für die 400.000 Franken gilt, die Augusto Giacomettis dichter roter Rosenstrauß von 1935 auf sich vereinigen konnte. Für alle drei Bilder hatte die Schätzung bei 500.000 bis 700.000 Franken gelegen. ...mehr

Zeitgenossen überflügeln die Moderne im Wiener Dorotheum

Alle möglichen Welten


Entgegengesetzt zur Auktion mit Moderner Kunst fiel das Ergebnis bei den Zeitgenossen im Wiener Dorotheum positiv aus. Zwar lag die losbezogene Zuschlagsquote am 25. November mit 48 Prozent niedriger, doch nicht nur das fast dreimal größere und spannendere Angebot, sondern auch die höhere Dichte der Abnahme bei den teueren Stücken spülten hier brutto gut 3,4 Millionen Euro in die Kassen und damit 1,6 Millionen Euro mehr als bei den Klassikern des 20ten Jahrhunderts. Schon das erste Los ließ keinen Zweifel aufkommen; hier brannte das Feuer lustiger: Von 55.000 bis 70.000 Euro auf 160.000 Euro schnellte Alighiero Boettis dichte blaue Kugelschreiberzeichnung „Il Mondo Possibile“ mit einer Buchstabenreihe am linken Bildrand und geheimnisvoll über die Leinwand verstreuten Gänsefüßchen. Das Werk entstand 1980. Kurz darauf gab es die erwarteten 150.000 Euro für Victor Vasarelys „Boglar II“, eine besonders großformatige seiner computergrafisch wirkenden Symmetrien auf 250 Zentimetern im Quadrat, gemalt in roter und blauer Ölfarbe auf Leinwand im Jahr 1966. ...mehr

Ergebnisse: Alte und Neuere Meister bei Bassenge in Berlin

Teure Nazarener und andere Schätze


Albrecht Dürer, Christus am Kreuz mit der Engelbordüre, 1516

Ein erlesenes Angebot, dennoch moderate und realistische Preisbewertungen, ein Sinn auch fürs Feine und Edle in der zweiten Reihe der nationalen wie internationalen Kunst sowie Stetigkeit und Berechenbarkeit im Ausbau des Gesamtprogramms – diese Komponenten sind Basis für die erfolgreiche Entwicklung, die das Berliner Auktionshaus Bassenge in den vergangenen Jahren zunehmend in die erste Reihe des deutschen Kunstmarktes gerückt haben. Wer sonst in Deutschland kann so ein Angebot an Druckgrafik und Zeichnungen vom 15ten bis 19ten Jahrhundert vorweisen? Der Lohn für eine gewisse Knochenarbeit, die Art und Umfang der Einlieferungen im Vorfeld mit sich bringen, bestätigt fast jede Auktion in der Richtigkeit ihrer Anlage aufs Neue – auch diesmal: Kaum ein deutsches Auktionshaus kann in diesem Herbst auf derart hohe Zuschlagsquoten wie Bassenge zurückblicken. Fast 70 Prozent der Lose wurden bei den Alten und Neueren Meister verkauft. Gerade bei der gelegentlich etwas schwergängigen, von vielen anderen Häusern darum eher gemiedenen älteren Kunst ein Ergebnis geradezu mit Seltenheitswert. ...mehr

Resultate: Moderne und zeitgenössische Kunst bei Van Ham in Köln

Das große dicke Schokomädchen räumt ab


Mit Erfolg brachte das Kölner Auktionshaus Van Ham seine Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst am 3. Dezember über die Bühne. Die verhältnismäßig hohe Zuschlagsquote von fast 59 Prozent, ohne Vorbehalte von gut 51 Prozent, verdankt sich vor allem der Gegenwartskunst. Diese hatte mit Fernando Boteros draller Bronzeskulptur eines stehenden Frauenaktes „La Pudeur“ als viertes von sechs Exemplaren aus dem Jahr 1981 auch das Hauptlos zu bieten. Die obere Schätzung von 500.000 Euro erzielte die schokoladenbraune, in ihrer selbstsicheren Kompaktheit anmutige Schönheit. Vor allem aber beeindruckten die Zeitgenossen durch mehrere neue Auktionsrekorde – wenn auch nicht auf dem Niveau von Christie’s oder Sotheby’s. ...mehr

Alte Meister bei Christie’s: Mit drei Spitzenwerken in Rekordtaumel

Im Höhenflug


Rembrandt, Halbportrait eines Mannes mit in die Hüfte gestemmten Armen, 1658

Finanz- und Wirtschaftskrise hin oder her. Für seltene Highlights auf dem Kunstmarkt haben die Reichen der Reichen immer noch genügend Geld übrig. So geschehen am Dienstag in der Versteigerung „Old Master Paintings“ bei Christie’s in London. Trotz einer Rückgangliste von immerhin 15 der 43 Lose – also rund 35 Prozent – wurde ein Gesamtumsatz von 68,4 Millionen Pfund eingefahren, was 97 Prozent der Schätzpreissumme entspricht. Dies war den drei schon lange im Vorhinein angepriesenen Hauptlosen zu verdanken, die Christie’s glücklich an den Mann bringen konnte. Rembrandts melancholisches, die Schatten des Spätwerks ausdrückendes Halbportrait eines Mannes mit in die Hüfte gestemmten Armen aus dem Jahr 1658 erzielte die untere Taxe von 18 Millionen Pfund und wanderte von Barbara Piasecka Johnson in eine nicht näher genannte Privatsammlung. Die großartige Darstellung des jugendlichen Evangelisten Johannes, der gerade intensiv an der Abfassung seiner heiligen Schrift arbeitet und sich dabei von zwei drolligen Putten sowie seinem Attribut, dem Adler, assistieren lässt, machte sich bei 8,2 Millionen Pfund etwa zur Mitte der Schätzgrenzen davon. Verantwortlich dafür ist der römische Barockmaler Domenico Zampieri, der unter seinem Künstlernamen Il Domenichino besser bekannt ist. ...mehr

Ergebnisse: Höhepunkte der Design-Geschichte VI bei Quittenbaum

Gut, manchmal günstig eingekauft


René Lalique, Vase „Poissons“, 1921

Eine Gemengelage an erfreulichen und enttäuschenden Ergebnissen brachte die große Jahresabschlussauktion von Quittenbaum am 1. Dezember. Unerwarteten Preissteigerungen standen in München schmerzliche Rückgänge hoch gehandelter Stücke gegenüber. Insgesamt aber gestaltete sich diese sechste, unter dem Motto „Tischkultur“ stehende Ausgabe der „Höhepunkt der Design-Geschichte“ zu einer guten Veranstaltung. Mit einer losbezogenen Zuschlagsquote von rund 45 Prozent, mit dem Nachverkauf von knapp 48 Prozent lag das Ergebnis rund zehn Punkte höher als bei Nummer fünf im vergangenen Jahr, wenngleich die Umsatzsumme mit gut 328.000 Euro um circa 50.000 Euro unter derjenigen der Vergleichsauktion lag. Acht Zuschläge lagen jenseits der 10.000 Euro-Grenze. Den ersten Platz teilten sich bei 15.000 Euro eine von Franz Hofstötter entworfene und von Lötz Witwe für die Pariser Weltausstellung im Jahr 1900 ausgeführte kalebassenartigen Phänomenvase sowie René Laliques Kugelvase „Poissons“ von 1921 diesmal in kräftigem Rot. Beide Artefakte wanderten in die USA ab (Taxen 9.000 und 13.000 EUR). ...mehr

Rückblick: Der modernen und zeitgenössischen Kunst mangelte es bei Hauswedell & Nolte an Spitzenwerken

Kollwitz geht immer


Erwartungsgemäß nicht euphorisch wurden die „Ausgewählten Werke“ aufgenommen, die Hauswedell & Nolte seinen Kunden am 4. Dezember präsentierte. Ein herausragendes Spitzenlos schien diesmal einfach nicht zu bekommen zu sein. Auch das Hamburger Auktionshaus spürte die Zurückhaltung der Einlieferer, und so fand sich in der Zuschlagsliste hinterher auch kein sechsstelliger Betrag. Pablo Picassos Aquatintaradierung eines hieratischen „Torse de femme – L’Égyptienne“ von 1953 blieb mit 98.000 Euro knapp darunter (Taxe 90.000 EUR). Immerhin fiel die Zuschlagsquote aller drei Auktionsteile am 4. und 5. Dezember mit gut 48 Prozent noch ganz solide aus, konnte sich mit dem Nachverkauf bisher auf knapp 53 Prozent steigern und dokumentierte ein reges Interesse nicht nur am qualitativ guten, preislichen Mittelfeld, sondern auch an ausgefallenen Stücken selten auf dem Markt anzutreffender Künstler. Der bedeutendste von ihnen war Carlo Mense. Seine „Madonna mit Kind“ in einem kubistischen Strahlenkranz vor einer Stadtlandschaft aus der Zeit um 1913/14 blieb mit 75.000 Euro zwar knapp unterhalb der Schätzung von 80.000 Euro, dennoch markiert dieses Nettoergebnis den neuen Auktionsrekord für Mense. Gleich darauf konnte Hannah Höchs Collage „Lustige Person“, entstanden 1932 in Holland, ihren Wert auf hohe 70.000 Euro glatt verdoppeln. ...mehr

Alte und Zeitgenössische Kunst bei Ketterer in München

Kunst ist zu verkaufen


In der zeitgenössischen Kunst gilt Ketterer als Experte für Abstraktes. Auch am 12. Dezember tritt nach der „Modernen Kunst“ wieder ein ganzes Bataillon an gegenstandslosen Werken an. Der Münchner Auktionator lässt fast die komplette Garde deutscher informeller Künstler aus den 1950er und 1960er Jahren auffahren, darunter Gerhard Hoehmes pastose blaue Farbschlieren „Wohin? (Hommage à Fautrier)“ von 1958 (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR), Carl Buchheisters im selben Jahr gemalte, feine Farbkleckse „Komposition Chartem“, die wie ein bunter Steinfußboden wirken (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR), Emil Schumachers Höhlenmalerei „Grüner Akzent“ von 1956 (Taxe 35.000 bis 45.000 EUR) oder Walter Stöhrers blutrote „Hommage à Soutine“ mit einigen weißen Aussparungen von 1962 (Taxe 18.000 bis 24.000 EUR). Während sich Fritz Winter 1951 für schwere schwarze Blaken „Aus einer Landschaft“ (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR) oder 1964 in „Einfallend“ für ausgefranste, schwebende Farbflächen begeistern kann (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR), bringt Karl Otto Götz 1956 in „Norwe“ die Farbe schwungvoll auf die Leinwand (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). ...mehr

Moderne Kunst bei Ketterer in München

Dreifach Mueller


Otto Mueller, Artistenpaar, 1910/11

Eng aneinander geschmiegt haben sie sich, in den Umrissen verschmelzen sie sogar zu einer Einheit. Etwas schüchtern, fast linkisch präsentiert sich die junge Frau, herausfordernd und selbstbewusst dagegen der junge Mann, der sie fest an seine Schulter drückt und energisch den linken Arm an den Oberschenkel stemmt. Dabei sind die beiden Schwarzen alles andere als Kraftnaturen, im Gegenteil: Es sind Artisten, die Otto Mueller, der Schöpfer dieses Doppelkniestücks, vermutlich in Berlin getroffen hat. Das Exotische und zugleich erschütternd Menschliche dieses Paares inspirierte ihn zu diesem Gemälde. Nicht zuletzt konnte er ganz neue Farbwirkungen ausprobieren: Die beiden Menschen, sie in etwas hellerem, er in kräftigem Braun, stehen vor einem grünlichen Hintergrund, der sich nicht näher definieren lässt und an den Rändern sogar einfach mit dem Bildträger verschwimmt. 1910/11, in einer seiner wichtigsten Werkphasen, schuf Mueller dieses Bild, hatte er doch erst kürzlich mit den „Brücke“-Künstlern Verbindung aufgenommen und sich freundschaftlich besonders an Kirchner angelehnt. Doch künstlerisch blieb seine Sprache immer unverwechselbar und eigenständig bis zu seinem Tod 1930. ...mehr

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