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Am 07.12.2017 Auktionswoche A183: Schmuck, Uhren, Art Déco & Art Nouveau, Design, Schweizer Kunst, Impressionismus & Klassische Moderne, Grafik & Multiples, PostWar & Contemporary, Photographie

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Auktionen

Auch bei Christie’s in London zeigte sich der Markt für Impressionisten und Moderne von der Sonnenseite

Die Kraft der Farben


Eine zum Teil dichte Folge hoher Ergebnisse für Werke französischer Impressionisten, einige bedauerliche Rückgänge sowie ein insgesamt starker Absatz der in einer eigenen Abteilung zusammengestellten Surrealisten kennzeichneten die große Londoner Abendauktion bei Christie’s am 9. Februar. Knapp 85 Millionen Pfund spielten die insgesamt 76 Lose ein, von denen 60 Stück, also rund 79 Prozent, einen Abnehmer fanden. Damit wurde die Nettoschätzung von circa 75 bis 107 Millionen Pfund souverän erreicht und einen Tag nach Sotheby’s auch hier bewiesen, dass sich mit erstklassiger Kunst von Impressionismus bis Moderne wieder gutes Geld verdienen lässt. Giovanna Bertazzoni, Direktorin der Londoner Abteilung für Impressionisten und Moderne, führte den starken Abgang einiger Werke auch auf die starke Leuchtkraft der Farben zurück, die es den aus zwanzig verschiedenen Ländern angereisten Kunden offenbar angetan hatte. ...mehr

Dorotheum versteigerte Jugendstilobjekte und modernes Kunsthandwerk mit durchschnittlichem Ergebnis

Veredelter Schreibtisch


Koloman Moser, Tintenfass, 1903

Das runde, etwas osmanisch angehauchte Tintenfass aus versilbertem Alpaka mit Hammerschlagdekor führte die Wiener Werkstätte nach einem Entwurf von Koloman Moser 1903 genauso aus wie den dazu passenden Briefbeschwerer mit sechs applizierten Kugeln und den Federwischer. Jetzt zieren diese Utensilien wohl den Schreibtisch eines Bieters, der bei der letzten Jugendstil-Auktion des Dorotheum für das Fässchen den stolzen Preis von 52.000 Euro hinlegte und damit den unteren Schätzpreis mehr als verdoppelte. Für die beiden anderen Lose des edlen Schreibtischsets reichte die untere Bewertung von 15.000 Euro zum Zuschlag. Die Silberware aus dem Hause Otto und Mäda Primavesi bescherte dem Wiener Versteigerer in der Auktion mit Angewandter Kunst des 20sten Jahrhunderts gute Einnahmen. Das war auch nötig, denn insgesamt verlief die Auktion eher gediegen, was die durchschnittliche Zuschlagsquote von knapp 51 Prozent belegt. ...mehr

Zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in London

Hotels in Südfrankreich


Das mit Abstand teuerste Werk der Gegenwartsauktion am 15. Februar von Sotheby’s in London kommt von den Deutschen: 5 bis 7 Millionen Pfund soll Gerhard Richters abstraktes Bild mit der Werknummer 725-1 aus dem Jahr 1990 kosten, das, nachdem es bereits durch mehrere Galerien und Privatsammlungen in London, Dublin, San Francisco und sogar Korea gewandert war, erst 2007 beim jetzigen amerikanischen Besitzer landete. Einmal, im Jahr 2000, als es sich in der renommierten Sammlung des 2006 verstorbenen Geschäftsmanns Robert Hoffmann und seiner Frau Marguerite befand, war es auch ausgestellt in Museum of Art in Dallas, seither nicht mehr. Nun also ist es Toplos auf einer Auktion, die sich insgesamt mit einem eher konventionellen Querschnitt durch das zufriedengibt, was in der internationalen Szene gerade angesagt ist, allerdings mit starkem Schwerpunkt auf britischer Kunst. So ist auch die Schätzung von 30 Millionen Pfund nicht allzu anspruchsvoll, allerdings fehlen in dieser Auktion die durchaus bedeutenden Werke aus einer Privatsammlung moderner und zeitgenössischer Kunst, die Sotheby’s bereits am 10. Februar in einer eigenen Auktion versteigert hat. ...mehr

Impressionisten und Moderne bei Sotheby’s in London mit einem herausragenden und vielen normalen Ergebnissen

Interesse auch an Jugendsünden


Ihren Meister hatte sie, die Londoner Abendauktion von Impressionisten und Modernen bei Sotheby’s am vergangenen Dienstag. Wenig überraschend sein Name: Pablo Picasso. Angeboten auf der Nummer acht war sein 1932 entstandenes Ölbild „La Lecture“, das seine damalige Geliebte Marie-Thérèse Walter in sanftem, träumerischem Schlummer über einem in den Schoß gesunkenen Buch zeigt. 12 bis 18 Millionen Pfund hatte Sotheby’s für die Leinwand angesetzt, deren Entstehung in unmittelbare zeitliche Nähe zu dem Rekordbild „Nu au plateau de sculpteur (Nude, Green Leaves and Bust)“ fällt, welches im letzten Mai 95 Millionen Dollar erzielt hatte. Vielleicht war es neben der farblich und linear harmonischen Komposition selbst auch dieses schillernde Umfeld, das die Wertentwicklung des Gemäldes während der Auktion noch positiver verlaufen ließ als erwartet. 22,5 Millionen Pfund bewilligte ein anonymer Bieter schließlich für das Gemälde, mit Aufgeld also mehr als 25,2 Millionen Pfund oder umgerechnet rund 30 Millionen Euro. Dafür darf er aber auch ein Bild sein Eigen nennen, das zu den schönsten und besten gehört, die Picasso aus dieser Phase seines Lebens hinterlassen hat. ...mehr

Seine kommende Designauktion stellt das Münchner Auktionshaus Quittenbaum fast ganz in den Dienst Italiens

In italienischem Licht


Die gute Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre erlaubt es dem Münchner Auktionshaus Quittenbaum, nicht nur besondere Höhepunkte modernen und zeitgenössischen Designs vom breiten Angebot abzusondern und in eigenen Versteigerungen zu präsentieren, sondern gelegentlich sogar einzelne Rubriken und Schwerpunkte herauszustellen und auch hier eine stattliche Bandbreite für weniger pralle Geldbörsen vorzulegen. So ist die 94ste Auktion am 15. Februar unter dem Titel „La Dolce Vita“ mehr als nur ein italienischer Abend. Bereits mittags um 12 Uhr geht es los mit rund 420 Objekten italienischer Designer des 20sten Jahrhunderts. Den Anfang macht hier als einer von mehreren besonders hervorgehobenen Künstlern der vor gut drei Jahren verstorbene Ettore Sottsass – und auch hier formuliert Quittenbaum einen Anspruch: Nicht ein Gebrauchsgegenstand, sondern ein Beispiel aus dem allgemein weniger bekannten malerischen Œuvre des auf diesem Gebiet eher autodidaktisch agierenden Meisters trägt hier die Nummer eins. Es ist eine abstrakte Komposition aus dem Jahr 1956, ein Jahr bevor Sottsass die künstlerische Leitung der ebenso renommierten wie experimentierfreudigen Möbelfirma Poltronova übernahm. Die Temperaarbeit soll 8.000 bis 10.000 Euro kosten. ...mehr

Nach der impressionistischen und modernen Kunst hat Sotheby’s in London die Auktion einer illustren Privatsammlung anberaumt und schlägt mit ihr die Brücke zur Gegenwartskunst

Bildnis eines Rivalen


Paul Éluard gehört zu den frühesten Mitstreitern der neuen surrealistischen Bewegung. Schon 1919 stieß der Poet zum Künstlerkreis um André Breton, der ihm als Dichter des Surrealismus die größte Nähe zur Malerei bescheinigte. Als „Freund der Maler“ hielt Éluard engen Kontakt mit Pablo Picasso, Man Ray, Joan Miró und Max Ernst. Letzterer malte 1923 sogar Teile von Éluards Wohnhaus in Eaubonne nördlich von Paris aus. 1929 lernt er dann auch den jungen Salvador Dalí kennen, was für ihn folgenreich wird. Denn Éluard verliert kurze Zeit später seine Frau Gala an den spanischen Maler. Sie lässt sich 1932 von ihm scheiden, heiratet 1934 Dalí und kehrt trotz lebenslanger Liebesbriefe von Éluard nicht zu ihrem ersten Ehemann zurück. Doch Dalí hat seinem Rivalen auch ein Denkmal gesetzt: Ein büstenartiges Portrait des Dichters, schwebend über dem Horizont einer Farblandschaft und angefüllt mit allerlei Freudschen Symbolen, die Wesen und Gedankenwelt Éluards spiegeln. Das 1929 entstandene Werk markiert somit einen Wendepunkt in Dalís persönlichem Leben, aber auch in seiner Kunst. Trat er damals doch der Surrealistengruppe bei und wurde einer ihrer Hauptvertreter. ...mehr

Impressionisten, Moderne und Surrealismus bei Christie’s in London

Die Wilden


Als „Wilde“ wurden sie bezeichnet, als „fauves“, die lose Gruppe der französischen Maler um Henri Matisse, André Derain und Maurice de Vlaminck, die 1905 zum ersten Mal in einer Schau des Salon d’Automne mit ihren Bildern das Publikum erregte. Ausgangspunkt ihrer Kunst waren die postimpressionistischen Strömungen; doch galt ihnen der Impressionismus als zu flüchtig, der Pointillismus als zu theoretisch. Vielmehr strebten sie ein Zusammenspiel der Farben und Formen an, das ihren subjektiven, gesteigerten Empfindungen einen Ausdruck geben sollte. Nicht mehr länger ein naturalistisches Abbild der Landschaft war ihnen wichtig, sondern ein geistiges und gefühlsbetontes. Bevor sie im Pariser Salon d’Automne ihre Kunst zeigten, weilten Matisse und Derain im Sommer 1905 in dem alten Fischerdorf Collioure an der Mittelmeerküste nahe der spanischen Grenze und schufen vom Ort und seiner Umgebung zahlreiche Gemälde, die heute als erster Höhepunkt der neuen Kunstrichtung gelten. Auch Derains Gemälde „Bateaux à Collioure“, das Christie’s zu seinen Highlights der kommenden Auktionsrunde in London zählt, stammt aus diesem Sommer und weißt die typischen Merkmale von ungemischten Farben, vereinzelten Farbklecksen, starken Kontrasten und der Freiheit vom Vorbild auf. So leuchtet der Sandstrand in einem kräftigen Rot, der Himmel schwelt zwischen Gelb und Grün, und als farblicher Gegenpol tritt das Meer in Blau- und Türkistönen dazwischen. Mit 4 bis 6 Millionen Pfund erwartet Christie’s zwar keinen neuen Auktionsrekord für die nicht allzu große Leinwand aus einer Schweizer Privatsammlung, doch gehört die Schätzung zu den höher Preisen bei André Derain. ...mehr

Impressionisten und Moderne bei Sotheby’s in London

Junge Frauen bei der Lektüre


Nicht nur bei den Alten Meistern in New York, auch bei den Impressionisten und Modernen in London stellt Sotheby’s das Hauptlos der ersten großen Kunstauktionen im neuen Jahr. Diesmal geht es um Pablo Picassos „La Lecture“: Die junge Frau, Picassos Geliebte Marie-Thérèse Walter, vom Künstler in zahlreiche gerundete Formen zerlegt und partiell mit pastelligen Farben ausgemalt, scheint über ihrem Buch gerade eingeschlafen und lehnt mit geschlossenen Augen in ihrem Sessel. Nicht ohne Grund ist das 65 mal 51 Zentimeter große Ölbild mit 12 bis 18 Millionen Pfund so hoch bewertet, entstand es doch 1932 in unmittelbarer zeitlicher Nähe zur „Nu au plateau de sculpteur (Nude, Green Leaves and Bust)“. Und die hatte erst im vergangenen Mai bei Christie’s für 95 Millionen Dollar einen neuen Picasso-Rekord eingefahren. Zuletzt wurde die schlafende Marie-Thérèse Walter 1989 auf einer New Yorker Auktion versteigert. Gut gepasst hätte es in die vor wenigen Tagen zu Ende gegangene Picasso-Retrospektive im Kunsthaus Zürich, als eines der Werke, die schon 1932 in die große vom Meister selbst kuratierte Schau am selben Ort aufgenommen worden war. ...mehr

Auch Christie’s sprach von seiner Auktion mit Alten Meistern und Kunst des 19ten Jahrhunderts in New York von einem starken Markt, musste aber dann doch einige schmerzliche Ausfälle hinnehmen

Venedig sehen und viel Geld ausgeben


Luca Carlevarijs, Venedig – Blick auf dem Molo nach Westen

Spürbar stark war das Gefälle diesmal bei den New Yorker Altmeisterauktionen zwischen Christie’s und Sotheby’s. Während Letzteres mit einigen Spitzenwerken, darunter ein Tizian, glänzende Ergebnisse erzielen konnte, musste die Konkurrenz bei Christie’s sich mit einem eher mäßigen Interesse der internationalen Sammler zufriedengeben. Hochkarätig war auch hier das Angebot, doch fehlte es an wirklichen Zugpferden ebenso wie an einer angemessen nüchternen Preispolitik des Hauses. So blieben von den 75 am Vormittag des 26. Januar versteigerten Hauptwerken immerhin 29 unveräußert, was fast vierzig Prozent entspricht, und die Zuschlagsquote für alle knapp dreihundert Offerten lag mit rund siebzig Prozent insgesamt sogar höher als die für die Auswahlwerke. Insbesondere im preislichen Mittelfeld hatte Christie’s die Strapazierfähigkeit seiner Kunden überschätzt. 800.000 bis 1,2 Millionen Dollar für eine büßende Maria Magdalena von Artemisia Gentileschi oder 700.000 bis 1 Million Dollar für ein mäßiges Knabenbildnis des Ferdinando Gonzaga von Peter Paul Rubens waren einfach zu hoch gegriffen für die keineswegs exzeptionelle Qualität. ...mehr

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