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Am 02.12.2017 110. Auktion: Moderne Kunst Teil I und II

© Galerie Bassenge Berlin

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Zeitgenössische Kunst zu günstigen Preisen bei Ketterer in München

Die Kleinen vor den Großen


Rund einen Monat, bevor das Münchner Auktionshaus Ketterer Anfang Juni mit der Hauptauktion moderner und zeitgenössischer Kunst durchstartet, werden am 7. Mai, gleichsam als Appetitanreger, erst einmal die weniger bedeutenden Arbeiten mit Schätzpreisen bis nicht viel mehr als 20.000 Euro unter die Leute gebracht. Rund 380 Werke an Kunst nach 1945 sind hier versammelt, hinzu treten in einem kleinen Sonderkatalog noch einmal circa dreißig zum Teil großformatige Gartenplastiken. Weniger bedeutend – das meint also vielfach grafische Arbeiten oder solche zeitgenössischen Künstler, die gerade nicht in der ersten Reihe stehen oder es nie dahin geschafft haben. Überdies pflegt Ketterer stets einen Schwerpunkt auf der ungegenständlichen Malerei, so dass beispielsweise das Informel stark vertreten ist. Hier wären etwa Janusz Bersz’ schwarz-rot-gelbe „Komposition III“ aus den 1960er Jahren oder Winfred Gauls tiefseeblaues „O.T. (30-10-57)“ aus dem Besitz seines Künstlerfreundes Otto Herbert Hajek zu nennen – typische Vertreter der ersten und zweiten Generation des Informel, bei Ketterer im preislichen Mittelfeld zwischen 4.000 und 8.000 Euro. ...mehr

Impressionisten und Moderne bei Christie’s in New York

Monet und Picasso im Wettstreit


Claude Monet, Les Peupliers, 1891

Französische Impressionisten und klassische Moderne teilen sich die Vorherrschaft in der New Yorker Abendauktion von Malerei, Grafik und Plastik des ausgehenden 19ten und der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts bei Christie’s am 4. Mai. Bei über 160 Millionen Dollar liegt die Gesamtschätzung der 57 Losnummern, etwa so viel wie beim Konkurrenten Sotheby’s einen Tag zuvor. Drei etwa gleichwertige Hauptlose verzeichnet der Katalog. Eines davon ist Claude Monets hochformatige Naturstudie „Les Peupliers“ aus dem Jahr 1891, die 20 bis 30 Millionen Dollar einspielen soll – kein kleiner Preis für die in ihrer farblichen Blässe fast unscheinbare Uferlandschaft mit den laternenartig aufgereihten Pappeln. Doch gehört das Motiv der rhythmisierten Bäume am Ufer der Epte zu Monets favorisierten Themen. Immerhin hat er davon 24 Bilder zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten mit jeweils anderen Stimmungen angelegt; das vorliegende Bild ist daraus das großformatigste. Etliche davon befinden sich heute in renommierten Museen. Im November 2000 wurde die duftige, stimmungsvolle Impression aus der erlesenen Sammlung des New Yorker Psychiaters und Kunstsammlers Arthur M. Sackler bei Christie’s eingeliefert und für 6,4 Millionen Dollar versteigert. ...mehr

Fernöstliches bei Koller in Zürich

Die Sinnlichkeit der Pfirsichblüten


Figur des Amitayus, tibetochinesisch, 16. Jahrhundert

Da sitzt der Amitayus, der Buddha des unendlichen Lebens, in sich versunken und scheint über alles Irdische erhaben. Nichts kann ihn aus seinem inneren Gleichgewicht reißen. Bereits auf formaler Ebene strahlt die tibetochinesische Figur durch den bis in die ornamentalen Details hinein durchgehaltenen achsensymmetrischen Aufbau große Ruhe und Ausgewogenheit aus. Dieser Eindruck wird durch die Rahmung der Sitzfigur in die harmonische Linienführung einer bogigen Aureole noch verstärkt, welche ungewöhnlicherweise in einem Stück zusammen mit der Figur gegossen wurde. Ihre Handstellung Dhyana mudra und ihr Gesichtsausdruck weisen den Buddha, der zugleich Erhabenheit und Wohlwollen verbreitet, auch auf inhaltlicher Ebene als eine eindrucksvolle Verkörperung der inneren Versenkung in die Meditation aus. Die Kupferskulptur des 18ten Jahrhunderts bildet nicht nur durch ihre Feuervergoldung einen Glanzpunkt der Asiatica-Auktion bei Koller in Zürich. Unsterblichkeit ist unbezahlbar. So passt es gut, dass der Buddha des unendlichen Lebens mit 80.000 bis 120.000 Franken auch preislich die Auktion am 4. Mai anführt. ...mehr

Impressionisten und Moderne bei Sotheby’s in New York

Aus siebzig Schaffensjahren


Bei den kommenden Impressionisten- und Moderneauktionen in New York präsentieren sich Christie’s und Sotheby’s wieder einmal in Hochform. Mehr als 150 Millionen Dollar erwartet allein Sotheby’s für die knapp sechzig Lose seiner Abendauktion am 3. Mai. Die teuerste Arbeit stellt Pablo Picasso: „Femmes lisant (deux personnages)“, gemalt am 27. März 1934 als intimes Bildnis seiner Geliebten Marie-Thérèse Walter und deren Schwester Geneviève bei inniger Lektüre. Unverkennbar reiht sich das Bild in die unbeschwert wirkende Schaffensphase Picassos während der 1930er Jahre ein: Eine helle, freundliche Farbpalette führt hier ein weitgehendes Eigenleben über einem Geflecht von Konturen, die noch an den Kubismus der 1920er Jahre denken lassen, aber auch schon vom damaligen Deformismus gekennzeichnet sind. Ein solches Gemälde ist auch „La Lecture“ von 1932, die erst vor drei Monaten in London für 22,5 Millionen Pfund versteigert wurde. Für die „Femmes lisant“ werden nun 25 bis 35 Millionen Dollar erwartet. ...mehr

Jugendstil und Art Déco bei Quittenbaum in München

Zylinder mit Henkeln


René Lalique, Vase „Pétrarque“, 1929

Französisches Glas in großer Fülle macht regelmäßig den Anfang der Jugendstil- und Art Déco-Auktionen von Quittenbaum in München. So auch am 3. Mai, wenn erneut rund 240 Objekte dieser Art unter den Hammer kommen sollen. Es sind auch wieder die bekannten Entwerfer und Produktionsstätten, die die weitaus größten Anteile an dem anspruchsvollen Programm stellen. Da wäre einmal Emile Gallé, der allein mehr als fünfzig Objekte zur Versteigerung beiträgt, meist Vasen wie eine fast einen halben Meter hohe ochsenblutrote Blumenvariation „Ancolies“ des ausgehenden 19ten Jahrhunderts für 7.000 bis 8.000 Euro oder die knapp vierzig Zentimeter hohe herbstlich waldige „Paysage de Verre“, entworfen für die Pariser Weltausstellung des Jahres 1900, zum gleichen Preis. Zu haben ist für 10.000 bis 12.000 Euro aber auch eine Tischlampe um 1903, dekoriert mit feuerroten Lilien auf bernsteinfarbenem Grund. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Irene Lehr in Berlin

Erholung von Berlin


Von Karl Hofer stammt diesmal das Hauptlos, das zwar nicht immer, aber doch in schöner Regelmäßigkeit den Auktionen moderner und zeitgenössischer Kunst von Irene Lehr in Berlin die Krone aufsetzt. 60.000 Euro soll das „Ruhende Mädchen“ kosten, das Hofer Mitte der 1920er Jahre, auf der Höhe seines reifen Werkes, auf die mittelgroße Leinwand bannte. Unverwechselbar sind die kräftigen Konturen und die hart gegeneinandergesetzten monochromen Farbflächen, die dem Werk etwas Holzschnittartiges geben. Dennoch ist das weitgehend unbekleidete Mädchen, das dort wie eine Puppe auf der Couch liegt und den Betrachter mit tiefen schwarzen Augen fixiert, von innerem Leben beseelt, freilich geheimnisvoll, unergründlich. In den 1970er Jahren wurde das Gemälde, das jetzt aus einer Berliner Privatsammlung angeboten wird, zweimal in Berliner Galerien ausgestellt. ...mehr

Auch die Alten Meister konnten die Käufer im Wiener Dorotheum großteils überzeugen

Wettstreit der Giganten


Peter Paul Rubens und Werkstatt, Der „Spinola“-Rubens: Der Christusknabe mit dem kindlichen Johannes dem Täufer

Es war eine große Altmeisterauktion im Wiener Dorotheum am 13. April: Immerhin rund anderthalb Dutzend Hunderttausenderpreise standen auf dem Programm, zwölf sechsstellige Ergebnisse schließlich auf der Zuschlagsliste. Knapp 7 Millionen Euro brutto weist die Umsatzspalte aus. Im ersten der zwei Auktionsteile mit einer Auswahl von rund neunzig handverlesenen Werken war das Interesse erwartungsgemäß hoch: Hier wurden fast zwei Drittel übernommen, insgesamt lag die Quote bei knapp 44 Prozent. Am Ende der zum Teil spannenden Auseinandersetzungen gab es einen knappen Sieger: Peter Paul Rubens’ anmutige, plastisch-dralle Darstellung von Christus und Johannes als Knaben mit dem Lamm in einer Landschaft wurde für 450.000 Euro versteigert. Das nach einer seiner früheren Provenienzen, der Genueser Patrizierfamilie Spinola, auch „Spinola-Rubens“ genannte Werk befand sich im dritten Viertel des vergangenen Jahrhunderts in amerikanischem Besitz, unter anderem der Sammlung Walter P. Chrysler. Auch hinsichtlich der technischen Brillanz der fast anderthalb Meter breiten Leinwand erschienen die angesetzten 100.000 bis 130.000 Euro von vornherein sehr günstig. Dicht verfolgt wurde der Rubens bei 420.000 Euro von Valerio Castellos figurenreicher, dynamischer „Flucht nach Ägypten“, die die ganze Dramatik des Geschehens – es geht um Leben oder Tod des Gottessohnes – anschaulich macht. Das Werk des italienischen Barockmalers war auf 200.000 bis 300.000 Euro geschätzt worden. ...mehr

Wieder auf alter Stärke: Möbel und Einrichtungsgegenstände bei Koller in Zürich

Erholung auf dem Möbelmarkt


Tapisserie, Tournai, um 1500

Es scheint, als wolle sich ein gutes Jahr nach der bildenden Kunst auch der Möbelmarkt von der Talfahrt der letzten Jahre allmählich wieder nach oben schwingen. Nach positiven Entwicklungen bei einigen kleineren Anbietern konnte neuerdings auch das Zürcher Auktionshaus Koller – eines der Besten in diesem Bereich, bei den letzten Terminen jedoch mit eher enttäuschenden Bilanzen – wieder eine hervorragende Versteigerung von Möbeln und Einrichtungsgegenständen mit einer deutlich gestiegenen Zuschlagsquote von gut sechzig Prozent sowie einer Reihe hoher Zuschläge in der Firmenchronik verzeichnen. Schon die ersten Losnummern am 31. März kündigten eine neue Bieterfreude an: Einige antike Skulpturenfragmente kletterten hier rasch nach oben, so der Torso einer hellenistischen oder römischen Tänzerin um die Zeitenwende von 20.000 bis 30.000 Franken auf 66.000 Franken und die Büste eines Imperators aus dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert von 16.000 bis 26.000 Franken auf starke 75.000 Franken. Letztere war Bestandteil einer Tessiner Privatsammlung, die nachträglich ins Programm aufgenommen wurde – zum Glück: Denn sowohl die französische Renaissance-Tapisserie mit der Darstellung edler Herrschaften zu Pferde als auch die spätgotische Kreuztragungsszene aus Tournai um 1500 wurden ihrer hervorragenden Qualität mehr als gerecht und spielten 118.000 Franken und 320.000 Franken ein. Lediglich 40.000 bis 70.000 Franken und 70.000 bis 120.000 Franken hatten auf den Etiketten gestanden. ...mehr

Bei der Kunst des 19ten Jahrhunderts waren im Wiener Dorotheum Bilder aus dem Süden und die heimische Alpenwelt gefragt

Fliederfarbener Duft


Eugen von Blaas, Mädchen in fliederfarbenem Kleid mit Blumenstrauß und Blumenkorb, 1911

Ganz so streng hat es Eugen von Blaas mit der Flora nicht genommen. Denn bei seinem südländischen Blumenmädchen scheint ihm in der jährlichen Abfolge der blühenden Blumen etwas durcheinander geraten zu sein. In seiner Hand und in einem Korb mischen sich frühe Tulpen mit späten Nelken, Mohn und Kornähren, und auf der Wiese Narzissen mit rotem Klatschmohn. Die dunstige Natur und das wenige Laub an den Bäumen sprechen wieder eher für den Frühling. Aber um eine naturwissenschaftliche Genauigkeit ging es Blaas auch nicht in seinem 1911 gemalten, impressionistisch aufgelösten Werk. Mit Meisterschaft baut er das Inkarnat des Mädchens aus mehreren Lasuren auf, so dass es zart, fast transparent und scheinbar ohne jede körperliche Schwere auf den Betrachter zuschreitet. Man möchte fast eine Erscheinung denken, an eine duftige Allegorie der Flora in fliederfarbenem, im Wind flatterndem Kleid, bei der dann auch die zu verschiedenen Zeiten blühenden Blumen vorkommen dürfen. Die anmutige Schönheit war in der Auktion des Dorotheums mit Gemälden des 19ten Jahrhunderts stark umworben. Schon hoch mit 150.000 bis 200.000 Euro angesetzt, entwich sie erst bei 225.000 Euro den Händen des Auktionators. ...mehr

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