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Am 07.12.2017 Auktionswoche A183: Schmuck, Uhren, Art Déco & Art Nouveau, Design, Schweizer Kunst, Impressionismus & Klassische Moderne, Grafik & Multiples, PostWar & Contemporary, Photographie

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Auktionen

Ergebnisse: Biedermeier, moderne und zeitgenössische Kunst bei Hassfurther in Wien

An der Quelle


Rudolf von Alt, Der Neue Markt (Mehlmarkt), 1836

Mit einer hohen Verkaufsrate von gut siebzig Prozent schloss das Wiener Auktionshaus Wolfdietrich Hassfurther seiner Versteigerung überwiegend moderner und zeitgenössischer Kunst ab. Wie schon im vergangenen Dezember stand auch diesmal wieder ein Aquarell Rudolf von Alts ganz oben auf der Ergebnisliste. „Der neue Markt“ von 1836, parallel zur heutigen Einkaufsmeile von Wien, der Kärtner-Straße, gelegen mit der großen Brunnenanlage Georg Raphael Donners im Zentrum, erzielte ein Ergebnis von 149.000 Euro. 70.000 bis 130.000 Euro hatte Hassfurther für die detaillierte Wiedergabe des quirligen Treibens und der barocken Häuserarchitektur veranschlagt. Etwas höher und damit auf Platz 1 der Ergebnisliste positionierte sich Albin Egger-Lienz’ Ölgemälde „Die Quelle“. Der Bauer, der sich mit letzter Kraft über den ausgetrockneten Boden zu einer kleinen Wasserstelle geschleppt, robbte sich auf 165.00 Euro hoch. Dieses späte Werk, das Egger-Lienz in mehreren Versionen ausgeführt hat, war mit 120.000 bis 170.000 Euro bewertet. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst mit guten Ergebnissen bei Bassenge in Berlin

Keineswegs prüde


Ein ausgewogenes Ergebnis mit einer losbezogenen Zuschlagsquote von gut 65 Prozent und einigen hohen Einzelzuschlägen brachte die Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst bei Bassenge in Berlin. Toplos wurde Kurt Schwitters’ collagierte Merzzeichnung „Ohne Titel (Woll)“ aus dem Jahr 1924. Von 90.000 auf 120.000 Euro konnte Bassenge den Preis in die Höhe treiben; den Zuschlag erhielt ein Pariser Kunsthändler. Ein vergleichbares, ähnlich kleines Stück von 1926 brachte bei Hauswedell & Nolte in Hamburg wenige Tage später 110.000 Euro, beide Ergebnisse repräsentieren den gegenwertigen pekuniären Rang der originellen Schwitters-Collagen. Ein zweites Hauptstück war Felix Nussbaums eindrückliches Portrait einer jungen Frau in Schwarz mit Hut und Perlenkette aus dem Jahr 1927. Die anspruchsvolle Schätzung von 80.000 Euro wurde hier nicht erreicht, doch mit 75.000 Euro ist das mittelgroße Ölbild durchaus gerecht bewertet. Weniger Anklang fand das Auktionshaus im Hochpreissegment der ihm ureigensten Domäne, der Grafik. Ernst Ludwig Kirchners aquarellierte Kreidezeichnung „Elbzillen“ aus der Dresdner Zeit um 1909/10 für 80.000 Euro blieb ebenso unveräußert wie die zweifarbige Lithografie „Bruder und Schwester“ von 1908. 120.000 Euro waren auch für ein so seltenes Stück wie dieses, von dem nur noch zwei weitere Drucke bekannt sind, zu viel. ...mehr

Das Heilbronner Auktionshaus Fischer ist wieder in der Glasstadt Zwiesel zur Gast und versteigert dort Waren aus 500 Jahren Glasproduktion

Explosion und Erosion


Vasenpaar mit Chinoiseriedekor, Gräflich Buquoysche Glashütten, Georgenthal oder Silberberg, um 1825/30

Tiefrot wie Siegellack schimmert der Glasgrund, auf dem sich goldene chinesische Drachen ringeln und kleine Libellen mit allerlei Schmetterlingen, Mücken und Käferchen elegante Arrangements aus Bambus, Gräsern und exotischen Blüten umschwirren. Zierliche Sternennetzborten komplettieren das Chinoiseriedekor der beiden Vasen aus dem in der Verarbeitung besonders anspruchsvollen und daher seltenen roten Hyalithglas. Sie stammen aus den Gräflich Buquoyschen Glashütten in Südböhmen, die das Patent auf das exquisite Material hielt. In roter Farbe ist es noch seltener als in dem gängigeren Schwarz. Um 1825 bis 1830 entstanden, ist das seltene Vasenpaar mit 7.000 Euro das durch die Experten des Auktionshauses Dr. Jürgen Fischer bei weitem höchst dotierte Stück der 22ten Glasauktion in Zwiesel. Die zerbrechliche Ware verteilt sich auf zehn Kategorien von sehr unterschiedlichem Umfang. ...mehr

Eine Auktion nur mit Sitzgelegenheiten bei Zezschwitz in München

Stühle für die Himmelsrichtungen


Carlo Bugatti, Paar Armlehnsessel, um 1895

Eine Reise durch die Kunstgeschichte des Stuhls ist die kommende Veranstaltung von Zezschwitz in München. Rund 280 Sitzgelegenheiten vom beginnenden 19ten Jahrhundert bis in die Gegenwart hat das Auktionshaus für seine Sonderauktion „seats II“ zusammengetragen. Zu den ältesten Stücken gehört eine eiserne Gartenbank, die 1836 auf Basis eines Entwurfs des preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel gegossen wurde. Dieser hatte Stühle in ähnlichen, mit antikisch anmutenden Grotesken unter anderem für die sogenannten Römischen Bäder im Potsdamer Schlosspark Sanssouci entworfen. 7.500 Euro werden für das gut einen Meter breite Stück erwartet. Bereits stark auf den Funktionalismus weist ein bequemer Liegestuhl voraus, den die New Yorker Marks Adjustable Folding Chair Company 1876 nach einem Entwurf Cavedra B. Sheldons herstellte. Das für 3.800 Euro angebotene Stück lässt sich reisepraktisch auf Koffergröße einklappen. Die Firma Thonet macht dann mit einer Reihe ihrer Bugholzstühle, angefangen bei der Nummer 4 um 1859, für bis zu 1.900 Euro auf sich aufmerksam. Und für ein Paar der maurisch-gotischen Armlehnsessel des Italieners Carlo Bugatti aus dem ausgehenden 19ten Jahrhundert werden voraussichtlich 15.000 Euro fällig. ...mehr

Hauptsächlich mit der alten Kunst taten sich Hauswedell & Nolte schwer. Moderne und Zeitgenossen liefen in Hamburg besser

Sonderbare Preisgestaltung


51 der 96 ausgewählten Werke, also ziemlich genau die Hälfte, konnte das Hamburger Auktionshaus Hauswedell & Nolte in seiner Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst unter die Leute bringen. Wie schon so manches Mal in der Vergangenheit lagen Erfolg und Misserfolg wieder recht dicht beieinander. Gelegentlich mutete die Preisgestaltung auch etwas merkwürdig an. 80.000 Euro für die hübsche, aber keineswegs bedeutende Farbgrafik „Feeding the ducks“ von Mary Cassatt um 1895 schienen von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Insgesamt war die Grafik, die einen Angebotsschwerpunkt bildete, zu hoch bewertet, so auch die Lithografie „Der Nachhauseweg (Selbstbildnis mit Kriegskrüppel)“ Max Beckmanns aus dem Jahr 1919 für 125.000 Euro. Die 300.000 Euro für Paul Klees „Verlassene Kulturen“ auf einem Tuschfederaquarell von 1924 waren ebenfalls zuviel: Vor fünf Jahren hatte das kleine Blatt bei Kornfeld in Bern nur 330.000 Franken gekostet. ...mehr

Ein Spitzweg bei Art & Auktionen in München

Herzhaftes Gähnen im Wind


Carl Spitzweg, Auf der Bastei, um 1856

Nach einem recht geglückten Betriebsstart vor drei Jahren hat das Münchner Auktionshaus Art & Auktionen nur noch wenig von sich reden gemacht. Anders als wohl erhofft ist das Mutterhaus Neumeister auf dem Gebiet von Kunst und Kunsthandwerk alter Meister nach wie vor der große Bruder, und gegen die starke Konkurrenz von Ketterer bei Modernen und Zeitgenossen sowie von Quittenbaum und Zezschwitz bei Jugendstil, Art Déco und Design haben sich Martina und Michael Scheublein schon gar nicht durchsetzen können. Am 1. Juli aber darf man einmal aufmerken, denn zum Aufruf kommt nichts Geringeres als ein schöner, fertiger, charakteristischer Carl Spitzweg. Das im jüngsten Werkverzeichnis gut dokumentierte und zuletzt 1985 und 2002/03 öffentlich ausgestellte Werk aus der Zeit um 1856 trägt den Titel „Auf der Bastei“ und zeigt einen wachhabenden Soldaten beim herzhaften Gähnen, derweil die Spatzen ihre Nester in die Kanonenrohre bauen und die Wäsche des Mannes im Wind trocknet. Dieses friedensvolle, pazifistische Motiv hat Spitzweg öfters verarbeitet, so auf einem Gemälde, das erst im vergangenen April bei Koller angeboten wurde. Das Zürcher Auktionshaus ist damit allerdings an 500.000 bis 800.000 Franken gescheitert. Für das ungewöhnlich breitformatige Bild bei Art & Auktionen werden 400.000 Euro erwartet. ...mehr

Sotheby’s setzt bei der Auktion „Contemporary Art“ in London auf die Sammlung Dürckheim

Die besten Deutschen auf einen Streich


Einmal mehr weisen die beiden Londoner Abendauktionen von Christie’s und Sotheby’s am 28. und 29. Juni viele Parallelen auf. Wie beim Erzrivalen einen Tag zuvor steht auch bei Sotheby’s ein fast zwei Meter hohes Gemälde Francis Bacons an der Spitze der Preisliste: 7 bis 9 Millionen Pfund soll seine „Crouching Nude“, ein körperlich entstellter Frauenakt vor einem klaustrophobischen, grünen Hintergrund von 1961, kosten. In beiden Häusern führt Andy Warhol zahlenmäßig die Künstlerriege an. Sieben Losnummern sind es bei Sotheby’s, allen voran sein ikonisches Portrait der amerikanischen Sängerin Deborah „Debbie“ Harry, Frontstar der New Wave-Band „Blondie“, aus dem Jahr 1980 für 3,5 bis 5,5 Millionen Pfund und eine mittelgroße Leinwand seiner „Campbell’s Soup Can (Tomato)“-Bilder von 1962 für 3,5 bis 4,5 Millionen Pfund. Wichtigster deutscher Künstler schließlich ist Gerhard Richter, wobei sein in Rot getränktes, nur kleine andere Farbschlieren zulassendes „Abstraktes Bild“ mit der Nummer 748-2 von 1991 für 1,2 bis 1,8 Millionen Pfund und sein grauschwarzes, umrisshaftes „Stadtbild“ von 1969 für 500.000 bis 700.000 Pfund mit den Richter-Bildern bei Christie’s nicht ganz mithalten können. ...mehr

Die Alten Meister konnten bei Kornfeld in Bern nicht an der Erfolg der Modernen Kunst anknüpfen

Unfolgsam


Hans Baldung Grien, Christus am Kreuz zwischen Maria und Johannes, 1510/12

Im Schatten der großen Künstler von Moderne und Gegenwart hatte Kornfeld in Bern am 17. Juni auch seine mit achtzig Losnummern wesentlich kleiner bestückte Altmeisterauktion veranstaltet. Fünfzig dieser Werke wurden versteigert, was einer Quote von 62,5 Prozent entspricht. Nicht immer wollten die Kunden den anspruchsvollen Preisvorstellungen des Hauses ohne weiteres Folge leisten. Das galt letztlich für alle Toplose, die Kornfeld im Angebot hatte, wovon insbesondere die knapp zwanzig Blätter Rembrandts betroffen waren. Entweder blieben sie ganz ohne Abnehmer wie die Kaltnadelradierungen „Die Hütte hinter dem Plankenzaun“ von 1648 für 80.000 Franken, „Der blinde Tobit“ von 1651 für 40.000 Franken oder „Die Landschaft mit dem Obelisk“ von circa 1650 für 50.000 Franken, oder aber die Schätzungen wurden deutlich unterboten. So geschehen beim Hauptlos der ganzen Auktion, Rembrandts „Omval“ von 1645 mit Blick über die Amstel auf ein Dorf, der statt 90.000 Franken nur 75.000 Franken erzielte, oder dem Bildnis des Malers Jan Asselijn, aufgrund seiner Körperbeschaffenheit „Crabbetje“ genannt, von etwa 1647 für 65.000 Franken statt 80.000 Franken. Lediglich bei Rembrandts „Selbstbildnis mit der Schärpe um den Hals“ von 1633 gerieten die Kunden in Kauflaune und spedierten 20.000 Franken anstatt der veranschlagten 15.000 Franken. ...mehr

Zeitgenössische Kunst bei Christie’s in London

Altbesitz zweier Künstler


Francis Bacons „Study for a Portrait“ ist das Glanzstücke der Londoner Zeitgenossenauktion bei Christie’s. Das auf circa 11 Millionen Pfund geschätzte Großformat, das schemenhaft einen unbekannten Herrn in einem fast schwarzen Raum zeigt, ist das letzte Gemälde, das Bacon 1953 im Atelier seines Malerkollegen Rodrigo Moynihan am Royal College of Art in London schuf. Es ist das Jahr, in welchem Bacon auch seine berühmte Serie von Portraits nach Diego Velázquez’ Portrait Papst Innozenz’ X. schuf, und bezeichnet einen Wendepunkt im Werk des Künstlers. Seit 1951 hatte er sich im Atelier Moynihans eingemietet und dem Kollegen die fast zwei Meter hohe Leinwand „Study for a Portrait“ als Gegenleistung überlassen. Zweiter Besitzer des Gemäldes war dann der heute 94jährige irische Maler Louis le Brocquy, der es später an die Londoner Galerie Marlborough Fine Art verkaufte. Seit 1984 war es im Besitz des Schweizer Weinproduzenten Donald Hess, der es zuletzt 2008/09 für die große Bacon-Wanderausstellung in London, Madrid und New York zur Verfügung stellte. ...mehr

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