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Am 02.12.2017 110. Auktion: Moderne Kunst Teil I und II

© Galerie Bassenge Berlin

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Vor allem die Kunst seit 1950 schlug sich bei Venator & Hanstein in Köln hervorragend

Minimalistisch muss sein


Auf reges Interesse konnte das Kölner Auktionshaus Venator & Hanstein bei seiner vergangenen Versteigerung am 24. März bauen. Der überwiegend aus Druckgrafik und Handzeichnungen, aber auch einigen bemerkenswerten Gemälden und skulpturalen Arbeiten rekrutierte Bestand wurde zu knapp 66 Prozent übernommen. Die ganz großen Preise waren erwartungsgemäß zwar nicht dabei, aber gelegentlich wurde die Fünfstelligkeit erreicht. Von 3.000 Euro auf 10.500 Euro schwang sich beispielsweise ein rotes Leuchtfarbenbild Kuno Gonschiors aus dem Jahr 1970 mit kleinen Farbtupfern in „Vibr. Rot-Grün-Blau-Vio“. Die vorgesehenen 10.000 Euro schaffte Günther Ueckers Mappenwerk „Graphein“ mit zwölf Prägedrucken, 2002 unter anderem von der renommierten Mainzer Galeristin Dorothea van der Koelen in 120 Exemplaren herausgegeben. ...mehr

Großartig bei Neumeisters Auktion „Alter Kunst“: Adolph von Menzel

Meisterhafter Zeichner


Adolph von Menzel, Studie zum Opernball, 1853

Diese Kollektion hätte jedes Auktionshaus gerne gehabt. Aus einer Berliner Privatsammlung, die in über 40 Jahren zusammengetragen wurde, waren Arbeiten Adolph von Menzels in den Süden Deutschlands gewandert und traten bei Neumeister wieder ans Licht der Kunstmarktöffentlichkeit. Am Mittwoch fand nun in München das Defilee der 19 Zeichnungen und zwei Gemälde des großen Berliner Chronisten statt und gestaltete sich, wie erhofft, zu einem grandiosen Triumph: kein einziges Blatt blieb liegen, die zahlreichen Interessenten trieben die teils moderaten Schätzungen gewaltig in die Höhe, und Neumeister konnte allein mit der Menzel-Suite einen Nettoumsatz von 1.128.100 Euro verbuchen. Zum Liebling der Kunden avancierte gleich das erste Los. Von einem erhöhten Standpunkt aus hatte Menzel eine Dame mit roten Bändern im Haar und Opernglas vor den Augen in der Loge betrachtet. Anstatt für 25.000 bis 30.000 Euro wanderte diese meisterhafte Farbkreidenzeichnung von 1853 erst bei 330.000 Euro in eine internationale Sammlung. ...mehr

Möbel und Einrichtungsgegenstände bei Koller in Zürich

Alte Bekannte


Lackdamenbureau mit abnehmbarem Aufsatz, Venedig, um 1760

Bunt ist die Sammlung von Möbeln und Einrichtungsgegenständen in der kommenden Auktion bei Koller in Zürich. Da findet sich zum Beispiel ein barocker Kabinettschrank des 17ten Jahrhunderts aus der Picardie, der auf den beiden Türen sowie an den Flanken mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament bemalt ist. Schublade und Steg sind überdies mit drolligen Putten en grisaille geschmückt. Die Malereien sind trotz einer gewissen Derbheit von beachtlicher Qualität und sollten 30.000 bis 50.000 Franken eigentlich problemlos erreichen. In quietschigem Azurblau erstrahlt ein venezianisches Lackdamenbureau der Zeit um 1760 mit abnehmbarem Aufsatz. Kanten und Stege sind golden gefasst, umspielt von zartem Blumendekor. Hier werden 90.000 bis 140.000 Franken erwartet. Aus etwa der gleichen Zeit dürfte ein Paar Lackkommoden stammen, das stilistisch auf Genua verweist. Dominierende Farbe ist ein giftiges Grün, unterbrochen von einigen Rottönen für Rosen- und andere Blüten. 75.000 bis 125.000 Franken stehen auf dem Etikett. ...mehr

Eine Sammlung mit Menzel-Zeichnungen bereichert das Angebot an Alten und Neueren Meistern sowie Kunsthandwerk von Neumeister in München

Adolph von Menzel am Musenberg


Simon Troger, Pegasus am Musenberg Helikon, um 1750

Ein ganz schönes Gedränge herrscht am Fuße des Berges Helikon. Neun Musen tummeln sich am Musenberg, an dessen Spitze der geflügelte Pegasus sich gerade in die Lüfte schwingt. Durch seinen Hufschlag entspringt am Gipfel die Quelle Hippokrene, die sich nun in zartem Strahl nach unten ergießt und den Musen ihre Inspiration liefert. Wie ein Keil schraubt sich der aus Nussholz geschnitzte Berg in die Lüfte, auf halber Höhe sitzen Apollo, der Gott der Künste, und Bellerophon, der Bezähmer des Pegasus. Das aus Elfenbein gearbeitete mythologische Pferd berührt nur noch mit einem Huf den Untergrund. Der Theatralik der Darstellung tut es keinen Abbruch, dass Pegasus weniger wie ein stattlicher Hengst und mehr wie ein niedliches Pony aussieht. Der Elfenbeinschnitzer und Bildhauer Simon Troger hat die Plastik geschaffen, die trotz des monumentalen Themas nur knapp einen halben Meter hoch ist. Der Hofbildhauer der bayerischen Kurfürsten verwandte Nussbaumholz, Elfenbein, Perlmutt und Metall für sein Werk. Mit 90.000 bis 100.000 Euro es der Favorit der kommenden Auktion bei Neumeister in München. ...mehr

Resultate: Glas aus 2000 Jahren und Porzellan des frühen 20sten Jahrhunderts bei Fischer in Heilbronn

Klares Profil sorgt für gute Steigerungen


Karl Himmelstoß, Lotosblume, um 1922

Mit einer geschlossenen Privatsammlung lassen sich auf dem Kunstmarkt noch immer die besten Geschäfte abschließen. Das gilt für große Gemäldekollektionen ebenso wie für Arbeiten aus Kunsthandwerk und Kunstgewerbe: Der Blick des Kenners, der sich jahre-, oft jahrzehntelang mit seiner Sammlermaterie beschäftigt hat, kann sich nicht täuschen. Einen neuen Beleg für diese häufig zu machende Beobachtung lieferte jüngst das Auktionshaus Fischer mit der Versteigerung einer Privatsammlung, die sich ausschließlich auf Glas und Porzellan aus Jugendstil und Art Déco konzentrierte. Von den etwas über 540 Offerten wurden immerhin 380 übernommen, was einer Zuschlagsquote von gut siebzig Prozent entspricht. Überdies kamen für zahlreiche der preislich günstig angesetzten Stücke zum Teil beachtliche Steigerungen heraus. ...mehr

Grafik, Bücher und Kleinkunst bei Venator & Hanstein in Köln

Briefe an die Freundin


Große, fleischige Figurendarstellungen sind seine Markenzeichen: Im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg wird die Arbeit des deutschen Malers, Zeichners und Grafikers Johannes Grützke noch bis zum Ende dieses Monats in einer großen Retrospektive gefeiert, derweil im Auktionshandel wieder ein kleiner Stapel zum Teil beachtlicher Papierformate des versierten Meisters zur Versteigerung ansteht. Venator & Hanstein in Köln bieten in ihrer kommenden Grafikauktion unter anderem die farbige Zeichnung „Landknecht“ aus dem Jahr 1986 für 3.000 Euro an, ein immerhin 160 mal 170 Zentimeter großes Blatt, auf dem ein zusammengekauert auf dem Boden schlafender Akt sowie eine weitere Figur zu sehen sind, die über der anderen gleichsam zu schweben scheint. Ebenfalls von 1986 stammen ein korpulenter, vollbusiger „Frauenakt mit Stange“ und ein weiteres Exemplar unter dem gleichen Titel in geradezu caravaggesker Beleuchtung für 2.500 Euro und 2.400 Euro. Mit 400 Euro deutlich günstiger sind seine zum Teil auflagenstarken Drucke, darunter das Selbstbildnis „Ernst“, 1973 in zweihundert Exemplaren verbreitet. ...mehr

Martina und Michael Scheublein konnten ihre erste Auktion im neuen Jahr um eine umfangreiche Skulpturensammlung bereichern

Gotik an der Isar


Franz Gustav Hochmann, Abendliches Treiben an der Porta Maggiore in Rom, 1886

Überraschungen sind auch in dieser Frühjahrssaison beim Münchner Auktionshaus Art & Auktionen nicht zu erwarten. Etwa sechshundert Stücke stehen am 23. März zum Verkauf, davon können jedoch nur wenige die Schallgrenze der fünfstelligen Preise durchbrechen. Die Tendenz der vergangenen Jahre scheint sich fortzusetzen: Art & Auktionen bedient vor allem das gehobene Mittelmaß. Martina und Michael Scheublein haben dem mächtigen Mutterhaus Neumeister im angestammten Ressort von Kunst und Kunsthandwerk Alter und Neuer Meister nur wenig entgegen zu setzten. Einen Glückstreffer konnte das junge Unternehmen diesmal allerdings mit einer qualitätvollen Münchner Privatsammlung gotischer Skulpturen landen. Alleine die etwa 50 Stücke der Sammlung haben einen Schätzpreissumme von knapp 270.000 Euro. Das Spitzenlos der Auktion verbirgt sich jedoch bei den Gemälden des 19ten und 20ten Jahrhunderts. Die von Franz Gustav Hochmann gemalte Ansicht des „Abendlichen Treibens an der Porta Maggiore in Rom“ von 1886 ist mit 22.000 Euro für den Dresdner Romantiker hoch angesetzt, allerdings steht es vergleichbaren Kompositionen von Oswald Achenbach nicht nach, die schon mal bis zu 100.000 Euro erwirtschaften können. ...mehr

Zeitgenössische Kunst im Wiener Auktionshaus Kinsky

Kein Geld für Farbgewaber


Knapp 53 Prozent Zuschlagsquote nach Anzahl der 286 Losnummern und ein Bruttoumsatz von knapp 1,92 Millionen Euro standen als Ergebnis hinter der zweiten Versteigerung ausschließlich von Gegenwartskunst im Wiener Auktionshaus im Kinsky am 6. März. Das war eine leichte Verbesserung gegenüber der ersten Ausgabe im vergangenen September. Hoch war vor allem die Abnahmequote im preislichen Mittelfeld, das mit Klassikern gut bestückt war. Das teuerste und im Format bedeutendste Werk blieb allerdings unveräußert: Herbert Brandl schaffte mit einer sechs Meter breiten, unbetitelten Leinwand von 2000, über die sich ein kosmisches Gewaber aus ineinander verlaufenden Farben zieht, nicht die vorgesehen 100.000 bis 150.000 Euro. Die höchsten Zuschläge erzielten daher Max Weilers abstrahierte Stimmungslandschaft „Morgenfrühe“ von 1972 und Andy Warhols zehnteilige Serigrafiemappe „Cowboys and Indians“ von 1986 für jeweils 90.000 Euro im Rahmen der Schätzungen. ...mehr

Alte Meister und Kunst des 19ten Jahrhunderts bei Koller in Zürich

Von niederländischem Blütenmeer zu rosarotem Orient


Roelant Savery, Blumenstillleben in einer Glasvase mit Eidechse und Schmetterling in einer Nische, 1612

Auf der obersten Spitze der Papageientulpe hat sich ein Schmetterling niedergelassen und putzt sich in aller Seelenruhe die Fühler, während von unten eine Eidechse nach oben schielt. Allerlei Getier bevölkert Roelant Saverys ausdrucksstarkes Blumenstillleben von 1612, auch eine Fliege und eine Libelle tummeln sich darauf. Obwohl sie im echten Leben Jäger und Gejagte wären, scheinen sie im Gemälde des Niederländers jeder Realität und Zeitlichkeit enthoben. Auch die kunstvoll angeordneten Blumen blühen eigentlich in unterschiedlichen Jahreszeiten und fügen sich dennoch zu einem prächtigen Bouquet zusammen. Das frühe Beispiel für ein autonomes Blumenstillleben ist ein Sinnbild des Lebens an sich. Der Niederländer Savery gilt zusammen mit Ambrosius Bosschaert d.Ä. und Jacques de Gheyn als Wegbereiter dieser Gattung, und das, obwohl es nur wenige Blumenstillleben von seiner Hand gibt. Das bei Koller nun angebotene Stück ist eines der wenigen aus Privatbesitz. Vor elf Jahren wurde es bei Sotheby’s in London zum bis heute gültigen Auktionsrekord von 1,6 Millionen Pfund verkauft. In Zürich ist es mit 2,8 bis 3,8 Millionen Franken verzeichnet, somit Spitzenlos und das einzige siebenstellig taxierte Objekt der Auktion. ...mehr

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News vom 23.11.2017

Schenkungen für Wiener Museum

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Hans-Jürgen Papier leitet Raubkunst-Kommission

Regensburg zeigt Jakub Nepraš

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Selbstbildnis von Modersohn-Becker für Kunsthalle Bielefeld

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