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Am 28.10.2017 Auktion 47

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Auktionen

Ketterer versteigert in München Gemälde und Arbeiten auf Papier aus fünf Jahrhunderten

Unter den Augen der Magdalena


Lucas Cranach d.Ä. Werkstatt oder Umkreis, Kreuzigungsgruppe, um 1510/20

Dass ein Bild nicht immer vom berühmten Meister persönlich stammen muss, um spannend zu sein, zeigt die Kreuzigungsgruppe aus den Jahren 1510/20. Denn gerade die Überlegungen, wie der Mitarbeiter oder der Künstler aus dem Umfeld von Lucas Cranach d.Ä. die Motive seines Lehrmeisters variiert oder übernimmt, bedeuten für den Betrachter des Tafelbildes eine reizvolle Entdeckungsreise. So zeigen der t-förmige Kreuzstamm, die schräg flatternden Wolken, die Falten- und Fingerform sowie die kompositionelle Anordnung deutliche Gemeinsamkeiten zu Cranachs eigenhändigen Kreuzigungstafeln in Gotha und Mahlis. Am eindrücklichsten ist der Blick der Maria Magdalena, die in prächtige Kleider gewandet, den Kreuzesstamm umfasst und den Betrachter direkt anschaut. Zwar gibt es zwölf Versionen aus Cranachs Werkstatt, die Magdalena in ähnlicher Haltung zeigen, doch als einziges weist das Bild aus einer bayerischen Privatsammlung den unmittelbaren Kontakt mit dem Betrachter auf. Wer dem durchdringenden Blick bei einem Schätzpreis von 30.000 bis 50.000 Euro nicht standhalten kann, wird sich bei der Münchner Auktion von Ketterer am 26. April herausstellen. Hier kommen rund 250 Gemälde Alter Meister, Bilder und Skulpturen aus dem 19ten Jahrhundert sowie Arbeiten auf Papier zum Aufruf. ...mehr

Jugendstil und Art Déco bei Quittenbaum in München

Fächerfrau


René Lalique, Colier, um 1910

Fast 250 Gläser hat das Münchner Auktionshaus Quittenbaum für seine Versteigerung von Jugendstil und Art Déco zusammengetragen und an den Anfang gestellt. Dabei sind es einmal mehr die großen französischen Firmen, die hier glänzen, wie Emile Gallé in Nancy. Als das Unternehmen allmählich seinem wirtschaftlichen und künstlerischen Höhepunkt entgegenstrebte, in den Jahren um 1890, entstand auch die Vase „Chêne lorrain“, ein ansatzweise balusterförmiges, aber in seiner Gestalt zugleich sehr frei gehandhabtes Stück von gut zwanzig Zentimetern Höhe, das durch seine erdige grünlich-bernsteinartige Farbigkeit in den Bann schlägt. Als Dekor dienen die Zweige einer Traubeneiche, die ja selbst so ein altes erdiges Geschöpf der Natur ist. 17.000 bis 20.000 Euro hat Quittenbaum für die Vase veranschlagt. Ein anderes Gallé-Stück ist die Vase „Tulipes“ von circa 1892, in ihrem sechskantigen Grundriss strenger als die vorige, aber mit ihrem Dekor nicht weniger suggestiv. Hier stehen 13.000 bis 16.000 Euro auf dem Etikett. ...mehr

Alte und neuere Meister bei Karl & Faber in München

Schlichter Xaverio


Andrea Locatelli, Idyllische Landschaft mit Hirten, um 1725/39

In der vergangenen Auktion war es Giovanni Battista Tiepolo, jetzt ist es dessen italienischer Landsmann und Zeitgenosse Andrea Locatelli, der der Versteigerung alter und neuerer Meister bei Karl & Faber zum Erfolg verhelfen soll. Bei Tiepolo hat das im vergangenen Oktober mit den veranschlagten 290.000 bis 350.000 Euro ja leider nicht geklappt. Der Locatelli ist nun erheblich günstiger: 50.000 bis 60.000 Euro möchte das Münchner Auktionshaus für die rund 46 mal 60 Zentimeter große Leinwand sehen, die eine idyllische Landschaft mit Hirten und Schafen im Vordergrund sowie einer Burgruine auf steilen Felsen im Hintergrund zeigt. Lang ist’s her, dass die um 1725/39 entstandene Malerei im Dezember 1972 wohl zum ersten und einzigen Mal auf einer Auktion versteigert wurde, für 2.000 Pfund bei Sotheby’s in London, was damals freilich auch schon ein stattlicher Preis war. Über die renommierte Kunsthandlung Julius Böhler gelangte das feine Barockbild in eine süddeutsche Privatsammlung, aus der es jetzt eingeliefert wurde. ...mehr

Antiquitäten im Wiener Dorotheum

Krebshocker


Zwölf Armsessel, Italien, drittes Viertel 18. Jahrhundert

Edle Provenienz weist eine Suite von fünf Losnummern der aktuellen Möbel- und Antiquitätenauktion des Wiener Dorotheums auf. Aus dem Besitz des herzoglichen Hauses Sforza-Cesarini, einer der vornehmsten italienischen Adelsfamilien, stammen vier Ensembles mit Sitzgelegenheiten und eine goldgefasste Holzskulptur, die einen Putto auf einem delphinartigen Meerestier darstellt. Diese rund einen Meter hohe Figur ist ein unterhaltsames Produkt der Barockzeit und mit 14.000 bis 18.000 Euro bewertet, während eine Folge von zwölf Armlehnsesseln, die stilistisch auf der Schwelle vom Rokoko zum Klassizismus steht und daher ungefähr in das dritte Viertel des 18ten Jahrhunderts datiert werden kann, sogar bei 45.000 bis 55.000 Euro rangiert. Damit gehört diese edle Sitzgruppe zu den teuersten Offerten des Möbelsegments, das seinerseits mit fast 120 Losnummern eine der umfangreichsten Abteilungen der zweitägigen Veranstaltung bildet. ...mehr

„Meisterwerke“ im Wiener Auktionshaus im Kinsky

Ulkige Monster


Rudolf von Alt, Blick auf die Freyung mit der Schottenkirche, 1896

Zwei besonders prachtvolle Aquarelle des österreichischen Vedutenmalers Rudolf von Alt bilden den Auftakt der Versteigerung „Meisterwerke“ des Wiener Auktionshauses im Kinsky in der kommenden Woche. Wahrhaft meisterhaft sind in der Tat diese bezaubernden Ansichten, die einmal einen Blick aus der Herrengasse auf die Türme der Wiener Schottenkirche gewähren und dann von der rechten Seite der Salzach aus über die Dächer der Stadt Salzburg hinwegschauen mit den Türmen und Kuppeln des Domes, der Franziskaner- und der Kollegienkirche in der Ferne. Letzteres Blatt ist das ältere: Es entstand 1887 während eines der zahlreichen Salzburg-Aufenthalte des schon recht betagten Künstlers. Auf der großen Gedächtnisausstellung zu Alts hundertstem Geburtstag 1912 war es in der Wiener Secession zu sehen. Das andere Blatt datiert ins Jahr 1896 und schlummerte jahrzehntelang von der Forschung unentdeckt in einer Privatsammlung. Es ist mit 70.000 bis 140.000 Euro bewertet, die etwas kleinere, aber noch stimmungsvollere Salzburg-Ansicht sogar mit 100.000 bis 180.000 Euro. ...mehr

Das Dorotheum in Wien fährt bei seinen Alten Meister wieder eine ausgesuchte Parade schöner Gemälde auf

Weibliche Intermezzi


Sofonisba Anguissola, Bildnis Giuliano II. Cesarini im Alter von 14 Jahren mit einem Pagen, 1586

Nicht nur Altmeister, sondern auch einige Altmeisterinnen hat das Wiener Auktionshaus Dorotheum auf seiner kommenden Versteigerung von Gemälden des späten Mittelalters, der Renaissance, des Barock und Klassizismus zu bieten. Sofonisba Anguissola, die hier bereits im vergangenen Herbst bei 240.000 Euro für ein Bildnis der Erzherzogin Johanna von Spanien reüssierte, ist nun erneut mit einem Portrait des vierzehnjährigen, zarten Giuliano Cesarini aus dem Jahr 1582 zugegen. Der ritterlich gerüstete Jugendliche, ein Enkel des berühmten Kardinals Alessandro Farnese, ist mit einem zwergwüchsigen Pagen gemeinsam vor einem grünen Vorhang abgelichtet. 150.000 bis 180.000 Euro werden für das lebensgroße Ganzfigurenportrait erwartet. Später legte der schlanke Knabe übrigens ordentlich zu, wie sein Bildnis aus der Hand Ottavio Mario Leonis belegt. Auch diese Leinwand ist seit dem 19ten Jahrhundert im Besitz der Cesarini-Nachfahren nachweisbar und wird im Dorotheum für 40.000 bis 60.000 Euro angeboten. Von Anguissolas Zeitgenossin Lavinia Fontana gibt es das Dreiviertelbildnis einer Schwangeren in großer Robe, vielleicht ein Selbstbildnis, für 80.000 bis 120.000 Euro. Rund zweihundert Jahre später, 1805, portraitierte Angelika Kauffmann die Fürstin Franziska von Kaunitz-Rietberg in ganz unprätentiöser, privater Haltung. Etwas melancholisch schaut die Dargestellte mit einer Briefrolle in den Händen den Betrachter an. 50.000 bis 70.000 Euro soll diese Leinwand kosten. ...mehr

Von Zezschwitz in München versteigert Objekte aus Jugendstil und Art Déco, Glas aus Murano und Design

Klänge des Jugendstils


Peter Behrens, Salonflügel, um 1900

Mit einem reich ornamentierten und mit prächtigen Einlegearbeiten verzierten Flügel von Peter Behrens spielt von Zezschwitz zur ersten Jugendstil- und Design-Auktion in diesem Jahr am 19. April auf. Das Instrument stammt aus der Pianofortefabrik Schiedmeyer in Stuttgart, die es nach den heute verschollenen Entwürfen des Malerarchitekten Peter Behrens um 1900 fertigte. Von dem Piano als Zentrum im Musikzimmer seines spektakulären Hauses auf der Darmstädter Mathildenhöhe entwickelte Behrens im Sinne des Gesamtkunstwerks ein Raumkonzept mit mystischer, fast schon religiös anmutender Stimmung. Die am Flügel aus verschiedenen Hölzern, Perlmutt, Lapislazuli und Messing geschaffenen Rauten, Strahlenkränze und Vierecke finden ihre Variationen in den anderen Räumen auf der Mathildenhöhe. Nicht nur auf Grund seiner kunsthistorischen Bedeutung, sondern auch wegen seiner künstlerischen Qualität und hervorragenden Provenienz setzt der Münchner Versteigerer das Instrument bei hohen 350.000 Euro an. Damit führt es die Objekte der Sonderauktion „Die Darmstädter Künstlerkolonie“ an. ...mehr

Ergebnisse: Alte und Neuere Meister bei Koller in Zürich

Millionen für die Blumen


Roelant Savery, Blumenstillleben in einer Glasvase mit Eidechse und Schmetterling in einer Nische, 1612

Eigentlich kennt man ihn vor allem als Tier- und Landschaftsmaler: Sei es, dass sie friedlich in einer Paradieslandschaft dösen, sei es, dass sie in wilde Kämpfe verbissen sind – die Gemälde des niederländischen Malers Roelant Savery haben stets einen hohen Wiedererkennungswert. Doch gelegentlich trat er auch als Stilllebenkünstler hervor: Nicht mehr als zwanzig Blumenbilder haben sich von ihm erhalten, doch wie begehrt sie sind, zeigte sich auf der vergangenen Versteigerung Alter und Neuerer Meister bei Koller in Zürich. Dort kam ein Blumenstillleben Saverys in einer Glasvase mit Eidechse, Libelle, Fliege und Schmetterling in einer Nische zum Aufruf. Auf hohe 2,8 bis 3,8 Millionen Franken hatte das Zürcher Auktionshaus die außerordentlich filigrane und zugleich stimmungsvolle Malerei angesetzt, doch selbst diese Schätzung wurde noch übertroffen: 4,7 Millionen Franken zahlte schließlich ein russischer Sammler für das mehrfach ausgestellte und unter anderem 1994/95 als Leihgabe in der Gemäldegalerie Kassel beheimatete Gemälde. Die 1612 datierte, nicht einmal 17 Zentimeter hohe Kupfertafel hatte bereits vor gut zehn Jahren auf sich aufmerksam gemacht, als sie im Londoner Auktionshaus Sotheby’s bei einer Schätzung von 1 bis 1,5 stolze 1,6 Millionen Pfund erzielte. Jetzt hat das Gemälde seinen eigenen Savery-Auktionsrekord übertroffen. ...mehr

Eine Privatsammlung und günstige Taxen verhalfen Art & Auktionen in München zum guten Start in die neue Saison

Gotische Skulpturen und asiatische Bieter


Kreuzigungstafel, Oberfranken, um 1490

Ein respektabler Erfolg ist dem jungen Münchner Versteigerer Art & Auktionen gelungen. Mit einer Zuschlagsquote von knapp 77 Prozent starteten Martina und Michael Scheublein am 23. März leistungsstark in die Frühjahrssaison und konnten mit neuen Programmschwerpunkten offensichtlich auch neue Kunden überzeugen. Neben einer hochkarätigen Münchner Privatsammlung gotischer und barocker Skulpturen, die alleine schon knapp 370.000 Euro erzielte, interessierten sich die Sammler besonders für die üppige Offerte an Asiatika. Hier lieferten sich die Bieter aus dem In- und Ausland teils heiße Gefechte und trieben manche Preise so sehr nach oben, dass einige der Stücke ihren Schätzwert nahezu verzehnfachten. ...mehr

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