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Am 23.09.2017 53. Kunstauktion - Bildende Kunst des 17. - 21. Jahrhunderts

© Schmidt Kunstauktionen Dresden

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

„Meisterwerke“ meisterhaft versteigert im Wiener Auktionshaus im Kinsky

Einsamer Berghof hoch oben


Gustav Klimt, Tänzerin, um 1907/08

Auf der modernen Kunst lagen die Prioritäten der großen „Meisterwerke“-Versteigerung, mit denen das Wiener Auktionshaus im Kinsky eine recht junge, aber ziemlich erfolgreiche Veranstaltungsreihe einem weiteren Höhepunkt entgegenführte. Nicht nur die losbezogene Zuschlagsquote lag hier etwas höher als der Gesamtdurchschnitt von rund 58 Prozent, sondern fast alle Toplose konnten auch weitervermittelt sowie eine Reihe ebenso beachtlicher wie unerwarteter Preissteigerungen generiert werden. Denn das Kinsky setzt die Schätzpreise traditionell relativ hoch an, entsprechend selten werden die oberen Grenzen überschritten. Das war aber schon bei Gustav Klimts schwarzer Kreidezeichnung einer „Tänzerin“ der Fall, die 1907/08 als Studie zum sogenannten Stocklet-Fries entstand: von 30.000 bis 60.000 Euro verdoppelte sich der Wert dieses aus Wiener Privatbesitz eingelieferten Blatts auf 110.000 Euro. Zuvor hatte Klimts fein ausgearbeitetes, noch traditionelles Kreidebildnis seiner Schwester Hermine bereits die untere Grenze der anspruchsvollen 70.000 bis 140.000 Euro geschafft. ...mehr

Umfangreiche Privatsammlungen aus Italien und der Schweiz bereichern das Angebot an Kunsthandwerk bei Lempertz in Köln

Faun hilft mit


Automatenuhr mit Löwenbändiger, Süddeutschland, 1. Viertel 17. Jahrhundert

Nur das Beste, Erlesenste und vor allem Ausgefallenste durfte es sein für eine römische Privatsammlung, die das Angebot an Möbeln und Einrichtungsgegenständen beim Kölner Versteigerer Lempertz ungemein bereichert. Gut zwei Dutzend Positionen besetzt die geheimnisvolle, nicht näher bezeichnete Einlieferung, und es ist kaum eine darunter, die es nicht verdient hätte, Aufmerksamkeit zu erregen. Das geht los mit einer süddeutschen Automatenuhr des beginnenden 17ten Jahrhunderts, in Bronze und Kupfer getrieben und vergoldet, bestehend aus einem Löwen mit knabenhaftem Bändiger. Leider funktioniert das Werk nicht mehr, sonst wäre der Schätzpreis wahrscheinlich noch erheblich höher als die 100.000 bis 120.000 Euro. Eine prächtige römische Holzkonsole, ebenfalls vollkommen in Gold gefasst, ist mit 130.000 bis 200.000 Euro bewertet. Sie entstand um 1700 und gehört eigentlich mehr zur Rubrik Skulptur als zum Möbel. Denn als Tischstützen fungiert ein Menschenpaar als Halbakte, ein Faun hilft mit, und zwischen ihnen und allerlei Geröll sitzt ein kleiner Bacchusknabe. ...mehr

Kunst auf Papier bei Winterberg in Heidelberg

Herdenreich


Dreimal jeweils 28.500 Euro sind die höchsten Schätzpreise, die das Heidelberger Auktionshaus Winterberg für seine kommende Versteigerung vergeben hat, und wie gewohnt handelt es sich dabei wieder ausschließlich um Papierarbeiten. Eine der drei stammt von George Grosz, trägt den Titel „Verlobung“ und entstand um 1922. Sie zeigt ein ziemlich betagtes, aber freudiges Paar bei entsprechender Zeremonie, und der zittrige Duktus der Federzeichnung scheint das Alter der klapprigen Herrschaften noch zusätzlich zu unterstreichen. Die anderen beiden Blätter dieser Preisklasse stammen aus Pablo Picassos Übergangsphase zum Spätwerk während der 1950er Jahre: die Zinkografie „Tête de Femme au Chignon“ von 1953 in einem von fünf Künstlerexemplaren und die Umdrucklithografie „Seigneur et Fille“ von 1959, ebenfalls eines der wenigen Stücke, die dem Autor verblieben. ...mehr

Das Kölner Auktionshaus Lempertz kann mit einer exquisiten Auswahl an Gemälden Alter Meister aufwarten

So die Alten sungen, so pfeifen die Jungen


Gerrit Dou, Alter Maler in seinem Atelier, 1649

Versunken in seine Arbeit sitzt ein älterer Maler in vornehmer Kleidung an seiner Staffelei. Die Szene erscheint durch einen zurückgezogenen Vorhang wie auf einer Bühne inszeniert und wird von dem durch ein Fenster am linken Bildrand einfallenden Licht erhellt. Im Vordergrund liegen verschiedene Gegenstände, zu einem Stillleben arrangiert, die dem Maler als Vorlage dienen könnten. Dies bleibt jedoch lediglich eine Vermutung, da sich die Leinwand dem Betrachter nur von hinten präsentiert. Über der Staffelei schwebt ein kleiner Putto, der gerade einen Pfeil abschießt. Er steht für die Inspiration, den Beginn eines jeden Bildes. Die stilllebenartig zusammengestellten Versatzstücke, darunter eine Büste, ein aufgeschlagenes Buch und ein Musikinstrument, weisen darauf hin, dass sich ein Maler auch mit den anderen Künsten wie der Poesie oder der Musik widmen soll. Das Gemälde stellt demnach keinen konkreten Künstler in seinem Atelier dar, sondern ist als Allegorie der Malkunst aufzufassen. Dieses ungewöhnliche Werk „Alter Maler in seinem Atelier“ von Gerrit Dou, eines der wenigen großformatigeren Bilder des Leidener Meisters, steht mit einer Taxierung von 1,8 bis 2,2 Millionen Euro an der Spitze der Alten Meister bei Lempertz. ...mehr

Mit der Sammlung Pincus hat Christie’s für seine Auktion mit Gegenwartskunst in New York einige erlesene Leckerbissen an Land gezogen

Abstrakte, lang gehütet


Die amerikanischen Abstrakten der ersten Stunde – das war die große Leidenschaft des Bekleidungsunternehmers David Pincus. Über Jahrzehnte hinweg widmete sich der im vergangenen Dezember verstorbene, amerikanische Mäzen und Philanthrop dieser Passion und trug auf diese Weise eine der bedeutendsten Privatsammlungen ihrer Art zusammen. Mark Rothkos über zwei Meter hohes Farbfeld „Orange, Red, Yellow“ von 1961 erwarb Pincus bereits 1967 bei der Londoner Galerie Marlborough Fine Art und hütete es seither als einen seiner stolzesten Schätze. Auch Jackson Pollocks fantastisches „Number 28, 1951“ mit einer dicken Schicht wild übereinander herzuckender Farbspritzer, das zuvor bereits durch die Hände Heinz Berggruens gegangen war, sicherte er sich, und bei Barnett Newmans strengem statischen „Onement V“ von 1952, das auf anderthalb Metern Höhe nur einen grünlichblauen Längsbalken über nachtblauem Grund zeigt, konnte der Großunternehmer 1988 nicht widerstehen. ...mehr

Pop Art führt die zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in New York an

Der King lebt!


Ein Revolver zielt direkt auf den Betrachter, ein entschlossener Blick macht klar, dass der Mann auf der Leinwand zu allem bereit ist. Der Westernheld in schussbereiter Haltung ist die amerikanische Ikone Elvis Presley, der für die Hauptrolle in dem Film „Flaming Star“ in die Figur des Cowboys geschlüpft war. Und trotzdem ist es vor allem Elvis Presley, den wir sehen. So wie der King of Rock ’n’ Roll schießt, so tanzt er auch immer aus der Hüfte. Andy Warhol, eine weitere amerikanische Ikone, sah 1963 in dem Standfoto des jungen Musikers, der die Massen zur Raserei bringen konnte, ein perfektes Motiv für seine Bilder von glamourösen Stars der amerikanischen Popkultur. Von „Double Elvis“ existieren noch 22 Varianten, das von Sotheby’s angebotene Stück befand sich seit den 1970er Jahren in Privatbesitz. Bei der diesjährigen Frühjahrsauktion „Contemporary Art“ in New York soll es als Spitzenlos für 30 bis 50 Millionen Dollar unter den Hammer kommen. ...mehr

Ergebnisse: Impressionisten und Moderne bei Christie’s in New York

Stimmung in den Telefonen


117 Millionen Dollar – in etwa so viel, wie Sotheby’s mit einem einzigen Gemälde, Edvard Munchs „Schrei“, erzielte – waren das Ergebnis, das die Impressionisten und Modernen einen Tag zuvor am 1. Mai auf der New Yorker Abendauktion von Christie’s einspielten. Doch schlecht lief es auch hier nicht: Vielmehr dokumentierten einige zum Teil erhebliche Preissteigerungen, der Rückgang von nur drei Offerten und der gute Abschluss im Bereich der Gesamttaxe von rund 90 bis 130 Millionen Dollar, dass das schmale Angebot von etwas über dreißig Losnummern den Heißhunger der weltweit potentesten Kunstsammler wohl nicht nachhaltig stillen konnte. Dass die Stimmung dennoch etwas lau war, lag an den Vielen, die gar nicht erst persönlich gekommen waren: Mehr als zwei Drittel der Zuschläge gingen an die Telefone. Den ersten Platz teilten sich bei jeweils 17 Millionen Dollar zwei französische Künstler: zum einen Paul Cézannes präzis getroffenes Aquarell „Joueur de cartes“ aus den 1890er Jahren, das bereits im Vorfeld bei 15 bis 20 Millionen Dollar rangierte, zum anderen Henri Matisses farbenprächtiges Blumenstillleben „Les Pivoines“ von 1907 für geschätzte 8 bis 12 Millionen Dollar. Letzteres ging in eine europäische Privatsammlung. ...mehr

Alte und Neuere Meister sowie Kunsthandwerk bei Van Ham in Köln

Fünf bunte Gefäße


Johann Heinrich Tischbein d.Ä., Portrait des Ernst Christoph Dreßler, 1780

Als sein Bild vollendet wurde, war er selbst schon tot, der 1734 im thüringischen Greußen geborene Sänger und Musikschriftsteller Ernst Christoph Dreßler: 1780 ist sein Portrait datiert, das ihn als selbstbewussten Herrn mit freundlichem, offenem Blick zum Betrachter präsentiert. Ein Jahr zuvor war er gestorben. Doch nicht nur der Name Dreßlers verbindet sich mit diesem Ölgemälde, sondern auch die Familie seines Schöpfers Johann Heinrich Tischbein d.Ä. Denn wiederum ein Jahr vorher, 1778, hatte dessen Tochter Wilhelmine Caroline Amalie Tischbein einen Herrn namens David August von Apell geheiratet, der ebenfalls Komponist, Schriftsteller, Theaterdirektor und geheimer Kammerrat in Kassel war. Dies jedenfalls geht aus dem Deckblatt der Papiere hervor, die Dreßler in seiner Hand hält und dem Betrachter demonstrativ zur Einsicht zeigt. Ein „Frühlings-Lied“ hatte Dreßler demnach im Namen guter Freunde zum „Apell- und Tischbeinischen Hochzeitsfeste“ gesungen. Eine stattliche Anzahl von Informationen also verbirgt sich in diesem Bild, das am 11. Mai bei Van Ham in Köln auf einen Freund guter Malerei und bedeutender Musikgeschichte des 18ten Jahrhunderts wartet. Neben seiner Taxe von 12.000 bis 15.000 Euro ist das feine Portrait durch den Platz auf dem Katalogtitel geadelt. ...mehr

Fulminant bei Sotheby’s in New York: Munchs „Schrei“ ist das teuerste Kunstwerk

Epochenwerk


Edvard Munch, Der Schrei, 1895

Er hat es geschafft, Auktionsgeschichte geschrieben und die Messlatte ein wenig nach oben verschoben: Edvard Munchs „Schrei“ ist das teuerste Kunstwerk, das jemals bei einer Versteigerung verkauft wurde. Ein nicht genannter Kunde bewilligte gestern Abend bei Sotheby’s in New York für diese Ikone der Moderne knapp 120 Millionen Dollar, soviel wie noch nie. Zwölf Minuten hat der Kampf um eines der weltweit bekanntesten Bilder gedauert und wäre fast schon bei 99 Millionen Dollar zu Ende gewesen. Doch Chefauktionator Tobias Meyer, der bei 40 Millionen Dollar das Bietgefecht eröffnet hatte und zu Beginn acht Interessenten in den Ring locken konnte, gab nicht auf. „Ich habe alle Zeit der Welt“, sagte er und stachelte die letzen beiden unerschrockenen Sammler nochmals an, bis der Hammer bei 107 Millionen Dollar fiel. Danach brach der Beifall los, und Meyer kommentierte: „Ein historischer Abend. Der Schrei ist jeden Penny wert, den der Sammler dafür gezahlt hat.“ ...mehr

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Meisterwerk von Joseph Wright bei Sotheby’s

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Zeitz MOCAA in Kapstadt öffnet seine Pforten

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Georg Herold in Bonn

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