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Am 28.10.2017 Auktion 47

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Fotografie im Dorotheum

Bilder vom Menschen


Anton Josef Trcka, Boris und Olga Trcka, 1925

Bis 1999 war Anton Josef Trcka nur Kennern ein Begriff. Dann erweckte das Kunsthistorische Museum in Wien den Maler, Bildhauer, Fotografen und Dichter in einer von Monika Faber kuratierten Ausstellung zum Nachleben. Zum Vorschein kam eine Künstlerpersönlichkeit des Symbolismus und Expressionismus, die schon zu Lebzeiten kaum wahrgenommen wurde, aber einem kleinen Kreis von Malern, Tänzerinnen und Schriftstellern als kongenialer Portraitist galt. Der 1893 in Wien geborene Trcka war mährischer Abstammung, stand zwischen den böhmischen und österreichischen Kulturkreisen, galt als wenig angepasst, fand daher fast nie Gelegenheit zur Ausstellung und Publikation, und schließlich wurde 1944 vier Jahre nach seinem frühen Tod fast sein gesamtes Werk bei einem Bombenangriff vernichtet. Sein wohl bekanntestes Portrait entstand 1914 bei einem Zusammentreffen mit Egon Schiele. Der Maler posierte vor Trckas Kamera mit den selben expressiven Gesten wie in seinen Selbstbildnissen. Mit dem frontalen Bildaufbau, den ausdrucksstarken Körperhaltungen und der Integration von Schrift ließ Trcka die damals gängige Portraitfotografie hinter sich. ...mehr

Bei dem Alten und Neueren Meistern von Karl & Faber in München sind die Arbeiten auf Papier wieder die Königsdisziplin

Einsam in Arkadien


Domenico Beccafumi, Kopf eines alten Mannes

Groß ist er ins Bild gerückt, dicht vor dem Auge des Betrachters, fast die ganze Fläche des Blattes nimmt er ein: Der Sieneser Renaissance-Künstler und Raffael-Zeitgenosse Domenico Beccafumi war ein Meister des unmittelbaren Portraits. Hier nahm er mit raschem, aber sicherem Pinselstrich den Kopf eines alten Mannes auf, der sich nachdenklich und mit gesenktem Blick vielleicht einer Schrift zuwendet, wie es auf einer großen Holztafel im Dom zu Pisa der heilige Markus ebenfalls von Beccafumi tut. Besonders plastisch wird der markante Philosophenkopf durch den starken Lichtreflex auf der Glatze des ansonsten um Kinn und Mund dicht beharrten Mannes. Die auf Papier gemalte und auf Leinwand aufgelegte Darstellung befand sich zuletzt in einer österreichischen Privatsammlung und ist von dieser zur Versteigerung Alter und Neuerer Meister bei Karl & Faber in München eingeliefert. Ausgestattet mit einem Gutachten des Beccafumi-Experten Piero Torriti aus dem vergangenen Jahr, soll das DIN A4-große Werk 40.000 bis 60.000 Euro einbringen. ...mehr

Arbeiten auf Papier im Wiener Dorotheum

Der belagerte Elefant


Federico Zuccaro zugeschrieben, Portrait eines Kardinals

Keine Meisterwerke von Weltrang, aber eine Menge schöner Einzelstücke versteigert das Wiener Dorotheum auf seiner Auktion von Zeichnungen, Aquarellen und Druckgrafik. Insbesondere bei den unikaten Handzeichnungen fehlt es oft an gesicherten Angaben zu den Künstlern, so dass etwa das Bildnis eines etwas selbstgefällig in seinem Lehnstuhl lagernden Kardinals in schwarzer Robe Federico Zuccaro oder der Triumph der Galatea nach einem Gemälde Luca Giordanos dessen Schüler Paolo de Matteis nur zugeschrieben werden können. Sicherer ist man sich bei der Autorschaft Leandro Bassanos an zwei schwarzen Kreideportraits von bärtigen Herren im Dreiviertelprofil, und charakteristisch für Cornelis Dusart sind die derben Bauern in einer Taverne, entstanden wohl um 1676 in der Frühzeit des Meisters während seiner Ausbildung bei Adriaen van Ostade. Alle Arbeiten liegen preislich um die 3.000 bis 6.000 Euro. ...mehr

Breiter Querschnitt durch die deutsche Kunst des 20sten Jahrhunderts Kunst bei Irene Lehr in Berlin

Der Bus ist voll!


Schlaglichtartig, mit teils krassem Hell-Dunkel-Kontrast und in scharfer Konturierung pflegte der expressionistische Maler Karl Hofer nicht nur innig-gefühlvolle Figuren zu zeichnen, sondern auch scheinbar so unprätentiöse Dinge wie stilllebenartige Arrangements. Doch auch diesen Sujets verlieh er durch seine charakteristische, unverwechselbare Bildsprache und seinen malerischen Stil eine tiefere Bedeutung. Dem „Stillleben mit Äpfeln und Birnen“ haftet, so schlicht sich das Motiv eigentlich präsentiert, etwas Geheimnisvolles, fast Bedrohliches an. Das Gemälde entstand wohl in den 1920er Jahren, ist jedoch wie viele Werke aus des Meisters mittlerer Schaffensphase nicht datiert. Früherer Besitzer des Bildes war der jüdische Unternehmer Ernst Eichenwald, der sich zusammen mit seiner Frau 1938/39 mit knapper Not vor den Nationalsozialisten retten konnte und später in New York lebte. Aus einer Berliner Privatsammlung wird das Stillleben jetzt für 60.000 Euro angeboten, am 27. April in der Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst bei Irene Lehr in Berlin. ...mehr

Meisterwerke der Malerei, Zeichnung und Skulptur des 19ten und 20sten Jahrhunderts mit österreichischer Prägung im Wiener Auktionshaus im Kinsky

Ernst oder Gustav?


Meisterwerk reiht sich an Meisterwerk in der kommenden Versteigerung von Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts im Wiener Auktionshaus im Kinsky. Nur etwas über hundert Losnummern listet der Katalog, doch ihr geschätzter Gesamtwert liegt bei nicht weniger als 5 bis 10 Millionen Euro. Besonders aus der klassischen Moderne hat das Auktionshaus erstklassige Arbeiten vorwiegend österreichischer Meister im Programm. Mit an der Spitze – im Auktionsablauf allerdings erst ganz am Schluss – stehen zwei Landschaften Alfons Waldes, die die Fähigkeit des Tirolers zur plastischen Durchbildung seiner Sujets und damit seine große Unverwechselbarkeit einmal mehr eindrucksvoll belegen. Um 1927 widmete sich Walde einem Motiv aus Kitzbühel mit der Stadtpfarrkirche St. Andreas und dem direkt daneben stehenden mächtigen Turm der ansonsten recht bescheiden dimensionierten Liebfrauenkirche. Rundherum glänzen schneebedeckte Häuser und Berge. In die Zeit um 1930 datiert ein Blick auf den Wilden Kaiser mit einem Gehöft im Vordergrund. Beide Gemälde, eingeliefert von verschiedenen Besitzern aus Österreich und Dänemark, haben die Experten mit jeweils 150.000 bis 300.000 Euro angesetzt. Frappant ist dabei wieder einmal die Wiederholung der Sujets bei Walde. Einen Tag zuvor listet Kinskys Konkurrenz, das Wiener Auktionshaus Hassfurther, seinen identischen, etwa halb so großen Blick auf die Tiroler Stadt bei 60.000 bis 100.000 Euro. ...mehr

Mit Kunst vom Biedermeier bis zur Moderne wartet der Wiener Auktionator Wolfdietrich Hassfurther in seiner Frühjahrsauktion auf

Die Kammermaler des Erzherzogs


Bilder des Tiroler Malers Alfons Walde stehen wieder am Beginn und auch an der Preisspitze der kommenden Versteigerung von Kunst bei Wolfdietrich Hassfurther in Wien. Drei Ölgemälde und drei Plakate des berühmten Meisters, der sich vor allem als Landschafter in den winterlichen Gefilden seiner näheren Heimat einen Namen machte, gelangen am 22. April zum Aufruf. Am bedeutendsten und für seine Handschrift auch am charakteristischsten ist sein „Einsamer Berghof“ von 1935: Plastisch sind die verschneiten Felsen herausgearbeitet, die das breit ausgedehnte, aber recht flache Gehöft umschließen. Im Vordergrund ist ein Mann mit einem Kind auf dem Arm zu sehen. 100.000 bis 200.000 Euro hat Hassfurther für den gut fünfzig Zentimeter breiten Karton veranschlagt. Hier bleibt noch etwas Luft nach oben. Denn ein fast identisches, etwas breiter angelegtes Gemälde steigerte sich beim Kinsky vor einem Jahr auf 340.000 Euro. Waldes Blick von erhöhtem Standort aus auf Kitzbühel mit Liebfrauenkirchturm und Stadtpfarrkirche liegt bei 60.000 bis 100.000 Euro. Ein beliebtes Walde-Motiv waren auch Marterln, die allüberall die Wege säumen. Ein solches Wegkreuz sucht für 50.000 bis 100.000 Euro einen Abnehmer. ...mehr

Kunst bei Winterberg in Heidelberg

Selbstportrait mit Hexensabbat


Meisterzeichnungen zweier herausragender Künstler der Neuen Sachlichkeit stehen im Mittelpunkt der kommenden Kunstversteigerung bei Winterberg in Heidelberg. Der eine von ihnen ist Otto Dix. Von ihm versteigert das Auktionshaus aus der Sammlung Alfred Gunzenhauser einen in Bleistift gezeichneten Mädchenkopf von 1924, der den Betrachter etwas skeptisch und mit leicht geöffnetem Mund anblickt. Für dieses trotz aller Nüchternheit doch lebensvolle Blatt werden 54.000 Euro erwartet. Die selbe Provenienz besitzt die drei Jahre ältere „Bertha“, ein stehender weiblicher Akt ab den Knien aufwärts. 30.000 Euro stehen hier auf dem Etikett. Sein Jünglingskopf im Profil nach links von 1934 mit Detailstudien zum Auge des Dargestellten ist auf 12.000 Euro angesetzt. Die 1922 entstandene, noch ganz expressionistische Kaltnadelradierung „Verächter des Todes“ für 15.000 Euro und die späte Farblithografie „Zwei Kinder (mit Sonnenblume)“ von 1966 für 6.500 Euro ergänzen die insgesamt recht umfängliche Dix-Offerte. ...mehr

Akzeptables Ergebnis für die Gemälde Alter und Neuer Meister bei Lempertz

Heiliger Hieronymus sorgte für Überraschung


Marinus van Reymerswaele Werkstatt, Der heilige Hieronymus in der Studierstube

Entsprechend dem momentanen Trend war die Nachfrage bei der Auktion mit nicht allzu qualitätvollen, günstig bewerteten Gemälden des 15ten bis 19ten Jahrhunderts von Lempertz nicht von übermäßig hohem Interesse geprägt. Zwar erzielten einige wenige Ausnahmen hohe Gewinne, dennoch liegt die losbezogene Zuschlagsquote mit rund 46 Prozent eher im Mittelfeld. Das Interesse der Käufer galt den Werken Alter und Neuer Meister zu gleichen Teilen. „Der heilige Hieronymus in der Studierstube“, der zur Zeiten der flämischen Renaissance in der Werkstatt Marinus van Reymerswaeles entstand, war unerwartet das begehrteste Objekt der Versteigerung: Das fein ausgearbeitete Bildnis des nachdenklichen Gelehrten an seinem Schreibtisch, umgeben von Vanitas-Utensilien mit dem Fensterausblick auf eine Dorflandschaft, war auf 4.000 bis 5.000 Euro taxiert, erlangte nach einer regen Kundenbeteiligung aber einen Preis von 28.000 Euro. ...mehr

Antiquitäten und Möbel im Wiener Dorotheum

Verliebt, verlobt, verheiratet


Johann Joachim Kändler und Friedrich Elias Meyer, Apotheose Augusts des Starken, um 1750/60

Gleich drei junge Damen und zusätzlich noch zwei Putten bemühen sich eifrig darum, den Ruhm des großen Herrschers zu vermehren und für die Ewigkeit zu fixieren. Dichtkunst, Musik und Malerei, verbildlicht durch die drei mehr oder eher weniger bekleideten Frauengestalten, dienen als Apotheose Augusts des Starken, der als der wohl berühmteste sächsische Herrscher der frühen Neuzeit in die Geschichte einging und als König von Polen seinem Geschlecht europäische Geltung verschaffte. Zu seinen Großtaten zählte auch eine intensive Förderung der Künste. 1710 gründete er die „Königlich-Polnische und Kurfürstlich-Sächsische Porzellan-Manufaktur“ in Meißen. Rund vierzig bis fünfzig Jahre später erinnerte man in Form jener oben beschriebenen Porzellangruppe an den 1733 verstorbenen Monarchen. Johann Joachim Kändler, Meißens prominentester Modelleur, und Friedrich Elias Meyer boten ihr ganzes Geschick für dieses Figurenarrangement auf. Etwas später, um 1770, wurde das Exemplar bemalt, das im Wiener Dorotheum jetzt versteigert wird. 50.000 bis 90.000 Euro erwartet das Auktionshaus für diese fürstliche Verherrlichung, die in vorliegender Form als Unikat gilt. ...mehr

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