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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Auktionen

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Ketterer in München

Wackelnde Bäume


Ernst Ludwig Kirchner, Zwei mit Katzen spielende Mädchen, 1907

Es kommt selten vor, dass ein einziges Gemälde den künstlerischen Wandel eines großen Meisters so eindrucksvoll dokumentiert wie die Leinwand, die am Samstag im Münchner Auktionshaus Ketterer auf der Losnummer 30 zum Aufruf gelangt. Da ist einmal der frühe Ernst Ludwig Kirchner zu sehen: Zwei kleine Mädchen sind dort abgebildet, wie sie sich zwanglos im Gras niedergelassen haben und ungestört mit zwei Katzen spielen. Die aus überwiegend kurzen, breiten, eher unruhigen Pinselstrichen gefügte Malerei entstand 1907 und belegt den großen Einfluss der französischen Meister um André Derain oder Maurice de Vlaminck auf den frühen Kirchner. Das andere Bild, auf der Rückseite der Leinwand, würde man gar nicht für ein Werk desselben Künstlers halten, wenn es sich nicht um Kirchner handelte. Denn hier hat sich der ehemalige „Brücke“-Vertreter von den Prinzipien seines frühen Schaffens schon längst verabschiedet. Aus breiten, stark kontrastierenden Farbflächen und kantig wie ein Holzschnitt sind um 1924/26 nun ein Frauen- und ein Männerkopf, einander teilweise überschneidend, gebannt. Eine Leinwand mit zwei derart exemplarischen Schöpfungen hat natürlich ihren Preis: 600.000 bis 800.000 Euro möchte Ketterer für das überdies marktfrische, von den Vorfahren der heutigen Besitzer noch aus dem Nachlass Kirchners erworbene Doppelbild sehen. ...mehr

Alfons Walde war wieder der Star der Auktion bei Hassfurther in Wien

Getürmte Schneemassen


An der Dominanz Alfons Waldes gab es wieder nichts zu rütteln auf der vergangenen Versteigerung bei dem Wiener Auktionator Wolfdietrich Hassfurther. Der offensichtliche Lieblingslandschafter der österreichischen Moderne bestach mit seinem in der allmählich untergehenden Sonne liegenden „Einsamen Berghof“ von 1935 durch das heimatliche Motiv ebenso wie durch die unverwechselbare plastische Ausgestaltung, mit der Gehöft, Berge und Schnee aus der Fläche herausmodelliert sind. Die 340.000 Euro, die der Einlieferer für den knapp einen halben Meter breiten Karton erhielt, waren wohlverdient. 100.000 bis 200.000 Euro hatten auf dem Etikett gestanden. 105.000 Euro mindestens 5.000 Euro über der Schätzung kostete Waldes „Wegkreuz in Tirol“, ein ebenso beliebtes winterliches Motiv des Meisters. Die obere Grenze von 60.000 bis 100.000 Euro schaffte sein Blick auf Kitzbühel mit den beiden markanten Kirchen im Nordwesten der Altstadt, die Walde ebenfalls fast von den Schneemassen erdrücken ließ. ...mehr

Wenig Interesse an Kunst des 19ten Jahrhunderts bei Christie’s in London

Lohnender Kampf


Franz von Stuck, Herkules und die Hydra, 1915

Mit einigen Absatzschwierigkeiten hatte Christie’s in seiner jüngsten Versteigerung von Kunst des 19ten Jahrhunderts zu kämpfen. Wert- und losbezogen konnte am 22. Mai in London nur knapp die Hälfte der 87 Losnummern unter die Leute gebracht werden, und vor allem die hochgehandelten Stücke erwiesen sich als Ladenhüter. Das betraf französische Vorimpressionisten wie Jean-Baptiste Camille Corot und Gustave Courbet für bis zu 300.000 Pfund ebenso wie den berühmten Spanier Joaquín Sorolla y Bastida mit seinem ungewohnten Motiv der „Palangreros“ von circa 1898/99 für 150.000 bis 250.000 Pfund. Auch bei der Orientmalerei blieben sämtliche Toplose der Künstler Edwin Lord Weeks, Frederick Arthur Bridgman und Alberto Pasini liegen. Insgesamt hätten knapp zwanzig Werke sechsstellige Preise erzielen sollen, am Ende schafften diese Marke nur drei Arbeiten. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Karl & Faber in München

Weiß vor Grün?


Joseph Beuys war schon zu Lebzeiten kein Künstler, den man einfach in eine Schublade stecken konnte, und auch keiner, den man wie jeden x-beliebigen anderen Künstler behandeln konnte. Das mussten leidvoll auch all die amerikanischen Galeristen, Kunsthändler und Kunstinteressierten erfahren, die jahrelang versuchten, den störrischen Rheinländer über den großen Teich zu schaffen. Als er sich Anfang 1974 endlich dazu bereiterklärte, wollte er keine Ausstellungen haben, sondern eine Vortragsreise, die ihm der New Yorker Galerist Ronald Feldman organisierte und die ihn außer an die Ostküste unter anderem auch nach Chicago und Minneapolis führte. Für einen Vortrag in letzterer Stadt fertigte er sechs Platten an, von denen 1977 die Grafikfolge „Minneapolis Fragmente“ gedruckt wurden. Durch ein großes „X“ wurden die Platten zwar hinterher für ungültig erklärt, so dass keine weitere Abzüge entstehen konnten, doch bearbeitete sie der Künstler als selbständige Kunstwerke weiter. Ein solches Stück, mit einem Hut und dem Stempel „Free International University“ versehen sowie mit Hasenblut übergangen, ist eines der Hauptlose der Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst bei Karl & Faber in München. 150.000 bis 200.000 Euro möchte die gemeinnützige Korff-Stiftung als bisherige Eigentümerin für die eisengerahmte Aluminiumplatte haben. ...mehr

Bei den „Ausgewählten Werke“ von Grisebach in Berlin fehlte manchmal die Bieterlaune

Zwei Ehen gescheitert


Jeweils knapp hat es gereicht für die Hauptlose der Versteigerung „Ausgewählte Werke“ am 30. Mai bei Grisebach in Berlin. Zunächst kam Karl Schmidt-Rottluffs „Landschaft mit Leuchtturm und Windmühle“ zum Aufruf, eine strahlend bunte Leinwand aus dem Jahr 1920, die einige Zeitlang als Leihgabe in der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen in Schloss Gottorf hing. Genau bei 800.000 Euro, der unteren Grenze der Erwartungen, konnte das Gemälde weitervermittelt werden. Kurz darauf war es Emil Nolde, der mit seiner in Öl gemalten „Landschaft (mit Regenwolke)“ aus dem Jahr 1925 einen Millionenwert erzielen sollte. Auch hier langte es zur unteren Schätzung von 1 Million Euro, die ein Schweizer Privatmann bewilligte. Und Ernst Ludwig Kirchners „Lützowufer am Morgen“ von 1929, in der typischen schablonenartigen Flächigkeit des späten Schaffens gehalten mit leicht kubistischen Einschlägen, schaffte die untere Taxe 500.000 Euro. Einzig Otto Mueller war kein Glück beschieden. Seine beiden, Ende der 1920er Jahre auf Vor- und Rückseite einer Leinwand gemalten Frauenakte „Mädchen mit grünem Schal“ und „Stehender Mädchenakt“, die des Künstlers erste Frau Maschka Mueller und seine letzte Liebe Elfriede Timm zeigen, mussten bei 700.000 bis 1 Million Euro die Heimreise antreten. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in Paris

Großvaters Erbe


Ihre Beziehung zum berühmten Großvater war alles andere als harmonisch: Als Kinder, so behauptete Marina Picasso in ihrem 2001 veröffentlichten Buch „Und trotzdem eine Picasso“, hätten sie und ihr Bruder Pablito unter der Egomanie Pablo Picassos ebenso gelitten wie die Frauen und Freundinnen an der Seite des großen Künstlers. Als dieser 1973 starb, bediente sich zunächst der französische Staat am gewaltigen Bestand, der im Atelier hinterlassen war, der Rest wurde unter den Familienmitgliedern aufgeteilt. Zwei der Werke, die Marina Picasso damals erhielt, sollen jetzt auf der Auktion moderner Kunst bei Sotheby’s in Paris versteigert werden. Zum einen geht es um die „Femme assise (Femme assise en robe grise)“, deren Kleid genauso trist ausschaut wie der Hintergrund – kein Wunder: Am 31. August 1943 malte Picasso das deformierte Bildnis von Dora Maar, als auch ihm die politischen Verhältnisse seiner Zeit zusetzten. Das andere Bild, in der lediglich grauen Farbigkeit noch karger, zeigt das stilllebenartige Motiv „Palette et tête de taureau“ und entstand 1938. Dieses Werk soll 1 bis 1,5 Millionen Euro kosten, das Portrait 2,5 bis 3,5 Millionen Euro. Der Erlös beider soll laut Marina Picasso vor allem Kindern und Jugendlichen in Schwierigkeiten zugute kommen. ...mehr

Eat Art von Carlo Schröter erweitert die Auktion mit moderner und zeitgenössischer Kunst bei Van Ham in Köln

Schokoladenlandschaft


Schon zum sechsten Mal innerhalb von drei Jahren kann das Kölner Auktionshaus Van Ham seiner Kundschaft ein bedeutendes Gemälde des deutsch-amerikanischen Malers Rudolf Bauer vorlegen. Jedes Mal fand sich dieselbe Sammlung in der Provenienzliste: Solomon R. Guggenheim Collection New York, also der große amerikanische Industrielle, nach dem heute in New York das berühmte Museum benannt ist. Später wanderten diese Bauer-Gemälde in unterschiedliche Richtungen. Aus französischem Privatbesitz kommt die 130 mal 100 Zentimeter große Leinwand „Triangles“ von 1938 zur Versteigerung. Sie zeigt eine Menge kleiner bunter Dreiecke, die um ein großes schwarzes Dreieck in der Mitte der Bildfläche herumschwirren. Noch im Jahr der Entstehung war das Gemälde in Bauers Berliner Privatmuseum „Das Geistreich“ zu sehen, wenig später wanderte es nach Amerika und in die Guggenheim Collection. Jetzt werden 300.000 bis 400.000 Euro dafür erwartet, was etwa dem entspricht, was Van Ham für ähnliche Arbeiten Bauers in der jüngsten Vergangenheit erzielen konnte. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Neumeister in München

Von Stofftieren belagert


Lovis Corinth, Portrait Julie Krüger, 1915

Klassiker der Szene beherrschen die Abteilung „Moderne Kunst“ bei Neumeister in München. Da wäre eine Miniaturausgabe von Ernst Barlachs berühmtem „Güstrower Ehrenmal“, ein Guss der Zeit um 1950 nach dem Vorentwurf aus dem Jahr 1927. 45.000 bis 48.000 Euro möchte der Vorbesitzer für diese Ikone expressionistischer Skulptur haben. Als einer der wichtigsten Maler ist Otto Dix zu nennen mit seinen „Feldern mit See und Steckborn“ aus den späten 1940er Jahren. Kraftvolle Farben künden von einem neuen Aufbruch nach der erzwungenen inneren Emigration unter den Nationalsozialisten. 50.000 bis 70.000 Euro stehen hier auf dem Etikett und damit 20.000 Euro weniger als vor einem Jahr. Als eines der beiden Hauptlose tritt Lovis Corinths „Porträt Julie Krüger“ an. Die nicht weiter bekannte Dame sitzt im Atelier des Künstlers, rechts wird der Ausschnitt wohl eines Stilllebens sichtbar, das in seiner wilden Gestik schon deutlich avantgardistischer anmutet als das noch recht sachliche, bürgerlich-konforme Bildnis selbst. Als Entstehungsjahr ist 1915 angegeben. 80.000 bis 120.000 Euro möchte die Dame sehen. ...mehr

Alte Kunst und Antiquitäten bei Nagel in Stuttgart

Möbel zum Schnäppchenpreis?


Filippo Parodi Werkstatt, Vier mythologische Figuren

Eine bunte Mischung aus bildender Kunst und allen Arten von Antiquitäten bietet das Stuttgarter Auktionshaus Nagel in seiner kommenden Versteigerung. Mehr als sechshundert Positionen listet der Katalog, und das Hauptlos soll immerhin 200.000 Euro bringen: Vier mythologische Figuren aus der Werkstatt des Genuesen Filippo Parodi sind in dieser Höhe ausgepreist, wobei man nicht genau zu sagen vermag, für welchen Zweck und Standort die vier silberfarben gefassten Holzbildwerke geschaffen wurden. Im 20stn Jahrhundert waren sie Teil der erlesenen Sammlung Boissevain in der Florentiner Villa delle Rose, 1980 wurden sie bei Sotheby’s versteigert. Beeindruckend ist die reiche Bewegung, die Parodi, der wohl wichtigste genuesische Barockbildhauer, und seine Mitarbeiter den jeweils zwei Damen und Herren zu verleihen vermochten. ...mehr

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News vom 17.11.2017

Oskar Kokoschka-Preis für Martha Jungwirth

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Der dunkle Victor Hugo in Wien

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Der erste Vonovia Award für Fotografie geht an Ina Schoenenburg

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Florian Hecker in Wien

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