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Am 27.05.2017 109. Auktion: Moderne Kunst Teil I und II

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AktuellAktuell:Auktionen

Russische Kunst und Kunsthandwerk bei Fischer in Heilbronn

Alter Mann vor Pantokrator


Vasenpaar, Kaiserliche Porzellanmanufaktur St. Petersburg, um 1825/55

Für sein umfangreiches Angebot an Kunst und Kunsthandwerk russischer Provenienz konnte das Heilbronner Auktionshaus Fischer wieder auf eine große und internationale Fangemeinde zählen. Mehr als sechzig Prozent der über achthundert Objekte wurden am 13. April zugeschlagen, rechnet man einige Vorbehaltszuschläge ab, wanderte immer noch gut die Hälfte der Positionen ab. Gleich zu Beginn konnten schon einige ältere kunsthandwerkliche Gegenstände weit über den Erwartungen verkauft werden. Besonders ein opulentes Vasenpaar aus Porzellan mit prachtvoller rot-goldener Fassung hatte es den Interessenten angetan. Das während der dreißigjährigen Regierungszeit Zar Nikolaus I. zwischen 1825 und 1855 in der Kaiserlichen Porzellanmanufaktur St. Petersburg angefertigte Duo, das vor sechs Jahren schon einmal bei Sotheby’s in London zugegen war, ging erst bei 40.000 Euro an einen russischen Käufer. Erwartet waren 15.000 bis 20.000 Euro. Bei den kleineren Preisen machte sich ein elfteiliges Teeservice der Moskauer Firma Popow ebenfalls aus dem mittleren 19ten Jahrhundert bemerkbar. Veranschlagt auf 800 bis 900 Euro, wurde das blauweiße Neorokoko-Service mit Blumen für 5.000 Euro weitervermittelt. ...mehr

Kunst und Kunsthandwerk bei Schloß Ahlden

Tauben fürs Palais


Johann Friedrich Eberlein, Harlekin mit Vogelkäfig, um 1745

Einmal mehr hochkarätige Porzellane bereichern die Versteigerung von Kunst und Antiquitäten am 4. und 5. Mai im niedersächsischen Auktionshaus Schloß Ahlden. Da wäre zum Beispiel die fast drollige Allegorie des Winters aus einem Jahreszeitenzyklus mit Hebe, der Göttin der Jugend, und Saturn, zuständig für Zeit und Ewigkeit, die von Wolken erhoben gemeinschaftlich ein Bildmedaillon mit einer Winterlandschaft emporhalten. Kein Geringerer als Johann Joachim Kändler hat dieses Meißner Stück um 1760 entworfen, basierend auf Ideen des berühmten französischen Barockmalers Charles Le Brun. Derselbe Modelleur zeichnete einige Jahre zuvor auch für die Gruppe eines Liebespaares mit Mops verantwortlich und ebenso für den „Jungen Tiroler Bauer“, der in etwas schmieriger Pose galante Figur zu machen versucht. Johann Friedrich Eberlein entwarf dagegen einen Harlekin mit Vogelkäfig, hier in einer Fassung mit der sonst oft fehlenden Katze zu seinen Füßen angeboten. Alle diese Objekte, die eindrucksvoll die hohe Güte der Meißner Porzellane im 18ten Jahrhundert demonstrieren, liegen preislich zwischen etwa 14.000 und 28.000 Euro. ...mehr

Bei insgesamt gutem Absatz der Neueren Meister im Wiener Dorotheum ist Hans Makart der Star

Sterbende Königin


Hans Makart, Der Tod der Kleopatra, 1875

Wenn man einem Künstler den Beinamen „Malerfürst“ gibt, dann weckt das meist Assoziationen mit überladenen Ateliers, rauschhaften Festen und exotischem Flair, verbunden mit einer morbiden fin de siècle-Stimmung, die immer wieder durch den äußerlichen Glanz hindurchschimmert. Der Österreicher Hans Makart verkörpert diesen „Malerfürst“-Typ wohl am anschaulichsten. Großer Pomp, der alle Züge der Vergänglichkeit bereits in sich trägt, zeichnete nicht nur Werk, sondern auch Leben des 1884 erst 44jährig den Spätfolgen einer syphilitischen Erkrankung erlegenen Meisters. Viele seiner teils rasch heruntergemalten Schöpfungen sind heute ad acta gelegt, doch auf der vergangenen Versteigerung Neuerer Meister im Wiener Dorotheum zeigte sich, dass das eine oder andere Werk noch immer beeindruckt. „Der Tod der Kleopatra“, 1875 gemalt und die dramatische Begebenheit aus der Antike in ein rauschhaftes Kostümstück mit weiblichem Halbakt kleidend, wurde minutenlang von zahlreichen Interessenten beboten, bis das Bild schließlich für 640.000 Euro an einen amerikanischen Saalbieter ging – Weltrekord für Makart. Die Schätzung für die recht großformatige Holztafel hatte bei 70.000 bis 90.000 Euro gelegen. ...mehr

Fotografie im Dorotheum

Bilder vom Menschen


Anton Josef Trcka, Boris und Olga Trcka, 1925

Bis 1999 war Anton Josef Trcka nur Kennern ein Begriff. Dann erweckte das Kunsthistorische Museum in Wien den Maler, Bildhauer, Fotografen und Dichter in einer von Monika Faber kuratierten Ausstellung zum Nachleben. Zum Vorschein kam eine Künstlerpersönlichkeit des Symbolismus und Expressionismus, die schon zu Lebzeiten kaum wahrgenommen wurde, aber einem kleinen Kreis von Malern, Tänzerinnen und Schriftstellern als kongenialer Portraitist galt. Der 1893 in Wien geborene Trcka war mährischer Abstammung, stand zwischen den böhmischen und österreichischen Kulturkreisen, galt als wenig angepasst, fand daher fast nie Gelegenheit zur Ausstellung und Publikation, und schließlich wurde 1944 vier Jahre nach seinem frühen Tod fast sein gesamtes Werk bei einem Bombenangriff vernichtet. Sein wohl bekanntestes Portrait entstand 1914 bei einem Zusammentreffen mit Egon Schiele. Der Maler posierte vor Trckas Kamera mit den selben expressiven Gesten wie in seinen Selbstbildnissen. Mit dem frontalen Bildaufbau, den ausdrucksstarken Körperhaltungen und der Integration von Schrift ließ Trcka die damals gängige Portraitfotografie hinter sich. ...mehr

Bei dem Alten und Neueren Meistern von Karl & Faber in München sind die Arbeiten auf Papier wieder die Königsdisziplin

Einsam in Arkadien


Domenico Beccafumi, Kopf eines alten Mannes

Groß ist er ins Bild gerückt, dicht vor dem Auge des Betrachters, fast die ganze Fläche des Blattes nimmt er ein: Der Sieneser Renaissance-Künstler und Raffael-Zeitgenosse Domenico Beccafumi war ein Meister des unmittelbaren Portraits. Hier nahm er mit raschem, aber sicherem Pinselstrich den Kopf eines alten Mannes auf, der sich nachdenklich und mit gesenktem Blick vielleicht einer Schrift zuwendet, wie es auf einer großen Holztafel im Dom zu Pisa der heilige Markus ebenfalls von Beccafumi tut. Besonders plastisch wird der markante Philosophenkopf durch den starken Lichtreflex auf der Glatze des ansonsten um Kinn und Mund dicht beharrten Mannes. Die auf Papier gemalte und auf Leinwand aufgelegte Darstellung befand sich zuletzt in einer österreichischen Privatsammlung und ist von dieser zur Versteigerung Alter und Neuerer Meister bei Karl & Faber in München eingeliefert. Ausgestattet mit einem Gutachten des Beccafumi-Experten Piero Torriti aus dem vergangenen Jahr, soll das DIN A4-große Werk 40.000 bis 60.000 Euro einbringen. ...mehr

Arbeiten auf Papier im Wiener Dorotheum

Der belagerte Elefant


Federico Zuccaro zugeschrieben, Portrait eines Kardinals

Keine Meisterwerke von Weltrang, aber eine Menge schöner Einzelstücke versteigert das Wiener Dorotheum auf seiner Auktion von Zeichnungen, Aquarellen und Druckgrafik. Insbesondere bei den unikaten Handzeichnungen fehlt es oft an gesicherten Angaben zu den Künstlern, so dass etwa das Bildnis eines etwas selbstgefällig in seinem Lehnstuhl lagernden Kardinals in schwarzer Robe Federico Zuccaro oder der Triumph der Galatea nach einem Gemälde Luca Giordanos dessen Schüler Paolo de Matteis nur zugeschrieben werden können. Sicherer ist man sich bei der Autorschaft Leandro Bassanos an zwei schwarzen Kreideportraits von bärtigen Herren im Dreiviertelprofil, und charakteristisch für Cornelis Dusart sind die derben Bauern in einer Taverne, entstanden wohl um 1676 in der Frühzeit des Meisters während seiner Ausbildung bei Adriaen van Ostade. Alle Arbeiten liegen preislich um die 3.000 bis 6.000 Euro. ...mehr

Breiter Querschnitt durch die deutsche Kunst des 20sten Jahrhunderts Kunst bei Irene Lehr in Berlin

Der Bus ist voll!


Schlaglichtartig, mit teils krassem Hell-Dunkel-Kontrast und in scharfer Konturierung pflegte der expressionistische Maler Karl Hofer nicht nur innig-gefühlvolle Figuren zu zeichnen, sondern auch scheinbar so unprätentiöse Dinge wie stilllebenartige Arrangements. Doch auch diesen Sujets verlieh er durch seine charakteristische, unverwechselbare Bildsprache und seinen malerischen Stil eine tiefere Bedeutung. Dem „Stillleben mit Äpfeln und Birnen“ haftet, so schlicht sich das Motiv eigentlich präsentiert, etwas Geheimnisvolles, fast Bedrohliches an. Das Gemälde entstand wohl in den 1920er Jahren, ist jedoch wie viele Werke aus des Meisters mittlerer Schaffensphase nicht datiert. Früherer Besitzer des Bildes war der jüdische Unternehmer Ernst Eichenwald, der sich zusammen mit seiner Frau 1938/39 mit knapper Not vor den Nationalsozialisten retten konnte und später in New York lebte. Aus einer Berliner Privatsammlung wird das Stillleben jetzt für 60.000 Euro angeboten, am 27. April in der Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst bei Irene Lehr in Berlin. ...mehr

Meisterwerke der Malerei, Zeichnung und Skulptur des 19ten und 20sten Jahrhunderts mit österreichischer Prägung im Wiener Auktionshaus im Kinsky

Ernst oder Gustav?


Meisterwerk reiht sich an Meisterwerk in der kommenden Versteigerung von Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts im Wiener Auktionshaus im Kinsky. Nur etwas über hundert Losnummern listet der Katalog, doch ihr geschätzter Gesamtwert liegt bei nicht weniger als 5 bis 10 Millionen Euro. Besonders aus der klassischen Moderne hat das Auktionshaus erstklassige Arbeiten vorwiegend österreichischer Meister im Programm. Mit an der Spitze – im Auktionsablauf allerdings erst ganz am Schluss – stehen zwei Landschaften Alfons Waldes, die die Fähigkeit des Tirolers zur plastischen Durchbildung seiner Sujets und damit seine große Unverwechselbarkeit einmal mehr eindrucksvoll belegen. Um 1927 widmete sich Walde einem Motiv aus Kitzbühel mit der Stadtpfarrkirche St. Andreas und dem direkt daneben stehenden mächtigen Turm der ansonsten recht bescheiden dimensionierten Liebfrauenkirche. Rundherum glänzen schneebedeckte Häuser und Berge. In die Zeit um 1930 datiert ein Blick auf den Wilden Kaiser mit einem Gehöft im Vordergrund. Beide Gemälde, eingeliefert von verschiedenen Besitzern aus Österreich und Dänemark, haben die Experten mit jeweils 150.000 bis 300.000 Euro angesetzt. Frappant ist dabei wieder einmal die Wiederholung der Sujets bei Walde. Einen Tag zuvor listet Kinskys Konkurrenz, das Wiener Auktionshaus Hassfurther, seinen identischen, etwa halb so großen Blick auf die Tiroler Stadt bei 60.000 bis 100.000 Euro. ...mehr

Mit Kunst vom Biedermeier bis zur Moderne wartet der Wiener Auktionator Wolfdietrich Hassfurther in seiner Frühjahrsauktion auf

Die Kammermaler des Erzherzogs


Bilder des Tiroler Malers Alfons Walde stehen wieder am Beginn und auch an der Preisspitze der kommenden Versteigerung von Kunst bei Wolfdietrich Hassfurther in Wien. Drei Ölgemälde und drei Plakate des berühmten Meisters, der sich vor allem als Landschafter in den winterlichen Gefilden seiner näheren Heimat einen Namen machte, gelangen am 22. April zum Aufruf. Am bedeutendsten und für seine Handschrift auch am charakteristischsten ist sein „Einsamer Berghof“ von 1935: Plastisch sind die verschneiten Felsen herausgearbeitet, die das breit ausgedehnte, aber recht flache Gehöft umschließen. Im Vordergrund ist ein Mann mit einem Kind auf dem Arm zu sehen. 100.000 bis 200.000 Euro hat Hassfurther für den gut fünfzig Zentimeter breiten Karton veranschlagt. Hier bleibt noch etwas Luft nach oben. Denn ein fast identisches, etwas breiter angelegtes Gemälde steigerte sich beim Kinsky vor einem Jahr auf 340.000 Euro. Waldes Blick von erhöhtem Standort aus auf Kitzbühel mit Liebfrauenkirchturm und Stadtpfarrkirche liegt bei 60.000 bis 100.000 Euro. Ein beliebtes Walde-Motiv waren auch Marterln, die allüberall die Wege säumen. Ein solches Wegkreuz sucht für 50.000 bis 100.000 Euro einen Abnehmer. ...mehr

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Auch Moderne Kunst auf der Art Berlin

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Jill Mulleady in Bern

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Tobias Pils in Bottrop

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Deutscher Architekturpreis an nachhaltigen Schulbau vergeben

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Michael Dreyer in Karlsruhe

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