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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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AktuellAktuell:Auktionen

Das Münchner Auktionshaus Ketterer konnte vor allem mit seinem Programm an moderne Kunst bei den Käufer punkten

Doppeltes Bild, doppelter Preis


Ernst Ludwig Kirchner, Zwei mit Katzen spielende Mädchen, 1907

Der Pfeil in der Geschäftsbilanz des Münchner Auktionshauses Ketterer zeigt seit Jahren nach oben. In diese Erfolgsserie reiht sich nun auch die jüngste Versteigerungsserie ein. 19,6 Millionen Euro setzte das Unternehmen in diesem Frühjahr um, wobei die schon Mitte Mai abgehaltene Versteigerung Alter und Neuerer Meister ebenso eingerechnet ist wie die Moderne- und Zeitgenossenauktion am 8. Juni. Damit sei, so Robert Ketterer, Chef des Hauses in München, das Vorjahresergebnis um nicht weniger als sechs Millionen Euro übertroffen worden. Überdies freut man sich bei Ketterer über den höchsten Zuschlag auf einer Auktion in Deutschland während der ersten Jahreshälfte: 1,45 Millionen Euro erzielte eine doppelt bemalte Leinwand Ernst Ludwig Kirchners. Auf der Vorderseite sind, 1907 noch im expressiven Stil französischer Art um André Derain und den frühen Maurice de Vlaminck gehalten, „Zwei mit Katzen spielende Mädchen“ zu sehen, auf der Rückseite ein teilweise sich überschneidender „Frauen- und Männerkopf“ von 1924/26. Die Schätzung für das Doppelbild hatte bei 600.000 bis 800.000 Euro gelegen. ...mehr

Vor allem Ferdinand Hodler und die Kunst des Expressionismus stießen bei Kornfeld in Bern auf regen Zuspruch

Zwei Versionen, ein Preis


Ferdinand Hodler, Bildnis Berthe Jacques, 1894

2,6 Millionen Franken ist die junge Frau jetzt wert, die sich mit dem Rücken zum Betrachter wendet und den Kopf soeben nach links gerichtet hat. Ferdinand Hodlers „Bildnis Berthe Jacques“, die Freundin des Schweizer Künstlers, die er 1898 heiraten sollte, war der Star der Versteigerung von Kunst des 19ten und 20sten Jahrhunderts der Galerie Kornfeld in Bern. Die kleine, nur knapp 34 Zentimeter hohe Leinwand aus dem Jahr 1894 erzielte schließlich einen Zuschlagspreis, der mehr als dreimal über der Schätzung von 800.000 Franken lag. Mit einer Zuschlagsquote von mehr als 84 Prozent und einem Gesamtnettoergebnis von fast 20 Millionen Franken gehörte die prestigeträchtige Versteigerung am 14. Juni der 160 ausgewählten Werke bei Kornfeld zu den erfolgreichsten in der jüngeren Geschichte des Hauses. Hinzu kamen noch einmal rund 10 Millionen Franken auf den drei übrigen Sitzungen. Im Umfeld der Art Basel war erwartungsgemäß das Interesse der internationalen Kundschaft besonders groß. ...mehr

Christie’s London schwelgt im Luxus des Kunsthandwerks

Die teuerste Kaffeekanne der Welt?


Paul de Lamerie, Kaffeekanne, London 1738

Die wohl teuerste Kaffeekanne aller Zeiten bietet Christie’s am 4. Juli in seinem „Exceptional Sale“ in London an: Sagenhafte 3,5 bis 4,5 Millionen Pfund verspricht sich das britische Auktionshaus von einer 1738 datierten Silberarbeit des aus Frankreich stammenden Londoner Goldschmieds Paul de Lamerie. Mit ihrer überbordenden Fülle an Dekorationen in Form von Blumen, Masken, Muscheln und drei Putten vor landschaftlichem Hintergrund repräsentiert das gut 27 Zentimeter hohe Gefäß die Blütezeit des englischen Rokoko. Erster Besitzer war der Kaufmann Sir John Lequesne, wie Lamerie eingewanderter Hugenotte. Im Erbgang zunächst noch im Besitz der Familie, erwarb das Stück 1929 auf einer Auktion die Unternehmergattin Anna Thompson Dodge. In den letzten dreißig Jahren war die Kanne mehrmals ausgestellt, unter anderem bis Januar laufenden Jahres im Metropolitan Museum in New York. ...mehr

Alte Meister bei Sotheby’s in London

Recht gegen Unrecht


El Greco, Christus am Kreuz, um 1600/10

In die Reihe der Großen der europäischen Kunstgeschichte hat es der Spanier Ignacio Zuloaga bislang nicht geschafft, doch am 3. Juli 2013 wird der Name zumindest in der Londoner New Bond Street wohl ein paarmal fallen. Nicht weil sein Träger so ein bedeutender Maler gewesen wäre, sondern weil er offenbar einen ganz erlesenen Kunstgeschmack besaß. Der 1945 verstorbene Zuloaga war nämlich Inhaber einer bemerkenswerten Kunstsammlung, zu der auch ein Gemälde des griechischstämmigen, hauptsächlich aber in Spanien wirkenden Domenikos Theotokopoulos gehörte, besser bekannt unter dem Namen El Greco. Und dieses Gemälde, ein manieristisch überlängter Christus am Kreuz auf einer fast 180 Zentimeter hohen Leinwand wohl von circa 1600/10, wird am kommenden Mittwoch bei Sotheby’s in London für 3 bis 5 Millionen Pfund aufgerufen. Noch ein zweites Mal tritt El Greco auf: Die Gustav Rau Collection trennt sich zugunsten von UNICEF vom „Heiligen Dominikus im Gebet“, einem wesentlich kleineren Gemälde, das überwiegend in die Zeit um 1600 datiert wird. Auch diese Leinwand soll 3 bis 5 Millionen Pfund kosten. ...mehr

Alte Meister bei Christie’s in London

Wie gewonnen, so zerronnen


Jan Havicksz Steen, Wie gewonnen, so zerronnen. Der Künstler beim Austernessen, 1660

Richtig gut gehen lässt es sich der Maler, schlemmt Austern in einem vornehmen Ambiente, schlürft guten Wein, lässt sich dabei von gleich drei Personen bewirten und lacht fröhlich die weibliche Bedienung an, die ihm soeben ein gefülltes Glas reicht. Die aber sieht eher ernst, nachdenklich, fast ein wenig vorwurfsvoll vor sich hin. Vielleicht ahnt sie, dass das Glück des Herrn nur von kurzer Dauer sein wird. Der Maler, der niemanden anders als sich selbst da an den reich gedeckten Tisch gesetzt hat, weiß das freilich selbst: „Wie gewonnen, so zerronnen“ hat Jan Havicksz Steen sein 1660 datiertes Gemälde denn auch betitelt, das die ungeheure Größe des Leidener Meisters auf dem Gebiet der Genrekunst im „Goldenen Zeitalter“ der niederländischen Malerei wieder einmal auf vortreffliche Weise offenbart. Bei Christie’s in London ist es in der kommenden Woche Höhepunkt der Altmeisterauktion, wobei nicht nur die Qualität des Gemäldes, sondern auch dessen Provenienz bestechen: Vor genau 250 Jahren war es das letzte Mal auf dem Kunstmarkt zu haben, wechselte also 1763 für seinerzeit 1.800 Pfund in den Besitz von Sir James Lowther und gelangt jetzt von den Nachfahren des Earl of Lonsdale für rekordverdächtige 7 bis 10 Millionen Pfund zur Versteigerung. ...mehr

Fast immer Zurückhaltung bei der Alten Kunst und den Antiquitäten von Nagel in Stuttgart

Die drei Zwerge


Becher mit drei Zwergen, wohl Franken, um 1700

Drei ziemlich drollige Gestalten haben es einer Schar von Interessenten auf der Versteigerung von Kunst bis zum 19ten Jahrhundert und Antiquitäten bei Nagel in Stuttgart angetan. Die in Renaissancetracht gekleideten Hofzwerge, die sich ihrer dicken Bäuche und kurzen Beine wegen als laufende Kubikmeter bezeichnen lassen, prangen auf einem farblosen Glasbecher wohl fränkischer Herkunft der Zeit um 1700 und wurden von unbekannter, aber sehr versierter Hand in Schwarzlotmalerei auf die Wandung aufgetragen. Zu ihren Füßen krabbelt zudem ein kleiner Käfer. Das aus einer elsässischen Privatsammlung eingelieferte Stück war von Nagel auf lediglich 1.000 Euro angesetzt worden – jedoch weit gefehlt: 24.000 Euro musste der siegreiche Bieter schließlich für das eigenwillige Stück bezahlen. Damit war ein Höhepunkt gleich zu Beginn einer Versteigerung erreicht, die an solchen sonst eher rar war. Das schlug sich auch in der Zuschlagsquote nieder: Nur etwa ein Drittel des rund sechshundert Losnummern umfassenden Angebots konnte Nagel unter die Leute bringen; viele der höher taxierten Arbeiten blieben liegen. ...mehr

Die Klassiker aus Deutschland verhalfen der zeitgenössische Kunst bei Lempertz in Köln zum Erfolg

Bunte Trauben


Am Ende hat es doch nicht ganz gereicht. Nach längeren Verhandlungen hat sich der bisherige Eigentümer von Zeng Fanzhis hochformatigem Herrenportrait aus seinen „Mask“-Series von 2000 doch nicht zum Verkauf entschlossen. Auf der vergangenen Versteigerung zeitgenössischer Kunst beim Lempertz in Köln hatte das knapp zwei Meter hohe Ölbild auf Leinwand 800.000 Euro erzielt, was doch immerhin mindestens 200.000 Euro unterhalb der Schätzung lag. So fand sich das zunächst unter Vorbehalt einem chinesischen Bieter zugeschlagene Hauptlos der Auktion am Ende doch nicht mehr auf der Ergebnisliste. Davon abgesehen aber konnte Lempertz mit dieser Auktion wieder einen schönen Erfolg feiern: Eine hohe losbezogene Zuschlagsquote von über 70 Prozent und bedeutende Steigerungen auch in den obersten Rängen bezeugten großes Interesse an dem breiten Angebot. An die Spitze setzte sich „ZERO“-Künstler Günther Uecker mit seinem genagelten wogenden „Feld 83/84“ für 650.000 Euro, den höchsten Preis in einer deutschen Auktion und einen der höchsten auch auf internationaler Ebene, den ein deutscher Sammler bewilligte und damit die Schätzung von 200.000 bis 250.000 Euro in etwa verdreifachte. Taxgerechte 110.000 Euro räumte Ueckers etwas unregelmäßige und scheinbar nachlässig in Grau-Weiß bemalte „Spirale 86“ ab. Auch sie bleibt in deutschen Landen. ...mehr

Hervorragende Resultate für die Impressionisten und die Klassische Moderne bei Sotheby’s in London

Apfelkopf ohne Hals


Claude Monet, Le Palais Contarini, 1908

Einen starken Auftritt legte der klassische französische Impressionismus auf der abendlichen Versteigerung bei Sotheby’s in London hin. Aller Augen richteten sich auf die Losnummer 42, das Hauptwerk der Sitzung, Claude Monets schimmernde Aufnahme des Palazzo Contarini in Venedig aus dem Jahr 1908. 15 bis 20 Millionen Pfund hatten die Experten für die besonders zuletzt häufig ausgestellte Leinwand veranschlagt, heraus kam schließlich die Mitte dieser Schätzung. Verkäufer war die international tätige Kunsthändlerfamilie Nahmad, die das Gemälde 1996 noch für bescheidene 3,85 Millionen Dollar bei Christie’s in New York erworben hatte. Monets mosaikartige Stadtlandschaft war aber nur Teil einer alles in allem sehr erfolgreichen Auktion, auf der zwar fast ein Fünftel der gut siebzig Losnummern liegenblieb, dagegen aber teils so kräftige Steigerungen herauskamen, dass das Ergebnis am Ende doch bei stolzen 106 Millionen Pfund brutto und damit am oberen Rand der Erwartungen lag. ...mehr

Fischers 24. Glasauktion in Zwiesel glänzt mit großartigen Stücken und kleinen Pretiosen von der Antike bis zu Gegenwart

Schalenfisch


Flasche mit Schraubverschluss, Thüringen, 2. Drittel 17. Jahrhundert

Schon zum 24. Mal verlässt das Auktionshaus Fischer sein schönes Trappensee-Schlösschen in Heilbronn und begibt sich rund dreihundert Kilometer östlich ins niederbayerische Zwiesel, um in dieser Glasmetropole an der Grenze zum früheren Böhmen seine insgesamt 219. Auktion abzuhalten. Die Objekte, früher in einem handlichen DIN A5-Katalog zusammengefasst, finden sich diesmal in einem stattlichen Buch doppelten Formats, handelt es sich doch um rund 750 Losnummern von teils exzeptioneller Qualität. Zeitlich stammen die frühesten Stücke noch aus der Römerzeit, darunter eine sechskantige Pyxis mit bunten Farbbändern aus der Zeitenwende für 2.000 bis 2.300 Euro. So richtig los geht es aber erst im 17ten Jahrhundert unter anderem mit zwei Reliquiengefäßen in Zylinderform offenbar venezianischer Provenienz mit kreuzförmigen Knäufen, die Fischer vielleicht recht günstig auf jeweils 800 bis 900 Euro angesetzt hat. Schon etwas tiefer wird man für eine thüringische Flasche in Achtpassform mit girlandenartigen Pflanzenornamenten und Vermeil-Schraubverschluss in die Tasche greifen müssen: 6.000 bis 8.000 Euro soll das aus dem zweiten Drittel des 17ten Jahrhunderts stammende Gefäß kosten. ...mehr

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Georg Herold in Bonn

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