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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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AktuellAktuell:Auktionen

Henry van de Velde und sein 150. Geburtstag bilden den Aufhänger für die Versteigerung von Design des 20. Jahrhunderts bei Quittenbaum in München. Vieles weist Osthaus-Provenienz auf

Eine Vase für die Tochter


Henry van de Velde, Gürtelschließe, 1898/99

Ein bisschen Kunst und viel Design aus Jugendstil, Art Déco und Funktionalismus hat das Auktionshaus Quittenbaum für seine letzte Versteigerung in diesem Jahr in München zusammengetragen. Als Aufhänger wurde das belgische Allroundgenie Henry van de Velde gewählt, der in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag gefeiert hätte und in einer Reihe großer Ausstellungen gewürdigt wurde. In der Tat stellt der 1957 in Zürich gestorbene Entwerfer mit dreißig von rund 150 Losnummern unter allen Künstlern den größten Teil der Versteigerung. Die Krönung daraus bildet eine silberne Schließe, die sowohl als Gürtelschnalle wie auch als Mantelagraffe Verwendung finden könnte. Die 1898/99 vom Meister entworfene Spange wurde in einer unbekannten Brüsseler Werkstatt ausgeführt und 1900 erstmals bei der Libre Esthétique ausgestellt. Es sind nur ganz wenige Exemplare bekannt, vorliegendes gehörte einst der renommierten Sammlerfamilie Osthaus. 40.000 bis 60.000 Euro möchte Quittenbaum dafür haben. ...mehr

Zeitgenössische Kunst bei Ketterer in München

Aufwendiger Holzschnitt


Karl Otto Götz, Brien-Elven, 1957

Groß ist wie gewohnt ist der Anteil an Positionen der abstrakten Malerei in der Abteilung zeitgenössischer Kunst bei Ketterer in München. Im Deutschland der Nachkriegszeit eroberte Fritz Winter die Sammlungen und Museen mit seinen freien Farbflächenstrukturen, die oft in verschiedenen Werkgruppen entstanden wie den mit Spachtel aufgetragenen „Verhärteten Formen“, aus den 1958 die „Schatten vor Rot“ hervorgingen. 40.000 bis 50.000 Euro stehen auf dem Etikett dieser typischen freien Gestaltung der 1950er Jahre. Als einer der letzten Lebenden unter den führenden deutschen Abstrakten der zweiten Generation wird der fast hundertjährige Karl Otto Götz in die Geschichte eingehen. In großzügigem Schwung mit typischen ellipsoiden Pinselbahnen gestaltete er 1957 seine überwiegend blau-schwarz-weiße Mischtechnik „Brien-Elven“. Diese dynamische Malerei ist für 70.000 bis 90.000 Euro zu haben. Seine Erdverbundenheit drückt Emil Schumachers Gemälde „Effis I“ von 1958 nicht nur in der braunen Farbigkeit, sonder auch in der Beimischung von Sand aus. Das von sparsamen Linien und grafischen Elementen durchzogene Werk soll 30.000 bis 40.000 Euro einspielen. ...mehr

Moderne, zeitgenössische und Schweizer Kunst bei Koller in Zürich

Marktplatz für den Impressionismus


Camille Pissarro, Paysage avec trois paysans, 1891

Zu einem Spezialisten für die Vermittlung französischer Kunst aus Impressionismus und Nachfolge auf dem mitteleuropäischen Markt scheint sich das Zürcher Auktionshaus Koller zu entwickeln. Im vergangenen Frühjahr bereits konnten hier Spitzenwerke von Vincent van Gogh, Gustave Caillebotte, Alfred Sisley und anderen teils zu Millionenpreisen veräußert werden. In der kommenden Versteigerung von Impressionismus und Moderner Kunst gelangen erneut mehrere Arbeiten dieser Epoche um 1900 unter den Hammer. Die Provenienzen sind unterschiedlich. Aus einer Zürcher Privatsammlung stammt etwa Camille Pissarros in Gouache gezeichnete stimmungsvolle „Paysage avec trois paysans“ in dichtem Grün von 1891 für 350.000 bis 450.000 Franken. Nur mit „Privatsammlung Europa“ ist die Herkunft eines 1929 datierten „Portrait de femme en face“ mit hochgezogenen Augenbrauen von Chaïm Soutine angegeben, das mit seiner schrundigen Pinselführungen bereits sichtlich über den Impressionismus hinausgeht. 900.000 bis 1,5 Millionen Franken werden hier erwartet. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst mit einem Schwerpunkt auf Skulptur bei Neumeister in München

Heilige Kühe


Mit einem Rundumschlag beendet Neumeister in München seine Herbstsaison. In drei Katalogen offeriert das bayrische Traditionshaus, welches dieses Jahr sein 55jähriges Jubiläum feiert, den interessierten Bietern Modernes und Zeitgenössisches in Zwei- und Dreidimensionaler Form. Die Auktion „Ausgewählte Werke“ mit den großen Namen und teueren Lose hat sich in der Mitte platziert, unter ihnen auch das Spitzenlos des Tages. Anselm Kiefers in Mischtechnik materialreich gearbeitete Kuh mit dem Titel „Pasiphae“ von 1994/2010 fügt sich ein in eine Reihe von acht Kuhporträts, die 2011 in Potsdam unter dem Titel „Europa“ ausgestellt waren. In etwa lebensgroß ist Kiefers Wiederkäuer seitlich dargestellt und verschmilzt in Farbigkeit und Form fast mit dem graubraunen Hintergrund. Gleichsam sein Inneres hat das Tier nach außen gekehrt, denn der Künstler macht den Mageninhalt Stroh sichtbar. Für Kiefer ist „die Kuh nicht eine Kuh“ sondern „der Inbegriff des Metabolismus. Deshalb ist sie prädestiniert, den Kosmos darzustellen“. Und auch wenn Kiefer die Kuh letztlich als „Durchgang“ und „Symbol für Verwandlung“ begreift, ist sie doch gleichzeitig aufgeladen mit kraftvoller Symbolik. Griechische Mythologie schwingt ebenso mit wie atavistische Urmütterlichkeit und moderne Europapolitik. All dies bekommt der Sammler für 300.000 bis 350.000 Euro. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Karl & Faber in München

Leichtbekleidet ins Konzert


Stetig in die vordersten Reihen hat sich das Münchner Auktionshaus Karl & Faber während der vergangenen Jahre auf dem deutschen Kunstmarkt gespielt. Auch die letzte Versteigerung in diesem Jahr mit moderner und zeitgenössischer Kunst beeindruckt durch ihre Fülle hochkarätiger Arbeiten des 20. Jahrhunderts. Mittel- und Höhepunkt bildet eine Suite von rund 130 ausgewählten Werken teils im sechsstelligen Schätzpreisbereich. Insbesondere Gabriele Münter, Meisterin des Münchner Expressionismus, hat hier wieder ihren großen Auftritt mit dem unverkennbar rasch und dunkel farbenprächtig gestalteten Stillleben „Blumen 1910“ und der 1932 datierten, weiten oberbayrischen Landschaft „Nordhang II. Staffelsee“, den der jetzige Einlieferer aus dem Nachlass der 1962 verstorbenen Künstlerin erwerben konnte. Beide Gemälde werden für 180.000 bis 220.000 Euro gehandelt. Adolf Erbslöh, dessen Neuauflage des Werkverzeichnisses Karl & Faber übrigens herausgeben, ist mit der Malpappe „St. Margarethen“ von circa 1911 mit einer berg- und baumumstandenen Kirche in leicht kubistischen Formen vertreten. Hier sind 15.000 bis 20.000 Euro vorgesehen. ...mehr

Fotografie und eine amerikanische Privatsammlung bei Bassenge in Berlin

Die Vorlieben des Musikproduzenten


Mit der Akquise einer amerikanischen Privatsammlung ist dem Auktionshaus Bassenge für diesen Herbst ein kleiner Coup gelungen. Denn in Berlin hat sich eine feine und eigenwillige Auswahl junger Kunst vor allem aus Amerika eingestellt, die mit die höchsten Schätzungen zur aktuellen Auktionsrunde beisteuert. Ein großes Augenmerk hat der sammelfreudige Musikproduzent aus den USA dabei auf aktuelle Fotokunst gelegt und auch junge Talente gefördert. So verdankt ihm Ryan McGinley seine erste Einzelausstellung im New Yorker MoMA PS 1; daher stellt der 1977 geborene Amerikaner auch die meisten Positionen in dem Sonderkatalog. McGinley bewegte sich um die Milleniumswende im Künstlerkreis der Bowery School, zu der auch der aktuelle Auktionsshootingstar Dan Colen oder der 2009 mit nur 27 Jahren an einer Überdosis Heroin verstorbene Dash Snow gehören. Ihr Lebensgefühl war vor allem von wilden Partys, Drogenexzessen und dem Aufstand gegen das Establishment geprägt. ...mehr

Moderne Kunst mit zahlreichen Unbekannten bei Ketterer in München

Sex zu Weihnachten


Hermann Max Pechstein ist der Star der Versteigerung moderner Kunst, mit der das Münchner Auktionshaus Ketterer einen der stärksten Akzente in diesem deutschen Kunstherbst setzt. Gleich zwei kapitale Meisterwerke des 1881 in Zwickau geborenen Expressionisten warten auf Abnehmer, beide aus der entscheidenden Phase um 1919, als Pechstein nach den überstandenen Schrecken des Ersten Weltkriegs wieder zu alter Stärke zurückfand. Zunächst bietet Ketterer das Portrait „Lotte mit Kopftuch“ an, das die damalige Gattin des Künstlers vor einem blau-gelben Hintergrund in einer fast augenblickhaften Kopfbewegung nach links zum Betrachter hin zeigt. Einst Eigentum des Bankiers und Kunstsammlers Carl Steinbart, wird die Leinwand jetzt für 600.000 bis 800.000 Euro aus nordrhein-westfälischem Privatbesitz eingeliefert. Mit 800.000 bis 1,2 Millionen Euro noch etwas höher liegt die Messlatte bei Pechsteins „Schrei am Meer“ mit einem Frauen- und einem Kinderakt am Strand. Was die Mutter und das Kind – wiederum die Frau des Künstlers Lotte sowie ihr gemeinsames Kind Frank – zu ihrer regen Äußerung veranlasst, geht aus dem kraftvoll gezeichneten Gemälde allerdings nicht hervor. Ein Selbstbildnis des pfeiferauchenden und malenden Pechstein von 1930 hängt bei 200.000 bis 2500.000 Euro bereit. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst sowie Design bei Nagel in Stuttgart

Teure Kantine


Stolze 700.000 Euro sollen es für ein Gemälde Karl Schmidt-Rottluffs auf der kommenden Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst bei Nagel in Stuttgart sein. Dabei handelt es sich um ein Frühwerk des Meisters am Beginn seiner Zeit als „Brücke“-Künstler in Dresden aus dem Jahr 1906. Betitelt „Kantine“, zeigt das Bild in pastos aufgetragenen kurzen Pinselstrichen ein ziemlich nüchtern wirkendes rotes Gebäude über einem Dickicht aus Grün. Stilistisch macht sich der große Einfluss französischer Kollegen wie André Derain oder Maurice de Vlaminck bemerkbar, der vorübergehend auch andere in Deutschland wirkende Künstler jener Jahre wie Lyonel Feininger oder Wassily Kandinsky prägte. Der Schätzpreis scheint ziemlich anspruchsvoll, doch fehlt es ein wenig an Vergleichsbeispielen. Zwar konnte Christie’s in London vor fünf Jahren mit einem „Garten“ aus demselben Jahr 1,4 Millionen Pfund erzielen, doch nicht mehr als 140.000 Euro waren es 2006 für eine Landschaft mit drei Bäumen und einem kleinen Haus bei Grisebach in Berlin. ...mehr

Schweizer Kunst bei Sotheby’s in Zürich

Dr. Kind


Ferdinand Hodler, Die Dents Blanches, 1916

Große menschenleere Naturansichten waren seine Spezialität. In schillernden Farben hat er sie geschildert, unwirklich und geisterhaft, als stecke in ihnen verborgenes Leben. Ferdinand Hodler gilt als der bedeutendste Schweizer Maler des Symbolismus, seine Werke werden immer wieder öffentlich ausgestellt und erzielen auf dem Markt Millionenwerte. Auch auf der Versteigerung Schweizer Kunst bei Sotheby’s in Zürich geht eines seiner Ölgemälde als Hauptlos an den Start: „Die Dents Blanches“, Abbild und gleichzeitig Interpretation eines großen Bergmassivs im Wallis von 1916, werden aus altem Schweizer Privatbesitz für 3 bis 4 Millionen Franken angeboten, nachdem sie zuletzt im Depot des Bündner Kunstmuseums Chur aufbewahrt waren. Angefangen hat Hodler übrigens als braver Feld-, Wald-, und Wiesenmaler in fast biedermeierlicher Manier, wie sein 1878 entstandenes realistisches Frühwerk „Schafe am Sentier des Saules“ für 900.000 bis 1,2 Millionen Franken belegt. ...mehr

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