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Am 27.05.2017 109. Auktion: Moderne Kunst Teil I und II

© Galerie Bassenge Berlin

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Tänzerin / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Zwei Figuren vorm Meer / Erich Heckel

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AktuellAktuell:Auktionen

Moderne und zeitgenössische Kunst sowie Design bei Nagel in Stuttgart

Teure Kantine


Stolze 700.000 Euro sollen es für ein Gemälde Karl Schmidt-Rottluffs auf der kommenden Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst bei Nagel in Stuttgart sein. Dabei handelt es sich um ein Frühwerk des Meisters am Beginn seiner Zeit als „Brücke“-Künstler in Dresden aus dem Jahr 1906. Betitelt „Kantine“, zeigt das Bild in pastos aufgetragenen kurzen Pinselstrichen ein ziemlich nüchtern wirkendes rotes Gebäude über einem Dickicht aus Grün. Stilistisch macht sich der große Einfluss französischer Kollegen wie André Derain oder Maurice de Vlaminck bemerkbar, der vorübergehend auch andere in Deutschland wirkende Künstler jener Jahre wie Lyonel Feininger oder Wassily Kandinsky prägte. Der Schätzpreis scheint ziemlich anspruchsvoll, doch fehlt es ein wenig an Vergleichsbeispielen. Zwar konnte Christie’s in London vor fünf Jahren mit einem „Garten“ aus demselben Jahr 1,4 Millionen Pfund erzielen, doch nicht mehr als 140.000 Euro waren es 2006 für eine Landschaft mit drei Bäumen und einem kleinen Haus bei Grisebach in Berlin. ...mehr

Schweizer Kunst bei Sotheby’s in Zürich

Dr. Kind


Ferdinand Hodler, Die Dents Blanches, 1916

Große menschenleere Naturansichten waren seine Spezialität. In schillernden Farben hat er sie geschildert, unwirklich und geisterhaft, als stecke in ihnen verborgenes Leben. Ferdinand Hodler gilt als der bedeutendste Schweizer Maler des Symbolismus, seine Werke werden immer wieder öffentlich ausgestellt und erzielen auf dem Markt Millionenwerte. Auch auf der Versteigerung Schweizer Kunst bei Sotheby’s in Zürich geht eines seiner Ölgemälde als Hauptlos an den Start: „Die Dents Blanches“, Abbild und gleichzeitig Interpretation eines großen Bergmassivs im Wallis von 1916, werden aus altem Schweizer Privatbesitz für 3 bis 4 Millionen Franken angeboten, nachdem sie zuletzt im Depot des Bündner Kunstmuseums Chur aufbewahrt waren. Angefangen hat Hodler übrigens als braver Feld-, Wald-, und Wiesenmaler in fast biedermeierlicher Manier, wie sein 1878 entstandenes realistisches Frühwerk „Schafe am Sentier des Saules“ für 900.000 bis 1,2 Millionen Franken belegt. ...mehr

Alte Meister bei Christie’s in London

Blumen und Krabbler


Jan Davidsz de Heem, Tulpen, Sonnenblumen, Iris, Geißblatt, Nelken und Rosen in einer Glasvase, um 1673

Ein Blumenstrauß ist meistens schön, landet aber, wenn er nicht aus Plastik ist und langsam verstaubt, schon nach kurzer Zeit auf dem Komposthaufen. Zum Glück gibt es Maler. Sie können diese herrlichen Gebinde für eine gewisse Ewigkeit bannen, und wenn sie es gut machen, dann blühen die Sträuße überbordend, geradezu verschwenderisch wie die Pracht der Natur selbst. Der alte Niederländer Jan Davidsz de Heem war so ein Meister des Blumenstilllebens, als diese Kunst im 17. Jahrhundert einen ihrer Höhepunkte erlebte. Dutzende verschiedener Blumen brachte er bildlich zum Blühen: Hortensien, Iris, Geißblatt, Sonnenblumen, Weidenkätzchen, Rosen natürlich und Tulpen und alle möglichen anderen Pflanzen. Mitten in diesem Dickicht tummeln sich zahllose kleine Insekten wie Raupen, eine Heuschrecke, eine Biene, Schmetterlinge und Falter, Käfer und weitere kleine Krabbeltiere. Wohl nicht unabsichtlich platzierte der Maler seine Glasvase auf einer Marmorbasis wie eine antike Säule: Seht her, so scheint er zu sagen, unvergänglich meine Meisterschaft in der Wiedergabe der Natur, ja besser als die Natur! In seiner technischen Brillanz, in seiner Tiefenschärfe und seiner Detailfülle ist das Gemälde tatsächlich fast unübertrefflich, und so hat es auch seinen Preis: 1,5 bis 2,5 Millionen Pfund soll es kosten, und zwar auf der großen Abendauktion Alter Meister, mit der sich Christie’s in London langsam, aber sicher der Winterpause nähert. ...mehr

Alte Meister bei Sotheby’s in London

Die bescheidenen Alten


Frans Hals, Portrait eines vornehmen Herrn

Langsam nähert sich das Jahr dem Ende zu, und in den großen Auktionshäusern der Welt kehrt allmählich winterliche Ruhe ein, nachdem zumindest Christie’s mit seiner New Yorker Zeitgenossenauktion wieder einmal Geschichte geschrieben hat. Anfang Dezember kommen dann noch einmal die Alten Meister in den Londoner Auktionen zum Zuge. Am 4. und 5. Dezember ist Sotheby’s an der Reihe. Die am Mittwoch stattfindende Abendauktion listet knapp fünfzig hochkarätige, aber gegenüber den Zigmillionenwerten der jüngsten Künstler nicht sensationelle Werke im Gesamtwert von 31,4 bis 47,6 Millionen Pfund, was doch deutlich unterhalb der Beträge liegt, die allein Andy Warhol oder Jeff Koons kürzlich mit jeweils einem einzigen Werk erzielt haben. Doch sei’s drum, ein paar Millionenwerte werden wohl drin sein, etwa 2 bis 3 Millionen Pfund für das Portrait eines stattlichen, fröhlich aus dem Bild herausschauenden Herrn von Frans Hals wohl um 1645/46 oder 1 bis 1,5 Millionen für Michele Marieschis Blick über den Markusplatz in Venedig auf die Fassade der Markuskirche mit dem nebenstehenden Campanile bei einem aufregendem Spektakel des Dogen Pietro Grimani am 30. Juni 1741. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Bassenge in Berlin

Deutsch-Italiener nach vorn!


Zu einem der Hauptlose der Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst hat das Berliner Auktionshaus Bassenge einen Deutsch-Italiener küren dürfen: Im deutschen Norden kommt Massimo Campigli sonst eigentlich kaum vor, doch jetzt wird mit seinem mittelgroßen Ölbild „Vetrine“ bei 80.000 Euro ein Versuch unternommen. Charakteristisch für den 1895 als Max Ihlenfeld in Berlin geborenen und 1971 in Saint-Tropez verstorbenen Meister ist die an frühantike Formen erinnernde Zweidimensionalität und die collageartige Zusammenstellung der Motive in einem geometrischen Raster, dessen Zentrum eine eifrig gerundete Frauengestalt in stark stilisierter Haltung einnimmt. Angesichts der konsumfreudigen Entstehungszeit des Bildes im Jahr 1962 mag man sich allerdings auch ganz profan an ein Schaufenster erinnert fühlen, in dem die verschiedenen, letztlich doch puppenartig wirkenden Figuren ihre Aufstellung gefunden haben. Jedenfalls darf man auf das Ergebnis dieser Offerte gespannt sein. ...mehr

Gemälde und Zeichnungen Alter und Neuerer Meister bei Bassenge in Berlin

Überbordender Barock


Louis de Caullery Werkstatt, Venus: Allegorie der keuschen Liebe – Bacchus: Allegorie der Fruchtbarkeit

In der frühen Neuzeit liebten die Menschen die Allegorie. Wollten sie einen Sachverhalt nicht direkt benennen, griffen sie zu dem Stilmittel der indirekten Aussage, die durch Ähnlichkeitsbeziehungen die Gegebenheit umschreibt. Auch in der bildenden Kunst war die Allegorie in Mode. Zwei kleinformatige Pendants aus der Werkstatt des zu Beginn des 17. Jahrhunderts in Antwerpen tätigen Josse de Momper-Schülers Louis de Caullery gehören dieser Bildgattung an. Dargestellt sind Venus und Bacchus als Aktfiguren, umgeben von einer größeren Menschenmenge. Dabei huldigen die Personen nicht den Göttern, sondern der keuschen Liebe und der Fruchtbarkeit, für die sie stehen. Zugleich lassen die Pendants ein wenig in die zeitgenössische Rezeption der antiken Mythologie im Alltag gehobener Gesellschaftsschichten blicken. Denn die vornehm gekleideten Menschen zeichnen sich durch ihre Gewänder nicht als von Personen der Antike, sondern als solche aus, die anhand ihrer Tracht erkennbar der eigenen Zeit zugeordnet werden können. Das Berliner Auktionshaus Bassenge offeriert die beiden Tafeln in seinen großen Herbstauktionen nun für 12.000 Euro. ...mehr

Ausgewählte Objekte bei Grisebach in Berlin

Der König zeichnet


Jan Frans van Bloemen, Arkadisch-Römische Landschaft mit Kolosseum, um 1730

Seit einiger Zeit schon erfreut die Villa Grisebach ihre Kunden mit einer feinen Zusammenstellung handverlesener älterer Objekte aus dem Bereich des Kunsthandwerks. Diesmal finden sich bei den etwas über vierzig Losnummern auch einige Gemälde und Zeichnungen alter Meister, womit das Berliner Auktionshaus seinen Radius nochmals erweitert. In der unter dem Begriff „Orangerie“ geführten Veranstaltung werden die Grenzen zunehmend fließend; die Erzeugung eines zeitcharakteristischen Panoramas soll zudem die Bieterlaune anregen. So fassen aktuell verschiedene Überschriften die Gegenstände zu geschlossenen Blöcken zusammen. Zunächst geht es auf eine „Grand Tour – Sehnsucht nach antiker Größe und südlicher Sonne“. Dort trifft man auch gleich eines der Hauptlose der Auktion, Jan Frans van Bloemens arkadisch-römische Landschaft mit angelnder, disputierender oder auch einfach nur müßiger Figurenstaffage zwischen antiken Ruinen. In der Ferne eröffnet sich ein Blick auf das römische Kolosseum. 80.000 bis 120.000 Euro möchte Grisebach für dieses Musterbeispiel niederländischer Italiensehnsucht sehen. ...mehr

Klassische Moderne im Wiener Dorotheum

Luftschlangenflug


Künstler aus vielen Ländern des europäischen Kontinents werden um die ersten Plätze auf der Versteigerung moderner Kunst im Wiener Auktionshaus Dorotheum ringen. Da findet sich etwa der einzige bekannte Handabzug des hellblau-schwarzen existenzialistischen Holzschnitts „Die Einsamen“ von dem Norweger Edvard Munch aus dem Jahr 1899 für 180.000 bis 190.000 Euro, von der gebürtigen Russin Zinaida Serebrjakova die Nahaufnahme einer unbekleideten Odaliske als feines Pastell aus der Zeit um 1930 für 200.000 bis 300.000 Euro und von dem gebürtigen Rumänen, später in Frankreich lebenden Victor Brauner die surreale lustige Menschtiergestalt „L’air solaire“ von 1962 für 75.000 bis 100.000 Euro. Spanien schickt Joan Miró mit den zwölf in Pastell und Aquarell übergangenen Radierungen „Lapidari“ aus des Künstlers spätem Lebensjahr 1981 für 120.000 bis 140.000 Euro. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Van Ham in Köln

Krawatte mit Blumen


Annähernd doppelt so umfangreich wie das Angebot aus der klassischen Moderne ist der Bestand an zeitgenössischer Kunst, den das Kölner Auktionshaus Van Ham in dieser Woche seinen Kunden vorlegt. Und auch die Schätzpreise stehen bei ihnen den Schöpfungen der älteren Kollegen nicht nach. Das Hauptlos wird sogar von einem lebenden Künstler gestellt: Für Gerhard Richters kleinformatige „Alpenlandschaft im Winter“, eine schwarz-weiße Leinwand mit einer kleinen zugeschneiten Berghütte aus dem noch fotorealistischen Jahr 1966, möchten die Erben des 2012 verstorbenen Unternehmers und Kunstsammlers Friedrich Victor Rolff und das Auktionshaus 300.000 bis 500.000 Euro sehen. Aus anderer Provenienz gelangt eine braune „Vermalung“ desselben Künstlers für 40.000 bis 60.000 Euro zur Auktion, entstanden 1972 als Stück einer 120teiligen Serie gleichformatiger Bilder, die als Jahresgabe des Westfälischen Kunstvereins Münster unter die Leute gebracht wurde. ...mehr

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News vom 24.05.2017

Auch Moderne Kunst auf der Art Berlin

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Jill Mulleady in Bern

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Tobias Pils in Bottrop

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Deutscher Architekturpreis an nachhaltigen Schulbau vergeben

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Michael Dreyer in Karlsruhe

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