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Am 23.09.2017 53. Kunstauktion - Bildende Kunst des 17. - 21. Jahrhunderts

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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Sitzende Bäuerin mit Kind, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Vor allem auf eine Sammlung mit internationalem Studioglas stürzten sich die Kunden in der Glas-Auktion bei Fischer in Heilbronn

Mitbringsel vom Strandspaziergang


Ermanno Toso, Vase „millepiedi“, um 1955

Die Einlieferer italienischen und tschechischen Glases der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts trugen einmal mehr die höchsten Gewinne auf der 225. Versteigerung des Heilbronner Auktionshauses Dr. Fischer nach Hause. Erstere Rubrik führte Ermanno Tosos um 1955 entworfene Vase „Millepiedi“ mit stilisiertem Blütendekor auf goldgelbem Grund an. Das Ergebnis von 10.000 Euro entsprach hier der unteren Schätzung, die die Experten für das 35 Zentimeter hohe Gefäß angegeben hatten. Andere Schöpfungen der berühmten Murano-Werkstätten und ihrer Entwerfer konnte Fischer dagegen zunächst nur unter Vorbehalt zuschlagen, da die Hammerpreise jeweils nicht ganz den Erwartungen entsprachen. Das galt etwa für Archimede Segusos annähernd tropfenförmige Vase „A Piume“ von 1955 für 5.800 Euro und seine fast kugelrunde „Filigrana stellata“ von 1968 mit wirbelnden Spiralfäden in Weiß für 5.000 Euro sowie elf federleicht wirkende „Fazzoletti“-Vasen von Fulvio Bianconi in buntesten Farben von 1949 für 6.500 Euro. Paolo Veninis mittig sich verengende Vase „Zanfirico“ von circa 1950 mit rosafarbenen Spiralfäden steigerte sich dagegen von 2.500 bis 2.800 Euro auf 3.600 Euro, und auch Segusos „Merletto“-Vase in Weiß-Grün mit dichtem Fadengewirr von 1952 schloss bei 4.500 Euro etwas besser ab als erhofft. ...mehr

Europäische Malereigeschichte bei den Gemälden des 19. Jahrhunderts im Wiener Dorotheum

Bild im Foto – Foto mit Bild


Hans Makart, Die Versenkung des Nibelungenhortes im Rhein, um 1882/84

Bislang hat ihn niemand finden können: Der Nibelungenhort bleibt bis heute verschwunden, wird insbesondere von Hobbyforschern aber nach wie vor eifrig gesucht. Der Sage nach soll ihn ja der böse Hagen, der Mörder Siegfrieds, irgendwo im Rhein versenkt haben, und nachdem ihm später von Kriemhild der Kopf abgeschlagen worden und auch Kriemhild ihrerseits einen vorzeitigen Tod gestorben war, wusste niemand mehr die Stelle zu bezeichnen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte der Kult um den Nibelungenschatz einen rasanten Aufschwung, nicht zuletzt natürlich durch Richard Wagners Opernzyklus „Ring der Nibelungen“. Auch zahlreiche bildende Künstler beschäftigten sich mit der Thematik. Hans Makart beispielsweise schuf um 1882/84 einen Gemäldezyklus zum „Ring der Nibelungen“, zu dem vermutlich auch ein weit über zwei Meter breiter Entwurf vielleicht für ein Deckengemälde gehört, den das Wiener Dorotheum in seiner kommenden Versteigerung von Kunst des 19. Jahrhunderts anbietet. Die spätere Geschichte des Bildes ist wenig erfreulich: 1941 wurde es dem jüdischen Eigentümer Bruno Jellinek für das Linzer „Führermuseum“ entzogen, 1948 erst den Erben restituiert und ein Jahr später dann doch vom österreichischen Staat behalten; erst im vergangenen Januar erfolgte wirklich die Rückgabe. Jetzt ist die wolkige „Versenkung des Nibelungenhortes im Rhein“ mit 120.000 bis 180.000 Euro eines der Hauptlose der Auktion. ...mehr

Ergebnisse: Zeitgenössische Kunst im Wiener Auktionshaus im Kinsky

Maiaufmarsch der Ameisenmenschen


Meister der österreichischen Gegenwartszene und Internationales waren auf der letzten Versteigerung zeitgenössischer Kunst im Wiener Auktionshaus im Kinsky meisten gefragt, die mit 1,8 Millionen Euro Umsatz zu Buche schlug. So setzte sich ein absoluter Klassiker mit an die Spitze der alles in allem erfreulich ausgefallenen Ergebnisliste: Roy Lichtensteins „Crying Girl“, eine Farboffsetlithografie von 1963 mittlerer Größe in allerdings unbekannter Auflage, erzielte bei einer Schätzung von 25.000 bis 50.000 Euro gute 38.000 Euro. Internationales Pop Art-Flair verbreitete auch Keith Harings „Andy Mouse #2“, eine in dreißig Farbserigrafien vervielfältigte Hommage des jüngeren Künstlers an seinen älteren Freund und Meister Andy Warhol aus dem Jahr 1986. Hier pochte der Hammer in der Mitte der Schätzung bei 32.000 Euro aufs Pult. Auch das Spitzenlos kam von einem ausländischen Künstler: Victor Vasarelys punktsymmetrische Geometriegebilde mit zwei Kreissegmenten, die sich vorzuwölben scheinen, erlöste 45.000 Euro. Das genau einen mal einen Meter große Bild aus dem Jahr 1972 war mit 35.000 bis 70.000 Euro veranschlagt. ...mehr

Gemälde Alte und Neuere Meister sowie Zeichnungen bei Koller in Zürich

Doch ein echter Gossaert!


Jan Gossaert, genannt Mabuse, Maria mit Kind, um 1530

Dieses Bild ist eines derjenigen, mit denen sich die Kunstgeschichte gerne schwer tut. Zu sehen ist die Muttergottes mit Kind. Mit heftigen Gebärden zappelt das zarte Geschöpf mit dem großen, lockengeschmückten Kopf zwischen den Armen der jungen Frau, die mit ihren runden, fast noch kindlichen Augen auf den Kleinen hinabschaut. Das Buch, aus dem noch das Lesezeichen hängt, ist eben zugeklappt. Im Hintergrund wird prächtiger Bau- und Skulpturenschmuck sichtbar, offenbar befindet man sich in einer vornehmen Kammer, vielleicht sogar einer Kirche. Früher galt die Tafel als ein Werk Jan Gossaerts, genannt Mabuse, und war in zwei Ausstellungen sowie zwischen 1960 und 2001 als Leihgabe der Sammlung Alfred Hausammann im Zürcher Kunsthaus zu sehen. Im Juli 2002 aber kam das Gemälde nur noch als „Werkstatt Gossaert“ bei Christie’s in London zur Auktion, erzielte 35.000 Pfund – und soll jetzt bei Koller 1,8 bis 2,2 Millionen Franken wert sein. ...mehr

Bücher, Buchkunst und Grafik der alten und neuen Zeit bei Venator & Hanstein in Köln

Anleitung zur Hundepfeife


Heinrich Aldegrever, Entwurf für zwei Löffel und eine Hundepfeife, 1539

Die vielbändige, zwischen 1642 und 1654 erstmals im Druck erschienene „Topographia Germaniae“ des berühmten deutsch-schweizerischen Kupferstechers und Verlegers Matthäus Merian d.Ä. ist ein bis heute äußerst beliebtes und begehrtes Werk. Mit seinen über 2.100 Ansichten von Städten im ganzen deutschsprachigem Raum – darunter viele, von denen heute keinerlei ältere Ansichten mehr bekannt sind – sowie in Frankreich und Italien ist es geradezu ein Referenzwerk von künstlerischer Grafik und Buchdruck des 17. Jahrhunderts. Bei Faksimileausgaben einzelner Bände des Werkes ist man heute schon mit 30 Euro, 50 Euro oder selten mehr als 100 Euro dabei. Eine alte Ausgabe dagegen ist nur etwas für Sammler, die auch über das nötige Geld für ihre Passion verfügen – wie jetzt das Kölner Auktionshaus Venator & Hanstein deutlich macht. Dort wird eine zwanzigbändige Ausgabe aus den Jahren zwischen 1655 und 1726 für stolze 100.000 Euro angeboten. Sie ist damit Favoritin der kommenden Buch- und Grafik-Versteigerung am 28. und 29. März. ...mehr

Koller wartet bei seinen alten Möbel und Einrichtungsgegenständen mit einem der schönste Angebote des Frühjahrs auf

Starke und kluge Männer


Tapisseriefragment, Pieter van Aelst I, Brüssel 16. Jahrhundert

Nach dem Silber, den Keramikwaren und dem Porzellan stehen in Kollers Auktionswoche die Skulpturen, Teppiche und die Möbel auf dem Programm. Vor allem mit letzterem Segment gehört der Züricher Versteigerer zu den besten Anbietern im deutschsprachigen Raum. Auch diesmal konnte Koller eine breite Offerte schöner und wertvoller Einrichtungsgegenstände von der Renaissance bis zum Historismus zusammentragen, wobei der Hauptakzent eindeutig auf dem 18. Jahrhundert liegt. Das einzige Textil in der Auktion ist das Brüsseler Tapisserie-Fragment „Les Exemples de la Renommée“, das die Manufaktur Pieter van Aelsts I. in den 1520er Jahren nach Vorlagen Barent van Orleys für Kaiser Karl V. webte. Wer sich gerne mit starken und klugen Männern wie Herkules, Alexander, Samson, Odysseus und Sokrates umgeben möchte, wird an dem Wirkteppich und seiner erstaunlich gut erhaltenen Leuchtkraft für 120.000 Franken seine helle Freude finden. ...mehr

Lempertz startet in Köln mit einer Auswahl preisgünstiger Gemälde des 16. bis 19. Jahrhunderts in sein Auktionsjahr

Auf in den Kampf


Christian Sell d.Ä., Feldherr auf dem Schlachtfeld zur Zeit des Dreißigjährigen Kriegs, 1854

Im Alter von zwanzig Jahren ging Christian Sell d.Ä. 1851 an die Düsseldorfer Kunstakademie, besuchte dort zunächst die Fachrichtung Genremalerei, ab dem zweiten Jahr die Schlachtenmalerei und war bald einer der besten Schüler Akademie. So beurteilte sein Lehrer Theodor Hildebrandt seine „Anlage“ als „bedeutend“. Als Militär- und Schlachtenmaler konnte Sell schon als Student große Erfolge vorweisen. So berichteten die Schülerlisten der Akademie von 1852/53 „verkauft alles nach England“ und von 1853/54 „sehr gesuchte Bilder“. Waren es zunächst historische Sujets aus 30jährigen Krieg, nahm Sell im Gefolge der preußischen Armee 1864 am Schleswig-Holsteinischen Krieg, 1866 am Preußisch-Österreichischen Krieg und 1870/71 am Deutsch-Französischen Krieg teil, wechselte damit zu zeitgenössischen Ereignisdarstellungen und verbürgte seine Bilder zur Augenzeugenschaft. ...mehr

Alte Kunst und Kunsthandwerk bei Neumeister in München

Die Dame möchte modelliert sein


Franz von Defregger, Wilderer in der Sennhütte, 1876

Gewisses Stehvermögen braucht es schon, sich unter so kernigen Männern zu behaupten. Die junge Frau scheint das aber in ihrer Sennhütte gut hinzukriegen. Selbstbewusst steht sie am Tisch den vier Wilderern gegenüber, die lachend, feixend und pfeiferauchend auf ihre Mahlzeit zu warten scheinen. Nur eine ältere Magd am Küchentisch schaut etwas streng herüber – kein Wunder: Hinter der vermeintlich so heiteren Szene steckt eigentlich bitterer Ernst, stand das Wildern in den königlichen Wäldern Südbayerns doch unter strenger Strafe und kostete so manchen Hobbyjäger sein Leben durch die Kugel eines königlichen Forstbeamtengewehrs. Davon lässt Franz von Defreggers Leinwandgemälde von 1876 freilich wenig spüren. Bei ihm dominiert die Aura, die diese stahlharten Kerle als Volkshelden, aber auch als Frauenhelden umgab. Beim Münchner Auktionshaus Neumeister nimmt das genrehafte Ölbild in der Versteigerung mit Alter Kunst und Kunsthandwerk die Spitzenposition ein, angeboten für 40.000 bis 50.000 Euro. ...mehr

Vor allem die Silber- und Kunstkammerobjekte ragen in der Kunsthandwerk-Auktion von Koller hervor

Die Armada des Bacchus legt in Zürich an


Esaias zur Linden, Trinkschiff auf Rädern, Nürnberg 1609/29

Die Frühjahrsauktionswoche bei Koller in Zürich beginnt mit Silber, Objets de Vertu und Porzellanen, wobei in der Offerte für den maritim veranlagten Trinker eine ganze Flottille an Schiffspokalen von besonderem Interesse sein dürfte. Die Renaissanceobjekte, die aus der Hand Augsburger und Nürnberger Silberschmiede stammen und zum Teil sogar als Amphibienfahrzeug gestaltet sind, versprechen einen Trinkgenuss der ungewöhnlichen Art. Gefertigt haben diese im 16. und 17. Jahrhundert bei Adel und Bürger so beliebten Stücke für gesellige und lustige Trinkspiele Esaias zur Linden, Tobias Wolff und Heinrich Winterstein. Sie sollen nun jeweils zwischen 95.000 und 120.000 Franken einbringen. Die Räder der Amphibienausgabe kosten nicht einmal einen Aufschlag. Profane Trinker geben sich vielleicht mit dem Vermeil-Humpen des Züricher Meisters Hans Heinrich Müller von 1635 zufrieden. Im Gegensatz zu den meisten Humpen aus der Zeit ist dieser allerdings aus klarem, konisch geblasenem Glas, und nur Fuß, Handhabe und Scharnierdeckel sind aus vergoldetem Silber. Ungewöhnlich ist auch, dass sich das originale hölzerne Aufbewahrungsetui erhalten hat. Der Humpen ist ab einem Gebot von 50.000 Franken zu haben. ...mehr

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Nach heftiger Kritik: Documenta sagt Performance ab

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Kunst der Kolonialzeit in Bremen

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