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Am 07.12.2017 Auktionswoche A183: Schmuck, Uhren, Art Déco & Art Nouveau, Design, Schweizer Kunst, Impressionismus & Klassische Moderne, Grafik & Multiples, PostWar & Contemporary, Photographie

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Auktionen

Moderne Kunst bei Lempertz in Köln mit Highlights aus dem deutschen und Schweizer Expressionismus

Kaffee und Kuchen im Garten!


August Macke, Kaffeetafel im Garten, 1912

Die höheren Temperaturen des Sommers verleiten so manche Familie, im Garten Kaffee zu trinken. Während die Kinder auf dem weichen Gras spielen, unterhalten sich die Erwachsenen am Tisch, lassen sich den Kuchen schmecken, Beobachten das Treiben ihrer Sprösslinge und genießen die bunt blühenden Blumen. Auch August Mackes Familie samt Schäferhund Wolf pflegte diesen entspannten Zeitvertreib. Das Sujet wiederholte der Maler mehrfach. Bei Lempertz in Köln liegt nun das Familienidyll „Kaffeetafel im Garten“ von 1912 bereit. Die große grüne Grasfläche leuchtet und vibriert im Kontrast zum komplementären Rot der Gartenstühle und der Blumen. Hohe Bäume schließen den Hintergrund ab und lassen die vier Frauen, deren Gesichter nicht ausgeführt sind, in einer intimen Familienszene erscheinen. Dies betonen noch der liegende Schäferhund und Mackes Sohn Walter. Laut Auskunft des Auktionshauses war das Gemälde bislang noch nicht öffentlich zu sehen und geht nun mit 400.000 bis 500.000 Euro ins Rennen. ...mehr

Die Offerte bei Hassfurther in Wien überzeugt mit 25 Arbeiten des Österreichers Rudolf Wacker

Verzerrtes Selbstbildnis


Rudolf Wacker, Der Maler (Selbstbildnis mit Palette), 1924

Ganz in Blau hat sich der österreichische Maler Rudolf Wacker in seinem Selbstbildnis aus dem Jahr 1924 gekleidet. Er blickt den Betrachter misstrauisch durch seine geröteten Augen an und verzieht die langen dunkeln Brauen in seinem fahl-grünen Gesicht. Auffällig ist die große spitze Nase, die über die dünnen Lippen aus dem Gesicht ragt. Die Haare bedecken eine rote Mütze, sodass nur wenige wirre Strähnen hervorschauen. In der rechten Hand hält Wacker seine Palette mit zahlreichen geometrischen Farbklecksen, während seine Linke hinter der vor ihm platzierten Leinwand mit einem Frauenportrait verschwindet. Die kantige, überzeichnete Formensprache zusammen mit den leuchtenden Farbkontrasten ergibt den aufgeregten Gesamteindruck der Malerei. So lässt sich die Arbeit in Wackers expressionistische Phase einordnen, die er durchlief, nachdem es ihn 1920 nach Berlin zog. Das farbintensive Ölgemälde liegt nun bei Wolfdietrich Hassfurther in Wien für stolze 150.000 bis 300.000 Euro bereit und reiht sich damit in teuersten Arbeiten Wackers ein. Mit insgesamt 25 Arbeiten stellt der österreichische Künstler eine erstaunlich große Anzahl an Werken für die Auktion. ...mehr

„Also, das hätte ich auch hingekriegt“ ist ein gern benutzter Satz von Betrachtern moderner Kunst. Dass es eben doch nicht so einfach ist, beweisen viele qualitative Lose in der Auktion „Moderner Kunst“ bei Bassenge

Kommt ein Künstler ins Café…


Manuel Ortiz de Zárate, Picasso im Café de la Rotonde, 1916

Kennen Sie Manuel Ortiz de Zárate? Er ist einer der vielen Künstler, die im Orkus der Geschichte verschwunden sind. Dabei war der 1887 in Como geborene Maler spanisch-chilenischer Abstammung einmal ganz eng am großen Kunstgeschehen in Paris beteiligt, war mit Jean Cocteau, Amedeo Modigliani, Fernand Léger oder Henri Matisse befreundet und stellte mit ihnen aus. In den 1910er Jahren war er gar Assistent von Pablo Picasso. Nun tritt Manuel Ortiz de Zárate wieder einmal ins Licht der Geschichte und zwar im Berliner Auktionshaus Bassenge. Das Titelbild zum Katalog „Moderne Kunst“ ziert das in gedeckten Farben gehaltene, kubistische Porträt Picassos. Es führt den Betrachter ins Zentrum der Pariser Kunstszene während des Ersten Weltkriegs, ins Café de la Rotonde am Boulevard du Montparnasse, auf dessen Terrasse sich um 1916 regelmäßig die Crème de la Crème der zeitgenössischen Künstler, Literaten und Denker versammelte. Bewaffnet mit Spazierstock, Zeitung, Glas und Karaffe sinniert ein theatralisch dreinblickender Picasso zwischen von Punkten und Linien übersäten Farbflächen über die Stadt; für 24.000 Euro tut er dies künftig auch von Ihrem Wohnzimmer aus. ...mehr

Venator & Hanstein in Köln verzeichnen gute Ergebnisse für die Sammlung Rasner und Kunst des 20. Jahrhundert. Doch bei den Büchern und der Druckgrafik vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert gaben sich die Kunden wählerisch

Wols als Stars der Auktion


Jean Paulhan, Le Berger d’Ecosse. Les Passagers. La Pierre Philosophale, 1948

Die Sammlung Rasner läutete bei Venator & Hanstein in Köln die dreitätigen Frühjahrsauktionen ein. Die knapp tausend gelisteten Objekte hielten einige Überraschungen bereit. Eine dieser unerwarteten Erfolge verzeichnete ein unscheinbares braunes Buch des französischen Schriftstellers und Publizisten Jean Paulhan. Der dünne Band „Le Berger d’Ecosse. Les Passagers. La Pierre Philosophale“ wurde am 20. September 1948 veröffentlicht und enthält insgesamt fünf signierte Kaltnadelradierungen sowie eine Suite der Radierungen von Alfred Otto Wolfgang Schulze, genannt Wols. Einspielen sollte das feine Werk lediglich 7.000 Euro, wohl keiner erwartete, dass es sich zum Spitzenobjekt der Auktion mausern würde. Die entschlossenen Bieter steigerten es bis auf 44.000 Euro. Ähnlich überraschend war der Zuwachs von Jean-Paul Sartres „Nourritures suivi d’extraits de la Nausée“ mit ebenfalls drei kolorierten Kaltnadelradierungen von Wols. Das genau ein Jahr nach Paulhans Werk erschienene Buch kletterte von 4.000 Euro bis auf 29.000 Euro. Gleiches gilt für Camille Bryens „Baleine Ville“ von 1945. Das mit einer lose beiliegenden Kaltnadelradierung von Wols ausgestattete Werk schaffte es von 4.000 Euro auf 20.000 Euro. ...mehr

Bassenge breitet in Berlin wieder attraktive Exemplare der Druckgrafik vom 15. bis zum 19. Jahrhundert aus

Die Fratzen Goyas


Francisco de Goya, Los Caprichos, 1799

Nachdem Francisco de Goya erste Erfahrungen mit grafischen Blättern und einer kleinen Grafikfolge nach Gemälden von Diego Velázquez gesammelt hatte, war er bereit für sein wohl riskantestes Projekt. Ende der 1790er Jahre begann er auf eigene Rechnung mit den Arbeiten an „Los Caprichos“, einer Serie aus 80 scharfsinnigen und satirisch-grotesken Darstellungen, die die gesellschaftlichen Missstände seiner Zeit kommentierten. Die Inspiration sowohl für den Titel als auch für den nicht-linearen Aufbau der Folge lieferten Vorbilder wie Giovanni Battista Tiepolos „Vari Capricci“ und Laurence Sternes „Tristram Shandy“. Goya selbst war so überzeugt von seinem anspruchsvollen Projekt, dass er ohne einen Verlag zu finden, eine Auflage von knapp 300 Exemplaren produzieren ließ. Der brisante Inhalt und die radikale moderne Kunstauffassung waren seiner Zeit leider zu weit voraus, sodass es Goya in den folgenden vier Jahren gelang, lediglich 27 Exemplare der Folge an den Mann zu bringen. Enttäuscht von dem Misserfolg übergab er die Restauflage samt Druckplatten 1803 an die Calcografia Nacional. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde man sich des bahnbrechenden Charakters der Arbeit bewusst, die heute als eine der einflussreichsten Druckgrafiken überhaupt gehandelt wird. Bei Bassenge in Berlin liegt nun ein seltenes Exemplar der ersten Auflage für 120.000 Euro bereit. ...mehr

Bassenge versteigert in Berlin Gemälde und Zeichnungen der alten Kunst und tritt mit beeindruckenden Küstenlandschaften an

Antike Ruinen bei Neapel


Antonio Joli, Golf von Baia bei Neapel mit dem Venustempel und der Festung des Don Pedro de Toledo, um 1760

Der Golf von Baia erhielt seinen Namen von dem antiken Seehafen Baia, vermutlich benannt nach Baius, dem Steuermann von Odysseus’ Schiff in Homers Epos. Bekannt war der antike Ort für seine prachtvollen Villen und den genussvollen Lebensstil seiner Bewohner. Bereits zur Zeit der Renaissance war er jedoch zerstört und lag weitestgehend unter vulkanischer Asche begraben. Der italienische Maler Antonio Joli erweckt für den Betrachter zwei der Ruinen wieder zum Leben. Auf der rechten Bildseite erscheint das achteckige Gebäude des Venustempels, der unter der Herrschaft Kaiser Hadrians errichtet wurde. Allerdings ist die ursprüngliche Steinverblendung verloren, die die roten Ziegel verdeckte. Weiter im Hintergrund lässt sich auf einer Landzunge das Kastell von Baia entdecken. Die große Festung diente über Jahrhunderte als wichtige Verteidigungsanlage für die von See ausgeführten Angriffe auf Neapel. Joli taucht die Vedute in ein warmes Licht und ergänzt das Ufer im Vordergrund mit Staffagefiguren, die mit ihren kleinen Booten beschäftigt sind. Um 1760 entstand die beeindruckende Küstenszene, die bei Bassenge nun 120.000 Euro fordert und damit zum Spitzenobjekt der Auktion „Gemälde Alter und Neuerer Meiser“ avanciert. ...mehr

Das Dorotheum in Wien schließt seine Auktion zu Gemälden Alter Meister mit gemischten Ergebnissen ab

Begehrtes Paar


Dreiviertelporträt eines Herrn mit weißer Halskrause und Hut – Dreiviertelporträt einer Dame im schwarzen Kleid mit Fächer, Antwerpen, um 1620

Zusammen geben sie ein elegantes nobles Paar. Der Mann in einen schwarzen Umhang gehüllt, in der Rechten einen Degen und in der Linken einen Hut haltend. Die Frau trägt ebenfalls ein schlichtes schwarzes Kleid mit einer auffälligen Kette, die sie spielerisch um die Finger ihrer linken Hand wickelt. Mit der Rechten umfasst sie einen Fächer. Bei beiden strahlt der weiße, auslandende Mühlensteinkragen – die einzige um 1600 erlaubte Zier an der Kleidung – hervor und rahmt das Gesicht. Gerade bei der Dame besteht die ansehnlich große Halskrause aus feinster Spitze. Diese beiden Einzelportraits standen beim Wiener Dorotheum für 30.000 bis 50.000 Euro zum Verkauf. Überraschend war das Interesse an dem Duo, sodass sich die Pendants eines Antwerpener Meisters aus dem frühen 17. Jahrhundert bis auf hohe 380.000 Euro steigern konnten. Die Qualität der Malerei rückt die Bildnisse aber auch in das Umfeld Peter Paul Rubens’. ...mehr

Reiche Auswahl bei den Alten und Neueren Meister sowie beim Kunstgewerbe im Kölner Auktionshaus Van Ham

Goethes Aquarell mit Humboldts Unterschrift


Johann Wolfgang von Goethe, Tiberlandschaft, 1787

Das zarte Aquarell einer Tiberlandschaft mit dem sanften Auf und Ab der Hügel evoziert eine friedliche Stimmung. Die schöne und schlichte Arbeit hat niemand Geringeres als Johann Wolfgang von Goethe zur Papier gebracht, gemeinsam mit neun weiteren Landschaften während seiner Italienreise von 1787. Wem dieser Name nicht genügt, erhält zugleich eine Bestätigung der Echtheit des Aquarells durch Alexander von Humboldt persönlich. 1851 testierte er: „von Goethe’s eigener Hand – Al v Humboldt“. Das legt die Vermutung nahe, dass Goethe das Blatt dem großen Berliner Gelehrten oder einer Person aus dessen Umfeld zum Geschenk machte. Nun betritt diese Rarität den Kunstmarkt und will bei Van Ham in Köln 40.000 bis 60.000 Euro sehen. ...mehr

Was haben der reuige Petrus, ein trauernder Amor und eine van Eyck-Maria gemeinsam? Sie alle und noch viele mehr haben ihren Auftritt in der Lempertz-Auktion Alte Meister und Kunst des 19. Jahrhunderts

Pralle Früchte und eine gestörte Kontemplation


Jan van Eyck Nachfolge, Madonna mit Kind, wohl um 1510

Wenn am 20. Mai am Kölner Neumarkt der Hammer fällt, geben sich wieder einmal Kunstwerke Alter Meister und des 19. Jahrhunderts bei Lempertz die Klinke in die Hand. Dabei ist eines der Highlights lediglich eine Kopie. Jan van Eycks „Van der Paele Altar“ aus der Mitte der 1430er Jahre zählt noch heute zu den Ikonen des flämischen Spätmittelalters und gehörte zur Zeit seiner Entstehung zu den bekanntesten Werken der Malerei. Die nun angebotene, etwas kleinere Tafel entstand wohl nur 70 Jahre nach dem Original und orientiert sich im Motiv der Madonna, der Farbigkeit und den meisten Gestaltungsbereichen nahezu sklavisch an seiner Vorlage; lediglich das wächsern glänzende, aufgedunsene Gesicht der thronenden Maria entlarvt den Nachfolger van Eycks. Das bereits in London ausgestellte Werk wird auf 150.000 bis 170.000 Euro geschätzt und könnte einen Bietersturm auslösen. ...mehr

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