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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Auktionen

Die Kunden von Christie’s wählten bei der Auktion „Old Master & British Paintings“ in London kräftig aus

Krank im Park


Francesco Guardi, Venedig. Der Bacino di San Marco mit der Piazetta und dem Dogenpalast

Eine Konzentration auf das Wesentliche kennzeichnete das Verhalten der Bieter auf der vergangenen Versteigerung Alter Meister bei Christie’s in London. Das ging naturgemäß zulasten der kleineren, weniger hochgehandelten Stücke und damit der Gesamtzuschlagsquote: Rund die Hälfte der 68 Offerten konnte das Auktionshaus auf der Abendveranstaltung des 8. Juli weitervermitteln – ein eher enttäuschender Wert. Dass trotzdem stattliche 44,3 Millionen Pfund und damit 82 Prozent der Schätzpreissumme dabei herauskamen, ist vor allem einem halben Dutzend Millionenwerte zu verdanken. Spitzenstück war Francesco Guardis prachtvolle Panoramaansicht von Venedigs schönster Seite, dem Bacino di San Marco mit Piazzetta, Bibliothek, Dogenpalast und Campanile hinter regem Treiben auf dem Wasser. Seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert befand sich das Gemälde in englischem Adelsbesitz, zuletzt dem der Rothschilds. Auf 8 bis 10 Millionen Pfund angesetzt, markierte die gut einen Meter breite Leinwand schließlich bei 8,75 Millionen Pfund den zweithöchsten Guardi-Preis auf einer Auktion. ...mehr

Die Schweizer Kunst notiert bei Koller stark mit Gemälden von Anker, Hodler, Porges, Scherer und Vallotton

Nackte Jugend


Ferdinand Hodler, Der Frühling. Fassung IV, um 1912

Ferdinand Hodler gehört zu den unbestrittenen Größen der Schweizer Kunst. Wer sich mit der Malerei der Eidgenossen beschäftigt, kommt an ihm nicht vorbei, und seine Gemälde erzielen Millionenpreise. Das machte auch die letzte Auktion vor der Sommerpause bei Koller in Zürich deutlich. Als Favorit war dort Hodlers symbolistische Komposition „Der Frühling“ um 1912 angetreten. Mit diesem Thema, das er als nackten Jüngling auf einer blühenden Bergwiese mit kleinem Mädchen umsetzte, beschäftigte sich Hodler seit 1901 immer wieder. Vier Versionen dieser beiden exzentrisch wirkenden, etwas manieriert sitzenden Gestalten sind bekannt. Schon seinen Zeitgenossen, die in der Darstellung das erwachende sexuelle Bewusstsein zweier Heranwachsender sahen, galt dieses Bild als eine Ikone der Schweizer Kunst, was sich nun bei Koller mit einem Zuschlag von anvisierten 4,1 Millionen Franken bestätigte. Mit Aufgeld zahlte ein nicht genannter Kunde dann sogar gut 4,7 Millionen Franken. ...mehr

Resultate: Moderne Kunst bei Lempertz in Köln

Familientreffen


Gleich zwei seiner Töchter hat der Grafiker und Bildhauer Gerhard Marcks in seiner lebensgroßen Bronzeskulptur „Schwimmerin II“ verewigt. Den weitaus größeren Anteil hat die 1916 geborene Brigitte, die der Künstler 1938 in dem Augenblick darstellt, da sich die junge Frau gerade auf ihren bevorstehenden Sprung in kühle Nass konzentriert, das eine Bein wie in einer Lockerungsübung noch kurz über das andere schlägt und sich gleichzeitig die Badekappe überzieht. 14 Jahre später nahm Marcks die Skulptur noch einmal vor und änderte sie geringfügig an der Frisur. Hierfür bediente er sich seiner 1921 geborenen zweiten Tochter Ute als Modell. Stilgeschichtlich ist das Werk ein interessantes Beispiel für das Bestreben, Gestaltungsprinzipien der klassischen Antike in zeitgenössische Formen zu übersetzen. Jedenfalls waren auch die Kunden des Kölner Auktionshauses Lempertz hellauf begeistert von der Skulptur, die auf der vergangenen Versteigerung moderner Kunst mit einer Schätzung 140.000 bis 160.000 Euro zum Aufruf gelangte. Der heftige Bietkampf zweier Sammler schraubte den Wert schließlich auf 320.000 Euro und damit auf Platz 2 im Auktionsranking für Marcks hinauf. ...mehr

Eine erfreuliche Verkaufsquote und teils hohe Steigerungen kennzeichneten das druckgrafische Angebot von Bassenge in Berlin

Romantische Wehmut


Karl Friedrich Schinkel, Gotische Kirche hinter Bäumen, 1810

Einen Leckerbissen hatte sich Bassenge bis zum Ende der Auktion mit druckgrafischen Erzeugnissen des 15. bis 19. Jahrhunderts aufgehoben. Dann stand Karl Friedrich Schinkels Federlithografie „Gotische Kirche im Eichenhain“ auf dem Programm. Auf dem Blatt hatte Schinkel selbst die Atmosphäre umschrieben: „Versuch die liebliche sehnsuchtsvolle Wehmuth auszudrücken welche das Herz beim Klange des Gottesdienstes aus der Kirche herschallend erfüllt“. Er experimentierte dabei mit mehreren Druckvarianten und unterschiedlichen Papier. Die vorliegende Version auf braun gefärbtem Hanfpapier steigerte die Ausdruckkraft und den Stimmungsgehalt der Arbeit nochmals. Stets als ein Hauptwerk von Schinkels Schaffen als Maler und Zeichner gewürdigt, verfehlte die Lithografie von 1810 nicht ihre Wirkung auf die Kunden des Berliner Versteigerers. Dass dann nur 15.000 Euro auf dem Etikett standen – selbst Bassenge hatte etwa 2002 eine schlichtere Version schon für 63.000 Euro verkauft –, ließ die Kauflust zusätzlich in die Höhe schnellen. Nach langem Bietgefecht siegte ein amerikanischer Sammler erst bei stolzen 125.000 Euro: Weltrekord für diese Inkunabel der deutschen Romantik und der höchste Zuschlag, den je eine Druckgrafik Schinkels erreicht hat. ...mehr

Resultate: Moderne und zeitgenössische Kunst bei Hauswedell & Nolte

Die eiserne Draht-Plastik


Die vergangene Versteigerung von „Kunst nach ’45“ bei Hauswedell & Nolte dümpelte lange Zeit so vor sich hin, bis erst gegen Ende die lang ersehnte Sensation die Beteiligten kurzzeitig aufschreckte. Günther Ueckers 1968 datiertes Nagelbild „Für U. Kahmen“ gelangte als Position 1112 zum Aufruf für verlockende günstige 8.000 Euro. Da das Objekt erst kurz vor Katalogschluss eingeliefert wurde und die Experten sich nicht sicher waren, ob es sich dabei um ein Multiple Ueckers handelt, hatten sie die Taxe so niedrig angesetzt. Das reicht heute nicht mehr für den international renommierten und zusammen mit seinen Kollegen Heinz Mack, Otto Piene & Co. derzeit überall obenauf schwimmenden ZERO-Künstler. Trotz der bescheidenen Maße von rund 30 mal 35 Zentimeter entfachte die regelmäßige, nur in der Mittelsenkrechten etwas durcheinander geratene Nagelreihung eine regelrechte Bieterschlacht. Erst bei 295.000 Euro behielt der Sieger schließlich die Oberhand. ...mehr

Die Dukes of Northumberland, Barbara Piasecka Johnson, Evence Coppée oder die Earls of Warwick hießen die illustren Sammlernamen, die den Alten Meister bei Sotheby’s in London zu manchem Höhepunkt verhalfen

Tiger ziehen nach Asien


Hendrick Avercamp, Winterlandschaft mit unzähligen Figuren auf einem zugefrorenen Fluss

Eine runde Sache war die Versteigerung Alter Kunst am 9. Juli bei Sotheby’s in London. 81 Prozent Zuschlagsquote nach Anzahl der Lose, sogar 89 Prozent nach Wert, ein gutes Dutzend Millionenpreise und ein Gesamtumsatz von 68,34 Millionen Pfund waren die Ergebnisse der Abendveranstaltung mit 63 erlesenen Meisterwerken. Vor allem: Die meisten Toplose konnten weitervermittelt werden, oft weit über ihren Schätzpreisen, nur für drei von ihnen fanden sich keine Abnehmer. Zu verdanken war dieser Erfolg wohl auch den vornehmen Vorbesitzern, die ihre Schätze nun anderen Sammlern und Kunstliebhabern darreichten, und gelegentlich ihrer Großzügigkeit. Letzteres betraf vor allem Hendrick Avercamps prachtvolle Winterlandschaft mit zahllosen Schlittschuhläufern auf einem zugefrorenen Fluss nahe einem Dorf. Die um 1610 bemalte Holztafel wurde aus einer englischen Privatsammlung zugunsten dreier Wohltätigkeitsorganisationen versteigert, die sich der Gesundheitsförderung verschreiben. So viel Hochherzigkeit wurde honoriert: Statt 1 bis 1,5 Millionen Pfund erzielte das Winterpanorama stolze 4,4 Millionen Pfund. ...mehr

Die Zeitgenossen hatten ihren starken Auftritt in der letzten Auktion mit Kunst des 20. Jahrhunderts bei Van Ham in Köln

Die Abstrakten


Höchstpreis auf Höchstpreis heimste die ungegenständliche Kunst auf der vergangenen Versteigerung zeitgenössischer Werke bei Van Ham ein, so übergewichtig waren die Nonfiguralen selten im Kölner Auktionshaus. Da trat als einer der Ältesten Ernst Wilhelm Nay mit seinen ungebändigten, von schwarzen Linien durchfurchten Farbformen der „Komposition A“ aus dem Jahr 1953 auf, die bei taxgerechten 160.000 Euro einen neuen Inhaber fand. Sensationelle 300.000 Euro bei einer Schätzung von nur 50.000 bis 70.000 Euro bewilligte ein rheinischer Kunde für ein unbetiteltes Hochformat Sigmar Polkes aus dem Jahr 1993, das in verschiedenen Blautönen das Chaos informell verlaufender Farbflächen in die Ordnung einer Rasterpunktestruktur zwingen will. Unter den Skulpturen ragte eine unikate, grün-schwarz patinierte Bronze Tony Craggs von 2010 mit ihren mehr als zwei Metern Höhe nicht nur im Wortsinn weit heraus, denn auch preislich gehörte die spiralenartig nach oben geschraubte Stele, aus der sich gelegentlich das Profil eines menschlichen Kopfes herausschält, mit 330.000 Euro zu den Spitzenwerken. Ein deutscher Sammler setzte sich bei einer Schätzung von 200.000 bis 300.000 Euro gegen die Konkurrenz durch. ...mehr

Gute Ergebnisse für die europäische Malerei des 19. Jahrhunderts im Londoner Auktionshaus Sotheby’s

Kleine Preise hoch hinaus


Joaquín Sorolla y Bastida, Camino de la pesca. Valencia, 1908

Mit ansehnlichen Genreszenen, stimmungsvollen Landschaften, maritimen Bildinhalten, einigen Stillleben und manchem symbolistischen Leckerbissen war die Auktion „19th Century European Paintings“ bei Sotheby’s in London gut bestückt. In diesem nicht unbedingt leichtgängigen Marktsegment darf sich der Auktionsgigant über eine losbezogene Zuschlagsquote von 65 Prozent freuen. 54 der 83 angebotenen Losnummern fanden einen Käufer, teilweise sogar mit überraschend positiven Ergebnissen im oberen wie auch im niedrigeren Preissegment. Am Gesamtumsatz von 4,4 Millionen Pfund, was 75 Prozent der Schätzpreissumme entspricht, hatte der Hoffnungsträger der Veranstaltung, eine Fischerszene von Joaquín Sorolla y Bastida, einen nicht unerheblichen Anteil. Die Gleichzeitigkeit von Ruhe und Bewegung, von Verschwommenheit und Kontur des Gemäldes aus dem Jahr 1908 konnte die Käufer überzeugen. Sie spendierten für das durch lebhaft aufgetragene Pinselstriche bewegte Meer, das die zwei Fischer und ihr Boot hinaus auf die See trägt, gute 1,2 Millionen Pfund und damit den im Vorfeld erhofften Preis. ...mehr

Millionen mit Chagall: Auf Kornfelds Versteigerung erzielen Werke des Wahlfranzosen die höchsten Werte

Träumende Liebespaare


47 Millionen Franken erzielte das Berner Auktionshaus Kornfeld Mitte Juni auf der seiner jährlichen Auktion, mit der zugleich das 150jährige Bestehen des Hauses gefeiert wurde. Mit rund 25,5 Millionen Franken den höchsten Anteil an dieser Summe hatte eine Suite von 46 Werken aus dem Nachlass Marc Chagalls, des weißrussischstämmigen Wahlfranzosen, der 1985 im Alter von 97 Jahren gestorben ist. Eberhard W. Kornfeld, inzwischen selbst über 90 Jahre alt, pflegte seit den 1950er Jahren enge Kontakte zu dem berühmten Künstler, was ihm auch über dessen Tod hinaus das Vertrauen der Erben sicherte. Auch die Kunden des Auktionshauses wissen die Expertise des seit über sechzig Jahren erfolgreich im Geschäft sich bewegenden Fachmanns offenbar zu schätzen: Nur sechs der angebotenen Werke fanden keinen Abnehmer, und in einem Gutteil der Zuschläge kletterten die Gebote weit über die angegebenen Schätzpreise hinaus. ...mehr

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