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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Auktionen

Die 231. Auktion bei Jürgen Fischer aus Heilbronn widmete sich einem der Grundpfeiler des Hauses: Glas. Es konnten einige Glanzlichter mit hohen Steigerungen verzeichnet werden, insgesamt gab es in Zwiesel aber eher eine durchschnittlich erfolgreiche Auktion

Jagd auf die Treibjagd


Franz Anton Pelikan, Pokal mit Treibjagd, 1835/45

Seit 25 Jahren wechselt das Heilbronner Auktionshaus Fischer im Sommer seinen Standort und geht in die Glasstadt Zwiesel. Ende Juni standen hier wieder Objekte vom alten Formglas über Glas des Jugendstil und Art Déco bis hin zu Exponaten moderner Künstler auf dem Auktionsprogramm, das zahlreiche Besucher anzog. Dennoch kann bei guten 41 Prozent eher von einer durchschnittlichen losbezogenen Zuschlagquote die Rede sein, wobei einzelne Stücke teils hohe Steigerungen einbrachten. Knapp 700 Artikel umfasste das Angebot und rund 280 fanden am Auktionstag neue Besitzer. ...mehr

Resultate: Zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in London

Very Anglo-Saxon


Angelsächsische Künstler hatten den stärksten Auftritt auf der jüngsten Abendversteigerung zeitgenössischer Kunst bei Sotheby’s in London, und mit großem Abstand schritt ihnen der Ire Francis Bacon voran. 23,75 Millionen Pfund erzielten seine „Three Studies for Portrait of George Dyer (on Light Ground)“ von 1964. Angesetzt waren die schon 1970 in den Besitz des Einlieferers gelangten drei kleinen Leinwände auf 15 bis 20 Millionen Pfund. Eine weitere, mit knapp zwei Metern Höhe großformatige „Study for Portrait of P. L., No. 1“ mit Aktfigur aus dem Jahr 1957 brachte es auf taxkonforme 3,9 Millionen Pfund. Hinter den Initialen verbirgt sich ein anderer Lebensmensch des Künstlers, Peter Lacy, der entkleidet und zusammengeringelt auf einer Couch liegt und offenbar schläft. Und auch mit den 1,8 Millionen Pfund für Bacons ordentlich mit dunklem Anzug gekleideten „Seated Man“ aus dieser Zeit hatten die Experten von Sotheby’s gerechnet. ...mehr

Alte und Neuere Meister bei Lempertz in Köln: Niedrige Zuschlagsquoten und hohe Preise

Früher Rembrandt?


Rembrandt Umkreis, Lasset die Kinder zu mir kommen, Mitte 17. Jahrhundert

Zunächst konnte man sie kaum zählen, aber als die Gebote sechsstellig wurden, reduzierte sich die Zahl der Interessenten rasch, bei einer halben Million waren es nur noch drei, und als die Million in Sicht war, verabschiedete sich der drittletzte Bieter: So blieben am Ende noch ein Amerikaner und ein Engländer übrig, die sich hartnäckig um eine gut einen Meter hohe Leinwand stritten, auf der das schöne Bibelwort „Lasset die Kinder zu mir kommen“ verbildlicht ist. Warum dieses Verlangen nach einem Gemälde, das lediglich als „Niederländische Schule“ des 17. Jahrhunderts deklariert worden war? Weil es sich – wie das Kölner Auktionshaus Lempertz schon vor seiner vergangenen Versteigerung Alter Meister gemutmaßt hatte – möglicherweise um ein Frühwerk keines Geringeren als des berühmten Rembrandt handelt. Dem pflichtete offenbar eine Reihe von Experten und Sammlern bei, wie sich dann zeigte, als schließlich bei 1,25 Millionen Euro zugunsten des Engländers der Hammer aufs Pult schlug. Vorsichtige 15.000 bis 18.000 Euro hatte Lempertz aufs Etikett des qualitätvollen Bildes geschrieben. ...mehr

Großer Auftritt der italienischen Avantgarde bei der zeitgenössischen Kunst im Wiener Dorotheum

Die Löcher-Maler


Kein Halten gab es auf der großen Abendversteigerung zeitgenössischer Kunst im Frühjahr beim Wiener Dorotheum, als es um italienische Avantgardisten der Nachkriegszeit ging. Bekanntlich pflegte eine Reihe von Künstlern damals eine sehr minimalistische Bildsprache, verbunden mit dem Bedürfnis, die Malerei in den Raum auszudehnen und dafür Schlitze oder Löcher in die Leinwand zu schneiden. Das kam gut an, gleich das erste Los schlug ein wie eine Bombe: Paolo Scheggis „Zone Riflesse“ von 1965 mit drei übereinander gelegten Leinwänden in blütenreinem Weiß konnte seine obere Schätzung sage und schreibe vervierfachen und landete bei 480.000 Euro – Weltrekord für den 1971 kaum dreißigjährig in Rom verstorbenen Künstler. Für ebenfalls sensationelle 220.000 Euro ging später noch seine schwarze „Intersuperficie curva“, ein über Eck gestelltes Quadrat von 1966 mit vier kreisrunden Öffnungen, über den Tresen. Geschätzt war es auf die bislang marktüblichen 50.000 bis 70.000 Euro. ...mehr

Mit Millionenpreisen und hohen Zuschlagsquoten lief die moderne und zeitgenössische Kunst bei Ketterer in München hervorragend

Kosmisches Mond-Gewebe


Wassily Kandinsky, Gewebe, 1923

Ein regelrechtes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich die Modernen und die Zeitgenossen auf der letzten großen Versteigerungsserie im ersten Halbjahr bei Ketterer in München. Nichts machte das deutlicher als der geringe Abstand der beiden Höchstpreise, die an den beiden Auktionstagen erzielt wurden. Da war zum einen Wassily Kandinskys „Gewebe“ von 1923 mit einer dichten Ansammlung sich überlagernder Farbflächen, Linien, Kreissegmente und dergleichen. Das schon im Entstehungsjahr auf der großen Bauhausausstellung in Weimar öffentlich gezeigte Blatt wurde völlig überraschend von 200.000 bis 300.000 auf 1,1 Millionen Pfund gehoben. Käufer des Tuschfederaquarells war ein süddeutscher Sammler, der sich beharrlich gegen die Konkurrenz aus Großbritannien, Belgien, Russland und Brasilien durchsetzte. Doch gerade einmal 50.000 Euro weniger erzielte – nicht minder sensationell, da nur auf 200.000 bis 250.000 Euro angesetzt – das Hauptlos der Zeitgenossen-Abteilung, Günther Ueckers „Hommage à Fontana I“ von 1962 mit einem kreisförmig angeordneten Haufen unterschiedlich großer Nägel auf schrundiger weißer Acrylfläche. Nach tagesaktuellem Wechselkurs bedeutete das sogar auf dem internationalen Markt einen neuen Auktionsrekord für den ZERO-Künstler. Dieses frühe mondartige Nagelbild bleibt ebenfalls in Süddeutschland. ...mehr

Klassische Moderne im Wiener Dorotheum: Vor allem die Österreicher waren gefragt

Frühstück mit Frauenakt


Keinen glücklichen Start hatte das Wiener Auktionshaus Dorotheum auf der vergangenen Versteigerung klassischer Moderne: Von Losnummer 1101 bis 1105 mit teils recht untypischen Werken von Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Ferdinand Hodler, dem Armenier Martiros Saryan und Paul Klee für bis zu 220.000 Euro – überall Fehlanzeige. Erst für Otto Dix’ liebevoll geschilderte Enkelin „Bettina mit Kapuzinerkresse“ interessierte sich ein Kunde und nahm die spätexpressionistische Pastellkreidezeichnung von 1952 für 70.000 Euro mit. Veranschlagt waren dafür mindestens 5.000 Euro mehr. Nachdem zwei Tage zuvor die Zeitgenossen mit eifriger Unterstützung insbesondere italienischer Künstler sich so bravourös geschlagen hatten, reichte es am 22. Mai nur zu Achtungserfolgen. Das zeigt sich schon im Vergleich der Zuschlagshöhen: Konnten die Gegenwartskünstler beinahe die Millionengrenze überschreiten, so kamen ihre ein bis zwei Generationen älteren Vorläufer über magere 170.000 Euro nicht hinaus. Und auch die lagen noch 10.000 Euro unterhalb der Schätzung, die Oskar Kokoschkas 1933 in expressionistischem Pinselduktus festgehaltene „Spitzenklöpplerin“ eigentlich hätte einfahren sollen. ...mehr

Rekorde in London: Zeitgenössische Kunst bei Christie’s

Statisten von der Opernbühne


Spendabel zeigten sich die Teilnehmer der letzten Versteigerung zeitgenössischer Kunst vor der Sommerpause, die Christie’s Anfang Juli in London abgehalten hat. Da war auf der einen Seite Großgalerist Charles Saatchi, der sich zugunsten seiner Saatchi Gallery’s Foundation von Tracey Emins ikonischer Installation „My Bed“ aus dem Jahr 1998 trennte. Und da waren auf der anderen Seite die Kunden, die sich nicht lumpen ließen und den Preis von 800.000 bis 1,2 Millionen auf 2,2 Millionen Pfund hoben. Damit bescherten sie nebenbei auch der 1963 geborenen Künstlerin nicht nur einen neuen Auktionsrekord, sondern den ersten Millionenpreis ihrer Karriere überhaupt. „My Bed“ ist allerdings auch wirklich ein kapitales Stück, war ihr ungemachtes, mit allerlei Benutzungsspuren verschiedenster Art versehenes Liebesnest doch 1999 auf der Turner Prize-Ausstellung in der Tate Britain und auch danach noch in diversen renommierten Museen ausgestellt. Für 2015 hat sich bereits das Wiener Belvedere als Ausleihinteressent gemeldet. Käufer war übrigens der deutsche Industrielle und Sammler Christian Graf Dürckheim-Ketelhodt, der es für mindestens zehn Jahre der Tate als Leihgabe zur Verfügung stellen will. ...mehr

Für den Stuttgarter Versteigerer Nagel ist die asiatische Kunst zum umsatzstärksten Segment geworden. Das führte die vergangene Auktion mit über 2.000 Schätzen aus China, Japan oder Korea wieder eindrucksvoll vor Augen. Doch auch die Kunden aus Fernost setzen inzwischen auf Qualität und nehmen nicht mehr alles mit

Des Kaisers Haushaltsauflösung


Buddha Amitayus, Tibeto-Chinesisch, Kangxi-Periode

Nagel konnte in seiner letzten Auktion asiatischer Kunst wieder mit einer enormen Auswahl an 2150 Kunstschätzen brillieren, die teils einem kaiserlichen Haushalt ebenbürtig schien. 95 Prozent asiatische Bieter, ein Katalog der fast nur noch in Englisch und Chinesisch verfasst ist und eine wertmäßige Verkaufsquote von 60 Prozent machen klar, worum es bei der 710. Auktion des Hauses ging: eine entschiedene Rückführung dieser „verlorengegangenen“ Schätze vor allem nach China. Bei einem Umsatz von 10,9 Millionen Euro dürfte der Abschied nicht schwer gefallen sein. Trotz des guten Ergebnisses konnte diese Auktion nicht an die vom Frühjahr 2013 herankommen, bei der Nagel eine Rekordsumme von 26 Millionen Euro einnahm. Es gab auch keine großen Überraschungen und auch kein Objekt, das die Grenze von 1 Million Euro übersteigen konnte. Nur eine Arbeit kam auf etwas mehr als die Hälfte: Eine sehr gut erhaltene Bronze des Amitayus. Sie stammte aus einer norddeutschen Privatsammlung; ein Familienmitglied hatte sie um 1900 in China erworben. Das Exemplar gehört zu einer Gruppe ähnlicher Figuren, die der Kaiser Kangxi persönlich in Auftrag gegeben hatte, um sie vielleicht seiner verehrten Großmutter, einer Anhängerin des tibetischen Buddhismus, zum Geschenk zu machen. Bei einer Taxe von 300.000 bis 400.000 Euro konnte der filigran gearbeitete Buddha des langen Lebens erst bei 570.000 Euro in sein Ursprungsland zurückkehren. ...mehr

Ergebnisse: Alte und Neuere Meister bei Ketterer in München

Heimat so fern


Frans van Mieris d.Ä. zugeschrieben, Interieur mit zwei Damen, um 1670

Stolze 159.000 Euro ließ ein niederländischer Händler im Münchner Auktionshaus Ketterer zurück, nachdem er sich auf dessen vergangener Versteigerung Alter und Neuerer Meister in zähem Ringen zwei Werke seiner Landsleute gesichert hatte. Zunächst bewies er harte Ausdauer im Kampf um eine kaum postkartengroße Kreidezeichnung, die dem 1635 in Leiden geborenen Maler Frans van Mieris d.Ä. zugeschrieben wird und ein Interieur mit zwei Damen beim Ankleiden zeigt. Die um 1670 mit raschem Strich und lebendig skizzierte Zeichnung, die bei 320 Euro aufgerufen und auf 400 Euro geschätzt war, landete schließlich bei 68.000 Euro und kostete den Ersteigerer mit Aufgeld sogar 83.000 Euro. Kurz darauf ging es schon wieder hoch her im Rennen um eine halbmeterbreite Holztafel, die in fast unsicher, aber auch sehr authentisch wirkendem Pinselduktus eine sichtlich vom Wind bewegte Flotte von einigen Segelschiffen vor einer Küste zeigt. Angesetzt auf 2.000 bis 3.000 Euro, lieferte sich besagter Niederländer wieder ein heftiges Bietgefecht mit Interessenten im Saal und an den Telefonen und zahlte für die Arbeit eines um 1600 tätigen unbekannten flämischen Malers schließlich 62.000 Euro beziehungsweise mit Aufgeld 76.000 Euro. ...mehr

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