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AktuellAktuell:Auktionen

„Meisterwerke“ im Wiener Auktionshaus im Kinsky – die 100ste Auktion

Kritzi Kratzi auf dem Bild


Friedrich von Amerling, Regine in griechischem Kostüm, 1842

Erst jüngst konnte man im Kinsky jubilieren, wurde das Wiener Auktionshaus doch im vergangenen Herbst zwanzig Jahre jung. Jetzt dürfen an der Freyung in Altstadt schon wieder die Sektkorken knallen: Die hundertste Auktion findet dort am 13. Mai ab 17 Uhr statt, und zu diesem Anlass werden Michael Kovacek und Ernst Ploil wieder eine ansehnliche Reihe wahrer „Meisterwerke“ auffahren – so jedenfalls der Titel, unter dem der Abend steht. Knapp 150 Positionen listet der Katalog, wobei es sich ausschließlich um Arbeiten der bildenden Kunst des 19. bis frühen 21. Jahrhunderts handelt. Die Alten Meister sowie Antiquitäten und Kunstgewerbe des Jugendstil, die stets weitere Domänen dieses zu den wichtigsten österreichischen Auktionshäusern zählenden Unternehmens bilden, sind diesmal ausgespart. Sie werden wieder im Rahmen der 101. Versteigerung Ende Juni zum Aufruf gelangen. ...mehr

Wieder Walde an der Spitze in der Auktion bei Hassfurther in Wien

Die Engelsschaukel


Ein Alter Meister hat sich wieder unter die modernen und zeitgenössischen Künstler gemischt, die der Wiener Auktionator Wolfdietrich Hassfurther in seiner 59. Versteigerung unter die Leute zu bringen sich anschickt. Der „Meister des Albrechtsaltares zu Klosterneuburg“ wird ein Künstler notnamenmäßig genannt, dem in der Zeit um 1440 das älteste heute noch erhaltene Bildnis einer Bürgerin in der altdeutschen Malerei zugeschrieben wird. Bei der jungen Frau mit dem großen weißen Kopfschleier soll es sich um eine Dame aus Wien handeln. Schon große Kunsthistoriker wie Alfred Stange haben sich mit der kleinen, nur rund zwanzig mal zehn Zentimeter messenden Holztafel befasst. Bei Hassfurther war sie allerdings auch schon einmal im Angebot, nämlich im Jahr 2010 für 150.000 bis 250.000 Euro. Nun hat der Versteigerer den Schätzpreis auf 100.000 bis 150.000 Euro gesenkt. ...mehr

Vor allem grafische Kunst bei Winterberg in Heidelberg

Mist im Skizzenbuch


Albrecht Dürer, Maria mit dem Kind an der Mauer, 1514

Freunde schöner Zeichnungen und Drucke zu moderaten Preisen werden im Heidelberger Auktionshaus Winterberg wieder eine reiche Fundgrube vorfinden. Unter den Alten Meistern ragt einmal mehr Albrecht Dürer mit einigen Kupferstichen heraus, die zwar nicht zum Kanon der Spitzenwerke gehören, die immense Könnerschaft des Nürnbergers jedoch ebenfalls eindrucksvoll belegen. Als versierter Aktdarsteller erweist er sich in seiner sehr profan anmutenden, hochsymbolischen Verbildlichung „Der Traum“, auch als „Der Traum des Doktors“ oder „Die Versuchung des Müßiggängers“ bekannt, 1498 datiert und mit 12.800 Euro ausgezeichnet. Das zu seiner Zeit stark ausgeprägte Interesse an Mariendarstellungen bediente Dürer mit einer schön gewandeten Madonna mit Szepter und Sternenkrone im Strahlenkranz von 1516, die mit 6.400 Euro umworben werden will, und der „Maria mit dem Kind an der Mauer“, die im Jahr der großen Meisterstiche 1514 entstand und bei Winterberg in einem guten, gleichmäßigen Frühdruck für 14.500 Euro vorliegt. Auch auf Rembrandts Radierung „Nachdenkender junger Mann“ von 1637, wohl der Theologe Petrus Sylvius, stehen 6.400 Euro. ...mehr

Alte und Neuere Meister bei Karl & Faber in München

Johann oder Jakob?


Cornelis de Heem, Früchtestillleben mit einer Wan-Li-Schale in einer Landschaft, um 1659

Da hat sich einer ganz schön viel Mühe gegeben, ein prachtvolles Arrangement aus allerlei Früchten mit und ohne Zweigen samt einer wertvollen, in goldglänzender Bronzefassung liegender Wan-Li-Schale in freier Natur so anzuordnen, dass sich dem Maler ein ansprechendes Motiv darbietet. Zwei Kröten haben sich daneben niedergelassen, Schmetterlinge tänzeln auf den Pflanzen, auch eine Schnecke eilt herbei – typisch niederländisch ist diese Gattung des Stilllebens im Freien oder auch „Waldbodenstücks“, hier am Fuß eines offensichtlich etwas ruinösen Gebäudes drapiert. Erfunden wurde es um die Mitte des 17. Jahrhunderts, und zu den wichtigsten Protagonisten gehörten Jan Davidsz de Heem und sein Sohn Cornelis de Heem. Von letzterem stammt das beschriebene Bild, das gegen Ende der 1650er Jahre entstand und besonders qualitätvoll genannt werden muss. Dementsprechend hoch wird sein Wert veranschlagt: Auf 80.000 bis 100.000 Euro hat das Münchner Auktionshaus Karl & Faber die knapp siebzig Zentimeter breite Leinwand taxiert. Es bildet damit einen der Höhepunkte der kommenden Versteigerung Alter und Neuerer Meister. ...mehr

Jugendstil und Art Déco bei Quittenbaum in München

Damenwahl


Demetre Chiparus, Balletttänzerin, 1920er Jahre

Männer, die etwas übrig haben für hübsche junge Damen – und das tun ja wohl die meisten –, haben in Kürze zwei Nachmittage lang Zeit, sich aus einer Reihe von Angeboten die Schönsten herauszusuchen. Am 6. und 7. Mai bietet das Münchner Auktionshaus Quittenbaum wieder eine Fülle von Artefakten aus Jugendstil und Art Déco an, und da wimmelt es nur von holdseligen Frauen aller Fasson und Couleur. Sie geben sich konzentriert-sportlich wie Walter Schotts 1897 in Bronze gegossene „Kugelwerferin“ für 4.800 bis 5.500 Euro, sie holen zu weitem Schwung aus wie bei Fortunato Goris nackter „Kugeltänzerin“ in braun patinierter Bronze für 7.000 bis 8.000 Euro, sie wirken bisweilen fast burschikos wie Dina Kuhns rothaarige Allegorie „Sommer“ mit Füllhorn aus polychromer Majolika für 4.200 bis 4.800 Euro oder sie lassen sich ungeniert beim Bad beobachten wie Donatello Gabbriellis halbmeterhohe „Badende“, die ihren Körper um 1920 ganz in weißem Marmor und Alabaster entblößt. Auch hier liegt die Schätzung mit 4.800 bis 5.500 Euro in diesem Preisbereich. ...mehr

Auch Sotheby’s kann bei der Kunst des Impressionismus und der klassischen Moderne mit einigen prominenten Sammlungen in New York aufwarten

Picassos Frauen


Bedeutende Sammlungen zeichnen als Einlieferer der Abendversteigerung von Impressionisten und figuraler Kunst des 20. Jahrhunderts bei Sotheby’s in New York. Den Beginn macht einmal mehr der private Nachlass des polnisch-schweizerischen Kunsthändlers Jan Krugier mit überwiegend kleineren, der klassischen Moderne angehörigen Arbeiten wie Fernand Légers technoid anmutender Stadtansicht „Les Maisons“ von 1922 für 2,5 bis 3,5 Millionen Dollar oder Max Beckmanns breitformatigem Stillleben „Frühstückstisch (blau)“ von 1934 für 350.000 bis 450.000 Dollar. Alfred Sisleys duftig blaue Flusslandschaft „Les Carrières à Veneux au soleil – le matin“ von 1880 wurde für 2 bis 3 Millionen Dollar aus dem Nachlass des Politikerehepaares Robert und Elizabeth Haskell eingereicht, während sich das Metropolitan Museum of Art in New York zugunsten seines Ankaufsetats von Claude Monets diesiger Küste „Sur la falaise à Pourville“ von 1882 für 5 bis 7 Millionen Dollar trennt. Ungenannt ist der bisherige europäische Sammler von Monets spätem, fast abstraktem „Pont japonais“ in Grünblau mit roten Blütentupfen aus den Jahren 1918/24. Hier werden 12 bis 18 Millionen Dollar angepeilt. ...mehr

Der chinesische Markt spielt für das Auktionshaus Koller eine immer größere Rolle. Mit einigen einzigartigen Kunstwerken aus dem asiatischen Raum hofft der Züricher Versteigerer den exklusiven Ansprüchen der Sammler aus Fernost gerecht zu werden

Goldene Götter und Schätze der verbotenen Stadt


Das Objekt, das diesen Ansprüchen wohl am meisten entgegenkommt, ist eine vierarmige Göttin der nepalesischen Schule. Die feuervergoldete Kupferfigur aus dem 14. oder 15. Jahrhundert sitzt in Lalitasana, der spielerischen, Entspanntheit signalisierenden Haltung mit den angezogenen Unterschenkeln, locker auf einem doppelten Lotosthron. Ihre Arme halten einen Vajra, ein buddhistisches Ritualobjekt, und Blütenstängel, wobei eine Hand ausgestreckt auf ihrem linken Oberschenkel ruht. Ihr Kopf, der mit dem dritten, vertikal angeordneten Auge einen in sich ruhenden Ausdruck wiedergibt, wird von einer Krone bedeckt. Ihr ganzer Leib ist über und über mit Schmuck in Form von bunten Stein- und später ergänzt Perlenapplikationen überzogen. Eine vorhandene Befestigung am Hinterkopf zeigt, dass sie wohl Teil eines Tashigomangs, einer Art Stupa, war. Sie gehört zum Bestand des prächtigsten Klosters Densatil in Tibet, das in der Kulturevolution zerstört wurde. Aus deutschem Privatbesitz kommt die Göttin, die wohl als Tara oder Prajnaparamita zu identifizieren ist, mit 250.000 bis 350.000 Franken als Favoritin bei Koller wieder auf den Markt. ...mehr

Der Düsseldorfer Auktionator Andreas Sturies hat wieder eine feine Selektion moderner und zeitgenössischer Kunst zusammengestellt

Einen Richter frei Haus


Etwas geheimnisvoll schweift der Blick entlang des blinzelnden Lichtschweifs der Sonne über die Weiten der Ozeanwellen bis zum Horizont. Der Himmel mit aufziehenden Wolkenbergen antwortet auf viel größerer Bildfläche den Spielen des Wassers. „Seestück (Gegenlicht)“ bezeichnete Gerhard Richter sein im Original zwei Mal zwei Meter großes Foto aus dem Jahr 1969. Der Deutschen Post war dies im vergangenen Jahr ein Briefmarkenmotiv wert. Jeder Abonnent von Andreas Sturies’ Auktionskatalogen erhält Richters Gemälde auf dem Briefumschlag sinnigerweise frei Haus per Marke. Sie weckt Neugier auf die Katalogauswahl und enttäuscht geweckte Erwartungen nicht. Faktisch stehen vier Arbeiten des in allen Rankings obenauf rangierenden Künstlers zum Verkauf an. ...mehr

Die Impressionisten und Moderne bei Christie’s in New York sind mit ausgezeichneten Sammlungen bestückt

Zum Tangotee


Millionen- und Zigmillionenpreise werden wieder Anfang Mai auf der großen Abendversteigerung von Impressionisten und Klassisch-Modernen bei Christie’s in New York erwartet. Brillante Einlieferungen aus renommierten Sammlungen stellen einen Gutteil des mehr als fünfzig Losnummern umfassenden Angebots, das bei einem Dutzend zweistelligen Millionenschätzwerten insgesamt rund 245 bis 360 Millionen Dollar einspielen soll. Dazu gehören zehn Werke aus dem früheren Besitz des Sammlerehepaares Viktor und Marianne Langen. Deren Kinder trennen sich jetzt von einer Reihe kapitaler Stücke wie Georges Braques „Modèle“ in einem spätkubistischen Interieur von 1939 für 8 bis 12 Millionen Dollar, Salvador Dalís surrealistischer Wüstenlandschaft „Moment de transition“ von 1934 für 10 bis 15 Millionen Dollar oder Wassily Kandinskys expressionistischer farbenfroher „Strandszene“ von 1909 für 16 bis 22 Millionen Dollar. Mit 25 bis 35 Millionen Dollar soll Pablo Picassos düster-melancholisch koloriertes „Portrait de femme“ von 1942 mit der mehrperspektivischen, verzogenen Darstellung seiner Geliebten Dora Maar am meisten bringen. ...mehr

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