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Ruinen des Parthenon, 1877 / Carl Friedrich Heinrich Werner

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Zwei Figuren vorm Meer / Erich Heckel

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AktuellAktuell:Auktionen

In seiner zweiten großen Auktionswoche dieses Jahres öffnet das Dorotheum seine Pforten auch für Liebhaber des Jugendstils und der angewandten Kunst des 20. Jahrhunderts. Die Auktion steht unter dem Stern der Wiener Werkstätte, der École de Nancy und der Künstler von Murano

Tanzende Fräuleins und der vollendete Jugendstil


Michael Powolny, Putto „Afrika“, um 1912

Um 1912 beschäftigte sich Bernhard Hoetger erstmals mit Plänen für die Neugestaltung des Platanenhains auf der Darmstädter Mathildenhöhe. Hier sollte anlässlich der Dritten Ausstellung der Darmstädter Künstlerkolonie im Jahr 1914 das wohl wichtigste expressionistische Skulpturenensemble in Deutschland entstehen. Bei den Vorarbeiten befasste sich Hoetger auch mit einem Zyklus von fünfzehn Figuren, den er „Licht- und Schattenseiten“ nannte. Darin verkörperte er Tugenden und Laster des Menschen, die er in zwei gegenüberliegenden Reihen als Gegensatzpaare um jeweils eine zentrale Buddhafigur anordnen wollte. Für die Ausführung der Skulpturengruppe im Platanenhain hat der Majolikazyklus dann keine Rolle gespielt, doch Hoetger arbeitete schon ab 1915 einige der Eigenschaften überlebensgroß in Stein aus und ließ später auch Abgüsse herstellen. Zwei der Figuren, den „Geiz“ und die „Milde“, kann das Dorotheum nun in seiner Auktion „Jugendstil und angewandte Kunst des 20. Jahrhunderts“ offerieren. Die zwischen 1915 und 1929 in den Tonwerken Kandern produzierten und monochrom glasierten Liegefiguren sind für zusammen 2.200 bis 3.000 Euro zu haben. ...mehr

Spanische Strände, französische Landschaften sowie deutsche Genreszenen und Portraits aus dem 19. Jahrhundert kommen bei Sotheby’s in London unter den Hammer

Ungenierter Fleiß


Vilhelm Hammershøi, Sonne über der See, um 1902

Weich und anmutig, windig und neblig, sonnig und bunt, romantisch versunken und lebhaft-frech wird es auf der kommenden Auktion bei Sotheby’s in London zugehen, bei der Europäische Meister des 19. Jahrhunderts auf dem Programm stehen. Nicht nur flämische und französische Vegetationen, auch deutsche oder spanische figürliche Schilderungen, die in vielerlei Umgebung gebettet sind, erwarten das kaufkräftige Publikum. 83 Losnummern sind im Rennen, Summen zwischen 2.000 Pfund und 1,8 Millionen Pfund stehen dieses Mal auf den Preisschildern. Besonders stolz ist Sotheby’s auf Vilhelm Hammershøis „Sonne über der See“, vermutlich 1902 entstanden. Bemerkenswert ist das Werk nicht nur aufgrund der behutsamen Auffassung der Lichtverhältnisse und des fließenden Dialogs zwischen Himmel und Meer, auf dem das Segelschiff still, fast poetisch davon zuschippern scheint. Der dänische Künstler hat sich mit diesem maritimen Thema vor allem in ein für ihn untypisches Gefilde begeben, wo er doch üblicherweise Innenräume teils mit Genreelementen, Portraits oder Veduten zu seinen Lieblingsmotiven zählte. Nicht zuletzt weil sie das einzig bekannte Seestück des Kopenhagener Malers ist, legt das Auktionshaus mit 100.000 bis 150.000 Pfund große Hoffnungen in die Meerszene. ...mehr

Zeitgenössische Kunst im Wiener Dorotheum – zumindest eine Million ist drin

Lasst Glitzerstaub rieseln!


Man müsste ja eigentlich vor Neid erblassen, wenn man aus deutschsprachigen Landen hinüber nach Amerika schaut und sieht, welche Zigmillionenbeträge dort für einzelne Kunstwerke der zeitgenössischen Kunst in Serie auf den großen Auktionen in New York herausspringen. Da werden für die Ersteigerer Auktionsgebühren fällig, in die hierzulande ganze Gegenwartskunstauktionen mitunter mehrfach hineinpassen. Doch es hilft nichts, die dicken Fische schwimmen einfach über den Großen Teich, und Europa muss sich mit den kleineren begnügen. Doch zumindest einstellige Millionenpreise sind auch auf den hiesigen Frühjahrsversteigerungen für zeitgenössische Kunst drin, und vielleicht klappt es damit ja auch mal für ein einzelnes Objekt. ...mehr

Impressionisten und Moderne mit guten, aber wenigen überragenden Ergebnissen bei Sotheby’s in New York

Nicht alle Frauen überzeugten


Die Frauen hatten das Sagen in der Abendversteigerung von Impressionisten und klassischer Moderne bei Sotheby’s in New York – zwar nicht was den Schöpfer, aber wohl doch was die thematische Wahl angeht. Kein anderes Sujet kam so häufig vor, wie das Frauenbild. Weder die Landschaft noch das Stillleben, die anderen beiden Hauptgattungen der Auktion, ragten zahlenmäßig an die Beschäftigung mit dem anderen Geschlecht vor allem bei den Künstlern der Moderne heran. Von den dreizehn Kunstwerken, die allein von Pablo Picasso in der Auktion versammelt waren, hatten neun mit der holden Weiblichkeit zu tun. Man hätte sich geradezu eine Bildergalerie seiner verschiedenen Frauen und Geliebten zusammenstellen können. Schon mit dem ersten Los der Veranstaltung ging es los. Auf Picassos schwarz-weißem Gemälde „Composition avec femme aux cheveux mi-longs“ vom 21. Januar 1930 lassen sich zwar verzogen dargestellte Gestalten gerade noch ausmachen; dass es sich bei dem Gesicht mit dem strähnigen Pagenschnitt in der rechten Bildhälfte aber um Marie-Thérèse Walter handelt, hatte ihr Geliebter nur verschlüsselt dargelegt: In den Umrissen des Kopfes lassen sich ihre Initialen „M T“ lesen. ...mehr

Alte und Neuere Meister sowie Kunsthandwerk bei Van Ham in Köln

Vage Urheberschaft


Joachim Beuckelaer, Die Anbetung der Hirten

Kunsthistorische Schwierigkeiten bereiten mitunter die Alten Meister, die das Kölner Auktionshaus Van Ham demnächst in seiner Versteigerung Alter Kunst dem Publikum anbietet. Ungesicherte Autorschaft kennzeichnet viele der höher dotierten Werke. So galt eine Anbetung der Hirten auf leicht hochformatiger Leinwand früher als ein Werk Pieter Aertsens; inzwischen wird die mit 25.000 bis 27.000 Euro bewertete Leinwand mit ihrem kräftig formulierten Personal jedoch als ein Gemälde Joachim Beuckelaers angesehen. Dem Interieurmaler Bartholomeus van Bassen kann die 1628 datierte Innenansicht einer großen gotischen Kirche nur zugeschrieben werden, ebenso die dramatisch bewegte biblische Erzählung „Jacob ringt mit dem Engel“ dem Norditaliener Sebastiano Ricci. Für beide Gemälde verlangt Van Ham jeweils etwa zwischen 18.000 und 30.000 Euro. ...mehr

Das heilige und das säkulare Köln. Lempertz versteigert in seiner Kunstgewerbe-Auktion Sakrales und Profanes aus der Sammlung Klein

Auf zur Maiandacht nach Köln


Tapisserie „Der Monat Mai“, wohl Enghien, letztes Viertel 16. Jahrhundert

Der Wonnemonat Mai treibt die Bieter am kommenden Wochenende in Lempertz’ heilige und weltliche Hallen. Aus der Kollektion des verstorbenen Kunsthändlerehepaares Inamarie und H. G. Klein stehen kostbare Möbel, Gemälde, Skulpturen und Silberobjekte zum Verkauf. Von vielen erlesenen Stücken konnte sich das Paar selbst über Jahre hinweg nicht trennen, so dass die Frühjahrsofferte bei Lempertz nun aus einer Fülle an Kunstschätzen besteht. Aber auch über die Sammlung Klein hinaus finden sich spannende Stücke, etwa passend zum Mai eine in Wolle und Seide gewirkte Tapisserie, die im letzten Viertel des 16. Jahrhunderts in den Niederlanden gefertigt wurde. Sie bildet den Monat Mai ab. In ihrem Zentrum steht der griechisch-römische Gott des Frühlings und des Lichts, aber auch der Musik, der Poesie und des Gesangs. Als ebensolcher posiert der mit einer Lyra bewaffnete und von zwei zeigefreudigen Zwillingspärchen eingerahmte Apoll. Der überdimensionale Wirkteppich wohl aus Enghien will eine Wand von mindestens drei Metern im Quadrat schmücken und soll zwischen 20.000 bis 30.000 Euro einbringen. ...mehr

Mit Schwerpunkt auf Siebenbürgen – Kunsthandwerk bei Fischer in Heilbronn

Deutsch-Rumänische Beziehungen


Jeremias Jekel, Kluftbecher, Kronstadt um 1630/40

Preziosen aller Art aus dem Bereich Glas stehen regelmäßig im Mittelpunkt der Versteigerungen des Heilbronner Auktionshauses Jürgen Fischer. Doch in der kommenden 227. Auktion spielen sie keine Rolle. Hier gelangen knapp tausend Losnummern aus allen anderen Sparten überwiegend kunsthandwerklichen Schaffens zum Aufruf. Eine Sonderstellung – unterstrichen durch einen Sonderkatalog – nimmt dabei die Kunst aus dem Siebenbürgischen im heutigen Rumänien ein, und damit wiederum knüpft das Unternehmen an seine Anfänge an. Hat doch in der allerersten Auktion am 8. November 1976 keineswegs Glas, sondern eben Siebenbürgische Kunst im Fokus gestanden und den Grundstein zu einer gedeihlichen Entwicklung des Hauses gelegt. Fast vierhundert Objekte des 15. bis 20. Jahrhunderts haben Jürgen Fischer und sein Team für diesmal zusammentragen können. ...mehr

Die Sammlung des österreichischen Kunsthändlers Reinhold Hofstätter stellt die Highlights in der Auktion „Alte Kunst“ bei Lempertz in Köln

Philosoph lässt sich nicht beirren


Gerrit van Honthorst, Der standhafte Philosoph

Über Jahrzehnte hinweg gehörte er zu den führenden Kunsthändlern in der österreichischen Hauptstadt. Nur wenige Monate nach dem sechzigjährigen Jubiläum seines Unternehmens, das er 1953 als gerade einmal 26jähriger eröffnet hatte, starb Reinhold Hofstätter im vergangenen September in Wien. Möbel und Fayencen, Tapisserien und Silberstücke, vor allem aber Tafelgemälde und Skulpturen des ausgehenden Mittelalters bevölkerten sein Geschäft in der Bräunergasse und auch seine private Wohnung oberhalb von Wiens berühmter Strudlhofstiege. Aus dem bedeutenden, rund 5.000 Stücke umfassenden Nachlass des Verstorbenen bietet das Kölner Auktionshaus Lempertz nun eine Auswahl von gut fünfzig Werken an, wissenschaftlich aufgearbeitet im Rahmen der Vorbereitungen zur Versteigerung Alter Kunst am 17. Mai und vorgestellt in einem eigenen Katalog. ...mehr

Die umfangreiche Sammlung von Adam Sender bereichert die Zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in New York

Damen, die weniger werden


In Millionen- und Abermillionenhöhe wird er wieder rollen, der Dollar auf der Versteigerung zeitgenössischer Kunst bei Sotheby’s in New York. Rund achtzig Geschütze und Schlachtschiffe fährt das Auktionshaus wieder auf, um sich im Kampf der Giganten auf dem Feld des weltweiten Kunsthandels an der Spitze zu behaupten. Experimente werden nicht gemacht. Es sind vielmehr die bekannten Meister der zweiten Hälfte des 20. und der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts, die hier für die „üblichen“ Sensationen auf der Prestigeauktion zu sorgen haben. Ganz vorne mit dabei ist wieder Andy Warhol. Sieben Losnummern sind mit seinen schrillen, reißerischen Pop Art-Bildern teils riesigen Formats besetzt. Darunter befindet sich eine Batterie von „Six Self Portraits“ in unterschiedlichen Farben. Die quadratische Serie zeigt die bekannte Aufnahme mit den wirren abstehenden Haaren, ging noch im Jahr ihrer Entstehung 1986 – ein Jahr vor dem Tod des Meisters – in den Besitz des jetzigen Einlieferers und soll 25 bis 35 Millionen Dollar einspielen. ...mehr

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