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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Sitzende Bäuerin mit Kind, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Auktionen

Kunst und Antiquitäten mit guten Ergebnissen bei Nagel in Stuttgart

Forschen zahlt sich aus


Carl Andreas Ruthart Werkstatt, Zug der Tiere in die Arche Noah

Das hat sich die nochmalige Recherche ja im wahrsten Sinne des Wortes ausgezahlt: Als das Stuttgarter Auktionshaus Nagel im vergangenen Oktober einen in Öl auf Holz gemalten „Zug der Tiere in die Arche Noah“ als Johann Rudolf Byss im Programm hatte, sollten 15.000 Euro dafür bezahlt werden. Doch man nahm sich noch einmal etwas Zeit und das Gemälde aus der Auktion, untersuchte es genauer, stellte fest, dass es mit einem Exponat in der Stuttgarter Staatsgalerie engstens verwandt ist und aus der Werkstatt des 1630 in Danzig geborenen Carl Andreas Ruthart stammen muss. Diese Forschungsarbeit und ihr Ergebnis ließen den Preis für die kleinteilige, figurenreiche Szene in weiter niederländischer Landschaft mit fantastischer Architektur in der Ferne gleich auch erheblich anschwellen: 30.000 Euro sollten es nun sein – und 40.000 Euro wurden es. So endete die Erfolgsgeschichte eines künstlerisch ansprechenden Werkes auf der jüngsten Versteigerung von Kunst und Antiquitäten. ...mehr

An drei aufeinander folgenden Tagen tritt das Münchner Auktionshaus Quittenbaum mit Design in unterschiedlichen Schwerpunkten an

Zeitlos schön


Fulvio Bianconi, Vase „A fasce verticale“, 1951

Beinahe lebendig erscheint der kleine schwarz-weiße Fuchs, welcher den Kopf nach hinten wendet. Ercole Barovier schuf den kleinen Streuner jedoch aus farblosem und tiefviolettem Murano-Glas. „Volpe“ entstand um 1929 und ist für mindestens 5.000 bis 6.000 Euro auf der kommenden Auktion von Quittenbaum in München zu ersteigern. Unter den für den 4. März ausgewählten Stücken befinden sich neben dem Fuchs noch einige andere gläserne Tiere, aber auch Vasen, Kerzenständer, Karaffen oder Trinkgläser. Ebenfalls aus farblosem Glas, durchzogen mit bunten Streifen, besteht die Vase „A fasce verticale“ von 1951. Fulvio Bianconis schlankes, zweifach in unterschiedlichen Richtungen ausgebuchtetes Gefäß mit Streifen in Grün, Blau, Gelb und Rot ist bei 24.000 bis 28.000 Euro einer der Favoriten der Versteigerung. ...mehr

Rückblick: Moderne und Zeitgenössische Kunst bei Karl & Faber in München

Glücklich, wer einen Uecker hat


In der Winterauktion bei Karl & Faber läutete so manches Bild der Moderne schon den Frühling ein. Zu diesen Vorboten gehörte neben Gabriele Münters österlichem „Rosa Stillleben“ mit volkstümlichen Figürchen sowie Küken und Hase von 1908/09 auch Max Liebermanns sonnendurchflutete „Große Seestrasse in Wannsee mit Spaziergängern“ in hellem Grün von 1923. Sie sind Teil der Gruppe der vier teuersten Verkäufe der Auktion. Münters Stillleben bewegte sich mit 190.000 Euro im Schätzrahmen, während die impressionistische Baumallee Liebermanns die obere gesetzte Grenze von 180.000 Euro berührte. Die zwei kostspieligsten Arbeiten aber waren Münters rustikales und noch winterliches „Gelbes Haus mit Schneebäumchen“ von 1909 und ein Werk Günther Ueckers. Wie das zuvor erwähnte Bild der Münchner Malerin, so überschritt auch ihre Winterlandschaft mit einem Zuschlag von 300.000 Euro die Erwartungen nicht. Einzig Ueckers ein wenig strukturloses „Strukturfeld“ von 1962 brach mit diesem Trend. Das wechselhafte Schattenspiel der weiß gestrichenen Nägel auf einer weißen Spanplatte schien bei mehreren Personen den ästhetischen Nerv getroffen zu haben. Nach einem kurzen Gefecht der Gebote hob sich der Preis von 280.000 Euro auf 410.000 Euro, den ein US-amerikanischer Sammler bewilligte. ...mehr

Grisebach brachte bei seiner Fotoauktion viele Werke gewinnbringend an den Mann

Nackte Haut


„as lovely as a dhow at sea / thy young beauty is to me – / tall, with all the gerenuk’s grace / A daughter of the Darod race, / Black hair, fine as gossamer thread / Eyes that speak of things unsaid / High cheekbones with straight nose / of thy mouth – the desert rose.“ Diese Zeilen notierte Peter Beard auf seiner Fotografie einer Kenianerin, die er 1987 in Nairobi schoss. Das Zitat entnahm er aus „A Tear for Somalia“, welches sein Freund Douglas Collins 1960 veröffentlicht hatte. Auf diese Weise beschreibt Beard seine Bewunderung für die schöne junge Frau. Stolz präsentiert die Dame sich: Ihre Haltung ist aufrecht, den linken Arm hat sie in die Hüfte gestemmt. Ihr Blick schaut den Betrachter direkt und ohne jede Verlegenheit an. Sie hat ihre Haare in Zöpfen geflochten und trägt zusätzlich Haarschmuck. Auch ihre großen, runden Ohrringe fallen auf. Der Oberkörper ist unbekleidet, was ihre makellose Figur zur Geltung bringt. Ihr einziges Kleidungsstück bildet ein schlichtes Stück Stoff. Neben ihrer Anmut hat Beard wohl vor allem ihre Schönheit fasziniert, wie die notierten Zeilen vermuten lassen. 14.000 bis 18.000 Euro hatte Grisebach bei der letzten Fotoauktion für „Fayel Tall. El Molo Bay, Lake Rudolf“ veranschlagt; 30.000 Euro war ein deutscher Sammler bereit zu zahlen, der wohl einer ähnlichen Faszination wie Beard verfallen war. ...mehr

Während die Preise für romantische Zeichnungen regelrecht explodierten, gab es in der Moderne-Auktion bei Bassenge keine großen Überraschungen. Ein solides Ergebnis spielte die feine Auswahl an Grafiken, Zeichnungen und Skulpturen dennoch ein

Reif für die Insel


Das waren acht Telefonbieter, alle aus der Heimat des tschechischen Künstlers Mikuláš Medek, die den Wert seines großformatigen Öl- und Lackbilds „Insel, 21.870 cm²“ auf stattliche 90.000 Euro hinaufsteigerten. Das Berliner Auktionshaus Bassenge hatte es zuvor auf 60.000 Euro geschätzt. Die vielschichtige Komposition in Hell- und Dunkelblau stammt aus dem Spätwerk des Prager Avantgardisten und war eine marktfrische Wiederentdeckung: 1968 erwarb der Politologe Iring Fetscher das abstrakte Werk im Atelier des Künstlers, in dessen Sammlung es bis zu seinem Tod 2014 verblieb und das folglich noch nie ausgestellt war. Damit war der Höchstpreis des Tages bei Bassenge auch schon erreicht, obwohl die Kunst des 20. Jahrhunderts insgesamt sehr gute Verkaufszahlen verzeichnete. 75 Prozent der Lose fanden einen neuen Besitzer und erzielten zusammen rund 1,7 Millionen Euro. Ebenfalls zu diesem Erfolg beigetragen hat ein Exemplar der wohl teuersten Kerze der Welt. Gerhard Richters mit schwarzer Ölfarbe übermalte und signierte Farboffsetlithografie „Kerze II“ konnte für 68.000 Euro an einen Sammler aus Monaco veräußert werden; ein schönes Sümmchen, wenn auch der Schätzwert zuvor bei 80.000 Euro lag. ...mehr

Die Kunst des Impressionismus und Moderne notiert bei Christie’s in London kräftig

Surrealisten gefragt


Es war der große Tag des Joan Miró, der 4. Februar im Londoner Auktionshaus Christie’s. Nun gehört der 1983 im Alter von neunzig Jahren gestorbene spanische Künstler zwar immer zu den Millionenkandidaten, auf der jüngsten Versteigerung impressionistischer und klassisch-moderner Kunst aber trat er mit derart qualitätvollen Werken auf, dass er nicht nur heiß umkämpft war, sondern am Ende noch vor den eigentlichen Favoriten sogar die Zuschlagsliste anführte. Eingeordnet fand er sich unter die Surrealisten, die das Auktionshaus gesondert als zweiten Teil der Abendveranstaltung anbot. Sein figurenreiches, aus zarten Linien und locker über Leinwand verteilten Farbflächen bestehendes „Painting (Women, Moon, Birds)“ von 1950 auf fast eineinhalb Meter breiter Leinwand war auf 4 bis 7 Millionen Pfund angesetzt, schaffte mit 13,8 Millionen Pfund schließlich aber gut und gern das Doppelte. Damit ist das poetische Bild nun der drittteuerste Miró überhaupt auf einer Auktion und der teuerste aus dem Schaffen des Meisters nach 1945. ...mehr

Kunst und Antiquitäten bei Nagel in Stuttgart

Aus Byss mach Ruthard


Carl Andreas Ruthart Werkstatt, Zug der Tiere in die Arche Noah

So schnell lassen sich die Etiketten austauschen. Es ist gerade ein halbes Jahr her, da meinte man, einen Johann Rudolf Byss vor sich zu sehen. Mit dem Namen dieses gebürtigen Schweizers jedenfalls hatte das Stuttgarter Auktionshaus Nagel im vergangenen Oktober ein in Öl auf Leinwand gemaltes Bild versehen, das in vielfiguriger Kleinteiligkeit den Zug der Tiere in die Arche Noah zum Gegenstand hat. Zwischenzeitlich aber wurde in der Staatsgalerie in der baden-württembergischen Landeshauptstadt ein sehr ähnliches Gemälde ausfindig gemacht, das dem gegen 1630 in Danzig geborenen Carl Andreas Ruthart zugeschrieben wird. Und flugs trägt auch das vormals Byssische Bild nun den Namen des rund eine Generation älteren Malers, versehen mit dem einschränkenden Zusatz „Werkstatt“. Wurde das Gemälde wegen der kurzen Bearbeitungszeit dann aus der vergangenen Auktion bei einer Taxe von 15.000 Euro zurückgezogen, tritt es nun erneut mit der doppelten Erwartung an. Am neuen Künstler kann es aber wohl kaum liegen, denn wesentlich bekannter und höher gehandelt als Byss ist auch Ruthart nicht. ...mehr

Auch im Dorotheum ist die zeitgenössische Kunst das Zugpferd und beschert dem Wiener Haus ein Umsatzhoch

Von selbstreflektierenden Privatmenschen


Es sind eigentlich nur zehn Ziffern, aber diese haben es in sich. Von 0 bis 9 geht die bunte Reihe, die Robert Indiana erstmals 1978 aus Aluminium fertigte und bis zum Jahr 2003 insgesamt acht Mal herstellte. Jede Nummer steht für sich selbst. Die Ziffern sind zweifach mal grün mal gelb, mal blau mal rot, mal grau, weiß und orangefarben gefasst und haben sich auf einem eigenen schwarzen Sockel niedergelassen. Wie im Vorfeld erwartet, konnten die schwungvoll wie auch mathematisch geradlinig abgeklärten Objekte in der Auktion „Zeitgenössische Kunst“ im Dorotheum das Rennen für sich entscheiden. Ein Bieter fühlte sich jedenfalls zum großzügigen Rechnen hingerissen und ließ in Wien die untere Schätzgrenze von 750.000 Euro springen, um sich die bunten Nummern in ihrer einprägsamen Einfachheit zu sich zu holen. ...mehr

Auch bei Christie’s in London gibt es für die Gegenwartskunst einen starken Markt

Anhaltende Kauflaune


„Das Interesse an zeitgenössischer Kunst hat stark zugenommen und es hat Substanz.“ Mit diesen Worten bekräftigte Francis Outred am Mittwochabend seine Freude angesichts der guten Ergebnisse, die die Kunst der Gegenwart dem Auktionshaus Christie’s wieder einmal bescherte. Zwar musste sich der Chef der Abteilung „Post-War & Contemporary Art“ diesmal dem Erzkonkurrenten Sotheby’s bezüglich Umsatzhöhe wegen einer Differenz von 6 Millionen Pfund geschlagen geben, doch lief in der Auktion alles wie am Schnürchen. Bei einer losbezogenen Zuschlagsquote von 92 Prozent, nach Wert sogar von 95 Prozent kamen für Christie’s gut 117 Millionen Pfund zusammen. Dafür sorgten Kunden aus 40 Ländern, die auch die Highlights der Auktion von Cy Twombly, Gerhard Richter und Francis Bacon planmäßig umwarben. ...mehr

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News vom 21.07.2017

Eisenman-Skulptur in Münster beschädigt

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Roman Ondák erhält Lovis Corinth-Preis

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