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Am 03.05.2017 Auktion 1084: Berlin Auktion - Sammlung Gronert - Russian Sale

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Tänzerin / Franz von  Stuck

Tänzerin / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Ruinen des Parthenon, 1877 / Carl Friedrich Heinrich Werner

Ruinen des Parthenon, 1877 / Carl Friedrich Heinrich Werner
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Zwei Figuren vorm Meer / Erich Heckel

Zwei Figuren vorm Meer / Erich Heckel
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AktuellAktuell:Auktionen

Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik Alter Meister sowie des 19. Jahrhunderts stehen bei Karl & Faber auf dem Plan

Dürers große Theorien


Franz Anton Maulbertsch, Christus erscheint dem heiligen Thomas, 1764

Gut aufgestellt ist das Programm des Münchner Auktionshauses Karl & Faber für seine kommende Versteigerung mit alter Kunst. Die annähernd 400 Losnummern setzen sich aus einem vielfältigen Allerlei teils großer und kostspieliger Berühmtheiten sowie nicht ganz so namhafter Künstler zusammen, deren Arbeiten auch Besitzer übersichtlicher Geldbeutel zum Kauf anregen. Spannend für Liebhaber süddeutscher Rokokomalerei ist eine Wiener Privatsammlung. Teils musealen Charakter haben die Gemälde, die als Bozzetti für Kirchenausstattungen dienten und neutestamentarische Szenen, Martyriumsdarstellungen oder Klosterstiftungen schildern. Besonders glanzvoll sticht die Szene „Christus erscheint dem heiligen Thomas“ von Franz Anton Maulbertsch heraus. Die Ölskizze von 1764 markiert die Grundlage für den Auftrag eines Hochaltargemäldes in der Augustinerkirche St. Thomas im mährischen Brünn. Maulbertsch wählte einen dunklen, gotischen Innenraum, aus dem die zentrale Figur des auferstandenen Christus’ schlaglichtartig hervortritt. Die expressive Physiognomie und die große Farbpalette des Inkarnats zeugen von der virtuosen Meisterschaft des Künstlers. Links zu Christus kniet Thomas im Halbschatten und richtet seinen Arm in Richtung der Seitenwunde des Heilands; einige Apostel ringen sich um das Geschehen. Die durch die Lichtregie sowie die vielen bewegten Gesten aufgebaute Dramatik unterstreicht die mystisch-bewegte Gesamtkomposition. Das österliche Gemälde war bis zum Jahr 1982 im Niederösterreichischen Landesmuseum öffentlich ausgestellt und kam im Anschluss über das Wiener Dorotheum in die heutige Privatsammlung. Wer sich dieses Schmuckstück sichern will, sollte 80.000 bis 120.000 Euro bereithalten. ...mehr

Rückblick: Design und Glas aus Murano bei Quittenbaum in München

Dick oder schlank – je nach Blickwinkel


Fulvio Bianconi, Vase „A fasce verticale“, 1951

Da hat sich Fulvio Bianconi 1951 schon ein ganz besonderes Stück ausgedacht. Denn seine Vase „A fasce verticale“ greift auf eine Idee des Manierismus zurück. Im ausgehenden 16. Jahrhundert schufen die Bilderhauer allansichtige Skulpturen, die man umrunden musste, um alle Aspekte wahrnehmen zu können. Ebenso ist es bei Bianconis farblosem Glasgefäß, das von bunten Vertikalstreifen in Grün, Blau, Gelb und Rot durchzogen und zweifach in unterschiedlichen Richtungen ausgebuchtet ist. Betrachtet man die Vase in der ersten Position, ist sie unten dicker und verjüngt sich nach oben; dreht man sie um 90 Grad, erhält man zuerst den schlanken Körperteil, der im zweiten Abschnitt vor dem Trichterhals sich dann voluminös verdickt. Außerdem variiert die Farbenkombination der aufgeschmolzenen Bänder. Soviel spielerische Gedankenarbeit Bianconis honorierte ein deutscher Sammler in der vergangenen Auktion „Murano Glas“ bei Quittenbaum mit taxgerechten 24.000 Euro. ...mehr

In seiner „Berlin Auktion“ offeriert Lempertz knapp 300 Lose mit Bezug zur deutschen Hauptstadt. Neben Silber, Bronze, Eisenguss und Malerei aus Preußen hat das Auktionshaus einen Katalog mit Porzellan aus der frühen Sowjet-Zeit aufgelegt

Der König lässt bitten


Johann Carl Friedrich Riese, Carl Gottlieb Boetticher und Eduard Wilhelm Forst, Krater mit Panorama von Potsdam, 1836

Wie seine Vorgänger setzte auch Friedrich Wilhelm III. Porzellan gerne als Mittel der Diplomatie ein und überreichte verbündeten Monarchen oder Familienmitgliedern repräsentative Geschenke. Eine 77 Zentimeter hohe, imposante Kratervase von 1836 mit einer 360 Grad-Panoramaansicht von Potsdam gehört zu einem dreiteiligen Vasensatz, den der König Herzog Ferdinand Philippe von Orléans und Prinzessin Helene zu Mecklenburg-Schwerin zur Verlobung schenkte. Das Modell von Johann Carl Friedrich Riese mit reichem Emaildekor, Vergoldungen und Bronzezierrat war bewusst gewählt; es geht doch auf ein Vasenpaar der Manufaktur Sèvres zurück, das Friedrich Wilhelm III. selbst einige Jahre zuvor vom Vater des Herzogs geschenkt bekommen hatte – Frankreich und Preußen in trauter Porzellanzweisamkeit. Auch die übrigen Künstler an diesem imposanten Werk von KPM sind bekannt: Carl Gottlieb Boetticher entwarf den Dekor, die komplizierte Malerei auf dem zylindrischen Gefäßkörper führte Eduard Wilhelm Forst aus. Mit einer Schätzung von 200.000 bis 250.000 Euro ist die Kratervase das Highlight der „Berlin Auktion“ bei Lempertz. ...mehr

Kunst vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert bei Winterberg in Heidelberg

Kleine Mädchen mit großen Hüten


Erlesene Druckgrafiken deutscher Künstler des Expressionismus gehören zu den größten Delikatessen des wie immer reich gedeckten Auktionstisches bei Winterberg in Heidelberg. Zum Aufruf gelangt am kommenden Samstag beispielsweise Karl Schmidt-Rottluffs 1921 datierte Kaltnadelradierung „Alte Stadt (Motiv aus Schlawe)“ für 19.800 Euro mit einem mittelalterlichen Stadttor in der heute polnischen Kleinstadt unweit der Ostseeküste. Mit Otto Mueller bleiben wir vorerst in Polen, seine „Polnische Familie“ mit stillender Mutter ging 1920/21 als Lithografie aus der Presse, wurde vom Künstler aber von Hand noch einmal in Aquarell und farbiger Kreide überarbeitet. 25.500 Euro sind hier veranschlagt. 22.000 Euro sollen es für die rhythmisierten „Drei Mädchen im Profil“ aus dem Jahr 1921 sein, diesmal ohne Kolorierung. ...mehr

Bei der Auktion Zeitgenössischer Kunst im Wiener Kinsky überzeugten nicht nur Helmut Leherb und Paul Flora

Der König bin ich


„Ausverkauft!“ hieß es für Paul Flora bei der vergangenen Auktion „Zeitgenössischer Kunst“ im Kinsky. Der Wiener Versteigerer hatte eine Kollektion von 289 politischen Karikaturen des österreichischen Meisterzeichners aus einer Tiroler Privatsammlung im Angebot. Die Blätter erschienen zwischen 1957 bis 1965 als Kommentare auf das Zeitgeschehen in der Tiroler Tageszeitung und riefen den Kalten Krieg und das Wettrüsten, die Auseinandersetzungen vor der Teilung Berlins, die UNO-Politik im Kongo, den Nahostkonflikt oder Querelen der rot-schwarzen Koalition in Erinnerung. Auch die Protagonisten dieser Epoche traten in Floras prägnanten Satiren auf: die US-Präsidenten Eisenhower und Kennedy, ihr russischer Kollege Chrustschow, der deutsche Bundeskanzler Adenauer, Frankreichs Staatspräsident de Gaulle oder der Vorsitzender des Staatsrats der DDR Ulbricht. Die in 22 Konvolute eingeteilten Originalentwürfe fanden im Rahmen der Schätzungen für bis zu 6.500 Euro alle ihren Käufer und gingen fast geschlossen in eine neue Sammlung über. ...mehr

Das Berliner Auktionshaus Dr. Irene Lehr bietet reichlich Auswahl an Kunst des 20. Jahrhunderts im erschwinglicheren Bereich. Einen besonderen Schwerpunkt setzt die Auktion auf konstruktive Tendenzen

Eisenbahnen, also bin ich


Hans Baluschek, Lokomotiven, 1922

Claude Monet fertigte eine Reihe von Gemälden des Bahnhofs Saint-Lazare in Paris und stellte hierbei die Eisenbahn in den Vordergrund, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts das modernste Fortbewegungsmittel war. Vor allem die in verschiedenen pastelligen Schattierungen wiedergegebenen Rauchschwaden des Gefährts dominieren die Ölgemälde des Impressionisten. Ähnlich erscheinen Hans Baluscheks „Lokomotiven“. Als Sohn eines Eisenbahningenieurs erlag der Berliner Maler früh der Faszination der schnaubenden Maschinen und pries ihr Wesen: „Und da, wo sie nicht an den Boden gefesselt ist, wo sie ein individuelles Lebewesen mit verschiedenster Physiognomie als Lokomotive auf eiserner Bahn ihre Pflicht erfüllt, wo sie umgeben ist von dem bunten Zauber der Signallaternen, die sie leiten und warnen, wo pompöse Empfangshallen ihrer warten, Telegraphen und Glocken sie melden, da bin ich – Romantiker von heute.“ ...mehr

Möbel und Antiquitäten im Wiener Dorotheum

In Asien herrschen Frauen


Lodewijk van Schoor, Tapisserie mit Allergorie Asiens, um 1700

Zu den Kostbarkeiten der kommenden Versteigerung von Möbeln und Antiquitäten im Wiener Dorotheum gehört eine fünfeinhalb Meter breite Tapisserie mit einer allegorischen Darstellung des Kontinents Asien. Signiert ist das figurenreiche Ensemble mit einer Frauengruppe, darunter mehreren Herrscherinnen, Dienern, Kamel im Schatten von Palmen und einer Palastarchitektur von Lodewijk van Schoor, der um 1700 unter anderem für die Brüsseler Manufaktur Judocus de Vos’ arbeitete. Dieser wird auch der hervorragend erhaltene Teppich im Dorotheum zugeschrieben, der nun für 60.000 bis 80.000 Euro offeriert wird. Eine Reihe hübscher Kommoden des Rokoko und Frühklassizismus aus Frankreich mit floraler oder geometrischer Zier ist durch ihre Schöpfer signiert, unter anderem von Joseph Schmitz, Pierre Macret, Adrien Delorme und Pierre Garnier. Die Preise liegen zwischen 9.000 und 20.000 Euro. ...mehr

Hochkarätige Gemälde offeriert das Wiener Dorotheum in seiner Auktion „Alte Meister“. Das überwiegend flämische, italienische und deutsche Staraufgebot kann sich sehen lassen

Im Kreis der Gelehrten


Jan Brueghel d.Ä., Die Rast an der Windmühle, um 1611

Die Wolkenformation ist samtig, der Lichteinfall der Sonne erfüllt die Atmosphäre mit frühlingshafter Wärme. Gekonnt feinteilig hat Jan Brueghel d.Ä. die Staffagefiguren in der „Rast an der Windmühle“ in die Freiluftszenerie eingebunden. Er schildert weitläufige Felder an einem Stadtrand, in denen Vorder-, Mittel- und Hintergrund fließend weich ineinander übergehen und noch dem traditionellen Schema der verblauenden Landschaft folgen. Unterhalb einer am linken Bildrand platzierten Holzmühle befindet sich eine lose verteilte Gruppe von Bauern, die im Begriff ist, sich zur Rast niederzulassen. Die weißen Pferde haben sich bereits zur Erholungspause abgestellt, eines der Tiere wurde schon abgetrenst und grast frei auf der Wiese, ein anderes braunes Ross wird gerade von seinem Reiter aus dem Kutschzaum befreit. Mit dieser Breughelschen Arbeit schickt das Wiener Dorotheum ein Schmuckstuck flämischer Malerei des 17. Jahrhunderts in seine Versteigerung „Alte Meister“. Die Landschaft in ihrer hell-dunklen Farbgliederung, die warme Stimmung und die technische Präzision in der Schilderung des Bildpersonals identifizieren das Gemälde als ein Meisterwerk Brueghels, das nun als einer der Hoffnungsträger für 300.000 bis 500.000 Euro ins Rennen geht. ...mehr

Malerei des 19. Jahrhunderts im Wiener Dorotheum

Überfall der Wegelagerer


Friedrich Gauermann, Der erlegte Hirsch, 1840

Meister aus Österreich stellen einige der Hauptlose auf der kommenden Versteigerung von Gemälden oder gemäldehaften Papierarbeiten des 19. Jahrhunderts im Wiener Auktionshaus Dorotheum. Allen voran steht mit gleich vier Offerten der Biedermeiermaler Friedrich Gauermann, der insbesondere mit seinen ebenso lebensnahen wie technisch perfekten Naturschilderungen aus der alpinen Bergwelt Berühmtheit erlangte. Ein solches Werk ist sein „Hirsch am Gosausee“ mit dem Dachstein im Hintergrund, ein verhältnismäßig kleines und trotzdem 40.000 bis 60.000 Euro teures Ölbild. Mit 80.000 bis 150.000 Euro noch tiefer in die Tasche langen muss man für seine 1840 verbildlichte Szene, in der ein von Hunden begleiteter Waldbauer einen erlegten Hirsch auf einem Ochsenkarren nach Hause schafft. In die Niederungen des Daseins alpiner Wegelagerer entführt Gauermann den Betrachter mit seinem „Überfall“, datiert 1834: Eine durch die Berge rumpelnde Kutsche wird soeben das Opfer hinterhältiger Räuber, gnadenlos haben sie den sich wehrenden Kutscher niedergeschossen, eine der Damen ist bereits in Ohnmacht gefallen. Das laut Provenienzangabe ehemals im Besitz des Hauses Habsburg befindliche Gemälde soll 50.000 bis 70.000 Euro kosten. ...mehr

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