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Am 03.05.2017 Auktion 1084: Berlin Auktion - Sammlung Gronert - Russian Sale

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Tänzerin / Franz von  Stuck

Tänzerin / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Ruinen des Parthenon, 1877 / Carl Friedrich Heinrich Werner

Ruinen des Parthenon, 1877 / Carl Friedrich Heinrich Werner
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Zwei Figuren vorm Meer / Erich Heckel

Zwei Figuren vorm Meer / Erich Heckel
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AktuellAktuell:Auktionen

Gute Maler des 19ten Jahrhunderts boomen, die Zeichnungen laufen auch ganz prächtig, nur der Altmeistermarkt stagniert auf hohem Niveau bei Lempertz in Köln

Fifty-fifty


Hans Hoffmann, Feldhase, 1582

Nun schließt sich also beinahe der Kreis wieder für Hans Hoffmanns Dürer-Hase. Vor dem Zweiten Weltkrieg war das 1582 datierte Blatt Bestand der Kunsthalle Bremen, doch dann wurde es zusammen mit anderen Beständen des Museums nach Schloss Karnzow in der Mark Brandenburg ausgelagert. Von dort ließ es die Sowjetunion als Beutekunst in ihr Reich mitgehen. Nachdem vor wenigen Jahren ein Versuch, den Hasen weiterzuvermitteln, gescheitert war, kam er jetzt erneut nach Lempertz zur Auktion. Und diesmal hat es geklappt: Der belgische Einlieferer, der den Hasen vor geraumer Zeit in gutem Glauben erworben hat und als rechtmäßiger Besitzer nicht angezweifelt werden konnte, und die Kunsthalle Bremen, die Einsprüche erhob, einigten sich auf einen Kompromiss: Je die Hälfte des Erlöses ging an beide Parteien. Da war es nur recht, den Schätzpreis von vor acht Jahren einfach zu verdoppeln, von 500.000 bis 600.000 Mark auf 500.000 bis 600.000 Euro. Die Rechnung ging auf: Nach heftigen Bietgefechten vor allem an Telefonen hoppelte der Hase für 580.000 Euro in den Besitz eines Privatsammlers aus Norddeutschland – er kommt also zumindest in die Nähe seines alten Zuhauses vor dem Zweiten Weltkrieg zurück. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Grisebach in Berlin

Bilder, die sich selbst erklären


Leopold Fertbauer, Damenbildnis (Baronin Ottilie Bibra?), 1840

Fast vierhundert Losnummern zumeist von Künstlern der zweiten und dritten Garde lässt das Berliner Auktionshaus Grisebach am Vormittag des 31. Mai in den Auktionssaal fahren. Ähnlich wie in den „Ausgewählten Werken“ gibt es ein kleines Vorgeplänkel an Arbeiten des 19ten Jahrhunderts, etwa ein schönes Biedermeierdamenbildnis Leopold Fertbauers von 1840 (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR) und eine plakative Farblithografie Henri de Toulouse-Lautrecs mit dem Titel „Mademoiselle Marcelle Lender, en buste“ von 1895 (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Den deutschen Impressionismus führen Max Liebermanns Pastell „Schafhirtin und kleines Mädchen auf der Düne“ um 1897 und eine in Öl auf Pappe gemalte „Dorfstraße in Noordwijk“ von 1905 an (Taxen je 40.000 bis 60.000 EUR). Nicht zu verachten ist aber auch Lesser Urys „Gartenlichtung mit Zaun“ von 1883 (Taxe 20.000 bis 25.000 EUR). Charakteristischer gegenüber diesem Frühwerk des Berliner Meisters sind freilich seine späteren Pastelle wie der abendlich leuchtende „Gardasee“ (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR) und die verschwimmenden „Kiefern vor Havellandschaft“ für 8.000 bis 10.000 Euro. ...mehr

Zeitgenössische Kunst bei Lempertz

Mordwerkzeug Axt


Am 29. Mai, einen Tag nach den Modernen, kommen die Zeitgenossen im Kölner Auktionshaus Lempertz an die Reihe. Ein gutes halbes Tausend Lose listet der Katalog, darunter eine Vielzahl von Arbeiten im höheren fünfstelligen Schätzwertbereich und ein Dutzend jenseits der Hunderttausend. Von manchen Künstlern gibt es ganze Konvolute zu bewundern, allen voran die fast fünfzig Nummern umfassende Polke-Sammlung des Hamburger Kunsthistorikers Carl Vogel, der zwischen 1976 und 1989 Präsident der dortigen Hochschule für bildende Künste war und Werkverzeichnisse zur Druckgrafik von Horst Janssen, Otto Rohse und Franz Erhard Walther verfasste – und natürlich zu Sigmar Polke. Zur Versteigerung gelangt nun ein Konvolut mit Arbeiten des frühen, 1941 geborenen Meisters aus den 1960er und 1970er Jahren auf charakteristischem kleinen Format. Eine gewisse ironisch reduzierte Gegenständlichkeit zeichnet diese Arbeiten aus, etwa „Florale Motive“ auf rosa Grund oder eine „Landschaft mit schwarzen Palmen“. Auch einer seiner Kartoffelköpfe gibt sich die Ehre (Taxen je 40.000 EUR). ...mehr

Grafik, Gemälde und Zeichnungen des 15ten bis 19ten Jahrhunderts bei Bassenge

Nicht ohne meine Landschaft


Albrecht Dürer, Bildnis Kaiser Maximilians I., nach 1519

Manieristen erheben hohe Ansprüche auf der Grafikauktion des Berliner Hauses Bassenge am 29. Mai. Allen voran Hendrick Goltzius, von dem nicht nur mehrere kraftvolle Antikenheroen in Kupferstichen für bis zu 2.400 Euro aufmarschieren, sondern auch Neptun und Galatea, die der Künstler auf zwei zusammengehörige Clair-obscure-Holzschnitte bannte (Taxe 4.500 EUR). Jacob Matham schließt sich mit seinen Kupferstichen, etwa den drei Blättern mit den schönen alttestamentlichen Frauengestalten Sarah, Rebecca, Lea und Rahel für 1.800 Euro direkt an Goltzius an. Jan Harmensz Muller nimmt sich den Deutschen Bartholomäus Spranger zum Vorbild und sticht dessen kraftvolle Szene „Lot und seine Töchter“ sowie „Bellona, die kaiserliche Armee gegen die Türken anführend“ nach (Taxen je 6.000 EUR). ...mehr

Ausgewählte Werke bei Grisebach in Berlin

Beckmann, der alte Wagnerianer


Wenn schon die Millionenwerte vielleicht nicht ganz an die der großen Auktionen in New York und London heranreichen, so haben die 84 „Ausgewählten Werke“, die am 30. Mai bei Grisebach wieder die bedeutendste Moderne- und Zeitgenossenauktion auf deutschem Boden in dieser Saison bestreiten werden, der internationalen Konkurrenz doch eines voraus: Die langen Zeiten, die sie bisher bei ihren Einlieferern zugebracht haben. Zahlreiche Werke sind darunter, an denen die Käufer oder ihre Erben schon seit vielen Jahrzehnten hingen. Manche können gar das aufweisen, was jedes Sammlerherz höherschlagen lässt: Marktfrische. Auch sonst beeindruckt das erlesene Angebot in jeder Hinsicht. Emil Nolde schlägt wieder durch seine wundervollen leuchtenden Aquarelle in den Bann, August Macke verwirklicht seinen Traum von Mensch und Natur im Einklang – selbst wenn es eine Industrienatur ist –, und mit den Zeitgenossen bestätigt die Villa Grisebach einmal mehr, dass sie im gesamten 20ten Jahrhundert zu Hause ist. Eine Zuschlagsquote von 96 Prozent wie im vergangenen November – das wäre doch was. Jetzt müssen nur noch die Sammler, Händler und – vielleicht auch einmal – Museen mitziehen. Die Offerte stimmt jedenfalls. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Karl & Faber in München

Eisenhelm mit Totenschädel


Ein wenig merkt man schon, dass Richard Ziegler Autodidakt war. Unverkennbar sind seine grob behauenen, farbintensiven Figuren, die die kaum etwas von der Landschaft erkennen lassen und zugleich aber selbst keine plastische Wirkung entfalten. Als das Gemälde „Die Badenden vor Taormina“ in der Mitte der 1920er Jahre entstand, kam dieser Stil den künstlerischen Absichten der Zeit durchaus entgegen, die mimetische Abbildung nicht mehr anstrebte und lieber etwas über die Geisteshaltung des Schöpfers aussagte. Eine solche teppichartige Wirkung hatten schon die Werke Gauguins erzielt, Menschen hatte schon Matisse im Reigen tanzen lassen – wenn auch nicht so statisch und selbstbezogen wie Ziegler in seinem Bootsbild. Der Künstler, der 1891 geboren wurde und erst 1992 starb, zählte Robert Musil und Arthur Segal zu seinen Freunden, beteiligte sich an der „Novembergruppe“ wie Dexel, Felixmüller und Feininger. Doch sein Werk wurde weitgehend vergessen. Karl & Faber in München versuchen nun im vorliegenden Fall, mit einem Schätzpreis von 20.000 bis 25.000 Euro an seinen Wert zu erinnern. ...mehr

Moderne Kunst bei Lempertz in Köln

Gruselei in Brilon


Walter Ophey, Turm in Brilon, um 1922

Walter Opheys fantastische Interpretation des mächtigen Kirchturms der mittelalterlichen Propsteikirche im westfälischen Brilon ist einer der Höhepunkte der Moderne-Auktion bei Lempertz in Köln. Die gemessene Pracht der 1631 errichteten Barockhaube, die als eine Art Wahrzeichen die beschauliche Kleinstadt überragt, ist beim 1882 geborenen Ophey zu einem bedrohlich emporschießenden, grüngelblich schimmernden Solitär umgewandelt, unter dem die kleinen Häuser und Bäume schwer erdrückt werden. Die Mauern sind perspektivisch entstellt, die vier Ecktürmchen scheinen in alle verschiedenen Richtungen zu zerren, ja der ganze Helm schier platzen zu wollen. Dazu der tiefblaue, nächtliche Grund und die rötlichbraunen, zerrissenen Wolken links und rechts – man möchte diesem lebendig gewordenen Gemäuer nicht im Dunkeln begegnen und ist doch von seiner haptischen, monumentalen Präsenz wie gebannt. Das expressionistische Gemälde ist bisher nicht bekannt gewesen. Datiert wird es vom Ophey-Experten Stefan Kraus auf die Zeit um 1922, geschätzt ist es auf 35.000 bis 40.000 Euro. Ein „Brennender Dornbusch“, um 1913 von Ophey während einer kurzzeitig religiös inspirierten Phase entstanden, liegt bei 25.000 bis 30.000 Euro. ...mehr

Zeitgenössische Kunst im Dorotheum Wien

Uecker nagelt Porzellanteller


Acht Arbeiten des Engländers Banksy hat das Dorotheum auf der kommenden Zeitgenossenauktion am 28. Mai im Programm – wenn man denn bei diesem Phantomkünstler, über den kaum jemand etwas weiß und der seit geraumer Zeit in der street art mehr herumgeistert als wirklich präsent ist, von „Arbeiten“ sprechen kann. Eher scheint seine Kunst rasch und wie nebenbei hingesprüht, wiewohl nicht unüberlegt, wenn man die gewählte Aufteilung seines Siebdrucks „Weston-Super-Mare“ aus dem Jahr 2003 betrachtet (Taxe 22.000 bis 28.000 EUR). Eine böse Persiflage ist seine „Queen Vic“ in derselben Technik ebenfalls von 2003: Die englische Königin als Lesbe, doch auch beim Sex noch mit ihren Insignien geziert (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR)! 35.000 bis 45.000 Euro soll sein „Happy Cop“ mit gelbem Smiley kosten, der schon 2003 zusammen mit weiteren seiner uniformierten Kollegen die Besucher der etwas alternativen WUK Kunsthalle Exnergasse Wien erfreute. Ein Jahr später unternahm der Künstler eine Berlin-Tour, von der unter anderem eine Ratte mit Herz und eine Ratte mit Schirm auf einem Kellerfenster und einer verputzten Ziegelmauer übrigblieben (Taxen je 30.000 bis 50.000 EUR). Ähnlich rätselhaft wie Banksy ist die Gestalt, die unter dem Namen „Faile“ 2003 eine rund fünf Meter breite Parkplatzmauer in Berlin mit Graffiti tapezierte. Jetzt soll das gute Stück für mindestens 45.000 Euro verkauft werden. ...mehr

Mit seiner Alten und Neueren Kunst gelingt dem Kölner Auktionshaus Van Ham ein sehr solider Abschluss

Nackte Schönheiten beim symbolistischen Naschen


Hermann Corrodi, Am Nil

Drei wunderbare Stillleben bildeten die Glanzpunkte der Versteigerung Alter Meister bei Van Ham am 16. Mai, und besonders erfreulich war es, dass gerade diese Werke von den Bietern zum Teil weit über ihre Schätzpreise hinausgehoben wurden. Zunächst ging es um eine reiche, haptische und doch entrückt in einem leeren schwarzen Raum schwebende Früchtegirlande Jacob van Walscapelles aus dem Jahr 1674, die ein heißes Bietgefecht von 50.000 auf 125.000 Euro katapultierte. Das zweite, ebenfalls 1674 datierte Werk stammt von dem knapp eine Generation älteren Willem van Aelst und zeigt ebenfalls vor schwarzem Hintergrund ein üppiges Stillleben mit erlegtem Rebhuhn und allerlei Jagdutensilien auf einer edlen Marmorplatte. Auch hier besticht neben der wirklichkeitsnahen Malerei die entrückende Wirkung. 100.000 Euro kamen zusammen (Taxe 30.000 EUR). Beide Bilder wandern nun in die Vereinigten Staaten. Der Dritte im Bunde war Jan Breughel d.J., dessen Sommerblumenstrauß in einer Glasvase über die 30.000 Euro allerdings nicht hinauskam. Niederländische Leidenschaft holte das Werk zurück in die Heimat. Bei so vielen guten Nachrichten konnte auch die Zuschlagsquote von 54 oder – wenn man die Zuschläge unter Vorbehalt abzieht – nur 38,5 Prozent das Gesamtbild kaum trüben. ...mehr

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News vom 27.04.2017

Art Cologne Award für Paul Spengemann

Neue Antiquitätenmesse in Brüssel

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Brachum Kunstpreis für Frauke Dannert

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Ida Ekblads künstlerische Freiheit siegt in Hamburg

Neue Messe „Paper Positions“ beginnt in Berlin

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