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Am 23.09.2017 53. Kunstauktion - Bildende Kunst des 17. - 21. Jahrhunderts

© Schmidt Kunstauktionen Dresden

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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

Leda mit dem Schwan / Eduard Veith
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Sitzende Bäuerin mit Kind, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

Sitzende Bäuerin mit Kind, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner
© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Ergebnisse: Kunst und Antiquitäten bei Neumeister in München

Skulpturen halten die Bilanz oben


Christoph Rodt, Jonas und der Wal

Dass das Münchner Auktionshaus Neumeister in diesem spannenden Herbst im Kraftfeld zwischen Koller in Zürich und Grisebach in Berlin, Lempertz in Köln und Hassfurther in Wien nicht ganz unterging, verdankt es vor allem seinen Skulpturen aus Mittelalter und früher Neuzeit, die am 3. Dezember eine eigene Sonderauktion beanspruchten. Keines der aus süddeutschem Privatbesitz stammenden Stücke erreichte zwar auch nur annähernd die Sechsstelligkeit, wenige landeten überhaupt bei 10.000 und mehr Euro. Doch zeigte schon die hohe Zuschlagsquote von gut 61 Prozent, dass alte Kunst noch eher als Garant für Sicherheit und Berechenbarkeit dient als der ehedem neueste, bald aber schon verblasste Schrei. Hinzukamen außerordentlich günstige Schätzpreise, mit denen Neumeister das Interesse der Bieter mächtig angestachelt haben dürfte – eine Strategie, die letztlich nicht immer zu einem preislich angemessenen Endergebnis führen muss, die Bilanz aber jedenfalls wesentlich aufpeppt. ...mehr

Zeitgenössische Kunst bei Ketterer

Stahlstücke zu Berge stehend


Ketterer in München erbrachte am 4. Dezember einmal mehr den Beweis für sein Expertentum im Gebiet der abstrakten Kunst der zweiten und dritten Generation. Soviel Abstraktion war sogar für dieses Auktionshaus selten. Ein ganzer Katalog widmete sich der besonderen Variante des Informel, wenn auch nur mit 23 Losnummern. Gegenstand war die Sammlung des 2000 verstorbenen Werbepsychologen Kraft Bretschneider, die zugunsten der ein Jahr darauf von seiner Nichte und Erbin Donata Bretschneider gegründeten „Stiftung Kunst und Recht“ versteigert wurde. Dass hier kein einziges Werk liegenblieb, lag an der Marktfrische der Werke, der teils günstigen Schätzungen, der kenntnisreichen Geschlossenheit der Kollektion und natürlich auch am guten Zweck der Versteigerung. ...mehr

Auch mit den Gemälden und Zeichnungen Alter und Neuerer Meister liegt das Berliner Auktionshaus Bassenge gegenwärtig über dem Durchschnitt

Der Indianer in Berlin


Charles Schreyvogel, Bildnis von Rain in the Face, Kriegshäuptling der Hunkpapa Sioux

Ein leichtes Leben hatte er wirklich nicht, der Indianerhäuptling, den der amerikanische Maler Charles Schreyvogels einst portraitierte. 1835 in North Dakota geboren, musste Rain in the Face mit ansehen, wie sein Volk allmählich von den Weißen, die auf der Suche nach Gold und Land waren, immer weiter ausgerottet wurde. Bereits mit zwanzig Jahren zum Häuptling der Hunkpapa Sioux gewählt, konnte er der Austilgung durch kriegerische Gegenmaßnahmen jedoch zeitweise erheblichen Widerstand entgegensetzen, so vor allem im Dezember 1866, als er eine Abteilung der amerikanischen Armee in eine Falle lockte und mit Stumpf und Stiel vernichtete. Später mehrmals gefangen genommen, befreit, exiliert oder in neuerlichen Schlachten gebraucht, ergab er sich schließlich 1880 den Amerikanern und starb erst 1905 mit rund siebzig Jahren. Das Gemälde, das vom Karl-May-Museum in Bamberg zur Auktion Alter und Neuerer Meister bei Bassenge am 28. November gegeben wurde, ließ den Namen dieses großen Indianers jetzt einmal mehr groß erklingen: 80.000 Euro bezahlte ein belgischer Sammler für das lebensnahe Bildnis. Der Schätzpreis hatte bei 24.000 Euro gelegen. ...mehr

Die Jubiläumsauktion im Wiener Kinsky schlug sich im schwierigen Umfeld recht ordentlich

Schlacht um Schlacht


Die erste zielt, die zweite fällt, die dritte fängt die zweite auf und trauert schon um sie. Amazonen sind es, „Kampfweiber“, wie man sie etwas despektierlich nennen könnte, ein Bild der geballten Frauenpower und nicht zuletzt hocherotischer Reize von den muskulösen, dominanten Beinen aufwärts bis in stahlblauen Augen und die Spitzen der wohlfrisierten Haare. Manchen wird Friedrich Königs leider undatiertes Gemälde vielleicht nicht ganz zu Unrecht suspekt sein. Seiner merkwürdig suggestiven Kraft, die nicht zuletzt in den starken, etwa an die Jugendstilmalerei eines Ludwig von Hofmann erinnernden Farbkontrasten resultiert, wird sich aber wohl niemand entziehen können, gleichgültig ob mit Bewunderung oder Abscheu. Ein Bild, das polarisiert also – und daraus offenbar Kapital schlägt. Der Wettkampf um Königs Werk war jedenfalls am 2. Dezember im Wiener Auktionshaus Kinsky recht heftig. 86.000 Euro bedeuteten für König einen neuen Auktionshöchstpreis. Taxiert war das Gemälde auf 50.000 bis 100.000 Euro. ...mehr

Schweizer Kunst geht bei Sotheby’s in Zürich neuerdings etwas schleppend

Preiskorrektur: zurück ins Jahr 2005


Ferdinand Hodler, Der Mäher, 1910

Nicht nur bei den großen Auktionen in London und New York, auch in Zürich mit Schweizer Kunst musste das Auktionshaus Sotheby’s jetzt deutliche Einbußen hinnehmen. Nach Angaben des Hauses lag der Prozentsatz der Zuschlagshöhe, den die 135 Lose gegenüber ihrer Schätzpreissumme am 26. November einfahren sollten, nur bei 51,3 Prozent, mit Aufgeld knapp 6 Millionen Franken. Die Quote nach Anzahl der Lose lag bei knapp 64 Prozent. Das bedeutet, dass die Absatzprobleme besonders bei den preisstarken Werken auftraten, eine Vermutung, die sich bei einer Betrachtung im Einzelnen durchaus bestätigt. Von den drei Millionenpreisen konnte nur einer erreicht werden, und auch der blieb deutlich unter der Schätzung von mindestens 1,5 Millionen Franken zurück: Ferdinand Hodlers „Mäher“, der sich später in einer der vielen Versionen auch auf einem Geldschein wiederfand, wurde bereits bei 1,2 Millionen Franken einem Schweizer Privatmann zugeschlagen. ...mehr

Höhepunkte der Design-Geschichte V bei Quittenbaum in München

Gut minus


Verner Panton, Vier Leuchtelemente „Spiegel“, 1968

Durchaus wählerisch zeigte sich die Kundschaft am 10. November bei Quittenbaums fünfter Ausgabe der „Höhepunkte der Design-Geschichte“. Recht einträglich ging es los mit einer Reihe bedeutender Jugendstillampen, die zwar zum Teil deutlich unter den Schätzungen blieben – so eine Tischlampe „Daffodil“ der Tiffany Studios schon für 16.100 Euro, erwartet waren 28.000 Euro –, aber doch im wesentlichen zugeschlagen wurden. Das älteste Stück war eine Tischlampe Henry van de Veldes von etwa 1897 mit mehr oder weniger offener Konstruktion und einfachem Messingschirm, aber umso aufwändigerem Fußgestell. Hier kamen 14.000 Euro zusammen (Taxe 15.000 EUR). Ebenso wurden zwei Tischlampen von Emile Gallé und Daum Frères in etwa taxgerecht zu 14.000 und 14.500 Euro weitervermittelt. Erfreulich auch die frühen Weimarer Bauhausarbeiten, allen voran eine getriebene und gelötete Blechteebüchse Wilhelm Wagenfelds aus dem Jahr 1924, die ein deutscher Galerist von 18.000 auf 25.000 Euro hob. Großen Anklang fand auch Josef Hartwigs im selben Jahr entworfenes hölzernes kubistisches Schachspiel im Originalkarton, das seinen großen Namen schon im Titel „Das Bauhaus Schachspiel“ erklingen lässt. Erst bei 12.500 Euro fand das Ringen darum durch einen deutschen Sammler ein Ende (Taxe 3.500 EUR). ...mehr

Moderne Kunst bei Hauswedell & Nolte

Bekanntes lässt die Kassen klingeln


Die schlechte Nachricht ist den Franzosen zuzuschreiben: Erst bei Nummer 17 beginnt die Zuschlagsliste der Versteigerung ausgewählter Werke von Hauswedell & Nolte am 5. Dezember, weil die Grafiken und Zeichnungen von Henri de Toulouse-Lautrec, Edgar Degas, Pierre-Auguste Renoir, Paul Signac, Pierre Bonnard und vor allem Jacques Villon, dessen „Parisienne, tournée à droite“ gleich achtmal ihren Auftritt hatte, in auffallender Vollständigkeit ihre Dienste versagten. Hier ist vor allem das Ausbleiben amerikanischer Sammler zu konstatieren, die sonst bei Hauswedell & Nolte gerne den Impressionismus und sein Umfeld mitnahmen. Zu den Rückgängen gesellte sich in Hamburg auch noch der Norweger Edvard Munch, dessen rote Lithografie „Das kranke Kind I“ von 1896 mit 320.000 Euro allerdings auch sehr anspruchsvoll taxiert war. Was der Bauer – sprich der deutsche Sammler, der ja im gegenwärtigen Herbst das deutsche Auktionsgeschehen wesentlich mitbestimmt – nicht (so gut) kennt, kauft er also nicht, woraus nun die erfreuliche Nachricht folgt: Der deutsche Expressionismus feierte – wie fast auf jeder derzeitigen Versteigerung der großen Häuser – seine fröhlichsten Urständ. ...mehr

Zeichnungen und Druckgrafik im Dorotheum

Mode, Tiere, Wienveduten


Pseudo-Sassi, Akrobaten

Mit einem Zuschlagsergebnis von rund 34 Prozent lag die vergangene Grafik-und Zeichnungsauktion im Wiener Dorotheum ganz im Rahmen der vergangenen Jahre. Auch die Tatsache, dass nur zwei Preise jenseits der 10.000 Euro lagen, war kein Grund zur Beunruhigung. Vielmehr bot sich hier für Käuferschichten mit schmalerer Geldbörse die Gelegenheit, schöne Entdeckungen zu machen und spezialisierte Sammlungen zu bereichern. Vor allem die Italiener hatten viel zu bieten. So war es nicht nur immer Giovanni Battista Piranesi, dessen reiches Grafikkonvolut – diesmal vornehmlich aus den „Le Antichitá Romane“ für bis zu 4.000 Euro weit über den Schätzungen mehrheitlich den Besitzer wechselte, sondern auch eine Reihe Zeichnungen weniger bekannter Meister. 4.500 Euro verbuchte etwa jener Meister, der als Pseudo-Sassi um 1700 wohl in Neapel wirkte, für eine spritzige Federskizze von Akrobaten, die sich um einen Pfosten schwingen (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR). ...mehr

Moderne Kunst erfolgreich in Ketterers neuem Domizil

Der Sturm im Wind


Einen guten Start erwischte das Münchner Auktionshaus Ketterer mit neuem Katalogoutfit und neuer Behausung in der Joseph-Wild-Straße im Stadtteil Riem. Auch angesichts der Tatsache, dass der deutsche Kunstmarkt vom Rückgang vor allem der internationalen Käuferschaft nicht ganz unbetroffen blieb, zeigten sich Bieter besonders während der Moderne-Auktion am 3. Dezember ausnehmend rege. Die hohen sechsstelligen Beträge gingen sämtlich von Konten deutscher Sammler. Die Spitzenwerke großteils noch heißer umkämpft als erwartet, im Mittelfeld ein paar bedauerliche Rückgänge und unter den unteren Preisschichten einige, die sich rasch heraufarbeiteten – das ist die Bilanz der gut besuchten Veranstaltung. Und nach Angaben des Hauses ein Zuwachs gegenüber der Juni-Auktion – immerhin auf dem Höhepunkt des internationalen Kunstmarkts – um weitere 200.000 Euro. Trotz der nicht allzu hohen losbezogenen Zuschlagsquote von 44 Prozent war bei Ketterer von Krise also nicht soviel zu spüren. ...mehr

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