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Am 29.04.2017 Kunstauktion April 2017

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Tänzerin / Franz von  Stuck

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Ruinen des Parthenon, 1877 / Carl Friedrich Heinrich Werner

Ruinen des Parthenon, 1877 / Carl Friedrich Heinrich Werner
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Zwei Figuren vorm Meer / Erich Heckel

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AktuellAktuell:Auktionen

Silber im Dorotheum

Rundreise durch das silberne Europa


Caspar Beutmüller d.Ä., Doppelbecher, Nürnberg um 1590

Das Dorotheum blitzt und funkelt wieder aus allen Knopflöchern bei seiner großen Silberauktion am 11. Mai in Wien. Wenngleich wichtige Werke bereits in der Antiquitätenauktion Anfang April auf dem Programm standen, bleibt für das Familientreffen der eigenen Gattung immer noch eine reiche Auswahl, die weit über vierhundert Losnummern füllt. Die frühesten Stücke reichen bis ins späte 16te Jahrhundert zurück – und machen auch gleich den Anfang. Caspar Beutmüller, der erste seines Namens einer Nürnberger Goldschmiededynastie, schuf um 1590 einen Doppelbecher mit kräftiger Buckelgliederung. Manche Details lassen noch die Nachwirkungen der Spätgotik spüren (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Rasch landet man in der bedeutenden Gold- und Silberschmiedemetropole Augsburg. Hier ist Gabriel Bessmann mit einem Deckelhumpen zu nennen, dessen Wandung mit getriebenen Bacchanalszenen geschmückt ist (Taxe 7.000 bis 10.000 EUR). Und verlässt sie ebenso rasch wieder, um über einen für medizinische Zwecke gedachten Bisamapfel süddeutscher Herkunft des 17ten Jahrhunderts (Taxe 14.000 bis 18.000 EUR) in südostmitteleuropäische Gefilde einzudringen. ...mehr

Rückblick: Bücher und Grafik bei Venator & Hanstein

4.000 Euro für zwei Striche


Ein „Atlas, das ist Abbildung der gantzen Welt mit allen darin begriffenen Ländern und Provintzen“ von Gerhard Mercator und Jodocus Hondius aus dem Jahr 1633, der für 25.000 Euro in den ausländischen Handel ging (Taxe 10.000 EUR), oder eine Sammelhandschrift mit Predigten des niederländischen Klerikers Geerte Grote und anderer Theologen aus dem frühen 15ten Jahrhundert für 26.000 Euro, von der ein weiteres bekanntes Exemplar wohl beim Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln untergegangen ist (Taxe 9.000 EUR): das waren zwei der Höhepunkte in der Bücher-, Grafik- und Autografenauktion von Venator & Hanstein am 27. März in Köln. Demgegenüber mussten die grafischen Arbeiten Alter Meister der Kunst etwas zurückstecken – wäre da nicht Rembrandt gewesen. Für seine Blätter konnte das Haus erfolgreich Beträge bis in den niedrigen fünfstelligen Bereich hinein verlangen, so dass der Hammer am Ende bei 14.500 Euro für seine 1655 entstandene Radierung „Abrahams Opfer“ (Taxe 15.000 EUR) und bei 11.500 Euro für die „Landschaft mit der saufenden Kuh“ aus der Zeit um 1650 fiel (Taxe 6.000 EUR). ...mehr

Sammler hochkarätiger Silber- und Porzellanarbeiten dürfen sich wieder auf die kommende Auktion von Schloss Ahlden freuen

Teurer Zorn


Heinrich Eichhoff, Deckelhumpen, Hamburg um 1675

Schloss Ahlden bleibt Spitze im deutschen Auktionsgeschehen, wenn es um Kunsthandwerk im Bereich Silber und Porzellan geht. Kein zweites Auktionshaus hat ein derart breit gefächertes Angebot mit ähnlich exzeptionellen Stücken im Programm. Bedient werden sowohl die Sammler von Spitzenwerken als auch die Interessenten an günstigen Utensilien für den gehobenen Hausgebrauch. Am 1. und 2. Mai wird dieser Status einmal mehr bestätigt. Allein rund 260 Silberarbeiten vom 16ten bis zum 20sten Jahrhundert und etwa 340 Porzellane mit Schätzpreisen bis in die hohe Fünfstelligkeit hinein warten an diesen zwei Tagen auf Abnehmer. Dazu kommen noch mehr als 300 Möbel und Einrichtungsgegenstände, circa 230 Gemälde und andere Antiquitäten zum Einsatz – insgesamt eine rund 1850 Losnummern umfassende Auktion. Und selbst der Schmuck funkelt aus allen Knopflöchern, mit einem 10,97 Karat schweren Diamanten in sogenannten rechteckigen Emerald Step Cut an einem Weißgoldring bei 220.000 Euro als Toplos der gesamten Veranstaltung. ...mehr

Nagel behauptet sich gut mit moderner und zeitgenössischer Kunst

Filla bleibt teuer


Mit Emil Filla wird man auf dem Auktionsmarkt immer wieder rechnen müssen. Auch Nagel in Stuttgart hatte am 21. April ein kubistisch anmutendes Stillleben mit Früchten und Mandoline des Tschechen im Angebot, 1929 und damit auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Laufbahn entstanden. Vorsichtig entschied man sich für eine Schätzung von 15.000 Euro, doch das war nur ein Anreiz zur Steigerung: Auf das Dreifache schnellte der Preis für die mittelgroße Leinwand hoch und liegt damit auf einem Niveau, das Fillas Kunst schon etwas eher gerecht wird. Zugleich war dieser Zuschlag der Höhepunkt einer Auktion, die insgesamt wohl zu den besten ihrer Art in Stuttgart zählen dürfte. Und die Besucher folgten weitgehend dem mitunter anspruchsvollen Angebot, das auch Seitenwege der deutschen Avantgarde nachverfolgte. Fast 64 Prozent der Lose wurden übernommen, immer noch gute 56 Prozent waren es abzüglich der Vorbehaltszuschläge, von denen einige wenige gar nur zur Hälfte des Schätzpreises erfolgen mussten. Aber das waren nur wenige Enttäuschungen an diesem alles in allem erfreulichen Dienstag. ...mehr

Ketterer verlegt seine Auktionen mit Kunst des 15ten bis 20sten Jahrhunderts nach München

Konzentration in Bayern


Die kleinen Auktionen hat Ketterer jetzt von Hamburg nach München verlegt. Folglich gibt es am 28. und 29. April auch keine norddeutschen Künstler und auch keine maritime Kunst mehr in einer eigenen Abteilung. Als Sonderkapitel geblieben ist noch die kleine Gruppe des „Expressiven Realismus“, rund 45 Gemälde und Arbeiten auf Papier, die sich diesmal allerdings auch mit einem Platz im Hauptkatalog bescheiden müssen. Hermann Mühlens Wiedergabe zweier liegender Akte in einer Landschaft, die 1921 eine durchaus eigenständige künstlerische Haltung einnimmt, ist hier mit 4.000 bis 5.000 Euro am höchsten bewertet. Vielleicht lohnt sich aber auch die Investition von voraussichtlich 3.000 bis 4.000 Euro in einen leuchtenden Herbstgarten Franz Franks ebenfalls aus der Nachkriegszeit oder 3.500 bis 4.500 Euro für Otto Dünkelsbühlers Ölbild einer südlichen Landschaft, die in schönen hellen Farben erstrahlt und eigentlich gar nicht so expressiv anmutet. Oder zieht Karl Zuckschwerdts neusachliches Bildnis einer Dame am Fenster mit vorbeifahrender Trambahn aus dem Jahr 1928 die größte Aufmerksamkeit auf sich (Taxe 1.200 bis 1.500 EUR)? Chancen haben alle diese Künstler, die in die erste Riege wohl niemals aufsteigen werden. ...mehr

Jugendstil und Art Déco bei Quittenbaum in München

Disteln statt Lilien


Samuel Schellink, Henkelvase, 1900

Wieder treten fast 700 Objekte aus Jugendstil und Art Déco beim Münchner Spezialisten für Kunsthandwerk des 20sten Jahrhunderts Quittenbaum an. Und erneut ist die Qualität hoch am 28. April. Allein rund 220 Losnummern widmen sich dem französischen Glas der ersten Jahrhundertshälfte. Keine der großen Firmen fehlt: Gabriel Argy-Rousseau entsendet eine blauviolette Vase namens „Feuilles Modernes“ aus dem Jahr 1925 (Taxe 7.000 EUR), die ungewöhnlich reiche Offerte an skulpturalen Utensilien Amalric Walters reicht von einer Schmuckdose mit Schneckengriff (Taxe 4.500 EUR) bis hin zur Vase „Blé“ von etwa 1925 in blaugrüner Färbung (Taxe 6.000 EUR), und Burgun, Schverer & Co. aus Meisenthal schmückten ihre leicht balusterartige Vase zwischen 1896 und 1903 mit einem festlich blühenden Storchenschnabel (Taxe 8.000 EUR). Bereits dem Art Déco gehört René Laliques bekannte Kugelvase „Penthièvre“ mit stilisierten Fischen aus dem Jahr 1926 an, diesmal in kobaltblau gefärbt (Taxe 9.000 EUR). ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Lehr wieder in Hochform

Qualität im Ausgefallenen


Ein kleines, unprätentiöses Stillleben Franz Domscheits, das jedoch durch seine schöne Farbigkeit und den reizvollen Wechsel zwischen scharf konturierten Gegenständen und verwischtem Hintergrund besticht (Taxe 3.000 EUR), ein packender expressionistischer Farbholzschnitt unter dem Titel „Dame in Grün“ aus dem Jahr 1916 von Otto Lange (Taxe 1.800 EUR), eine zwischen dem Grün der blühenden Bäume und dem Grau der Mietshäuser und Regenwolken changierende Straßenimpression Otto Nagels von 1934 (Taxe 9.000 EUR), mächtig aufgetürmte „Allgäuer Berge“, deren suggestives Braun alles zu verschlingen scheinen, was Willy Jaeckel, als er das Bild um 1920 schuf, gedacht und gefühlt haben mag (Taxe 5.000 EUR), schließlich das japanische Seidenhuhn, das Josef Hegenbarth gegen 1938 mit der Treffsicherheit eines malenden Zeichners auf den Karton bannte (Taxe 4.000 EUR) – gibt es ein Auktionshaus, das mit ebensoviel Mut und Gespür auch die Maler der zweiten Garde ins Programm aufnimmt und damit ebensogroßen Erfolg hat wie das Berliner Auktionshaus Irene Lehr? Zuschlagsquoten von über siebzig, gelegentlich auch mehr als achtzig Prozent sind auf ihren halbjährig stattfindenden Auktionen die Regel, und auch für den 25. April darf man sich auf ein entsprechendes Geschäft freuen. ...mehr

Viel gute Kunst und ein paar Antiquitäten im Kinsky Wien

Blech wie geplatzte Blutbeutel


Gottfried von Wedig, Prunkmahlzeit

Die exzeptionelle Höhe der vergangenen Auktionen erreicht das Wiener Kinsky in seiner Abteilung moderner und zeitgenössischer Kunst am 21. April nicht. Dafür ist ein Bereich ausgebaut, der sonst immer ein bisschen ins Hintertreffen gerät: die Alten Meister. Dank sei einer österreichischen Privatsammlung, aus der Werke von einer Qualität kommen, die in der Alpenrepublik sonst nur das Dorotheum aufzubieten hat. Jetzt aber ist das Kinsky aufgefordert, so herausragende Werke wie Roelant Saverys Löwe und Stier aus der Zeit nach 1628 (Taxe 150.000 bis 250.000 EUR), ein prächtiges wohlgeordnetes Stillleben des Kölner Meisters Gottfried von Wedig (Taxe 160.000 bis 220.000 EUR) oder das Portrait der Queen Henrietta Maria zu versteigern, das wenigstens in Teilen von Anthonis van Dyck stammen dürfte (Taxe 100.000 bis 200.000 EUR). Erreicht werden muss jeweils etwa die Hälfte des unteren Schätzpreises, angesichts der hohen Güte der Bilder darf jedoch mit manchen Steigerungen gerechnet werden. ...mehr

Ernüchternde Bilanz: Möbel und Einrichtungsgegenstände hatten es bei Koller schwierig

Die Ehre der Uhren


wohl Johannes Aebersold und Werkstatt, Schreibkommode, Bern um 1770/75

Die Kundschaft zieht sich zurück. Kollers große Einrichtungsauktion mit Möbeln der besten französischen Qualität hat ihren Status als Großereignis auf dem europäischen Kunstmarkt in diesem Frühjahr etwas eingebüßt. Schon die losbezogene Zuschlagsquote von knapp 40 Prozent lässt diese Züricher Veranstaltung deutlich hinter ihren Schwestern der vergangenen Jahre zurückstehen. Geradezu ernüchternd die Einzelbilanzen: Nur ein einziges Los hat es diesmal jenseits die 100.000er Marke geschafft, und es ist fast bezeichnend, dass es sich dabei ausgerechnet um eine Nachahmung des 19ten Jahrhunderts handelt: Die im Louis XIV-Stil um 1840/70 gefertigte Anrichte mit zum Teil originalen Pietra Dura- und Pietra Paesina-Plaketten des 17ten und 18ten Jahrhunderts wurde bei einem Schätzwert von 150.000 bis 250.000 Franken von einem schon bekannten Kunden aus dem Emirat Qatar auf 175.000 Franken getragen. ...mehr

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News vom 24.04.2017

International Light Art Award für Satoru Tamura

International Light Art Award für Satoru Tamura

Michael Najjar in Berlin

Michael Najjar in Berlin

Frühchinesische Keramik in Leipzig

Frühchinesische Keramik in Leipzig

Die Komplexität des Übergeschlechtlichen in Oldenburg

Die Komplexität des Übergeschlechtlichen in Oldenburg

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