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Am 23.09.2017 53. Kunstauktion - Bildende Kunst des 17. - 21. Jahrhunderts

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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Sitzende Bäuerin mit Kind, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Auktionen

Kunstgewerbe bei Lempertz

Der Schrank geht


Edouard Lièvre, Prunkschrank, um 1877

„Auftrag ausgeführt“, konnte das Kölner Auktionshaus Lempertz seinem besten Kunden nach der letzten Versteigerung von Kunstgewerbe erleichtert melden. Der imposante, feierliche Jugendstilschrank, den der unbekannte Einlieferer erst vor fünf Jahren bei Sotheby’s ersteigert hatte, wechselte gegen Ende der Veranstaltung am 20. November für 440.000 Euro innerhalb der Schätzung in ausländischen Handel. Geschaffen hat das schwarz ebonisierte und mit vergoldeten Bronzen dekorierte Stück in leicht fernöstlich inspirierten Formen der Pariser Meister Edouard Lièvre bereits um 1877. Über den Verlauf der Auktion konnte sich Lempertz auch sonst wenig beklagen, wenngleich es natürlich manche schmerzhaften Rückgänge gab. Schon die losbezogene Zuschlagsquote von 53 Prozent hört sich ganz gut an. Beboten wurden etwa alle Sparten etwa gleichmäßig, wobei sich ausgerechnet beim sonst so berechenbaren Schmuck noch ein Spitzenwert herauskristallisierte: 110.000 Euro kostete einen deutschen Händler eine mit 45 Diamanten besetzte Art Déco-Brosche mit Naturperltropfen aus den 1920er Jahren. Veranschlagt war sie lediglich mit 12.000 bis 15.000 Euro. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Van Ham

Eine dicke Schokofrau


Ferdinand Hodler, Berner Mädchen (Bildnis einer Base des Künstlers), um 1898

Im Laufe der letzten Jahre ist das Kölner Auktionshaus Van Ham dem großen Konkurrenten Lempertz immer dichter auf die Fersen gerückt. Fast scheint es, als wollten sich die beiden Platzhirsche bald ein ähnliches Duell liefern wie Sotheby’s und Christie’s in London und New York. Zwar bringt Van Ham seine moderne und zeitgenössische Kunst noch immer in einer Auktion unter – bei Lempertz sind es zwei an aufeinanderfolgenden Tagen –, doch inhaltlich wird er Abstand immer geringer. Gleich mehrere herausragende Werke der älteren Meister dringen in die Sechsstelligkeit vor. So Ferdinand Hodlers „Berner Mädchen“ von circa 1898, in dem der Schweizer Symbolist in kräftigen, konturgebundenen Linien eine Cousine verewigte. 135.000 bis 160.000 Euro soll dieser charaktervoll gearbeitete, unverwechselbare „Hodler“ kosten. Sogar mit 170.000 bis 220.000 Euro ist Karl Schmidt-Rottluffs „Philodendron und Clivia“ aus dem Jahr 1947 bewertet. In der Tat stellt das zwischen schwarzen Schatten und bunten Blumen changierende Stillleben einen kostbaren Beleg für das Wiedererstarken der künstlerischen Kraft des Meisters nach dem Zweiten Weltkrieg dar. Im selben Jahr hatte er eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in West-Berlin angenommen. Ölbilder von Schmidt-Rottluff aus den späten Jahren sind zudem nicht besonders häufig. ...mehr

Alte Kunst und Antiquitäten bei Neumeister in München

Immer noch unergründlich


Ludwig Thiersch, Unergründlich, 1874

Für den Weihnachtseinkauf hat das Münchner Auktionshaus Neumeister am 2. Dezember wieder eine etwas kleinere und günstigere Auswahl vorbereitet. Die Altmeisterabteilung ist relativ kurz und listet nur ein Werk mit sechsstelligem Schätzpreis. Allerdings war Marten van Valckenborchs I. Flusslandschaft mit Schafherde und einer winzigen Darstellung der Flucht nach Ägypten, entstanden 1610 als eines der letzten Werke des zwei Jahre später in Frankfurt gestorbenen Flamen, bereits im vergangenen Juni zugegen, scheiterte da an 150.000 Euro und ist nun auf 120.000 Euro etwas herabgesetzt. Eine eher schwache Landschaft Jan Breughels d.J., von einem mäßig begabten Maler aus dem Umkreis Hieronymus Franckens III. mit einer weiblichen Allegorie des Geschmacks versehen, bietet das Haus für 20.000 Euro an. Ein möglicherweise in Venedig angefertigtes Portrait des Kaufmanns Bartholomäus Viatis, einst dem berühmten Jacopo Negretti zugeschrieben, steht bei 15.000 Euro. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst sowie Kunsthandwerk des Jugendstil im Wiener Kinsky

Ladies first


Albert von Keller, Die Hexenverbrennung, um 1891

Geheimnisvolle Frauen marschieren in der Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst des Wiener Auktionshauses Kinsky am 1. Dezember auf. Schon das erste Los präsentiert sie uns in Form eines weiblichen Halbaktes, der nun aber leider bereits in wenigen Augenblicken verschwinden wird. Denn eine Hexenverbrennung malte Albert von Keller um 1891 auf einem rund anderthalb Meter breiten Gemälde, jener Münchner Maler also, der als Hauptthema seines Schaffens im Grunde nur die Damenwelt mit ihren Verführungen, ihrer Eleganz und Rätselhaftigkeit kannte. Das Gemälde, in seiner Drastik, aber auch in der unkonventionellen Komposition keine leichte Kost, stellt mittig wie bei alten Kreuzigungsdarstellungen den Körper der jungen Frau plastisch heraus, während seitlich im Hintergrund collageartig Kinderköpfe erscheinen, die die Böse vielleicht auf dem Gewissen hat. 22.000 bis 35.000 Euro möchte das Kinsky dafür sehen. ...mehr

Quittenbaum in München lässt bitten – zur Auktion „Tischkultur“ in der sechsten Ausgabe seine Reihe „Höhepunkte der Design-Geschichte“

Es ist angerichtet


Hermann Gradl, Fischservice 688, 1899/1900

„Zu Tisch bitte“ heißt die Devise der kommenden Auktion von Quittenbaum in München am 1. Dezember. In der sechsten Ausgabe seiner Reihe „Höhepunkte der Design-Geschichte“, mit der seit einigen Jahren recht erfolgreich bestimmte Facetten des kunsthandwerklichen Schaffens im 20sten Jahrhundert beleuchtet werden, stehen Arbeiten rund um die „Tischkultur“ im Mittelpunkt. Diesen Oberbegriff darf man natürlich nicht zu eng sehen. Dann haben hier auch Stücke Platz, deren Zusammenhang mit Tischen sich vielleicht nicht unbedingt erschließt. So etwa Piero Fornasettis farbig lackierter Paravent „acrobati“ nach einem Entwurf von 1952. Man könnte hinter ihm zum Beispiel Tische verbergen, die weniger auf eine „Kultur“ schließen lassen (Taxe 7.000 EUR). Oder eine immerhin 5.000 Euro teure Kugelskulptur des Jahres 1965 aus dem Mineral Eisensulfid von Ado Chale, die man schließlich in die Mitte der gedeckten Speisetafel stellen kann. ...mehr

Alte Kunst bei Lempertz: Niedrige Zuschlagsquote – Hohe Preise

Versöhnlicher Abschluss


Frans Pourbus d.Ä. zugeschrieben, Gesellschaft im Freien

Mit einer Zuschlagsquote von gut 37 Prozent lag Lempertz bei seiner diesmaligen Altmeisterauktion am 21. November weit unter den bisherigen Werten. Besonders die Alten Meister zeigten allerdings, dass Spitzenwerke fast immer einen Abnehmer finden. Wiewohl Frans Pourbus d.Ä. lediglich zugeschrieben, avancierte eine sogenannte „buitenpartij“, eine Unterhaltung junger Menschen im Freien, zu einem der Hauptlose. Sie ist nicht nur hervorragend gemalt, sondern trägt trotz ihrer gesitteten Darstellung einen gesellschaftskritischen Hintergrund: Die Vergnügungssucht einer reichen, saturierten Schicht, die nichts anderes ist als eitles Getue und nutzlose Zeitvergeudung. Ein belgischer Sammler setzte sich hier erst bei 205.000 Euro durch (Taxe 100.000 bis 120.000 EUR). 200.000 Euro waren nötig, um zwei plastisch modellierte, charaktervolle Apostelköpfe von Jacob Jordaens zu ersteigern. Sie gingen an einen englischen Sammler (Taxe 100.000 bis 140.000 EUR). ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Bassenge in Berlin

Der hässliche Baphomet


Hat man schon das Angebot an Gemälden, Grafik und Zeichnungen der Alten und Neuern Meister bestaunt, so darf man sich auch auf Bassenges moderne und zeitgenössische Kunst am 28. November zu günstigen Preisen freuen. Auch diesmal konnte der Berliner Versteigerer sein Angebot an neuerer Kunst vor allem in der klassischen Moderne ausbauen. Zeitgenössisches findet sich fast gar nicht. Joan Hernández Pijuans fast monochrom Graues „Llum-Ombra (3)“ von 1978, Klaus Fußmanns verschwommenes Atelierstillleben von 1973 und das knallige Acrylbild „Drop Out“ des Pop Art-Künstlers Nicholas Krushenick von 1966 bilden für je 8.000 Euro drei der wenigen hochkarätigen Ausnahmen. Da muss man noch ein paar Jahre zurückgehen, um zu wirklich kapitalen Stücken zu kommen. Dann werden auch die Namen etwas geläufiger. Pablo Picasso etwa hat wieder einen ganzen Stapel Druckwerke im Gepäck, darunter die 1931 entstandene, klassizistisch archaisch wirkende Kreidelithografie „Françoise“ (Taxe 20.000 EUR) und den braunschwarzen Farbholzschnitt „Picador/Pique (Noir et Beige)“ von 1959/60 (Taxe 28.000 EUR). Marc Chagall stellt als kostbarstes Blatt mit 15.000 Euro die Farblithografie „Then the boy displayed to the dervish“ von 1948 aus der zwölfteiligen Reihe „Four Tales from the Arabian Nights“. ...mehr

Kunst und Antiquitäten in Hülle und Fülle bei Schloss Ahlden

Rokoko, etwas veralbert


Georg Atzwanger, Paar Altarleuchter, Augsburg 1712/15

Der Klumpen von Katalog, den das niedersächsische Schloss Ahlden für seine zweitägige Auktion am 28. und 29. November vorgelegt hat, ist wieder ein Fest vor allem für Freunde des gehobenen Porzellans und Silbers. Besonders bei letzterem darf es ruhig auch mal ein bisschen Historismus des 19ten Jahrhunderts sein, das beeindruckt die Preisgestalter wenig. So rangiert eine prunkvolle Tafeldekoration aus fünf Teilen der Wiener Firma Brüder Frank im Neobarockstil um 1900 bei 28.500 Euro, und ein kleiner St. Petersburger Deckelhumpen, von Gustav Magnus Akerblom 1857 reich und ganz unorthodox mit zahlreichen bunten Schmucksteinen, emailliertem Bandelwerk, Renaissancebüsten und obenauf dem heiligen Georg als Drachentöter geschmückt, soll 16.500 Euro kosten. ...mehr

Moderne Kunst im Wiener Dorotheum. Die Italiener machen sich stark

Es wird ja doch nichts!


Zunehmend interessanter werden die Moderneauktionen des Wiener Dorotheums vor allem für Freunde der italienischen Kunst. Ein Gutteil der rund achtzig Losnummern am 26. November widmet sich den Werken von Künstlern der ersten Hälfte des 20sten Jahrhunderts südlich der Alpen. Auch einige der Hauptlose kommen von ihnen. Da ist unter anderem eines der umstrittenen Spätwerke Giorgio de Chiricos zu haben, „Cavallo e zebra in riva al mare“ aus dem Jahr 1963, das sich nicht um figürliche Korrektheit schert und in seinem seltsam klassizistischen Ton auch wenig Rücksicht auf parallele Zeitströmungen nimmt. 130.000 bis 180.000 Euro soll die Leinwand kosten. Zwei weitere späte Pferdebilder des Meisters im barocken Gestus, „Cavallo e cavaliere“ und „Battaglia“ um 1950, rangieren je zwischen 55.000 und 80.000 Euro. Die zweite bedeutende Strömung Italiens neben der Pittura metafisica, zu deren Hauptvertreter de Chirico zählt, ist der Futurismus. Giacomo Balla verließ aber recht bald diese revolutionären Bahnen. Seine Komposition „Balfiore“ aus den frühen 1920er Jahren, in der sich zackige und gerundete Formen ornamental überschneiden, ist allerdings recht nahe an der wichtigsten Schaffenszeit des Meisters dran (Taxe 45.000 bis 65.000 EUR). ...mehr

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News vom 23.08.2017

Scagliola und Meier in St. Gallen

Scagliola und Meier in St. Gallen

Poppe Folkerts in Edenkoben

Poppe Folkerts in Edenkoben

Gerhard Marcks zum Auftakt des Bauhaus-Jubiläums in Weimar

Gerhard Marcks zum Auftakt des Bauhaus-Jubiläums in Weimar

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