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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Auktionen

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Lehr in Berlin

Entdeckungen anderer Art


Wer Ungewöhnliches, mitunter Komisches, Abstruses oder auch Trauriges aus der Kunst der 1920er und 1930er Jahre, wer Werke vergessener und halbvergessener Künstler der DDR sucht, wer daneben auf die großen Namen aus Expressionismus und Neuer Sachlichkeit, Moderne und Postmoderne nicht ganz verzichten möchte, der ist bei Irene Lehr in Berlin an der richtigen Adresse. Seit nunmehr rund 15 Jahren agiert die umtriebige Auktionatorin mit Doktortitel in der lebhaften Berliner Galerienszene regelmäßig mit ausgezeichnet besuchten Auktionen, die zwischendurch immer wieder mit Spitzenpreisen namhafter Meister, vor allem aber einer breiten Basis weniger bekannter Künstler von sich reden machen und Zuschlagsraten von siebzig, manchmal achtzig und mehr Prozent erzielen. Im vergangenen Herbst änderte sich das Katalogdesign, aus den hochformatigen, schmalen Bänden wurden handlichere DIN A4-Formate, wie sie die Kollegen herausgeben. Der originelle und individuelle Inhalt aber ist auch bei der Versteigerung am 24. April geblieben: Rund 630 Losnummern mit Arbeiten von Künstlern aller Façon und Couleur durch das gesamte 20ste Jahrhundert hindurch umfasst das ambitionierte Angebot. ...mehr

Neben den erfolgreichen Alten Meister und dem Porzellan aus der Sammlung Felber fanden die Möbel und Einrichtungsgegenstände beim Züricher Auktionshaus Koller nicht die erhoffte Anhängerschaft

Petit doch ganz klein


Lackkabinett, Niederlande oder England, um 1700/20

Auch der Luxus hat es schwer in Zeiten der Krise. Mehr als die anderen Sparten haben dies die Möbel und Einrichtungsgegenstände im Zürcher Auktionshaus Koller zu spüren bekommen: Vom starken Umsatzrückgang seit Ende 2008 konnten sie sich noch immer nicht erholen. Der 25. März, Kollers große Frühjahrsauktion, sah ein ähnliches Ergebnis: Die Zuschlagsquote lag hier bei nur 39 Prozent, viele wichtige Stücke mussten von den Einlieferern wieder nach Hause geschleppt werden, auch das Hauptlos: Nicolas Petits kastenförmiger Sekretär, in den späten 1770er Jahren unter Verwendung originaler Holztafeln mit Landschafts- und Figurenmalereien aus China zusammengesetzt und erst vor drei Jahren für 800.000 Franken verkauft, schaffte nicht die geforderten 900.000 bis 1,4 Millionen Franken. ...mehr

Gemälde des 19ten Jahrhunderts im Wiener Dorotheum

Entdeckungen


Franz Richard Unterberger, Prozessionszug in Neapel

Schillernd war es und tragisch, voller Aufbruch und zugleich voller Weltschmerz, das 19te Jahrhundert in Kunst, in Geschichte, in Musik und in eigentlich allen Bereichen des menschlichen Lebens. Es entdeckte die Welt und ihre Bewohner, es brachte eine Beschleunigung in Technik und Wissenschaft, wie sie die Welt noch nicht gesehen hatte, und wurde später doch belächelt als eine Zeit voller Befangenheiten, voller intellektueller Unfreiheiten, geschmäht als die Ursache jener Katastrophen, die erst im 20ten Jahrhundert zu vollem Ausbruch kamen und ihm sein historisches Gesicht zerschlissen. Das „lange“ 19te Jahrhundert – von der Französischen Revolution 1789 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs 1918 – ist heute ein mehr oder weniger feststehender, wenngleich in der Geschichtswissenschaft umstrittener Begriff. „Das“ 19te Jahrhundert ist auch in der Kunstgeschichtsschreibung ein Terminus technicus, der die verschiedensten Dinge miteinander in Verbindung bringt und drei bis vier Generationen als ein vermeintlich einheitliches Zeitphänomen mehr oder weniger abhakt. Doch der Begriff hat sich einfach durchgesetzt, er wird sich nicht mehr tilgen lassen. ...mehr

Koller legt mit den Alten und Neueren Meistern in Zürich einen lohnenden Jahresauftakt hin

Das große Glück


Abraham Mignon, Früchte- und Blumenstillleben mit Trauben, Pfirsichen, Melone, Klatschmohn und Insekten in einer Steinnische, um 1675

Ein solides, nur selten außergewöhnliches Angebot an Gemälden Alter und Neuerer Meister sowie an Grafik wurde am 26. März bei Koller in Zürich mit entsprechend wohlwollender Aufmerksamkeit bedacht. Die hohe Absatzquote von gut 60 Prozent verdankt sich vor allem einer für Kollersche Verhältnisse recht günstigen Taxierung überwiegend in den unteren Preiskategorien. Hier gab es, zumal bei den älteren Werken, einige gute Steigerungen: Von 18.000 Franken auf 40.000 Franken kletterte eine Beschneidung Christi aus der Werkstatt des Ferraresischen Renaissancemeisters Benvenuto Tisi da Garofalo, von 25.000 Franken auf 47.000 Franken ein hübsches Jünglingsportrait vielleicht von Marco Palmezzano aus Forli um 1500, von 25.000 Franken sogar auf 86.000 Franken ein ungleiches Liebespaar aus der Werkstatt Lucas Cranachs d.J. um 1540 und von 15.000 Franken auf 73.000 Franken ein „Vogelkonzert“ aus der Werkstatt Jan Breughels d.J. In den höheren Lagen wurden die Schätzungen in der Regel bestätigt, so zur unteren Grenze von 150.000 bis 200.000 Franken eine weite Landschaft mit der Bekehrung des heiligen Hubertus von einem südniederländischen Meister des 16ten Jahrhunderts. ...mehr

Resultate: Kunst und Antiquitäten bei Neumeister in München

Kostbares Elternglück


Jean-Eugène Buland, Elternglück, 1903

Arm, aber glücklich ist das junge Elternpaar, das sich inmitten der Haus- und Werkarbeit eine kleine Pause mit und für das gemeinsame Kind gönnt. Die Mutter, derb gekleidet, aber mit sauberen Händen und Gesicht und einer vielleicht etwas zu auffällig gestylten Haartracht versehen, reicht dem Kleinen gerade die Brust, während ihr Mann in Handwerkskleidung und Holzschuhen gedankenvoll dabei zusieht. Das Ganze ist auf mittelgroßer Leinwand mit großer Präzision und Lebensnähe gemalt. Der 1852 geborene Künstler Jean-Eugène Buland gehörte schon in frühen Jahren zu den beim Publikum beliebtesten „Salonmalern“ und wurde mit mehreren Auszeichnungen bedacht. Später, als die Malerei des Salons als verpönt galt, geriet auch er in Vergessenheit. Im Münchner Auktionshaus Neumeister wurde er jetzt wieder zum Star von einst. Die 347ste Versteigerung „Alte Kunst“ am 24. März bot das Gemälde realistische „Elternglück“, entstanden 1903 zu einem Zeitpunkt, als der Stern des Malers schon wieder im Sinken begriffen war, für 4.000 Euro an. Ein heftiges Bietgefecht mit starker internationaler Beteiligung ließ den Preis aber auf 51.000 Euro hochschnellen. ...mehr

Züricher Porzellan der Sammlung Felber stieß bei Koller auf rege Resonanz

Kein Ausrufer notwendig


Türkengruppe, Zürich, um 1770

Kaum etwas Anderes war zu erwarten, als dass sich die Sammler und Liebhaber förmlich auf die Porzellankollektion von René und Friederike Felber am 22. März bei Koller in Zürich stürzten. Der exzellenten Qualität, dem reichhaltigen Angebot mit seltenen, aber bedeutenden Waren der Zürcher Manufaktur zur Zeit der Aufklärung sowie den überwiegend moderaten Schätzungen konnten die Kunden einfach nicht widerstehen. Die über zweihundert Preziosen fanden reißenden Absatz, nur 16 Stücke blieben unverkauft, die Zuschlagsquote lag bei 92,5 Prozent, der Gesamtumsatz bei über 1,2 Millionen Franken. Der erste Aufruf zeigte, wo es die folgenden Stunden langgehen würde: Eine kleine Ausruferfigur eines Stichverkäufers, um 1768/70 als Teil einer umfangreichen Serie von Marktschreiern entstanden, kletterte von 2.000 Franken auf 18.000 Franken. Ihm folgten zu gleichen Taxen ein Liederhändler für 5.000 Franken und ein Scherenschleifer für 9.500 Franken. Weiter ging es mit den Einzelfiguren eines Herrn in türkischem Kostüm um 1770/75 für 14.000 Franken und einer Dienerin beim Servieren des Tees um 1770 für 17.000 Franken. Veranschlagt waren auch sie lediglich mit je 6.000 bis 8.000 Franken. ...mehr

Ergebnisse: Glas bei Fischer in Heilbronn

Schlaue Sprüche für wenig Geld


Pokal mit Brustbildnis von Kaiser Karl VI., Böhmen, um 1711

Besonders das alte Glas hatte es den Sammlern und Liebhabern angetan, die sich am 20. März zu Fischers Frühjahrsauktion in Heilbronn einfanden. Niedrige Schätzungen weckten hier manche Begehrlichkeiten, wovon vor allem die vorderen Losnummern profitierten. Ein Satz antiker Funde aus dem östlichen Mittelmeerraum für wenige Hundert Euro – da hat man sich rasch auf 1.000 oder 1.500 Euro hochgeschaukelt. Heftig wurde um Einzelstücke der Barockzeit gerungen: Ein böhmischer Pokal um 1711, virtuos geschnitten mit Wappen und Brustbild Kaiser Karls VI., schoss von 6.500 Euro auf 11.000 Euro, auf 7.000 Euro verdoppelte sich der Wert eines Deckelpokals aus der Schorborner Hütte mit einer Veredelung Johann Nicolaus Fleischhauers um 1770. Und von 650 Euro auf 1.700 Euro kletterte ein schlesischer Deckelbecher um 1740/50, der den Betrachter mit der Weisheit „Viel wesens mach ich nicht. Der falschheit bin ich feind, wem redlikeit gefelt, der ist mein bester freund“ erfreut. ...mehr

Art & Auktionen in München mit Silber und Liebermann erfolgreich

Neue Spitze


Max Liebermann, Gartenlokal an der Havel unter Bäumen, 1933

Die 8. Auktion am vergangenen Freitag war die bisher erfolgreichste und umsatzstärkste in der jungen Geschichte des Münchner Auktionshauses Art & Auktionen. Zu verdanken ist dies vor allem zwei Gemäldeskizzen des berühmtesten deutschen Impressionisten Max Liebermann, die sich seit den 1930 Jahren in süddeutschem Privatbesitz befanden und bisher den Kunstmarkt nicht zu sehen bekamen. Rückversichern konnte man sich für diese bisher unbekannten Werke bei dem Liebermann-Experten schlechthin, dem Berliner Kunsthistoriker Matthias Eberle, der das „Gartenlokal an der Havel unter Bäumen“ unter dem Jahr 1933 und die „Colomierstraße in Wannsee mit Gemüsehändlern“ unter 1922 in den Nachtrag seines monumentalen Liebermann-Werkverzeichnisses aufnehmen wird. Die exemplarische Qualität der etwa gleich großen Leinwände, von denen sich besonders das Gartenlokal durch atmosphärische Dichte auszeichnete, hatte die Experten zur Taxierung auf 100.000 Euro und 70.000 Euro veranlasst. Doch das war nicht genug: Neun Telefone stritten sich um das jüngere der beiden Bilder auf 151.000 Euro hinauf, und bei 90.000 Euro endete das Gefecht um die duftige Straßenszene zugunsten eines deutschen Privatsammlers. ...mehr

Lempertz in Köln versteigerte Gemälde des 15ten bis 19ten Jahrhunderts zu kleinen Preisen. Dabei blieb es aber manchmal nicht

Kleinmeister ganz groß


Venezianischer Meister, Szene aus der römischen Geschichte, um 1700

„Kleinmeister“ nennt man in der Regel Künstler, die eher nachrangig für die Kunstgeschichtsschreibung sind und nie oder nicht mehr im Licht der Öffentlichkeit stehen. Seit zwei Jahren eröffnet das Kölner Auktionshaus Lempertz die Frühjahrs- und die Herbstsaison mit ebenjenen Gemälde Alter und Neuer Meister, für die die Erwartungen nicht so hoch stehen und daher attraktiv für Käufer sind. Doch diesmal konnte sich eine Reihe dieser Werke zu deutlich höheren Zuschlagspreisen absetzen, großteils ins Ausland, und machte die „Kleinmeister“-Auktion am vergangenen Samstag zu bisher erfolgreichsten. Der Umsatz betrug denn auch stattliche 500.000 Euro, die Zuschlagsquote lag bei knapp 50 Prozent. Entschieden wurde weniger nach dem Klang großer Namen – allzu viele waren es ja nicht – als vielmehr nach offensichtlicher Qualität der Arbeiten. So beeindruckte eine Szene aus der römischen Geschichte, möglicherweise die Großmut des Scipio darstellend, die ein venezianischer Meister um 1700 schuf, derart, dass sich die mittelgroße Leinwand von 3.000 bis 4.000 Euro auf 27.000 Euro verbesserte und in die Schweiz abwanderte. ...mehr

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News vom 15.12.2017

Pieter Hugo in Dortmund und das Leben in Südafrika

Pieter Hugo in Dortmund und das Leben in Südafrika

Heute vor 140 Jahren: Friedrichsbad in Baden-Baden eröffnet

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