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Am 09.12.2017 54. Kunstauktion - Bildende Kunst des 16. - 21. Jahrhunderts

© Schmidt Kunstauktionen Dresden

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Alte und Neuere Meister erzielen solide Ergebnisse im Münchener Auktionshaus Ketterer

Die Faszination des Meeres


Hendrik Willem Mesdag, Die Rückkehr der Fischer, wohl 1890er Jahre

Es war das realistische Seestück des Niederländers Hendrik Willem Mesdag, das erwartungsgemäß zum Toplos des Nachmittags avancierte. Vorsichtig hatte Ketterer die Schätzung auf 40.000 bis 50.000 Euro festgelegt. Doch dabei blieb es nicht. Vor allem niederländische Sammler engagierten sich um das Werk aus den 1890er Jahren. Doch schließlich behielt ein süddeutscher Sammler die Oberhand, musste dafür aber mit 118.000 Euro weitaus mehr auf den Tisch legen, als gedacht. Das hochformatige mit Öl auf Holz gemalte Bild zeigt ein für den Künstler charakteristisches Motiv. Auf bewegter See schaukeln vor recht niedrigem Horizont einige Segelbote, die Fischer kehren eben von ihrem Fang zurück. Das tonige Kolorit wird von Beige- und Blautönen dominiert, der Pinselduktus ist kraftvoll und großzügig, der Farbauftrag pastos. Das Bild verarbeitet Mesdags Eindrücke aus Scheveningen, wo er sich niedergelassen hatte und zahlreiche Werke und Studien schuf, welche die Stimmung des Meeres und seine gewaltige Naturkraft zum Thema erhoben. ...mehr

Rückblick: Alte Meister und Kunsthandwerk im Wiener Kinsky

Ach, wäre Kupfer Gold!


Jan van Goyen, Flusslandschaft mit Ruine, 1645

Mit den Alten Meistern können sich die Kunden des Auktionshauses Im Kinsky noch immer nicht so recht anfreunden. Vor nicht langer Zeit ging eine ganz Sammlung hochkarätiger Werke fast geschlossen an den Einlieferer zurück. Die durchaus anspruchsvoll formulierten Vorstellungen, die das Wiener Haus von Qualität und Wert seiner Offerten hat, konnten auch bei der Altmeisterauktion am 21. April nicht so ganz überzeugen. Von den gut 120 Losnummern blieben 71 ohne ausreichendes Gebot, was einer Zuschlagsquote von lediglich 41 Prozent entspricht. Als unveräußert musste schließlich auch das Topangebot verzeichnet werden: Antonio Belluccis figurenreiche, szenisch ohne Frage effektvoll gestaltete und technisch einwandfreie Darstellung von Antiochus und Stratonike nach antiken Erzählungen war den Sammlern mit 120.000 bis 200.000 Euro denn doch schlicht zu teuer. Mit 150.000 Euro steht die monumentale Leinwand noch immer auf der Nachverkaufsliste. ...mehr

Moderne Kunst bei Zezschwitz in München

Erschrockener Hahn


Wie vielen Auktionshäusern fällt es auch dem Münchner Versteigerer von Zezschwitz mitunter nicht leicht, die gute Kunst zur Geltung zu bringen, ohne der weniger guten Kunst unfreundlich den Ausgang zu weisen. Während der Flaute der vergangenen anderthalb Jahre musste man mitunter etwas länger suchen, um die Edelsteine unter den vielen Glasperlen ausfindig zu machen, was sich auch in nicht immer ganz zufriedenstellenden Zuschlagsquoten ausdrückte. Zur Versteigerung moderner Kunst am 20. Mai ist das Angebot, dem allgemeinen Trend folgend, wieder deutlich qualitätvoller geworden. Der Blick geht vor allem auf die kleineren, weniger bekannten Meister im Umfeld der Großen, so dass Entdecker am ehesten auf ihre Kosten kommen dürften. Typisch für den deutschen Impressionismus sind etwa die Waldlandschaft mit Spaziergängern des Berliners Julius Jacob d.J. von 1889 für 3.000 Euro oder Ludvig Munthes duftige Landschaft mit Bauern an einem See um 1890 für 6.500 Euro, deren herbstlicher Ton den Reiz des plein air noch unterstreicht. ...mehr

Das 19te Jahrhundert in guter Form bei Sotheby’s in New York

Kunst für den Salon


William Adolphe Bouguereau, L’Amour er Psyché, 1899

Reich kostümiert, wirklichkeitsillusorisch und technisch oft aalglatt präsentierte sich einmal mehr Kunst des 19ten Jahrhundert bei Sotheby’s in New York. Die Mischung, den einen ein künstlerisches Gräuel, den andern aber Inbegriff einer Epoche, die ihre inneren und äußeren Brüche mit makelloser Schönheit zu kaschieren suchte, kam am 23. April jedenfalls beim Publikum der Auktion „19th Century European Art“ gut an: 63,5 Prozent der 115 Losnummern wurden erfolgreich abgesetzt, 84,5 Prozent der Schätzpreissumme eingespielt. Zwei satte Millionenbeträge stehen ebenfalls auf der Habenseite dieser alles in allem erfreulich verlaufenen Versteigerung: William Adolphe Bouguereaus in etwas distanzierter Liebe vereint am Wolkenhimmel schwebendes Paar Amor und Psyche, jugendlich schön weitgehend als Aktfiguren präsentiert und dem Publikum ein Jahr vor der Jahrhundertwende im Pariser Salon vorgestellt, erfüllte die hohen Erwartungen mit einem Zuschlag bei 1,9 Millionen Dollar (Taxe 1,8 bis 2,2 Millionen USD). Der Brite John Frederick Lewis überzeugte mit seinem Ölbild „A frank encampment in the desert of Mount Sinai“ aus dem Jahr 1842 besonders viele Interessenten: Für die Orientmalerei wurde die Schätzung von 1 bis 1,5 Millionen Dollar noch um 100.000 Dollar übertroffen. ...mehr

Moderne Kunst im Dorotheum mit nochmals ausgebauten Italienschwerpunkt

Weiter gen Süden


Paula Modersohn-Becker, Sitzendes Mädchen mit Strohhut und Kind auf dem Schoß, 1904

Geradezu wie ein Feigenblatt wirken Gabriele Münters 1940 datiertes Ölgemälde „Lilien“ für 90.000 bis 140.000 Euro, Max Liebermanns Interieur mit zwei kleinen Mädchen beim Spielen von 1899 für 90.000 bis 120.000 Euro und Paula Modersohn-Beckers sitzendes Mädchen mit Strohhut und Kind auf dem Schoß von 1904 für immerhin 170.000 bis 220.000 Euro. Ohne Zweifel sind dies wichtige Werke der Moderne in Deutschland, und es sind einige der Höhepunkte der Moderneauktion des Wiener Dorotheums am 20. Mai, denen sich mit Koloman Mosers 1913/15 im Geist des Jugendstil absolut von realen Orten und Zeiten formulierten, stark an Ferdinand Hodler gemahnenden „Kampf der Titanen“ für starke 260.000 bis 320.000 Euro noch ein weiterer hinzugesellen darf. Doch ebenso gewiss ist, dass das größte österreichische Auktionshaus mit dieser Versteigerung seinen Italienschwerpunkt wieder um ein gutes Stück ausgebaut hat. Nicht nur wird rund ein Drittel der knapp hundert Positionen von italienischen Meistern des 20sten Jahrhunderts besetzt, auch einige der Hauptlose verdanken ihre Entstehung dem Wirken in Ateliers südlich der Alpen. ...mehr

Sotheby’s hat in New York mit der zeitgenössische Kunst sein Soll übererfüllt

Geld für den Einbrecher


Sie sind wieder da, die Künstler unserer Zeit, und melden sich in alter Stärke auf dem internationalen Markt zurück. Eine Woche nach den Impressionisten und Modernen liefen auch bei den Gegenwartsauktionen in New York die Telefondrähte wieder heiß, trieben sich Sammler und Händler aus aller Herren Länder zu hitzigen Gefechten an und segneten die Kassen der Auktionshäuser mit üppigen Provisionen, bereicherten die Listen um neue Rekorde und Sensationen. Sotheby’s, wie bei der ersten Runde Anfang Mai mangels großer Sammlungen hinter Christie’s abgeschlagen, sammelte am Abend des 12. Mai brutto fast 190 Millionen Dollar ein. Von den 53 Losen blieben lediglich drei unverkauft. Der Gesamtschätzpreis hatte zwischen 114 und 162 Millionen Dollar gelegen. Auftrag ausgeführt, kann die Devise also nur lauten. Die beiden Höchstpreise lagen dicht auf dicht: 29 Millionen Dollar wurden für Andy Warhols lila strahlendes „Self Portrait“ aus dem letzten Lebensjahr des Künstler 1986 geboten. 10 bis 15 Millionen Dollar waren für die Ikone des späten Meisters veranschlagt. Erst bei 28 Millionen endete der Kampf um Mark Rothkos rotorange strahlendes Farbfeld „Untitled“ aus dem Jahr 1961. Vor dreizehn Jahren war die leicht hochrechteckige Leinwand noch für 1,9 Millionen Dollar über die Bühne gegangen und wechselte seither noch mehrmals den Besitzer (Taxe 18 bis 25 Millionen Dollar). ...mehr

Neumeister in München versteigert die Sammlung des verstorbenen Medizinprofessors Kurt Liebermeister

Das Schöne in Fülle


John Roddam Spencer-Stanhope, Andromeda, um 1870

Jugendstil war seine Leidenschaft. Zu Zeiten, als Kunst, Dekoration und Design aus der Zeit um 1900 verlacht und verachtet wurden, vornehmlich in den 1950er und 1960er Jahren also, als man die schönsten Dinge nachgeschmissen bekam oder gar im Müllcontainer auflesen durfte, hat der Münchner Mediziner und Professor Kurt Liebermeister bereits professionell und auf hohem Niveau zu sammeln begonnen: Vasen aus der frühen Zeit von Murano, Möbel französischer und deutscher Herkunft, Silber und Grafik. Seit den frühen 1970er Jahre besserte sich die Lage für Kunst und Kunstgewerbe jener Epoche, Liebermeister aber blieb am Ball. 1969 und 1972 trug er mit seiner bereits stattlich angewachsenen Sammlung zu zwei Ausstellungen der Villa Stuck in München bei, zeitweise besaß er in einem eigenen Münchner Geschäft sogar die Generalvertretung für Venini in Deutschland, eine seiner besonderen Leidenschaften. ...mehr

Alte Meister bei Sotheby’s in Amsterdam

Historische Schlachten und stimmungsvolle Landschaften


Andries van Eertvelt, Die Seeschlacht von Lepanto, 1640

Das Herzstück der Auktion „Alte Meister“ bei Sotheby’s in Amsterdam ist die „Schlacht bei Lepanto“ aus der Hand des Antwerpener Künstlers Andries van Eertvelt, dessen Wert das Auktionshaus auf 80.000 bis 120.000 Euro taxiert hat. Das historische Ereignis, das Eertvelt auf der breiten Leinwand verewigte, fand am 7. Oktober 1571 statt. Die christlichen Westmächte errungen einen überraschenden Sieg über das Osmanische Reich und erlangten auf diese Weise die Vorherrschaft im Mittelmeerraum. Die Vielzahl der Schiffe, das Gewimmel von Figuren und die Nebelschwaden, die dem Hintergrund eine undefinierbare Tiefe verleihen, lassen den Betrachter die Bedeutung und das Ausmaß dieses Kampfes erahnen. Mit der „Schlacht bei Lützen“ portraitierte Jan Asselijn 1635 ebenfalls ein historisches Geschehen, diesmal aus dem Dreißigjährigen Krieg. Das Gemälde mit einem Schätzpreis von 50.000 bis 70.000 Euro zeigt eine deutliche Verbindung zu den Kompositionsprinzipien seines Lehrers Esaias van de Velde. ...mehr

Mit Silber eröffnet das Wiener Dorotheum seine kommende Auktionswoche

Kleine Männer bei der Arbeit


Erhard Warnberger I, Schauplatte, Augsburg 1680

Unter den zahlreichen Silberobjekten in dem daumendicken Katalog, den das Wiener Dorotheum für seine Silberauktion am 17. Mai zusammengestellt hat, gehört ein Traubenpokal des Meisters Hans Rühl aus Nürnberg noch zu den günstigeren Stücken: Das schöne Stück vom Anfang des 17ten Jahrhunderts, das seinen besonderen Reiz aus dem naturalistischen Baumstamm mit kleinem Holzfäller bezieht, soll nur 4.000 bis 6.000 Euro kosten. Mit einem leuchtenden Strahlenkranz aus Gold und farbigen Glassteinen gab der Augsburger Meister Johann Joachim Lutz II. einem Kreuzsplitter in einem Reliquar ein würdiges Zuhause (Taxe 10.000 bis 14.000 EUR). Filigrane Barockblumen schmücken einen Hamburger Deckelhumpen in Niellotechnik. Ähnliche Stücke des Meisters Heinrich Eichhoff befinden sich in der Rüstkammer des Kremls (Taxe 25.000 bis 28.000 EUR). Ebenfalls aus dem 17ten Jahrhundert stammt die vergoldete große Augsburger Schauplatte von Erhard Warnberger I. Im Spiegel ruhen sich drei Männer von ihrer Wanderung in einer Ruinenlandschaft aus, die Fahne ist üppig gefüllt mit hochgetriebenen Barockfrüchten und lebendigen Vögeln (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). ...mehr

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