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Am 01.12.2017 110. Auktion: Gemälde Alter und Neuerer Meister - Zeichnungen des 15. - 19. Jahrhunderts

© Galerie Bassenge Berlin

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Ergebnisse: Kunst und Antiquitäten bei Fischer in Luzern

Rettung aus Frankreich


Camille Pissarro, Pièce d’eau à Kew, Londres, 1892

Französische Impressionen waren die Erfolgsgarantie für Fischers große Frühjahrsauktion Mitte Juni in Luzern. Sie retteten die insgesamt nicht gerade berauschende Bilanz einer Versteigerung, die nicht nur unter ihrer eigenen Masse ächzte, sondern auch im Hochpreissegment vor allem der Alten Meister unter einer zunehmenden Zurückhaltung kundiger und ehrgeiziger Interessenten gegenüber Unsicherem und Zweitklassigem litt. Die fünf Werke aber, die im Laufe der Zeit alle über die renommierte Galerie Gattlen in Lausanne in Schweizer Privatbesitz vermittelt worden waren, ließen zumindest die Abteilung Moderne Kunst mit gutem Ergebnis abschließen. Zwei duftige Landschaften Camille Pissarros unter den Titeln „Pièce d’eau à Kew, Londres“ von 1892 für 780.000 Franken und „Brouillard à Éragny“ von 1884 für 320.000 Franken, Pierre-Auguste Renoirs kleine Studie „Le pont à Biot“ für 270.000 Franken sowie Albert Marquets bereits zur Neuen Sachlichkeit tendierende „Pointe de Territet, Montreux“ für 100.000 Franken fanden sich allesamt im Rahmen ihrer realistischen Schätzungen wieder. Louis Valtats kraftvoll durchmodelliertes Stillleben „Fruits du Midi“ kletterte mit einem Ergebnis von 95.000 Franken sogar noch erheblich darüber hinaus. ...mehr

Rückblick: Druckgrafik bei Bassenge in Berlin

Der Kaiser macht das Rennen


Jean-Etienne Liotard, Bildnis Kaiser Joseph II., um 1778/79

Der 1702 in Genf geborene Maler Jean-Etienne Liotard gilt als Schöpfer intimer Pastellbildnisse, die ihn zur Mitte des 18ten Jahrhunderts zum gefragten Portraitmaler machten und an den Höfen in Paris und Wien besonders geschätzt waren. Bestes Beispiel für seine Kunst mit oft genrehaften Zügen ist das häufig reproduzierte und doch immer noch anmutige „Schokoladenmädchen“ aus dem Dresdner Zwinger. Nachdem er von 1738 an für fünf Jahre lang in Konstantinopel gelebt hatte, kam 1743 nach Wien und erhielt einen ersten Portraitauftrag von Kaiserin Maria Theresia. Von dem Ergebnis war die Hofgesellschaft so angetan, dass sie ebenfalls von Liotard verewigt werden wollte. Auch Joseph II., Maria Theresias Nachfolger, stand ihm noch Modell, was seinen Niederschlag etwa in Liotards theoretischer Kunstabhandlung „Traité des principes et des règles“ fand. Als Blatt II brachte Liotard um 1778/79 ein Brustbild des Kaisers als Radierung in Punktiermanier mit Schabkunst und Roulettearbeiten heraus, das der Berliner Auktionator Bassenge in seiner Versteigerung „Druckgraphik des 15.-19. Jahrhunderts“ mit 3.000 Euro angesetzt hatte. Doch dabei blieb es nicht. Bei dem stürmischen Schlagabtausch behielt ein Sammler aus den USA die Oberhand, musste dafür aber 16.000 Euro auf den Tisch legen. ...mehr

Rückblick: Gegenwartskunst bei Lempertz in Köln mit der Sammlung Vogel als Höhepunkt

Launige Nägel


Wie sehr der mittlerweile achtzigjährige, nichtsdestominder noch immer agile ZERO-Künstler Günther Uecker während dieses Frühjahrs national wie international im Trend lag, ließ sich anhand vieler Auktionen feststellen. Mehrere Millionen Euro haben seine Werke zusammengerechnet in Berlin, London, Wien oder München eingestrichen. Auch Lempertz profitierte von diesem Boom einer unverwechselbaren künstlerischen Haltung. Zwei Nagelungen der mittleren Schaffensjahre brachte der Kölner Versteigerer auf seiner Gegenwartsauktion heraus. Nach den guten Erfahrungen waren die Ansprüche bei bis zu 150.000 Euro nicht gerade gering formuliert, doch fiel es weder einer regelgerechten „Spirale“ von 1969 noch einer etwas freier, fast launiger gestalteten „Weißen Spirale“ aus dem Jahr 1986 schwer, diese Erwartungen zu erfüllen: Letztere landete bei 130.000 Euro gut im Rahmen der Schätzung, erstere, mit 100.000 bis 120.000 Euro etwas bescheidener angesetzt, kletterte mit 145.000 Euro noch leicht über die ihrige hinaus. Gedankt war es einer großen Schar von Interessenten, die so international war wie die Orte, an denen sich die Werke des Künstlers heuer tummelten. Ein Schweizer Sammler setzte sich schließlich durch. ...mehr

Umsatzzuwachs für Van Ham in Köln mit Kunsthandwerk und Alter Kunst

Künstler wechsle dich


David Roentgen, Verwandlungstisch, Neuwied um 1785/90

Seinen bedeutendsten Erfolg in der Alten Kunst feierte das Kölner Auktionshaus Van Ham in diesem Frühjahr bei den Möbeln. Wiederentdeckt nach sechzig Jahren, als es zuletzt auf einer Auktion bei Lempertz gesehen ward, ausgestattet mit erlauchter Provenienz der legendären Familie Stroganoff, gelangte ein Verwandlungstisch des berühmten Neuwieder Kunstschreiners David Roentgen für 60.000 bis 80.000 Euro in Köln zur Auktion. Das aus der klassizistischen Phase der Werkstatt um 1785/90 stammende Stück rechnete mit großem Interesse in der Schar internationaler Luxusgüter – zu Recht, wie sich dann herausstellte: Nach heftigem Wettkampf setzte sich schließlich ein deutscher Privatier durch und bewilligte 190.000 Euro für das altersbedingt gut erhaltene Werk. Höhere Preise für ein Roentgen-Möbel dieser Art sind auf dem deutschen Auktionsmarkt derzeit kaum möglich. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst sowie Kunsthandwerk bei Neumeister

Dünne Luft an der Spitze


So ganz konnten auch die ausgewählten Werke des Münchner Auktionshauses Neumeister das Publikum am 10. Juni nicht überzeugen. Das doch recht magere Ergebnis von nur 17 Verkäufen bei 53 Positionen – mit dem Nachverkauf waren es dann immerhin 23 – zeigt vor allem eines: Es bleibt schwierig, ein nicht eben schillerndes, spektakuläres Angebot den Sammlern, Händlern und Institutionen zu vermitteln. Es ist aber auch für die deutschen Auktionshäuser derzeit schwierig, an wirklich gute Werke heranzukommen. Eben erst hatte Neumeister mit der Sammlung Liebermeister einen solchen Glücksfall gemacht, doch im regulären Programm muss es sich in München gegen die mächtige Konkurrenz von Robert Ketterer behaupten, der mit seinen Modernen und Zeitgenossen zur gleichen Zeit deutlich erfolgreicher war. Hinzu kommen noch Karl & Faber, die mit einem ähnlichen Programm durchschnittlicher besser punkteten als Neumeister. Es ist für Katrin Stoll und ihre Mitstreiterinnen also trotz Überwindung des allgemeinen Durchhängers im vergangenen Jahr keineswegs einfacher geworden, sich auf dem an der Spitze zunehmend engeren Markt durchzusetzen. ...mehr

Die „Alten Meister“ bei Sotheby’s in Amsterdam erreichen gute Ergebnisse

Altbewährtes neu entdeckt


Andries van Eertvelt, Die Seeschlacht von Lepanto, 1640

Ein klassisches Angebot zieht zuweilen ein klassisches Ergebnis mit sich. Bei der Auktion der „Alten Meister“ in Amsterdam setzte Sotheby’s auf die in der Hafenstadt altbewährte Mischung aus historischen Schlachtengemälden und stimmungsvollen Landschaften, oft von der See. Der Erfolg gab den Experten Recht. 63 Prozent der am 18. Mai angebotenen Werke wechselten den Besitzer, viele von ihnen wurden zu ihrem Schätzpreis oder sogar darüber veräußert. Besonders verzückte der flämische Maler Andries van Eertvelt das Publikum mit einer für ihn charakteristischen Darstellung einer stürmisch bewegten See mit einem Getümmel zahlreicher, fein ausgearbeiteter Schiffe in musealer Qualität. Die „Seeschlacht bei Lepanto“, die als entscheidender Sieg der christlichen Flotte über die osmanischen Truppen im Jahr 1571 gilt, konnte ihre hohen Erwartungen nochmals steigern und kletterte bis auf stattliche 140.000 Euro. Damit erzielte das Herzstück der Versteigerung eine der höchsten Preise, die jemals für ein Werk von Andries van Eertvelt gezahlt wurden. Veranschlagt waren lediglich 80.000 bis 120.000 Euro. ...mehr

Bei den Modernen und Zeitgenossen kann das Züricher Auktionshaus Koller vor allem mit der Schweizer Kunst punkten

Das Geschäft mit der Jugend


Albert Anker, Bildnis eines Knaben mit Mütze

Weitaus bessere Ergebnisse als die Möbel und Einrichtungsgegenstände erzielte die bildende Kunst im Zürcher Auktionshaus Koller. Insbesondere die Schweizer Künstler stießen am 24. Juni auf reges Interesse und sorgten am frühen Nachmittag für einen Bruttogesamtumsatz von 8,2 Millionen Franken. Die modernen und zeitgenössischen Künstler trugen anschließend bis gegen Abend noch einmal gut 3,9 Millionen Franken bei. Die Verkaufsrate lag bei den Schweizern bei 63 Prozent nach Losen, bei den Gemälden und Grafiken der übrigen Künstler bei knapp 50 Prozent. Besonders große Zustimmung erhielt das realistische Spätwerk Albert Ankers. Hatte schon sein Aquarell eines Knaben mit Milchkanne und Brotlaib von 1905 anstatt 80.000 bis 120.000 Frabkeb erfreuliche 140.000 Franken eingeheimst, so brachte es kurz darauf sein in Öl gemaltes Bildnis eines Knaben mit Mütze sogar auf 1,35 Millionen Franken. Die Schätzung für das sensible Portrait hatte bei 500.000 bis 700.000 Franken gelegen. Auch die drei übrigen Bildnisaquarelle Ankers, die allesamt junge Frauen bei häuslicher Tätigkeit zeigen, gingen für bis zu 160.000 Franken zum Teil deutlich oberhalb der Schätzungen in neue Hände über. ...mehr

Vortrefflicher Einstand für Christian Hesse mit Büchern und Grafik in Hamburg

Teure Stars


Nicht schlecht lief die erste Auktion des neu gegründeten Hauses Christian Hesse Auktionen in Hamburg. Mit einer losbezogenen Zuschlagsquote von gut 65 Prozent bei knapp 350 Angeboten erreichten der ehemaligen Mitarbeiter von Hauswedell & Nolte und seine Frau Grit ein für Bücher, Autografen und Grafik sehr gutes Ergebnis. Bei manchen Stücken zumal aus der älteren Zeit wird Christian Hesse das Verhältnis zwischen Angebotsqualität und Preisvorstellungen noch ein bisschen ausgleichen müssen. 12.000 Euro für eine Ausgabe von Walter Ryffs „New Kochbuch“ von 1544/45 oder 6.000 Euro für Jost Ammans „Kunstbüchlin“ in der Erstausgabe der vollständigsten Fassung von 1599, aber in etwas lädiertem Zustand waren den Interessenten zuviel. Schön ist auch ein eigenhändiger Brief des Dichters Friedrich Schiller, doch vorliegendes Exemplar, für 14.000 Euro angeboten, war inhaltlich denn doch zu unspektakulär. Er blieb also ebenfalls liegen. Schließlich musste auch ein Notenbuch für Louise von Preußen wohl aus den 1820er Jahren bei 17.000 Euro die Heimreise antreten. ...mehr

Mäßige Erfolge kennzeichnen die Auktion der Alten Meister bei Sotheby’s in Mailand

Kein Glück für Italien


Giacomo Ceruti, Portarolo col cane

Unmittelbar steht der Junge mit seinem Korb vor einem Bauernhaus. Sein Hund sitzt treu, aber in einigem Abstand bei ihm. Die Einfachheit und Klarheit, der Verzicht auf jegliches Beschönigen oder Idealisieren kennzeichnet die alltäglichen Genreszenen des Milanesischen Malers Giacomo Ceruti, der seinen Figuren porträthafte Züge verleiht und so ihre Armut und Mühen mit realer Würde schildert. Bei dem Hauptlos der Versteigerung des Auktionshauses Sotheby’s in Mailand am fiel der Hammer bereits bei 750.000 Euro, obwohl sich die Experten für das Ende der 1720er Jahre geschaffene Werk 800.000 bis 1.200.000 Euro erhofft hatten. Das Angebot schien im Vorhinein vielversprechend, klangvolle Künstlernamen füllten die Katalogseiten. Doch die Italiener hatten in den letzten Wochen wenig Glück. Auf die Anzahl der Lose bezogen fanden 54 Prozent der Offerte keinen Käufer, einige große Arbeiten blieben unter ihrem Schätzpreis, vieles wurde zur unteren Taxe versteigert. ...mehr

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