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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Auktionen

Die Villa Grisebach hat für ihre Auktion „Ausgewählte Werke“ wieder ein exzellentes Programm zusammengestellt. Hauptaugenmerk liegt in Berlin diesmal auf einer Sammlung mit Werken Lesser Urys

London im Nebel


Lesser Ury, London im Nebel, 1926

Manchmal stellt er sie alle in den Schatten, der 1861 in Birnbaum in Posen geborene, seit 1887 in Berlin lebende und dort 1931 gestorbene Impressionist Lesser Ury. Er war kein großer Geschichtenerzähler, keiner, der sich groß mit episch ausgebreiteten Szenen aus Historie oder auch Genre abgab, auch im Portrait oder im Stillleben schuf er nicht seine stärksten Werke. Aber als Chronist der kleinen Momente, als Schilderer des quirligen Treibens in den Berliner Straßen und Cafés, bei Nacht oder Nebel, im Winter wie im Sommer, am liebsten aber wenn es regnete und die glitschigen Straßen die bunten Lichter spiegelten – dann war er unübertroffen und hat Bleibendes von größtem Wert geschaffen. Unter den deutschen Impressionisten mag er in der heutigen Breitenwahrnehmung, hinter Liebermann, Corinth und Slevogt, an vierter Stelle stehen, auf dem Auktionsmarkt hat er sich allmählich in die sechsstelligen Regionen vorgekämpft, bis Christie’s in New York erst vor wenigen Tagen für das großartige, mit einem Meter Höhe auch relativ großformatige Ölgemälde „Am Kurfürstendamm“ von 1910 einsame 560.000 Dollar erzielte. Zumindest Max Slevogt ist damit schon einmal überrundet. ...mehr

Das Wiener Dorotheum richtet bei der Moderne Kunst seinen Blick vor allem nach Italien

Schwerpunkt Süden


Kleine Augen, kleine Münder, Stupsnasen und eine stattliche Fülle an körperlichem Volumen – so scheint das weibliche Idealbild des kolumbianischen Künstlers Fernando Botero auszusehen. Überall bevölkern seine fülligen, meist unbekleideten Damen die Sammlungen, Museen und öffentlichen Plätze. Das Wiener Dorotheum bietet in seiner Versteigerung von rund 85 Werken der Modernen Kunst am 24. November nun „Mujer con Paraguas“ an, eine dieser beeindruckenden Frauen, wobei die Präsenz des Leibes nicht auf Kosten des seelischen Ausdrucks geht: Fast zerbrechlich scheint die eher junge Frau zu sein, und ebenso hat sie der Künstler 1983 in zarte Bleistiftlinien gebannt. 35.000 bis 40.000 Euro soll das Blatt des bald achtzigjährigen Künstlers wert sein. ...mehr

Ergebnisse: Zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in New York

Riesencola und Riesenspinne


Ausgeglichener als beim Kollegen Christie’s lässt sich die New Yorker Abendauktion mit Gegenwartskunst von Sotheby’s am 9. November nennen – und gemessen am deutlich schmaleren Angebot auch erfolgreicher: Denn mit über 222 Millionen Dollar oberhalb der Gesamttaxe spielten die 49 verkauften von 54 angebotenen Losnummern nur knapp 50 Millionen Dollar weniger ein als Christie’s mit seinen 75 Offerten. Zwar gab es keinen Spitzenpreis wie die 38 Millionen Dollar für Roy Lichtensteins junge Telefonistin „Ohhh … Alright …“, doch erwiesen sich die Werteinschätzungen des Teams um Tobias Meyer als erheblich solider: Sämtlich hoch gehandelten Stücke fanden einen Abnehmer, die meisten innerhalb der Schätzung, einige auch darüber. Allen voran das Hauptlos, Andy Warhols „Coca Cola (4) (Large Coca Cola)“ aus dem Jahr 1962, das, auf 20 bis 25 Millionen Dollar angesetzt, schließlich 31,5 Millionen Dollar an einen anonymen Bieter ging. ...mehr

Das Dorotheum fährt in Wien Silber aus ganz Europa auf

Vorbild Antike


Paul Storr, Aufsatzschale mit Tauben, London 1838/39

Egal für welche Epoche oder welche Kunstgattung – die Antike war und ist vielfach Inspiration, Objekt der Nachahmung und Bewunderung. Das zeigt eine die große „Londoner Aufsatzschale mit Tauben“ von Paul Storr. Der Silberschmied aus London ließ sich von dem griechischen Mosaikkünstler Sosos zu seinem Ziergefäß auf einem Sockel mit Lapislazuliverkleidung und drei Volutenfüßen anregen. Auf dem Rand der Schale von 1838/39 sitzen vier Tauben, von denen sich eine ihr Federkleid putzt und eine andere trinkt. Vielleicht hat der Neoklassizist eine Reise nach Rom unternommen und dort in den Kapitolinischen Museen die römische Nachbildung des ursprünglich griechischen Mosaiks bewundert. Mit 480 weiteren Silberobjekten kommt diese Schale für 40.000 bis 60.000 Euro im Dorotheum unter den Hammer. ...mehr

Jeschke & Van Vliet gehen mit Moderner Kunst, Künstlergrafik und einer spannenden Reihe von Werke des Fluxus an den Start

Wie aus einer anderen Zeit


Eigentlich wird moderne und zeitgenössische Kunst am 20. November bei Jeschke & Van Vliet in Berlin versteigert. Doch schaut man auf den Titel des Katalogs und sieht dort das „Selbstbildnis mit roter Baskenmütze“ von Werner Tübke, kann man auf den ersten Blick auch annehmen, man befände sich bei einer Renaissanceauktion. Im klassischen Dreiviertelportrait gemalt und in erdigen Farben gehalten, aus der einzig die rote Malerkappe hervorsticht, entdeckt man einen stillen, etwas fragenden Künstler, umwoben von einem Hauch Melancholie. Dass Tübke auf die Renaissancemalerei zurückgreift, kommt nicht von ungefähr. Sieht er doch darin sein großes Vorbild, dem er zeitlebens gegen alle Widerstände der formalen Abstraktionen treu geblieben ist. Das Temperabild von 1981 kommt für 35.000 Euro zum Aufruf und gehört mit dieser Bewertung zu den Spitzenpreisen im Auktionsranking des ostdeutschen Malers. ...mehr

Van Ham versteigert in Köln Kunsthandwerk und Schmuck

Tafeln mit Adel


Andreas Emmel, Kasserolle aus dem Service Landsberg-Velen, Bonn um 1792

Eine höfische Tafel braucht entsprechendes Geschirr, und da man nicht kleckern wollte, gaben die Herren schon einmal eine umfangreiche Silberausstattung in Auftrag. 1792, kurz vor dem Ende des alten Reiches, tat dies Paul Joseph Freiherr von Landsberg-Velen und erkor sich den Bonner Silberschmied Andreas Emmel dafür. Der schuf denn auch über 300 Stücke in den damals neuen klassizistischen Formen. Teile dieses wohl letzten Tafelservice in solchem Umfang, das Johann Michael Fritz in seiner Publikation zu den Bonner Goldschmieden im 18ten Jahrhundert mit den „großen Servicen Bayrischer Kurfürsten, preußischer Könige, russischer Zaren und der Vielzahl begüterter Adelsgeschlechter“ verglich, befinden sich heute in öffentlichen Sammlungen, etwa den Landesmuseen in Bonn und Münster – und auch bei Van Ham. Der Kölner Versteigerer offeriert in seiner kommenden Auktionsrunde daraus eine Silberkasserolle, die Emmel „à l’antique“ mit einem in einem Löwenmaul angesetzten Ebenholzgriff, einem durchbrochenen Stülpdeckel, einem Pinienzapfenknauf und dem Wappen derer von Landsberg-Velen versah. 25.000 bis 30.000 Euro Stehen auf dem Etikett. ...mehr

Nicht nur mit den Stars des Impressionismus, der Modernen und Zeitgenössischen Kunst kann man Millionenpreise holen. Das bewies jetzt Lawrence Alma-Tadema in der Auktion „19th Century European Art“ bei Sotheby’s in New York

Teurer Fund


Lawrence Alma-Tadema, The Finding of Moses, 1905

Von seiner eigenen Mutter in einem Binsenkörbchen im Schilf des Nils ausgesetzt, fand die Tochter des Pharaos den kleinen Moses auf dem Weg zum Baden – so weit die Erzählung aus der Bibel. Sir Lawrence Alma-Tadema hat sich mit seinem Bild „The Finding of Moses“ doch sehr weit von dieser einfachen Schilderung entfernt. Beim ersten Hinschauen bemerkt man erst einmal die prächtige Frau, die in einer Sänfte von zahlreichen Dienern am Ufer des Nils getragen wird. Ein großer Fächer umgibt ihren Kopf wie ein Strahlenkranz. Erst wenn man ihrem Blick folgt, fällt der Korb mit dem schlafenden Kind auf. Der gebürtige Niederländer Alma-Tadema stattet sein Breitformat luxuriös aus, schwelgt in Schönheit und Farben und verleiht der biblischen Historie durch die individuelle Gestaltung der Menschen und seine Detailfreudigkeit doch einen Zug ins Realistische. Das liebten schon das verwöhnte Großbürgertum und die schicken Adelskreise im Europa des ausgehenden 19ten Jahrhunderts. Und auch heute kann man damit noch imponieren. Bei einem Startpreis von bereits rekordträchtigen 3 bis 5 Millionen Dollar lieferten sich bei Sotheby’s zwei Telefon- und ein Saalbieter ein unerbittliches Gefecht, aus dem ein nicht genannter Anrufer bei 32 Millionen Dollar als Sieger hervorging und mit Aufgeld knapp 36 Millionen Dollar auf den Tisch legte. Beim letzten öffentlichen Auftritt des Werks auf dem Kunstmarkt 1995 bei Christie’s in New York war der Zuschlag noch bei 2,5 Millionen Dollar gelegen. ...mehr

Sotheby’s versteigert in Mailand Gemälde aus dem großen Fundus italienischer Kunst

Lichtspiele unterm Schirm


Federico Zandomeneghi, L’ombrellino a pois

Renoirs „Lisa mit Schirm“, Monets „Frau mit Schirm“ und nun Federico Zandomeneghi „L’ombrellino a pois“, auf deutsch „Getupftes Schirmchen“. Was veranlasste die Maler immer wieder zu diesem Thema? Nun gerade für die Impressionisten eignete sich dieses Motiv besonders gut für das Studium des Lichts und der Farben. Ende des 19ten Jahrhunderts wurde oft im Freien gemalt, und mit dem Schirm konnte das Modell den Lichteinfall auf ihr Gesicht und die Schattenbildung nach den Wünschen des Malers verändern. Das Bild des Italieners kommt bei der Auktion am 16. November bei Sotheby’s in Mailand unter den Hammer. Nicht zuletzt seine hervorragende Provenienz trägt zu dem hohen Schätzpreis von 220.00 bis 280.000 Euro bei, denn einen besseren Kunsthändler als die Galerie Durand-Ruel in Paris kann es wohl für ein Werk des Impressionismus nicht geben. Danach befand sich die blonde Schöne mit der hellblauen Bluse und dem lachsfarbenen Rock nur in Privatbesitz. ...mehr

Van Ham versteigert eine reiche Auswahl Alter und Neuerer Meister

Paradies mit politischer Note


Paul de Vos, Der Garten Eden mit der Erschaffung Adams und Evas

Die Beschreibung des Bildes „Der Garten Eden mit der Erschaffung Adam und Evas“ ist ganz einfach: viele Tiere im Vordergrund, darunter ein bissiger Hund, ein brüllender Löwe, ein weißer Schimmel und eine gackernde Pfauenhenne, dahinter kleinfigurig, aber im Zentrum die Erschaffung Adams und Evas. Doch dass diese Beschreibung nur einer Dimension des Bildes gerecht wird, zeigt die Interpretation, die die Zeitgeschichte mit einbezieht. Der Maler Paul de Vos war nämlich, während er das Bild malte, gerade zusammen mit Peter Paul Rubens und Frans Snyders mit der Ausschmückung des Buen Retiro und des Torre de la Parada für Philipp IV. von Spanien beschäftigt, als in Europa der Dreißigjährige Krieg tobte. Demnach soll das weiße, prachtvoll geschmückte Pferd auf der linken Seite des Bildes die katholischen Fürsten symbolisieren und der braune Ackergaul die protestantische Arbeitsmoral. Wie die Tiere im Paradies friedlich zusammenleben, so soll auch der Glaubenskrieg, der ganz Europa erschütterte, versöhnlich ausgehen. Ob diese Auslegung nun stimmt oder nicht, zweifelsohne ist das Werk nicht zuletzt wegen seiner hervorragenden Tierdarstellungen kunsthistorisch bedeutend und deswegen auch auf den stolzen Preis von 95.000 bis 120.000 Euro geschätzt. Das Kölner Auktionshaus Van Ham versteigert am 19. November wieder Alte und Neuere Meister, darunter auch das frisch restaurierte Bild des Niederländers, von dem sich weitere Varianten im Louvre, im Kunsthistorischen Museum in Wien, in der Alten Pinakothek in München und in der Dresdner Gemäldegalerie befinden. ...mehr

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News vom 15.12.2017

Pieter Hugo in Dortmund und das Leben in Südafrika

Pieter Hugo in Dortmund und das Leben in Südafrika

Heute vor 140 Jahren: Friedrichsbad in Baden-Baden eröffnet

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