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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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AktuellAktuell:Auktionen

„Meisterwerke“ im Wiener Auktionshaus im Kinsky

Defilee der Qualität


Josef Hoffmann, Brosche, Wien 1911

Ebenso knapp wie unmissverständlich hat das Wiener Auktionshaus im Kinsky seine 84. Versteigerung betitelt: Meisterwerke. Es ist einer jener Rundumschläge durch die Kunst der vergangenen zwei Jahrhunderte, mit denen das renommierte Unternehmen wirkliche Spitzenstücke insbesondere der österreichischen Kunst wie auch des gegenwärtigen österreichischen Kunstmarktes zu einem Defilee der Qualität bündelt. Entsprechend wählerisch ist mit 144 Losnummern das Programm, entsprechend hoch auch die Gesamtsumme des in Erwartung stehenden Umsatzes: 5 bis 9 Millionen Euro sollen es werden. Das 19te Jahrhundert leistet dazu einen der geringeren Beiträge. Hauptlos ist hier bei 80.000 bis 150.000 Euro Albin Egger-Lienz’ Ölgemälde „Sonntagmorgen (Der Antrag)“ aus dem Jahr 1896. Auf den ersten Blick möchte man das Genrebild mit dem jungen Menschenpaar, das da offenbar gerade vor der Entscheidung seines gemeinsamen Lebens steht, für ein Werk des Bayern Franz von Defregger halten, und in der Tat entstand es auch während Egger-Lienz’ langer Münchner Phase unter dem Einfluss des älteren Meisters. Vor zwei Jahren wurde eine fast identische, aber etwas größere Version desselben Motivs bei Hassfurther für 213.000 Euro versteigert. Die jetzige Einlieferung tritt aus dem Nachlass des Wiener Großsammlers Rudolf Leopold wieder in den Kreislauf des Kunstmarktes ein. ...mehr

Zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in New York

Kurz währte die Liebe


Zwei einsame Spitzen ragen aus dem großen Angebot an zeitgenössischer Kunst heraus, das das New Yorker Auktionshaus Sotheby’s am 10. Mai, wie immer eine Woche nach Impressionisten und Modernen, den Händlern, Sammlern und Museen unterbreiten wird: Andy Warhols „Sixteen Jackies“ aus dem Jahr 1964 und Jeff Koons’ „Pink Panther“ von 1988. Beide bedienen sich des Plakativen, präsentieren geheimnislose Körperlichkeit. Bei Koons ist das ganz offensichtlich: Seine lebensgroße Porzellanfigur einer blonden drallen Sexbombe sieht der 1967 ums Leben gekommenen Jayne Mansfield ähnlich, ist von der Hüfte aufwärts geradezu die Personifikation des Trivialen und macht es dem Betrachter überdies leicht durch einen rosaroten Panther, der sich an die Halbentblößte klammert und jedem, dem es danach gelüstet, einen Stellvertreterposten sichert. „Pink Panther“ gehört zur „Banality“-Serie, mit der Koons gegen Ende der 1980er Jahre seinen weltweiten Durchbruch schaffte. Warhols eine Generation ältere 18fache Wiedergabe der lachenden oder trauernden Präsidentenwitwe ist die Übertragung der Massenmedien in die Sphäre des Künstlerischen und macht sie zur Kunst. Beide Werke können als Ikonen ihrer Zeit gelten. Daher ist ihr Wert mit jeweils 20 bis 30 Millionen Dollar beziffert. ...mehr

Moderne Kunst und Künstlergrafik bei Jeschke und Van Vliet in Berlin

Späte Werke


Im Reigen der Berliner Frühjahrsversteigerungen meldet sich jetzt – früher als die meisten Kollegen – auch das kleine Auktionshaus Jeschke und Van Vliet zu Wort. Vor einigen Jahren einer der originellsten Anbieter moderner und zeitgenössischer Kunst mit Hang zu ausgefallenen Stücken, setzte ihm die Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 etwas heftiger zu. Viele der offensiv vertretenen Preisvorstellungen, nicht zuletzt der vom Kunstfieber angesteckten Einlieferer, konnten in Zeiten der Zurückhaltung von Sammlern und Händlern nicht mehr erfüllt werden. Die Auktion am 6. Mai knüpft nun unmittelbar an die glücklichen Jahre an, sowohl im monetären Umfang als auch programmatisch. Spitzenlos der rund 330 Losnummern ist eine 1992 gegossene Bronze nach einem Werk des gebürtigen Rheinländers und Wahlfranzosen Max Ernst. 1938 hatte Ernst zusammen mit seiner damaligen Lebensgefährtin Leonora Carrington ein Anwesen in Saint-Martin-d’Ardèche erworben und es mit mehreren Zementfiguren ausgestattet. Nach seiner Flucht in die USA 1941 ging das Anwesen in anderen Privatbesitz über. Der lang gehegte Plan, die erhaltenen Skulpturen in Bronze nachgießen zu lassen, kam jedoch erst lang nach Ernsts Tod zustande. Die monumentale Doppelskulptur „Sphinx et Sirène“, 1992 in acht Exemplaren vervielfältigt, bieten Jeschke und Van Vliet jetzt für 175.000 Euro an. ...mehr

Zeitgenössische Kunst zu günstigen Preisen bei Ketterer in München

Die Kleinen vor den Großen


Rund einen Monat, bevor das Münchner Auktionshaus Ketterer Anfang Juni mit der Hauptauktion moderner und zeitgenössischer Kunst durchstartet, werden am 7. Mai, gleichsam als Appetitanreger, erst einmal die weniger bedeutenden Arbeiten mit Schätzpreisen bis nicht viel mehr als 20.000 Euro unter die Leute gebracht. Rund 380 Werke an Kunst nach 1945 sind hier versammelt, hinzu treten in einem kleinen Sonderkatalog noch einmal circa dreißig zum Teil großformatige Gartenplastiken. Weniger bedeutend – das meint also vielfach grafische Arbeiten oder solche zeitgenössischen Künstler, die gerade nicht in der ersten Reihe stehen oder es nie dahin geschafft haben. Überdies pflegt Ketterer stets einen Schwerpunkt auf der ungegenständlichen Malerei, so dass beispielsweise das Informel stark vertreten ist. Hier wären etwa Janusz Bersz’ schwarz-rot-gelbe „Komposition III“ aus den 1960er Jahren oder Winfred Gauls tiefseeblaues „O.T. (30-10-57)“ aus dem Besitz seines Künstlerfreundes Otto Herbert Hajek zu nennen – typische Vertreter der ersten und zweiten Generation des Informel, bei Ketterer im preislichen Mittelfeld zwischen 4.000 und 8.000 Euro. ...mehr

Impressionisten und Moderne bei Christie’s in New York

Monet und Picasso im Wettstreit


Claude Monet, Les Peupliers, 1891

Französische Impressionisten und klassische Moderne teilen sich die Vorherrschaft in der New Yorker Abendauktion von Malerei, Grafik und Plastik des ausgehenden 19ten und der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts bei Christie’s am 4. Mai. Bei über 160 Millionen Dollar liegt die Gesamtschätzung der 57 Losnummern, etwa so viel wie beim Konkurrenten Sotheby’s einen Tag zuvor. Drei etwa gleichwertige Hauptlose verzeichnet der Katalog. Eines davon ist Claude Monets hochformatige Naturstudie „Les Peupliers“ aus dem Jahr 1891, die 20 bis 30 Millionen Dollar einspielen soll – kein kleiner Preis für die in ihrer farblichen Blässe fast unscheinbare Uferlandschaft mit den laternenartig aufgereihten Pappeln. Doch gehört das Motiv der rhythmisierten Bäume am Ufer der Epte zu Monets favorisierten Themen. Immerhin hat er davon 24 Bilder zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten mit jeweils anderen Stimmungen angelegt; das vorliegende Bild ist daraus das großformatigste. Etliche davon befinden sich heute in renommierten Museen. Im November 2000 wurde die duftige, stimmungsvolle Impression aus der erlesenen Sammlung des New Yorker Psychiaters und Kunstsammlers Arthur M. Sackler bei Christie’s eingeliefert und für 6,4 Millionen Dollar versteigert. ...mehr

Fernöstliches bei Koller in Zürich

Die Sinnlichkeit der Pfirsichblüten


Figur des Amitayus, tibetochinesisch, 16. Jahrhundert

Da sitzt der Amitayus, der Buddha des unendlichen Lebens, in sich versunken und scheint über alles Irdische erhaben. Nichts kann ihn aus seinem inneren Gleichgewicht reißen. Bereits auf formaler Ebene strahlt die tibetochinesische Figur durch den bis in die ornamentalen Details hinein durchgehaltenen achsensymmetrischen Aufbau große Ruhe und Ausgewogenheit aus. Dieser Eindruck wird durch die Rahmung der Sitzfigur in die harmonische Linienführung einer bogigen Aureole noch verstärkt, welche ungewöhnlicherweise in einem Stück zusammen mit der Figur gegossen wurde. Ihre Handstellung Dhyana mudra und ihr Gesichtsausdruck weisen den Buddha, der zugleich Erhabenheit und Wohlwollen verbreitet, auch auf inhaltlicher Ebene als eine eindrucksvolle Verkörperung der inneren Versenkung in die Meditation aus. Die Kupferskulptur des 18ten Jahrhunderts bildet nicht nur durch ihre Feuervergoldung einen Glanzpunkt der Asiatica-Auktion bei Koller in Zürich. Unsterblichkeit ist unbezahlbar. So passt es gut, dass der Buddha des unendlichen Lebens mit 80.000 bis 120.000 Franken auch preislich die Auktion am 4. Mai anführt. ...mehr

Impressionisten und Moderne bei Sotheby’s in New York

Aus siebzig Schaffensjahren


Bei den kommenden Impressionisten- und Moderneauktionen in New York präsentieren sich Christie’s und Sotheby’s wieder einmal in Hochform. Mehr als 150 Millionen Dollar erwartet allein Sotheby’s für die knapp sechzig Lose seiner Abendauktion am 3. Mai. Die teuerste Arbeit stellt Pablo Picasso: „Femmes lisant (deux personnages)“, gemalt am 27. März 1934 als intimes Bildnis seiner Geliebten Marie-Thérèse Walter und deren Schwester Geneviève bei inniger Lektüre. Unverkennbar reiht sich das Bild in die unbeschwert wirkende Schaffensphase Picassos während der 1930er Jahre ein: Eine helle, freundliche Farbpalette führt hier ein weitgehendes Eigenleben über einem Geflecht von Konturen, die noch an den Kubismus der 1920er Jahre denken lassen, aber auch schon vom damaligen Deformismus gekennzeichnet sind. Ein solches Gemälde ist auch „La Lecture“ von 1932, die erst vor drei Monaten in London für 22,5 Millionen Pfund versteigert wurde. Für die „Femmes lisant“ werden nun 25 bis 35 Millionen Dollar erwartet. ...mehr

Jugendstil und Art Déco bei Quittenbaum in München

Zylinder mit Henkeln


René Lalique, Vase „Pétrarque“, 1929

Französisches Glas in großer Fülle macht regelmäßig den Anfang der Jugendstil- und Art Déco-Auktionen von Quittenbaum in München. So auch am 3. Mai, wenn erneut rund 240 Objekte dieser Art unter den Hammer kommen sollen. Es sind auch wieder die bekannten Entwerfer und Produktionsstätten, die die weitaus größten Anteile an dem anspruchsvollen Programm stellen. Da wäre einmal Emile Gallé, der allein mehr als fünfzig Objekte zur Versteigerung beiträgt, meist Vasen wie eine fast einen halben Meter hohe ochsenblutrote Blumenvariation „Ancolies“ des ausgehenden 19ten Jahrhunderts für 7.000 bis 8.000 Euro oder die knapp vierzig Zentimeter hohe herbstlich waldige „Paysage de Verre“, entworfen für die Pariser Weltausstellung des Jahres 1900, zum gleichen Preis. Zu haben ist für 10.000 bis 12.000 Euro aber auch eine Tischlampe um 1903, dekoriert mit feuerroten Lilien auf bernsteinfarbenem Grund. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Irene Lehr in Berlin

Erholung von Berlin


Von Karl Hofer stammt diesmal das Hauptlos, das zwar nicht immer, aber doch in schöner Regelmäßigkeit den Auktionen moderner und zeitgenössischer Kunst von Irene Lehr in Berlin die Krone aufsetzt. 60.000 Euro soll das „Ruhende Mädchen“ kosten, das Hofer Mitte der 1920er Jahre, auf der Höhe seines reifen Werkes, auf die mittelgroße Leinwand bannte. Unverwechselbar sind die kräftigen Konturen und die hart gegeneinandergesetzten monochromen Farbflächen, die dem Werk etwas Holzschnittartiges geben. Dennoch ist das weitgehend unbekleidete Mädchen, das dort wie eine Puppe auf der Couch liegt und den Betrachter mit tiefen schwarzen Augen fixiert, von innerem Leben beseelt, freilich geheimnisvoll, unergründlich. In den 1970er Jahren wurde das Gemälde, das jetzt aus einer Berliner Privatsammlung angeboten wird, zweimal in Berliner Galerien ausgestellt. ...mehr

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News vom 15.12.2017

Pieter Hugo in Dortmund und das Leben in Südafrika

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Heute vor 140 Jahren: Friedrichsbad in Baden-Baden eröffnet

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