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Am 12.12.2017 Auktion 67: Alte Meister - Moderne

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Auktionen

Mit einigen neuen Rekordergebnissen konnte Sotheby’s in London bei seiner Auktion mit europäischer Malerei des 19ten Jahrhunderts punkten

Spanien zieht


Mariano Fortuny, Arabe delante de un tapiz, 1873

Er blieb nicht auf dem Teppich. Der vor einem prachtvollen orientalischen Wandbehang postierte Araber, den Mariano Fortuny unter dem Titel „Arabe delante de un tapiz“ in pastoser Manier auf die Leinwand bannte, setzte sich deutlich an die Spitze der Auktion „19th Century European Paintings“ bei Sotheby’s. Ganz verwunderlich war das nicht. Betrat das 1873, ein Jahr vor Fortunys frühem Tod in Rom entstandene Gemälde doch erstmals das Auktionsparkett, war noch dazu vorher nicht öffentlich ausgestellt und galt daher als zwar bekannte, doch wichtige Entdeckung im Œuvre des Spaniers. Mit großer Verve beschreibt Fortuny darin das exotisch Anziehende, ja fast Mysteriöse der arabischen Kultur, die für die Europäer stets fesselnd, aber auch immer etwas fremd und furchteinflößend war und ist. Das honorierten die Käufer bei Sotheby’s in London mit 620.000 Pfund und dem neuen Rekordpreis in Fortunys Auktionsranking. Seinen Schätzpreis von 150.000 bis 250.000 Pfund sprengte das farbenprächtige Werk damit um ein Vielfaches. ...mehr

Moderne und zeitgenössische sowie Schweizer Kunst bei Koller in Zürich

Kindliche Wiedervereinigung


Albert Anker, Der Schaffner, 1899

Die Schweizer Kunst ist der stärkste Part der Koller-Auktion am 24. Juni in Zürich. Zwei Künstler sind hier vorrangig zu nennen, zum einen Albert Anker. Der feinsinnige Portraitist des späten 19ten Jahrhunderts ist mit einer stattlichen Reihe seiner eindrücklichen Bildnisse zugegen, die allesamt aus Schweizer Privatbesitz eingeliefert wurden. Da wäre zum Beispiel das Ölgemälde „Der Schaffner“ aus dem Jahr 1899. Nicht zu verwechseln mit dem heute sogenannten Eisenbahn-Schaffner, hatte der „Schaffner“ in Ankers Gemälde die Aufgabe, das Vermögen eines Dorfes oder einer Stadt zu verwalten. Im Französischen lautet der Bildtitel denn auch „L’économe“. Mit großer Konzentration blickt der schon bejahrte Mann in die Unterlagen auf seinem Schreibtisch und lässt sich mit keiner Regung anmerken, dass er soeben vom Maler unter Beobachtung steht. 650.000 bis 900.000 Franken sind für das Gemälde veranschlagt. Eine Wiedervereinigung der besonderen Art lässt sich für zwei Kinderbildnisse erhoffen. Von Anker als Pendants konzipiert und an denselben Sammler verkauft, wurden sie durch Erbschaft später getrennt. Nun traten die beiden Besitzer, ohne dass sie jeweils vom anderen wussten, fast gleichzeitig als Einlieferer ihres jeweiligen Erbstücks an Koller heran. So besteht nun die wohl einmalige Möglichkeit, die beiden anmutigen Kinder, die so ernst und wissend aus ihren Bildern herausgucken, für Einzelpreise zwischen 450.000 und 700.000 Franken wieder zusammenzuführen. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Ketterer in München

Sperriger Expressionismus


Einen zwiespältigen Eindruck hinterlässt die Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst beim Münchner Auktionshaus Ketterer. Geht man nach der losbezogenen Zuschlagsquote, lässt sich nicht meckern: Bei gut 62 Prozent lag sie für die 119 Modernen, mit knapp 58 Prozent fiel sie bei den Zeitgenossen gegen den Trend niedriger aus. Doch beide Rubriken mussten eine bedenklich lange Liste an Rückgängen im Hochpreissegment hinnehmen. Wladimir Bechtejeffs spätimpressionistischer „Parkweg mit Reiterin“ von 1905 für 150.000 bis 250.000 Euro, Christian Rohlfs’ Blick über die Dächer von Soest auf Petri-, Pauli- und Patroklikirchen von 1916 für 200.000 bis 300.000 Euro sowie die beiden hochgehandelten Bilder „Zerfallenes Haus“ von circa 1906/07 für 300.000 bis 400.000 Euro und „Stillleben mit Fächer“ 1918 für 200.000 bis 300.000 Euro von Hermann Max Pechstein – überall Fehlanzeige. Nicht anders bei den Gegenwartskünstlern: Hier blieben mit Enzo Cucchis zweiteiligem Objektmalerei „Fucile“ von 1982 für 120.000 bis 150.000 Euro und einer ebenfalls zweiteiligen Projektzeichnung für „The Gates“ des Jahres 2003 im New Yorker Central Park von Christo und Jeanne-Claude mit 100.000 bis 120.000 Euro zwei kapitale Stücke liegen. Bei 90.000 bis 120.000 Euro blieb sogar ein Nagelbild des ZERO-Künstlers Günther Uecker unveräußert liegen, die doch sonst weggehen wie warme Semmeln. Vielleicht waren die relativ späte Entstehung im Jahr 1986 oder die dunkle und wilde Struktur des „Energiefelds“ hier hinderlich. Über manche Stücke wird derzeit noch im Nachverkauf verhandelt. ...mehr

Impressionisten und Moderne mit einem bedeutenden Schiele-Gemälde bei Sotheby’s in London

Nicht ganz billig


Egon Schiele, Häuser mit bunter Wäsche (Vorstadt II), 1914

Umfangreich ist sie nicht, die kommende Suite von Impressionisten und Modernen bei Sotheby’s in London. Lediglich 35 Losnummern listet der Katalog. Selbst der sonst so umtriebige Pablo Picasso ist nur mit drei Arbeiten zugegen, darunter dem erotisch knisternden Spätwerk „Couple, le baiser“, gemalt am 28. November 1969, für 6 bis 8 Millionen Pfund. So bietet sich ein schwächeres Bild als bei der knapp dreimal stärker besetzten Christie’s-Auktion einen Tag zuvor, auf der immerhin Werke aus dem Nachlass des Schweizer Galeristen Ernst Beyeler prangen. In einem entscheidenden Rennen aber konnte Sotheby’s über den Erzkonkurrenten den Sieg davontragen: Egon Schieles Ölgemälde „Häuser mit bunter Wäsche (Vorstadt II)“, entstanden 1914 in Krumau, sicherte sich das Auktionshaus durch die Abgabe einer Gewinngarantie. Der Einlieferer: das Leopold Museum in Wien. Mit dem Verkauf sollen Finanzlücken, die durch jüngste Restitutionsfälle wie um das „Bildnis Wally“ entstanden oder noch zu erwarten sind, gestopft werden. Leopold hatte das Gemälde schon 1952 von der Witwe seines ersten Besitzers Heinrich Böhler erworben. 22 bis 30 Millionen Pfund hat Sotheby’s für das künstlerisch und provenienzmäßig in jeder Hinsicht bedeutende Stück veranschlagt. Ein neuer Schiele-Rekord ist damit so gut wie sicher. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst sowie Jugendstil im Wiener Kinsky

Die Nachhut


Die große „Meisterwerke“-Auktion beim Wiener Versteigerer im Kinsky von Anfang Mai hat für die kommende Runde nur mehr weniger Bedeutendes übriggelassen. Traditionell ist die zweite Frühjahrsauktion, die im Juni vor der Sommerpause stattfindet, nicht so stark besetzt. Umso mehr eine Bewährungsprobe für den neuen Geschäftsführer Nikolaus Schauerhuber, der das Ruder vor eineinhalb Monaten von Gründungschef Otto Hans Ressler übernahm. Gerade die Klassische Moderne bietet wenig Gängiges, viel Unbekanntes und mitunter auch Zweitrangiges. Mit 80.000 bis 150.000 Euro ist hier Alfons Waldes Ölbild „Sommer in Tirol“ der Favorit, eine unverwechselbar sonnige, pastos aufgetragene Bergdorfimpression aus dem Raum Kitzbühel mit sonntäglich gekleideten Menschen und schneebedeckten Bergen im Hintergrund. Zwei andere kleine Meisterwerke stammen von deutschen Expressionisten: Alexej von Jawlenskys um 1915 rasch hingeworfenes Stillleben mit Katzenkopf und Pinseltopf – man könnte es auch für eine rosafarbene Vase mit stängelartigen Blumen halten – für 35.000 bis 70.000 Euro und Otto Dix’ „Steinbruch in den Vogesen“ von 1945, einer Zeit des künstlerischen Neubeginns nach Jahren der Zurückhaltung. Der raschere, wieder kraftvollere Pinselstrich in dieser Landschaft lässt davon schon etwas spüren. 2009 bei Zezschwitz an 130.000 Euro gescheitert, werden hier nun 50.000 bis 80.000 Euro erwartet. ...mehr

Rückblick: Kunst und Antiquitäten bei Nagel in Stuttgart

Teure Spätgotik


Franz Fischer, Pokal mit Diamantbossenwerk, Nürnberg um 1620

Eine weitgehend unspektakuläre Auktion brachte das Stuttgarter Auktionshaus Nagel am 8. und 9. Juni über die Bühne. Keine sensationelle Preisexplosion schreckte diesmal das Möbellager auf, und auch bei den Gemälden und Papierarbeiten gab es nur wenige überraschend hohe Zuschläge. Mit rund vierzig Prozent brachte es die Veranstaltung auch hinsichtlich der Zuschlagsquote nach Anzahl der Lose auf einen eher mäßigen Wert. Am besten bei den Antiquitäten schlug sich das Silber: Auf jeweils 13.000 Euro kletterten hier ein dreißig Zentimeter hoher Pokal des Nürnberger Meisters Franz Fischer um 1620 und ein historistisches deutsches Trinkspiel mit der Jagdgöttin Diana auf einem Hirsch sowie weiteren Figuren in „menschlichem“ Miniaturmaßstab. Die Schätzungen hatten bei 3.800 Euro und 2.500 Euro gelegen. Teuerstes Möbel wurde ein römischer Tisch mit blumengeschmückter Scaglioglaplatte aus dem ersten Drittel des 19ten Jahrhunderts bei planmäßigen 10.000 Euro, gefolgt bei 8.200 Euro von einem französischen Halbschrank des Empire um 1810. Hier hatten lediglich 2.500 Euro auf dem Preisschild gestanden. ...mehr

Kunst vom Biedermeier bis zur Gegenwart bei Hassfurther in Wien

Quellen an Wassern und Wundern


Albin Egger-Lienz, Die Quelle

Ein expressives, ja existenzielles Thema hat sich Albin Egger-Lienz für sein Ölgemälde „Die Quelle“ gewählt. Es zeigt einen Bauern, der sich scheinbar mit letzter Kraft über den ausgetrockneten Boden zu einer kleinen Wasserstelle geschleppt und zum Trinken dort niedergelegt hat. Das späte Werk des österreichischen Malers ist durchdrungen vom Gedanken des menschlichen Schicksals im Spannungsfeld zwischen Werden und Vergehen. Gerade die einfachen Bauern behandelt Egger-Lienz oft als Botschafter des Leides und des Todes, die in ihrem autochthonen Leben dem menschlichen Kreislauf näherstehen als das Bürgertum. Das Motiv hat der Künstler mehr als nur einmal verarbeitet. Bereits im vergangenen Dezember konnte Wolfdietrich Hassfurther eine andere, wesentlich kleinere Version für 145.000 Euro weitervermitteln, bei Koller in Zürich gab es vor drei Jahren eine größere Fassung auf Leinwand für 360.000 Franken. Die 120.000 bis 170.000 Euro, die Hassfurther für seinen bisher nicht bekannten Karton auf 48 mal 71 Zentimeter verlangt, dürften also problemlos zu erreichen sein. ...mehr

Resultate: Jugendstil und angewandte Kunst des 20sten Jahrhunderts im Wiener Dorotheum

Tafelsilber schlägt Kaffeeservice


Louis Comfort Tiffany, Stehlampe „Oriental Poppy“, um 1900

Ein solides, gutes Ergebnis mit einigen Sensationen und ohne allzu verheerende Einbrüche – so kann man den Verlauf der Auktion „Jugendstil und angewandte Kunst des 20sten Jahrhunderts“ im Dorotheum zusammenfassen. Bereits bei einem Blick auf die Toplose zeichnet sich diese Bilanz ab: einerseits konnte die hohe bronzene Ständerlampe „Oriental Poppy“ von Louis Comfort Tiffany mit ihrem bunten, blütenübersäten Glasschirm als teuerstes Stück der Auktion mit 170.000 Euro ein kräftiges Plus gegenüber dem Schätzpreis von 60.000 bis 100.000 Euro verbuchen, auch die silberne Zuckerdose von Josef Hoffmann legte gegenüber ihrer oberen Erwartung von 50.000 Euro auf 70.000 Euro zu, andererseits stimmte bereits der dritthöchste der erzielten Preise bei 30.000 Euro für einen Henkelkrug mit Flaschenkürbisdekor von Tiffany mit dem oberen Schätzpreis überein. Die silberne Menage Hoffmanns erreichte schließlich mit 26.000 Euro nicht einmal ihre untere Taxe von 30.000 Euro. ...mehr

Alte Meister bei Kornfeld in Bern

Liebespaar im Busch


Rembrandt, Der Omval, 1645

Wie immer hat das Berner Auktionshaus Kornfeld zusätzlich zu seiner großen Moderneauktion auch eine kleine Sammlung von Grafiken und Zeichnungen Alter Meister anzubieten. Achtzig Losnummern kommen am Vormittag des 17. Juni unter den Hammer mit Schätzpreisen von bis zu 90.000 Franken. So viel wird für eine Kaltnadelradierung Rembrandts von 1645 erwartet: „Der Omval“ ist die formatgrößte einer Reihe von fünf Landschaften dieses Jahres mit einem Blick über die Amstel etwas außerhalb von Amsterdam und einem in dichtem Gebüsch versteckten Liebespaar auf der linken Seite. Der niederländische Barockmeister ist mit fast zwanzig Losnummern am häufigsten vertreten. Weitere Höhepunkte seines grafischen Schaffens sind die Kaltnadelradierungen „Die Hütte hinter dem Plankenzaun“ von 1648 und das Bildnis des kleinwüchsigen Malers Jan Asselijn, genannt Crabbetje, um 1647 für jeweils 80.000 Franken sowie „Der blinde Tobit“ von 1651 für 40.000 Franken, die den biblischen Alten tapsig durch eine Wohnstube tasten sieht. ...mehr

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