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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Sitzende Bäuerin mit Kind, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Auktionen

Eine Auktion nur mit Sitzgelegenheiten bei Zezschwitz in München

Stühle für die Himmelsrichtungen


Carlo Bugatti, Paar Armlehnsessel, um 1895

Eine Reise durch die Kunstgeschichte des Stuhls ist die kommende Veranstaltung von Zezschwitz in München. Rund 280 Sitzgelegenheiten vom beginnenden 19ten Jahrhundert bis in die Gegenwart hat das Auktionshaus für seine Sonderauktion „seats II“ zusammengetragen. Zu den ältesten Stücken gehört eine eiserne Gartenbank, die 1836 auf Basis eines Entwurfs des preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel gegossen wurde. Dieser hatte Stühle in ähnlichen, mit antikisch anmutenden Grotesken unter anderem für die sogenannten Römischen Bäder im Potsdamer Schlosspark Sanssouci entworfen. 7.500 Euro werden für das gut einen Meter breite Stück erwartet. Bereits stark auf den Funktionalismus weist ein bequemer Liegestuhl voraus, den die New Yorker Marks Adjustable Folding Chair Company 1876 nach einem Entwurf Cavedra B. Sheldons herstellte. Das für 3.800 Euro angebotene Stück lässt sich reisepraktisch auf Koffergröße einklappen. Die Firma Thonet macht dann mit einer Reihe ihrer Bugholzstühle, angefangen bei der Nummer 4 um 1859, für bis zu 1.900 Euro auf sich aufmerksam. Und für ein Paar der maurisch-gotischen Armlehnsessel des Italieners Carlo Bugatti aus dem ausgehenden 19ten Jahrhundert werden voraussichtlich 15.000 Euro fällig. ...mehr

Hauptsächlich mit der alten Kunst taten sich Hauswedell & Nolte schwer. Moderne und Zeitgenossen liefen in Hamburg besser

Sonderbare Preisgestaltung


51 der 96 ausgewählten Werke, also ziemlich genau die Hälfte, konnte das Hamburger Auktionshaus Hauswedell & Nolte in seiner Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst unter die Leute bringen. Wie schon so manches Mal in der Vergangenheit lagen Erfolg und Misserfolg wieder recht dicht beieinander. Gelegentlich mutete die Preisgestaltung auch etwas merkwürdig an. 80.000 Euro für die hübsche, aber keineswegs bedeutende Farbgrafik „Feeding the ducks“ von Mary Cassatt um 1895 schienen von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Insgesamt war die Grafik, die einen Angebotsschwerpunkt bildete, zu hoch bewertet, so auch die Lithografie „Der Nachhauseweg (Selbstbildnis mit Kriegskrüppel)“ Max Beckmanns aus dem Jahr 1919 für 125.000 Euro. Die 300.000 Euro für Paul Klees „Verlassene Kulturen“ auf einem Tuschfederaquarell von 1924 waren ebenfalls zuviel: Vor fünf Jahren hatte das kleine Blatt bei Kornfeld in Bern nur 330.000 Franken gekostet. ...mehr

Ein Spitzweg bei Art & Auktionen in München

Herzhaftes Gähnen im Wind


Carl Spitzweg, Auf der Bastei, um 1856

Nach einem recht geglückten Betriebsstart vor drei Jahren hat das Münchner Auktionshaus Art & Auktionen nur noch wenig von sich reden gemacht. Anders als wohl erhofft ist das Mutterhaus Neumeister auf dem Gebiet von Kunst und Kunsthandwerk alter Meister nach wie vor der große Bruder, und gegen die starke Konkurrenz von Ketterer bei Modernen und Zeitgenossen sowie von Quittenbaum und Zezschwitz bei Jugendstil, Art Déco und Design haben sich Martina und Michael Scheublein schon gar nicht durchsetzen können. Am 1. Juli aber darf man einmal aufmerken, denn zum Aufruf kommt nichts Geringeres als ein schöner, fertiger, charakteristischer Carl Spitzweg. Das im jüngsten Werkverzeichnis gut dokumentierte und zuletzt 1985 und 2002/03 öffentlich ausgestellte Werk aus der Zeit um 1856 trägt den Titel „Auf der Bastei“ und zeigt einen wachhabenden Soldaten beim herzhaften Gähnen, derweil die Spatzen ihre Nester in die Kanonenrohre bauen und die Wäsche des Mannes im Wind trocknet. Dieses friedensvolle, pazifistische Motiv hat Spitzweg öfters verarbeitet, so auf einem Gemälde, das erst im vergangenen April bei Koller angeboten wurde. Das Zürcher Auktionshaus ist damit allerdings an 500.000 bis 800.000 Franken gescheitert. Für das ungewöhnlich breitformatige Bild bei Art & Auktionen werden 400.000 Euro erwartet. ...mehr

Sotheby’s setzt bei der Auktion „Contemporary Art“ in London auf die Sammlung Dürckheim

Die besten Deutschen auf einen Streich


Einmal mehr weisen die beiden Londoner Abendauktionen von Christie’s und Sotheby’s am 28. und 29. Juni viele Parallelen auf. Wie beim Erzrivalen einen Tag zuvor steht auch bei Sotheby’s ein fast zwei Meter hohes Gemälde Francis Bacons an der Spitze der Preisliste: 7 bis 9 Millionen Pfund soll seine „Crouching Nude“, ein körperlich entstellter Frauenakt vor einem klaustrophobischen, grünen Hintergrund von 1961, kosten. In beiden Häusern führt Andy Warhol zahlenmäßig die Künstlerriege an. Sieben Losnummern sind es bei Sotheby’s, allen voran sein ikonisches Portrait der amerikanischen Sängerin Deborah „Debbie“ Harry, Frontstar der New Wave-Band „Blondie“, aus dem Jahr 1980 für 3,5 bis 5,5 Millionen Pfund und eine mittelgroße Leinwand seiner „Campbell’s Soup Can (Tomato)“-Bilder von 1962 für 3,5 bis 4,5 Millionen Pfund. Wichtigster deutscher Künstler schließlich ist Gerhard Richter, wobei sein in Rot getränktes, nur kleine andere Farbschlieren zulassendes „Abstraktes Bild“ mit der Nummer 748-2 von 1991 für 1,2 bis 1,8 Millionen Pfund und sein grauschwarzes, umrisshaftes „Stadtbild“ von 1969 für 500.000 bis 700.000 Pfund mit den Richter-Bildern bei Christie’s nicht ganz mithalten können. ...mehr

Die Alten Meister konnten bei Kornfeld in Bern nicht an der Erfolg der Modernen Kunst anknüpfen

Unfolgsam


Hans Baldung Grien, Christus am Kreuz zwischen Maria und Johannes, 1510/12

Im Schatten der großen Künstler von Moderne und Gegenwart hatte Kornfeld in Bern am 17. Juni auch seine mit achtzig Losnummern wesentlich kleiner bestückte Altmeisterauktion veranstaltet. Fünfzig dieser Werke wurden versteigert, was einer Quote von 62,5 Prozent entspricht. Nicht immer wollten die Kunden den anspruchsvollen Preisvorstellungen des Hauses ohne weiteres Folge leisten. Das galt letztlich für alle Toplose, die Kornfeld im Angebot hatte, wovon insbesondere die knapp zwanzig Blätter Rembrandts betroffen waren. Entweder blieben sie ganz ohne Abnehmer wie die Kaltnadelradierungen „Die Hütte hinter dem Plankenzaun“ von 1648 für 80.000 Franken, „Der blinde Tobit“ von 1651 für 40.000 Franken oder „Die Landschaft mit dem Obelisk“ von circa 1650 für 50.000 Franken, oder aber die Schätzungen wurden deutlich unterboten. So geschehen beim Hauptlos der ganzen Auktion, Rembrandts „Omval“ von 1645 mit Blick über die Amstel auf ein Dorf, der statt 90.000 Franken nur 75.000 Franken erzielte, oder dem Bildnis des Malers Jan Asselijn, aufgrund seiner Körperbeschaffenheit „Crabbetje“ genannt, von etwa 1647 für 65.000 Franken statt 80.000 Franken. Lediglich bei Rembrandts „Selbstbildnis mit der Schärpe um den Hals“ von 1633 gerieten die Kunden in Kauflaune und spedierten 20.000 Franken anstatt der veranschlagten 15.000 Franken. ...mehr

Zeitgenössische Kunst bei Christie’s in London

Altbesitz zweier Künstler


Francis Bacons „Study for a Portrait“ ist das Glanzstücke der Londoner Zeitgenossenauktion bei Christie’s. Das auf circa 11 Millionen Pfund geschätzte Großformat, das schemenhaft einen unbekannten Herrn in einem fast schwarzen Raum zeigt, ist das letzte Gemälde, das Bacon 1953 im Atelier seines Malerkollegen Rodrigo Moynihan am Royal College of Art in London schuf. Es ist das Jahr, in welchem Bacon auch seine berühmte Serie von Portraits nach Diego Velázquez’ Portrait Papst Innozenz’ X. schuf, und bezeichnet einen Wendepunkt im Werk des Künstlers. Seit 1951 hatte er sich im Atelier Moynihans eingemietet und dem Kollegen die fast zwei Meter hohe Leinwand „Study for a Portrait“ als Gegenleistung überlassen. Zweiter Besitzer des Gemäldes war dann der heute 94jährige irische Maler Louis le Brocquy, der es später an die Londoner Galerie Marlborough Fine Art verkaufte. Seit 1984 war es im Besitz des Schweizer Weinproduzenten Donald Hess, der es zuletzt 2008/09 für die große Bacon-Wanderausstellung in London, Madrid und New York zur Verfügung stellte. ...mehr

Design bei Quittenbaum in München

Abstrus bis brauchbar


Stefan Wewerka, Classroom Chair, 1970

Ein Defilee des Kuriosen und Originellen, mitunter auch Absurden und Abstrusen ist die kommende Designauktion von Quittenbaum in München. Vieles lässt sich als Gebrauchsdesign ansprechen und erfüllt durchaus seinen Zweck. Auf Stefan Wewerkas „Classroom Chair“ von 1970, der sich zu einer Seite hin deutlich nach unten neigt, wird sich aber wohl niemand setzen wollen, ebenso wenig wie auf Hermann Waldenburgs „Schleudersitz“ von 1984/85, der einen jederzeit in die Luft befördern zu wollen scheint. Zumal beide Stücke nicht weniger als 4.000 bis 6.000 Euro kosten sollen. Auch bei vielen von Herbert Jakob Weinands Produkten scheint das Optische mehr als die Bequemlichkeit und Funktionalität im Vordergrund gestanden zu haben. Raketenförmige Beine besitzt sein Schminktisch aus der Serie „Markierungen“ von 1986, der seiner Form halber denn auch als „Schminkrakete“ bezeichnet wird. Samt zugehörigem Hocker soll die Möbelgruppe 3.300 bis 4.000 Euro einspielen. Weinands Bistrotisch „Pershing“ führt diese Idee 1989 für 1.200 bis 1.500 Euro weiter. Ron Arads „Well tempered chair“ von 1986/87, ein Dauerbrenner auf Designauktionen und von Quittenbaum für 6.000 bis 7.000 Euro offeriert, wäre ebenfalls mit seinen kalten, aus Edelstahlblech gebogenen Wülsten in diesem Umfeld zu nennen. ...mehr

Resultate: Moderne und zeitgenössische Kunst bei Karl & Faber in München

Mit Münter wieder zum Erfolg


Die Versteigerung von ausgewählten Werken moderner und zeitgenössischer Kunst am 10. Juni dürfte als eine der erfolgreichsten ihrer Art in die Geschichte des Münchner Auktionshauses Karl & Faber eingehen. Rund 1,78 Millionen Euro spielten die gut zweihundert Losnummern ein, bei rund 65 Prozent lag die Zuschlagsrate nach Anzahl der Lose. Der herausragendste Einzelzuschlag waren die 360.000 Euro, die es für Gabriele Münters „Dorfstraße mit Fuhrwerk“ gab. Mit 90.000 bis 120.000 Euro zwar bereits eines der Toplose der Auktion, war eine Vervierfachung der unteren Schätzung indes nicht zu erwarten, handelt es sich doch um ein relativ kleines und spätes Werk der Künstlerin aus dem Jahr 1938. Doch die unverwechselbare Farbigkeit und Zeichnung der Häuser, Blumen, Menschen und Tiere, die an die frühen Arbeiten aus der „Blauer Reiter“-Zeit erinnern, überzeugten ebenso wie die Tatsache, dass es sich um ein bisher nicht öffentlich ausgestelltes Werk aus dem Nachlass Münters handelte. ...mehr

Mit der modernen und zeitgenössischen Kunst konnte Van Ham in Köln sein Vorjahresergebnis steigern

Bauer zum dritten


Es hat wieder geklappt mit Rudolf Bauer bei Van Ham. Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres konnte das Kölner Auktionshaus am 31. Mai ein kapitales Werk des deutsch-amerikanischen Konstruktivisten für einen sechsstelligen Preis versteigern, und wiederum stellte es einen neuen internationalen Auktionsrekord: 500.000 Euro erzielte Bauers „Triptych Symphony: Third Movement“ aus den frühen 1930er Jahren. Ein Werk, das nicht nur eine Augenweide aufgrund seiner großartigen geometrischen Farbflächenkomposition ist, sondern noch dazu eine hochbedeutende Provenienz aufweist: Stammt es doch aus der Sammlung Solomon R. Guggenheims und hing lange Jahre im Schlafzimmer des Privathauses von Guggenheim und seiner Frau Irene in Port Washington auf Long Island. 250.000 bis 300.000 Euro hatte Van für die mehr als anderthalb Meter breite Leinwand angesetzt. 170.000 Euro aus US-amerikanischer Hand kamen noch für Bauers bewegteres Frühwerk „Yellow Circle“ aus dem Jahr 1915 hinzu, auch dies ein Werk der Guggenheim Collection, und für 32.000 Euro wechselte eine farbige Papierarbeit des Meisters aus einer norddeutschen Privatsammlung jeweils deutlich über den Taxen den Besitzer. ...mehr

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