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Am 21.10.2017 Kunstauktion 95 bei Winterberg|Kunst in Heidelberg

© Winterberg|Kunst

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Rückblick: Kunst und Antiquitäten bei Fischer in Luzern

Profaner Wechsel


Gaspare Diziani und Antonio Diziani, Ländliches Fest

Mit seiner großen, insgesamt viertägigen Versteigerung von Kunst und Antiquitäten aller Art im vergangenen Juni konnte das Luzerner Auktionshaus Fischer an frühere Erfolge erst einmal nicht anknüpfen. Das einzige wirkliche Toplos der Auktion alter und neuerer Meister, Eugène Delacroix’ „Le Vampire“ von 1825, blieb unveräußert liegen. Ebenso erging es einer Reihe Wiedergänger wie einem Marientod aus der Werkstatt Lucas Cranachs d.Ä. oder Hendrik de Clercks Mariä Verkündigung, die auch diesmal wieder für Schätzpreise zwischen 120.000 und 230.000 Franken erfolglos angeboten wurden. Das gleiche Schicksal ereilte eine Tafel mit der alttestamentlichen Szene „Lot und seine Töchter“, Lucas Cranach d.J. zugeschrieben, und Jan van Goyens wunderbar brauntonigen Malerei „Zwei Reiter am Strand bei Egmond“ wohl von 1649 zwischen 150.000 und 220.000 Franken. Nur ein einziges der hochgehandelten Stücke, Gaspare und Antonio Dizianis ländliches Fest im besten venezianischen Rokoko, wurde zur unteren Schätzung von 180.000 Franken weitervermittelt. ...mehr

Halb erfolgreiche Sitzmöbelauktion bei Zezschwitz in München

Ausgesessen


Shiro Kuramata, Sessel „How High the Moon“, 1986

Die Werke bekannter Designer waren es hauptsächlich, mit denen das Münchner Auktionshaus von Zezschwitz mit seiner Versteigerung ausgewählter Sitzgelegenheiten am 30. Juni reüssierte. Denn eine losbezogene Zuschlagsquote von gut 25 Prozent lässt schon vermuten, dass das Interesse der Kundschaft an dieser speziellen Zusammenstellung nicht gerade in die Breite ging. So blieb beispielsweise fast die gesamte ältere Offerte einschließlich eines Paares Armlehnsessel von Carlo Bugatti für 15.000 Euro unveräußert stehen, lediglich zwei ungewöhnliche Dreibeinstühle der Firma Gebr. Thonet in Wien um 1890 brachte mit 1.300 Euro auf das Doppelte der Schätzung. Besser sah es beim Jugendstil aus. Zwar musste ein komplettes Ameublement des Franzosen Eugène Gaillard, bestehend aus Tisch und zehn Stühlen, bei 40.000 Euro die Heimreise wieder antreten, dafür aber wurde auf Wiener Seite die Abnahme unter den Spitzenstücken etwas höher. ...mehr

Rückblick: Impressionisten und Moderne bei Sotheby’s in London

Rekord für Schiele


Egon Schiele, Häuser mit bunter Wäsche (Vorstadt II), 1914

Von den drei großen Londoner Kunstauktionen, die Sotheby’s in diesem Frühsommer abgehalten hat, war diejenige mit Impressionisten und Modernen wohl die prägnanteste. Blieb von den Alten Meistern eine stattliche Reihe angebotener Werke unveräußert und konnten sich die Gegenwartskünstler am 29. Juni nicht in außergewöhnliche Preishöhen hinaufschwingen, so war die schmale, aber qualitätvoll besetzte Versteigerung von durchwegs hohen Ergebnissen geprägt. Nur drei der 35 angebotenen Werke fanden keinen Abnehmer, fast 97 Millionen Pfund Umsatz konnte generiert werden. In den meisten Fällen konnten die Schätzpreise erreicht oder übertroffen werden. Das Hauptlos allerdings ging auf recht unspektakuläre Weise über die Bühne: Egon Schieles „Häuser mit bunter Wäsche (Vorstadt II)“ aus dem Jahr 1914 wanderte für 22 Millionen Pfund zur unteren Erwartung an einen anonymen Telefonbieter. Er hatte diese Summe bereits im Vorfeld garantiert, womit zugleich ein Auktionsrekord für den österreichischen Expressionisten vorprogrammiert war. Einlieferer war das Leopold Museum in Wien, das mit dem Erlös einige durch Restitutionsfälle der jüngeren Vergangenheit entstandene Finanzlücken zu füllen beabsichtigt und wohl auch noch weitere Werke aus seinem Bestand verkaufen muss. ...mehr

Gute Ergebnisse brachten auch die Gemälde und Zeichnungen der Alten Kunst bei Bassenge in Berlin hervor

Teuere Speisen


Georg Flegel, Stillleben mit Kapaun, Austern und Artischocke, um 1630

Das Berliner Auktionshaus Bassenge ist nicht gerade der Spezialist für Gemälde Alter Meister. Doch wird dieses Segment seit einiger Zeit erfolgreich ausgebaut. Und auch in der letzten Auktionsrunde waren neben viel Gebrauchsware aus der Barockzeit einige Highlights versteckt, die die Käufer nicht übersahen. Mit sicherem Blick pickten sie sich etwa ein neu entdecktes Stillleben Georg Flegels heraus, das bisher unveröffentlicht bei einem süddeutschen Sammler hing. Dafür hatte der Frankfurter Maler einen Tisch dicht gedrängt mit einem Kapaun, Austern auf einem Kohlenfeuer, Brot und einer Artischocke gedeckt. Die sinnliche Sensibilität der Flegelschen Kunst lässt sich beispielsweise an der feinen Umsetzung des von kleinen Sphinxen getragenen Gewürzbehälters in der Bildmitte ablesen. Von seinem Können zeugen zudem die minutiös gearbeiteten Besteckgriffe, die abgebrochene Brotscheibe oder die den Kapaun garnierenden, in fahlem Licht verkürzt geschilderten Zitronenscheiben auf dem Zinnteller im Vordergrund. Für die späte Entstehungszeit in den 1630er Jahren spricht die begrenzte, einem Nachtstück ähnelnde Farbpalette, wie sie Flegel etwa auch in dem Frankfurter Gemälde „Große nächtliche Mahlzeit“ verwendete. Mit 110.000 Euro und damit mehr als dem Doppelten der Schätzung bestätigten die Bieter nicht nur diese neue Zuschreibung an Flegel, sondern gestalteten auch den einzigen sechsstelligen Betrag des Auktionstages. ...mehr

Ergebnisse: Fotografie bei Van Ham

Körperbefragungen


Jürgen Klauke gehört zu den Künstlern, die mit den Darstellungsmöglichkeiten ihres Körpers kritisch gesellschaftliche Normen hinterfragen. Da werden einmal verschiedene Kleider und Posen gewählt, um frech in männliche oder weibliche Rollen zu schlüpfen, das andere Mal Prothesen angelegt, um das eigene Ausdruckspektrum zu erweitern. Unbekümmert spielt Klauke mit Fetischen, lädt seine Performances sexuell auf und entwickelt so minimalistisch strenge bis exzessive, manchmal auch surreale Inszenierungen, mit denen er soziale Verhaltensmuster und Grundbedingungen des paranoiden Daseins der Menschen lustvoll und ironisch reflektiert. Als Produkt seiner vergänglichen Kunst bleiben Fotografien und Filme übrig. Drei Bilderfolgen konnte Van Ham nun in seiner letzten Fotografieauktion offerieren. Hielt sich die Kauflaune bei den zwölf Gelatinesilberabzügen der „Self Performance-I.L.M.“ von 1972/73 als erster Position mit 5.500 Euro noch genau an den vorgegebenen Rahmen, gab es bei der fünfteiligen farbigen Serie „gebaute figuren“ von 1973/74 und den 17 Bromsilbergelatinebildern „Konfrontation“ von 1977 kein Halten mehr. Erste stieg von 14.000 Euro auf 20.000 Euro, die strenger zum einem Flügelaltar angeordnete, schwarzweiße „Konfrontation“ gar von 13.000 Euro auf 36.000 Euro. ...mehr

Die Alte Grafik ist wieder begehrt. Das zeigte die Auktion bei Bassenge in Berlin

Vom Bischof zum Quacksalber


Albrecht Dürer, Die apokalyptischen Reiter, 1496/98

Seit einiger Zeit verzeichnet das Berliner Auktionshaus Bassenge steigende Umsätze bei der alten Grafik. Konnten vor einem Jahr rund 70 Prozent des Angebots weitervermittelt werden, so lag die Zuschlagsquote auf der 97. Auktion in diesem Frühjahr sogar bei gut 72 Prozent. Ganze Künstlerkonvolute gingen in neue Hände über, so beispielsweise fast komplett die mehr als dreißig Losnummern umfassende Albrecht Dürer-Offerte. Höhepunkt war hier mit einem Ergebnis von 24.000 Euro das fünfte Blatt mit „Den apokalyptischen Reitern“ aus der berühmten Holzschnittfolge der Apokalypse von 1511, gefolgt bei 11.000 Euro von der „Kleinen Holzschnittpassion“ aus den Jahren 1508/11. Die Schätzungen hatten bei jeweils 15.000 Euro gelegen. Auch andere Blätter aus Dürers Apokalypse, wie „Das Tier mit den Lammshörnern“ für 4.400 Euro oder „Das Sonnenweib und der siebenköpfige Drache“ für 3.600 Euro, und der Kupferstich „Der heilige Antonius vor der Stadt“ für 7.500 Euro behaupteten sich gut oberhalb der Schätzungen. ...mehr

Rückblick: Ohne viel Aufsehen ging bei Sotheby’s die Schweizer Kunst über die Bühne

Freudiger Tanz


Ferdinand Hodler, Fröhliches Weib, um 1909

Da tanzt sie freudig in die Natur hinein, die „Femme Joyeuse“. Kraftvoll und energiegeladen tut sie einen Schritt in eine nicht näher bestimmte, dafür symbolhafte Landschaft. Die energische Drehbewegung der Frau klingt sanft in den erhobenen Händen und den in der Luft spielenden Fingerspitzen aus. Der gelbe Hintergrund, der einen Kontrast zu ihrem blauen Kleid und zur violetten Konturierung ihrer Gliedmaßen bildet, kann für seine Sonnenscheibe stehen. Um 1909 schuf Ferdinand Hodler das „Fröhliche Weib“ als erste von fünf Varianten. Seine Muse Valentine Godé-Darel stand ihm für das Ganzfigurenbild Modell, mit dem er, wie so oft, die Einheit von Mensch und Natur eindrücklich beschwor. Als Favoritin zog die traumwandlerische Tänzerin in Auktion „Schweizer Kunst“ bei Sotheby’s ein und behauptete ihren Rang. Zur unteren Schätzung von 2,5 Millionen Franken wandert sie nach 26 Jahren von einer Schweizer Sammlung zur nächsten und erfreut nun dort ihre Besitzer. Noch eher dem Realismus zugetan war Hodlers in eine Tracht gekleidete Frau beim „Spaziergang am Waldrand“ um 1885, bei der wiederum ein Schweizer Privatkunde ebenfalls schon am unteren Schätzrahmen von 380.000 bis 450.000 Franken zuschlagen konnte. ...mehr

Bei den Alten Meister von Sotheby’s in London triumphiert venezianische Vedutenkunst

Guardi steigt in Kunstolymp auf


Francesco Guardis „Blick auf die Rialtobrücke in Venedig“ ist nach Rubens nun das zweitteuerste Gemälde Alter Meister

Den Höhepunkt seiner 73 Losnummern umfassenden Altmeisterauktion in London hatte sich Sotheby’s bis zum Schluss aufgehoben: Francesco Guardis detailreicher, mit großer Akkuratesse und zugleich hoher atmosphärischer Dichte aufgenommener Blick auf die Rialto-Brücke in Venedig über die Boote und Gondeln auf dem Canal Grande hinweg hatte das Haus mit 15 bis 25 Millionen Pfund angesetzt. Nach zähem Ringen zwischen zwei Interessenten behielt schließlich ein anonymer Bieter bei 23,8 Millionen Pfund die Oberhand. Das ist der zweithöchste Preis, der jemals für ein Gemälde auf einer Altmeisterauktion gezahlt wurde. Der bisherige Guardi-Rekord, gehalten seit über zwanzig Jahren bei umgerechnet knapp 9,9 Millionen Pfund von Sotheby’s in Monaco, wurde ebenfalls souverän geknackt. Für 620.000 Pfund ging außerdem Guardis flott gemaltes und perspektivisch ein wenig ungenaues Panorama über die Piazza San Marco mit Basilika und Campanile über die Bühne, etwas oberhalb der Schätzung. ...mehr

Gute Ergebnisse: Alte Kunst und Kunsthandwerk bei Neumeister in München

Fabelhaftes Jägerlatein


Albrecht Adam, Napoleon vor dem brennenden Smolensk, 1836

Wieder einmal war es die Kunst des 19ten Jahrhunderts, die bei der letzten Versteigerung des Münchner Hauses Neumeister für die besten Ergebnisse sorgte. Wie erwartet ritt Napoleon auf seinem Schimmel vor dem brennenden Smolensk des Jahres 1812 allen voran. Gemalt hat den müden, schon bekümmerten Feldherrn 24 Jahre später Albrecht Adam, der selbst Augenzeuge des Kampfes um die russischer Stadt war. Auf 80.000 bis 90.000 Euro angesetzt, konnte eindeutscher Sammler die dramatisch gegebene und gut gemalte Szene erst bei 145.000 Euro übernehmen. Mit 15.000 Euro wurde eine weitere Impression aus dem Russlandfeldzug bezahlt, die Adam selbst im Feldlager zeichnend wiedergibt. Auch dieses von Neumeister mit 10.000 bis 12.000 Euro bewertete Ölbild entstand allerdings viele Jahre später, 1858. Dankbar aufgenommen wurde auch eine dreiteilige Heinrich Bürkel-Offerte, darunter das „Wirtshaus auf der Alm mit Alpzug“ von 1842 zur unteren Taxe von 35.000 Euro und das „Gebirgsdorf mit Brunnen“ von 1843 zur oberen von 24.000 Euro. ...mehr

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News vom 17.10.2017

Affäre in Amsterdam: Beatrix Ruf tritt zurück

Affäre in Amsterdam: Beatrix Ruf tritt zurück

Chinesische Portraitkunst in Berlin

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Protest gegen Omer Fasts Installation in New York

Protest gegen Omer Fasts Installation in New York

Danner-Preis geht an Hiawatha Seiffert

Danner-Preis geht an Hiawatha Seiffert

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