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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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AktuellAktuell:Auktionen

Ergebnisse: Alte Gemälde und Zeichnungen bei Bassenge in Berlin

Teurer Toorop


Jan Toorop, Bildnis eines alten Bauern vor einer Kathedrale, 1904

Das beste Stück der Versteigerung von Gemälden und Zeichnungen alter und neuerer Meister kam für das Berliner Auktionshaus Bassenge am 25. November erst ganz zum Schluss: Auf 425.000 Euro schoss Jan Toorops Bildnis eines alten kernigen Bauernkopfes vor einer gotisierenden Skulpturenwand aus dem Jahr 1904 – eine farbige Zeichnung, die Bassenge lediglich auf 12.000 Euro angesetzt hatte. Im Wettstreit einer internationalen Interessentenschar meist an den Telefonen behielt schließlich New Yorker Handel die Oberhand. Möglicher Grund für diese enorme Wertsteigerung war neben der markanten Darstellung des Mannes, der vor dem steinernen Hintergrund fast selbst zum skulpturalen Geschöpf wird, vielleicht auch die Stellung des Blattes im Werk des Künstlers selbst, der – vielseitig und wechselhaft in seinen künstlerischen Ausdrucksformen – hier seine Hinwendung zum Katholizismus betont. Wenig später trat er tatsächlich in der katholischen Kirche bei. Immerhin nimmt die Zeichnung nun Platz 2 im Auktionsranking des niederländischen Symbolisten ein. ...mehr

Fulminant bei Ketterer in München: Der deutsche Expressionismus mit besten Ergebnissen

Kein Halten bei Pechstein


Hermann Max Pechstein brach gleich zwei Rekorde auf der großen Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst am 10. Dezember bei Ketterer in München: Zum einen markiert der Zuschlag bei 2,9 Millionen Euro für die doppelseitig bemalte Leinwand „Weib mit Inder auf Teppich“ und „Früchte II“ von 1910 den höchsten Preis, der je für ein Werk des deutschen Expressionisten auf einer Auktion gezahlt wurde. Zum anderen avancierte es damit zum teuersten Kunstwerk dieses Jahres auf dem deutschen Auktionsmarkt – das ist Ketterer nun schon zum dritten Mal innerhalb der vergangenen fünf Jahre gelungen. Gekämpft hatte um das exzeptionelle Gemälde aus der frühen Glanzzeit des Expressionismus ein internationales Großaufgebot an Sammlern aus der Ukraine, Großbritannien und den USA. Die Oberhand behielt jedoch zuletzt ein deutscher Sammler. Der Schätzpreis hatte bei 800.000 bis 1,2 Millionen Euro gelegen, der Aufrufpreis bei 600.000 Euro. ...mehr

Ergebnisse: Gemälde und Skulpturen Alter Meister bei Sotheby’s in London

Begehrter Johannes


Jan Havicks Steen, Elegante Gesellschaft mit Kartenspielern

War schon das Angebot keine große Sensation, so hielt sich auch die Nachfrage auf der Londoner Altmeisterauktion bei Sotheby’s recht bedeckt: Rund ein Drittel der lediglich 38 Losnummern wurde zurückgewiesen, darunter vor allem einige vielleicht doch ein bisschen zu beschauliche Landschaften und Stillleben niederländischer Maler wie Philips Koninck, Jan Wynants, Adriaen van Utrecht oder Cornelis de Bryer. Mehr als die Hälfte des Bruttoumsatzes von 20 Millionen Pfund trugen die beiden Hauptlose bei: zum einen Johann Zoffanys feines klassizistisches Gemäldepaar „The Garden at Hampton House“ und „The Shakespeare Temple at Hampton House“ jeweils mit den Inhabern Mr. und Mrs. Garrick zur unteren Schätzung von 6 Millionen Pfund sowie zum anderen Jan Havicksz Steens elegante Gesellschaft beim Kartenspiel in einer Stube mit einigen Nebenhandlungen, unter anderem dem Annäherungsversuch eines Herrn an die Küchenmagd, für 4,3 Millionen Pfund etwas unterhalb der Erwartungen. Dennoch markiert dieser Wert den neuen Auktionsrekord für den Leidener Meister des Genrebildes. ...mehr

Albert Anker war das Zugpferd in der Auktionsrunde mit moderner, zeitgenössischer und Schweizer Kunst bei Koller in Zürich

Teure Schwester


Albert Anker, Die ältere Schwester, um 1889

Nicht die moderne und zeitgenössische Kunst, sondern die Werke aus der Schweizer Heimat bescherten dem Zürcher Auktionshaus Koller in seiner Auktionsrunde in der vergangenen Woche die besten Ergebnisse: Rund 63 Prozent der 120 Lose fanden hier am 9. Dezember einen Abnehmer, während die Rate bei den Modernen nur bei etwa 44 Prozent, bei den Gegenwartskünstlern sogar nur bei 38 Prozent lag. Star des Tages wurde einmal mehr Albert Anker, wobei aus einer Reihe von Gemälden eines ganz besonders herausstach: „Die ältere Schwester“ wohl aus dem Jahr 1889. Im vergangenen Juni ging am selben Ort schon die zugehörige Vorzeichnung für 120.000 Franken über die Bühne. Die 6,4 Millionen Franken, die das fertige, bisher nicht öffentlich ausgestellte Ölbild nun aber erzielte, übertrafen alle Erwartungen. Damit verdreifachte ein Schweizer Sammler nicht nur die Schätzung von 1,5 bis 2,5 Millionen Franken, sondern sprengte jeden bisherigen Anker-Auktionsrekord, von dem es in diesem Jahr bei Koller selbst, bei Beurret & Bailly in Basel und zuletzt bei Sotheby’s in Zürich mit netto 5,4 Millionen Franken schon drei weitere gegeben hatte. Nach dem 100sten Todestag im vergangenen Jahr und der großen Anker-Schau im Kunstmuseum Bern ist das Interesse an dem Schweizer Realisten immens gestiegen, was sich nun auch im Preis für seine herausragenden Werke niederschlägt. ...mehr

Moderne Kunst bei Lempertz in Köln

Heißbegehrte grüne Frau


Hermann Stenner, Grüne Frau mit gelbem Hut II, 1913

Ein bisschen brauchte es, bis die Versteigerung moderner Kunst am 2. Dezember bei Lempertz in Köln in Fahrt kam: Die ersten fünf Losnummern blieben unveräußert, darunter Henri Le Sidaners nachimpressionistische Venedig-Impression „Le bec de gaz. Nuit bleue“ von 1906 für 200.000 bis 250.000 Euro und Pablo Picasso frühe Zeichnung „Femme pensive regardant vers sa gauche“ aus der Zeit um 1899/1900 für 80.000 bis 120.000 Euro. Dann aber, vor allem mit Arbeiten des deutschen Expressionismus, wurden die 44 ausgewählten Werke, mit denen das Auktionshaus eröffnete, doch noch zum Erfolg. Schon Ernst Ludwig Kirchners doppelseitig mit einer „Badenden“ und einer aquarellierten „Landschaft mit See im Hintergrund“ ausgestattetes Blatt um 1908/10 schritt mit 50.000 Euro weit über die bescheidene Schätzung von 25.000 bis 30.000 Euro hinweg. Von 90.000 bis 100.000 Euro auf 115.000 Euro verbesserte sich Emil Noldes etwa gleichzeitig entstandene „Caféhaus-Szene“ mit drei weitgehend von hinten gesehenen Figuren, von gleicher Preisbasis aus erzielte wenig später sein ebenfalls aquarelliertes „Bauerngehöft“ aus den frühen 1920er Jahre 110.000 Euro. Zumindest die untere Schätzung von 160.000 Euro schaffte Alexej von Jawlenskys „Variation: Song“ aus dem Jahr 1916, das bereits alle Kennzeichen einer abstrakten Kunstauffassung präsentiert. ...mehr

Alte und neuere Kunst bei Neumeister in München

Kein Wiedersehen im Hamburg


Abel Grimmer, Der Turmbau zu Babel

Abel Grimmer bewährte sich auf der Auktion Alter Kunst am 30. November bei Neumeister in München. Der niederländische Renaissancemaler war mit einem „Turmbau zu Babel“ angetreten, der sich inmitten einer bergigen Landschaft über einer turmreichen Hafenstadt in den Himmel reckt. Die untere Grenze von 220.000 bis 250.000 Euro bewilligte schließlich ein deutscher Privatsammler für die Holztafel – nicht unverschämt viel angesichts der 170.000 Pfund, die sie schon vor neun Jahren bei Sotheby’s in London gekostet hatte. Damit stand die ältere Malerei bei Neumeister trotz eines insgesamt nicht allzu breiten Angebots wieder einmal an der Spitze der Zuschlagsliste. Ihr zweites Hauptlos, Gysbrecht Leytens’ Winterlandschaft mit der Heiligen Familie auf der Flucht nach Ägypten unter einer Gruppe bizarr geformter Bäume, fand bei 60.000 bis 70.000 Euro allerdings keinen Abnehmer. ...mehr

Resultate: Gegenwartskunst im Wiener Dorotheum

Seltene Gäste mit hohem Wert


Das Pfeffer, das der Moderne-Auktion im Wiener Dorotheum am 23. November ein wenig fehlte, hatten die Zeitgenossen am 24. November umso mehr: Besonders bei den ersten dreißig Losnummern hagelte es hohe Zuschlagspreise, kaum ein Angebot wurde ausgeschlagen, kaum ein Schätzpreis unterschritten. Insgesamt war die losbezogene Zuschlagsquote mit 53 Prozent nur leicht, das Gesamtergebnis von brutto 4,26 Millionen Euro dafür aber erheblich höher als bei den Modernen einen Tag zuvor. Besondere Aufmerksamkeit zog schon das erste Los auf sich: Ilya Kabakovs retrospektives Gruppenbildnis sozialistischer Intellektueller „Bei der Universität 1972“ aus dem Jahr 2002. Auf dem deutschsprachigen Kunstmarkt kommt der russische Konzeptkünstler nur sehr selten vor, zumal mit rein malerischen Arbeiten wie der vorliegenden Zweieinhalb-Meter-Leinwand, die trotz ihrer kurzen Lebenszeit schon auf zwei renommierte Ausstellungspräsenzen in Cleveland und Moskau zurückblicken kann. Mit 600.000 bis 800.000 Euro hatte das Dorotheum ganz richtig kalkuliert: Für 650.000 Euro wanderte das Gemälde in eine deutsche Privatsammlung. ...mehr

Ausverkauft! – Vor allem die zeitgenössische Kunst lief bei Sotheby’s in Paris hervorragend

Ein Coup


Eine hundertprozentige Zuschlagsquote auf einer Auktion – das hat man nicht alle Tage. Gelungen ist dies am 7. Dezember der Pariser Dependance von Sotheby’s mit seiner abendlichen Versteigerung zeitgenössischer Kunst. Zwar war das Angebot mit 27 Losnummern nicht gerade üppig, aber sowohl die Zuschlagsquote nach Losen als auch nach Schätzpreisen lag bei glatten hundert Prozent. Dreiviertel aller Werke ließen ihre Schätzpreise zum Teil weit hinter sich. Das fing schon beim ersten Aufruf an mit Takis’ technoider „Télésculpture vibrative no. 12“ von 1963/73 für 98.000 Euro statt 60.000 bis 80.000 Euro, ging weiter mit François Morellets zwei übereinandergeschobenen schwarzen Rastergittern aus dem Jahr 1971 für 170.000 Euro – von gleicher Basis aus – und landete schließlich bei Pierre Soulages, dessen Arbeiten zu den Höhepunkten der Veranstaltung zählten: 700.000 Euro mindestens 100.000 Euro über der Schätzung erzielte sein „Peinture 162 x 130 cm, 13 novembre 1969“ in vertikalem schwarzem Balkenrhythmus, und mit 1,35 Millionen Euro für eine fast zwei Meter hohe schwarze Balkenkonstruktion auf braunem Grund von 1956 besetzte der ungegenständliche Altmeister auch den Spitzenplatz der Zuschlagsliste. Hier waren 800.000 bis 1,2 Millionen Euro veranschlagt. ...mehr

Stärken und Schwächen der Jubiläumsauktion von Quittenbaum in München

Bedarf an Jugendstil


Henry van de Velde, Kaffee- und Teeservice „Service I“, 1902/03

Bei seinem Ausflug in die hehren Sphären der großen Kunst ging das Münchner Auktionshaus Quittenbaum am 6. Dezember vorerst leer aus: Trotz Jubiläumscharakters – es war die hundertste Veranstaltung des 1998 gegründeten Unternehmens – fand sich für das halbe Dutzend expressionistischer Malereien, die das Auktionshaus der Designofferte vorangestellt hatte, kein Abnehmer: 350.000 bis 450.000 Euro waren einfach zu viel für August Mackes „Haus in Bonn“ von 1911, und auch Gabriele Münter, Ernst Ludwig Kirchner und Christian Rohlfs, deren Arbeiten für bis zu 120.000 Euro angepriesen waren, mussten unverrichteter Dinge ihre Heimreise antreten. Mit einer Vermittlungsquote von gut 31 Prozent lag die Auktion insgesamt nicht über dem Durchschnitt bei Quittenbaum. Dabei war das Interesse an Jugendstil und klassischem Design erheblich höher als bei den Produkten der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. ...mehr

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