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Am 30.11.2017 110. Auktion: Druckgraphik des 15. - 19. Jahrhunderts

© Galerie Bassenge Berlin

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Alte und Neuere Meister sowie Kunsthandwerk bei Van Ham in Köln

Fünf bunte Gefäße


Johann Heinrich Tischbein d.Ä., Portrait des Ernst Christoph Dreßler, 1780

Als sein Bild vollendet wurde, war er selbst schon tot, der 1734 im thüringischen Greußen geborene Sänger und Musikschriftsteller Ernst Christoph Dreßler: 1780 ist sein Portrait datiert, das ihn als selbstbewussten Herrn mit freundlichem, offenem Blick zum Betrachter präsentiert. Ein Jahr zuvor war er gestorben. Doch nicht nur der Name Dreßlers verbindet sich mit diesem Ölgemälde, sondern auch die Familie seines Schöpfers Johann Heinrich Tischbein d.Ä. Denn wiederum ein Jahr vorher, 1778, hatte dessen Tochter Wilhelmine Caroline Amalie Tischbein einen Herrn namens David August von Apell geheiratet, der ebenfalls Komponist, Schriftsteller, Theaterdirektor und geheimer Kammerrat in Kassel war. Dies jedenfalls geht aus dem Deckblatt der Papiere hervor, die Dreßler in seiner Hand hält und dem Betrachter demonstrativ zur Einsicht zeigt. Ein „Frühlings-Lied“ hatte Dreßler demnach im Namen guter Freunde zum „Apell- und Tischbeinischen Hochzeitsfeste“ gesungen. Eine stattliche Anzahl von Informationen also verbirgt sich in diesem Bild, das am 11. Mai bei Van Ham in Köln auf einen Freund guter Malerei und bedeutender Musikgeschichte des 18ten Jahrhunderts wartet. Neben seiner Taxe von 12.000 bis 15.000 Euro ist das feine Portrait durch den Platz auf dem Katalogtitel geadelt. ...mehr

Fulminant bei Sotheby’s in New York: Munchs „Schrei“ ist das teuerste Kunstwerk

Epochenwerk


Edvard Munch, Der Schrei, 1895

Er hat es geschafft, Auktionsgeschichte geschrieben und die Messlatte ein wenig nach oben verschoben: Edvard Munchs „Schrei“ ist das teuerste Kunstwerk, das jemals bei einer Versteigerung verkauft wurde. Ein nicht genannter Kunde bewilligte gestern Abend bei Sotheby’s in New York für diese Ikone der Moderne knapp 120 Millionen Dollar, soviel wie noch nie. Zwölf Minuten hat der Kampf um eines der weltweit bekanntesten Bilder gedauert und wäre fast schon bei 99 Millionen Dollar zu Ende gewesen. Doch Chefauktionator Tobias Meyer, der bei 40 Millionen Dollar das Bietgefecht eröffnet hatte und zu Beginn acht Interessenten in den Ring locken konnte, gab nicht auf. „Ich habe alle Zeit der Welt“, sagte er und stachelte die letzen beiden unerschrockenen Sammler nochmals an, bis der Hammer bei 107 Millionen Dollar fiel. Danach brach der Beifall los, und Meyer kommentierte: „Ein historischer Abend. Der Schrei ist jeden Penny wert, den der Sammler dafür gezahlt hat.“ ...mehr

Kunst und Kunsthandwerk im Auktionshaus Schloß Ahlden

Kaviarhäuptling


Adolf Gaap, Deckelhumpen, Augsburg um 1689

Von niemand Geringerem als Zarin Katharina II., der Großen, ist die Rede in der Widmung, die ein prächtig geschmückter Deckelhumpen trägt: „Ihre kaiserliche Hoheit … Alleinherrscherin von ganz Russland“ habe dieses edle Gefäß dem „Bauern Nikita Forderov, Sohn von Ilia in Petersburg“, 1793 zum Geschenk gemacht. Warum dies geschah, ist unbekannt, aber es muss schon eine große Tat gewesen sein, die eine solche Gunstbezeugung nach sich zog. Denn auch wenn der barocke Humpen, den der Augsburger Meister Adolf Gaap gegen 1689 mit dem damals üblichen überbordenden Akanthusdekor sowie drei reliefplastischen Portraitmedaillons antiker Persönlichkeiten geschaffen hatte, ein gutes Jahrhundert später nicht mehr unbedingt dem Geschmack der Zeit entsprochen haben dürfte, war der reine Materialwert des teilvergoldeten Silberstücks doch immer noch beachtlich. In der Versteigerung von Kunst und Kunsthandwerk bei Schloß Ahlden am 5. und 6. Mai nun ist er eines der Prunkstücke: 24.000 Euro hat das niedersächsische Auktionshaus für die feine Arbeit veranschlagt. ...mehr

Sotheby’s versteigert europäische Malerei des 19ten Jahrhunderts in New York

Duft von Rhododendron


James Jacques Joseph Tissot, The Morning Ride

Eine adrett gekleidete Dame der gehobenen britischen Mittelklasse genießt ihre erholsame Fahrt durch ein blühendes, duftiges Rhododendronmeer. Sie sitzt in einem sogenannten „Bath Chair“, der von einem Esel gezogen wird und nach dem englischen Kurort Bath benannt ist, in dem er erfunden wurde. Ein junger Mann hat sich auf den Esel gestützt und schaut die melancholisch Blickende an, eine junge Reiterin folgt ihr. Eine Interpretation des Gemäldes von James Jacques Joseph Tissot sieht in der Frau eine Kranke, sei es vor Liebeskummer oder körperlichem Schmerz, die zur Erholung und Genesung einen „Morgendlichen Ausflug“ in einem Garten unternimmt. So ist das Bild, das mit einer Taxe von 2 bis 3 Millionen Dollar Spitzenlos der Auktion bei Sotheby’s ist, Zeitzeuge der britischen Errungenschaft der öffentlichen Parkanlagen, die es der Bevölkerung erlaubte, aus der industriellen Großstadt in die Natur zu flüchten. ...mehr

Druckgrafik, Zeichnungen, Aquarelle und Miniaturen bis 1900 im Wiener Dorotheum

Wien, Wien, nur Du allein…


Jakob Alt, Der Stephansdom in Wien mit figürlicher Staffage, 1852

Auch dieses Jahr konzentriert sich das Wiener Traditionshaus Dorotheum bei der Versteigerung der Zeichnungen, Druckgrafiken, Aquarelle und Miniaturen auf österreichischen Lokalpatriotismus. Viel Wienerisches ist zugegen, sowohl an Künstlern als auch an Motiven. Eines der teuerstes Blätter der Auktion ist ein Wahrzeichen der österreichischen Hauptstadt: Jakob Alt zeigt den Stephansdom in seiner ganzen Majestät und Pracht. Das in hellen Pastelltönen gehaltene Aquarell von 1852 verleiht dem massiven gotischen Bau filigrane Leichtigkeit, ebenso wie das geschäftige Treiben der Wiener Bevölkerung zu Füßen des Bauwerks. Wer sich für das immerhin 91 auf 81 Zentimeter große Blatt des deutsch-österreichischen Malers interessiert, kann bei 10.000 bis 20.000 Euro mitsteigern. Eine Innenansicht des gotischen Bauwerks gibt dann sein Sohn Rudolf von Alt wieder. Sein Aquarell mit knienden Gläubigen vor einem der Seitenaltäre entstand 1863 und soll Interessierte 15.000 bis 20.000 Euro kosten. ...mehr

Ergebnisse: Gemälde Neuerer Meister im Wiener Auktionshaus Dorotheum

Schwere Sitzung leicht gehoben


Friedrich von Amerling, Mädchen im Profil mit schwarzer Mantille

Schmuck sieht sie aus, die rotwangige, melancholisch sinnende Dame. Doch ihre großteils schwarze Garderobe lässt auf einen wenig glücklichen Moment in ihrem jungen Leben schließen. Trotzdem war das Portrait Friedrich von Amerlings bei der Auktion mit Gemälden des 19ten Jahrhunderts im Wiener Dorotheum besonders begehrt. Die außerordentliche Plastizität der Dargestellten und der hohe Stimmungsgehalt waren markttauglich gepaart mit einer fast unberührten Provenienz, denn das Gemälde befand sich seit 1890 in Familienbesitz und wurde seither nie wieder öffentlich gezeigt. Von 80.000 bis 120.000 Euro hüpfte die Leinwand schließlich sogar auf 130.000 Euro, die ein amerikanischer Sammler bewilligte. Auch Rang Zwei der Zuschlagsliste ging an einen Österreicher. Unmittelbar zuvor hatte sich Friedrich Gauermanns wilde Wald- und Felsenszene „Adler und verendender Hirsch am Seeufer“ aus dem Jahr 1836 zur oberen Schätzung von 120.000 Euro abgesetzt. Das Gemälde gehört ohne Frage zu den herausragenden Leistungen des berühmten Tier- und Landschaftsmalers. ...mehr

Impressionisten und Moderne bei Christie’s in New York

Garbenfrauen


Paul Cézanne, Joueur de cartes, 1892/96

Mit 32 Losnummern im Gesamtwert von circa 100 bis 140 Millionen Dollar ist die New Yorker Auktion von Impressionisten und Modernen bei Christie’s am 1. Mai zwar ungewöhnlich schmal, aber keineswegs von mangelnder Qualität. Man reicht diesmal zwar nicht an den Konkurrenten Sotheby’s heran, der allein für Munchs „Schrei“ mindestens 80 Millionen Dollar sehen will. Doch immerhin ein knappes halbes Dutzend Losnummern kratzt auch bei Christie’s an der 10-Millionen-Grenze, an oberster Stelle mit 15 bis 20 Millionen Dollar Paul Cézannes Aquarell „Joueur de Cartes“ aus den 1890er Jahren: Ein behüteter und beschnurrbarteter Mann sitzt an einem Tisch und schaut konzentriert in sein Blatt. In mehreren Ölgemälden hat der Künstler dieses Motiv zu jener Zeit in größeren bildlichen Zusammenhängen aufgegriffen. Besonders nah kommt es einem Gemälde im Musée d’Orsay in Paris. Das Blatt stammt aus der Sammlung des Mediziners Heinz F. Eichenwald, aus der auch die Cézannes Ölskizze „L’amour en plâtre“ von 1894/95 für 500.000 bis 700.000 Dollar zum Aufruf gelangt. ...mehr

Sotheby’s versteigert in New York eine Ikone der Kunstgeschichte: Munchs „Schrei“

Ein Bild der Ausweglosigkeit


Edvard Munch, Der Schrei, 1895

Auf einer Brücke steht ein Mensch, die Hände an den Kopf gelegt, den Mund und die Augen weit aufgerissen. Hinter ihm erstrecken sich die Küste und der Fjord, die ein leuchtender rotgelber Himmel überspannt. Einen stummen Aufschrei schickt der Einsame dem Betrachter entgegen, die ihn umgebende Welt stimmt darin ein. Wer kennt Edvard Munchs berühmtestes Gemälde nicht: „Der Schrei“ gilt als ein Schlüsselwerk der Moderne und ist Sinnbild für die Angst und Ausweglosigkeit des menschlichen Seins schlechthin. Zwischen den Jahren 1892 und 1910 ließ Munch vier verschiedene Fassungen davon entstehen, von denen sich drei in Museen in Oslo befinden. Die vierte Version aus dem Jahr 1895, gemalt in Pastell auf Karton, gehört dem norwegischen Geschäftsmann Petter Olsen. Sein Vater Thomas war Freund, Förderer und Nachbar von Munch und hat das kapitale Werk mit Munchs dazugehörigem Gedicht auf dem originalen Rahmen 1937 erworben. Seit mehr als 70 Jahren ist Teil der Familiensammlung. Nun will es Olesen verkaufen, um mit dem Geld ein Museum für Edvard Munch auf seinem Landgut „Ramme Gaard“ in Hvitsten zu errichten. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Irene Lehr in Berlin

Seenreich


Eher selten kommt es vor, dass das Hauptlos der Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst bei der Berliner Auktionatorin Irene Lehr nicht von einem deutschen Expressionisten oder bedeutenden Abstrakten der Nachkriegszeit stammt. Bei der 36. Veranstaltung am 28. April aber ist das einmal der Fall: Von dem österreichischen Expressionisten Egon Schiele stammt das mit 150.000 Euro bewertete Prunkstück und es zeigt in einer für den Künstler typischen Offenheit eine sitzende junge Frau mit leicht gespreizten Beinen und hinter dem Kopf verschränktem linken Arm. Das mit Bleistift bezeichnete Blatt stammt von 1917 und trägt den Nachlassstempel des schon im Jahr darauf verstorbenen Künstlers. Später erfreute sich daran der DDR-Politiker Lothar Bolz, zwischen 1953 und 1965 Minister für Auswärtige Angelegenheiten in Ost-Berlin. Zur Untermauerung der Echtheit des Blattes liegt ein Gutachten des Wiener Museums Belvedere vor. ...mehr

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R. H. Quaytman wirft in Wien neue Blicke auf Alte Meister

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Großer Auftritt für Bernd Koberling in Duisburg

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