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Am 23.10.2017 Auktion 66: Autographen, Manuskripte, Musikalia

© Galerie Auktionshaus Hassfurther

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Grisebach wartet bei der Auktion „Kunst des 19. Jahrhunderts“ mit idyllischen Landschaften und qualitätvollen Gemälden Adolph von Menzels auf

Deutsche Maler in Olevano


Johann Heinrich Schilbach, Olevano

Zwischen 1800 und 1850 war das kleine italienische Felsendorf Olevano eine Chiffre für das glückliche Leben. Mit magischer Kraft zog es Künstler und Reisende aus Deutschland an. Sommer um Sommer trafen sich zahlreiche Maler, um immer die selben Motive in ähnlichen Techniken festzuhalten. Das Berliner Auktionshaus Grisebach hat eine große Anzahl solcher Arbeiten für die Auktion zur Kunst des 19. Jahrhunderts zusammengetragen und eröffnet mit ihnen die Herbstrunde. Johann Heinrich Schilbach war einer der deutschen Künstler, die es nach Olevano in die Berge östlich von Rom verschlug. Seine Ölskizze des Städtchens mit dem hoch aufragenden Burgberg entstand vor Ort. Vermutlich sollte sie später weiter ausgearbeitet werden. Einen Hinweis darauf gibt die schriftliche Angabe „gelb“ am linken Bildrand. Der als Vorstufe zu einem Atelierbild entstandene Karton zeigt die Berglandschaft unter einem leicht bewölkten Himmel in groben Pinselstrichen. Für 18.000 bis 24.000 Euro ließe sich die Olevano-Sehnsucht nach Hause holen. ...mehr

Die Herbstauktion bei Hassfurther in Wien steht ganz im Zeichen der österreichischen Schneelandschaft

Auf Skiern durch die Berge


Voller Bewegung ist der Mann auf Skiern, der gerade einen Hügel erklommen hat. Mit einem Rucksack bepackt, stützt er sich mit beiden Armen auf die Skistöcke, während hinter ihm bereits der nächste Sportler aus dem Tal aufsteigt. Hinter beiden erstreckt sich eine weite Schneelandschaft mit Bergen und vier weiteren Skifahrern. Das Gemälde von Alfons Walde ist von dem für ihn typischen groben Duktus bestimmt, und auch das Wintersportmotiv ist charakteristisch für den Österreicher. „Aufstieg“ aus dem Jahr 1934 liegt nun im Wiener Auktionshaus Hassfurther für 150.000 bis 300.000 Euro bereit. Ebenfalls von Alfons Walde stammt das „Tiroler Dorf“ mit dem Auracher Kirchl, das dem Betrachter einen Blick über die dicht verschneiten Dächer des kleinen Tiroler Ortes und seinen Kirchturm gewährt. Förmlich spüren kann man die frische und klare Luft des kalten, aber sonnigen Tages. Für 120.000 bis 240.000 Euro wird die Malerei gehandelt. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst mit hohem österreichischen Anteil im Wiener Auktionshaus im Kinsky

Josef, Yusuf, Bas


Als „die schönste, je von Alfons Walde geschaffene Version des Bildthemas ‚Bauernsonntag‘“ bezeichnet das Wiener Auktionshaus im Kinsky das Hauptlos seiner kommenden Versteigerung von Werken der klassischen Moderne. Tatsächlich existiert eine ganze Reihe von Fassungen dieses Motivs, das zwei markige Bauernburschen im gleißenden Sonnenlicht vor schneebedeckter Bergwelt zeigt. Bei dem marktfrischen Bild, das die Vorfahren des derzeitigen Besitzers noch direkt beim Künstler erworben haben, handelt es sich offenbar sogar um eine Neuentdeckung, es war jedenfalls bislang niemals öffentlich ausgestellt oder durch die Wissenschaft erfasst. Die Marktpreise für Walde und auch für den „Bauernsonntag“ sind bekanntlich sehr hoch. Das Kinsky selbst setzte vor fünf Jahren mit einer Version 270.000 Euro um, Wolfdietrich Hassfurther mit einer anderen 2012 sogar 331.000 Euro. Insofern sind die jetzt anvisierten 250.000 bis 500.000 Euro realistisch. 150.000 bis 300.000 Euro sollen es für ein Paar „Tiroler Bauernhäuser im Winter“ von circa 1922 sein. ...mehr

Der deutsche Expressionismus schwingt sich in der Lempertz-Auktion „Moderne Kunst“ zu Millionenwerten auf

Werke von absoluter Reife


Ernst Ludwig Kirchner, Mädchen in Südwester, 1912

Was Künstlern wie Paul Gauguin, Emil Nolde oder Hermann Max Pechstein die Südsee, den deutschen Nazarenern Rom oder Pablo Picasso Südfrankreich war, das war Ernst Ludwig Kirchner die kleine Ostseeinsel Fehmarn: Immer wieder zog es den 1880 geborenen Maler dorthin, wo er Ruhe und Inspiration zum Schaffen fand. Auch im Sommer 1912 hielt er sich auf Fehmarn auf und schuf dort Werke „von absoluter Reife“, wie er im Dezember desselben Jahres seinem Gönner Gustav Schiefler schrieb. Begleitet und unterstützt wurde er damals von der Berliner Tänzerin Erna Schilling, die Kirchner als Muse, Modell und Lebensgefährtin zugleich zur Seite stand. Sie ist auch auf dem Ölbild zu sehen, das das Kölner Auktionshaus Lempertz in seiner Versteigerung moderner Kunst als Hauptlos unter den Hammer bringen wird: „Mädchen in Südwester“ heißt es, misst gut einen halben Meter im Quadrat und zeigt eine junge Frau vor rauer See und Leuchtturm im Hintergrund. Der Pinselstrich ist kräftig, die Farben werden durch Rosa und Grün dominiert mit einigen starken Akzenten in Blau und Braun. Kirchner selbst schätzte sein Gemälde sehr und hat es später überarbeitet. Aus Berliner Privatbesitz kommt es jetzt für 1,3 bis 1,5 Millionen Euro zum Aufruf. ...mehr

Die moderne und zeitgenössische Kunst glänzt bei Grisebach in Berlin zum dreißigjährigen Jubiläum

Das Bild ist voll


Max Liebermann, Studie zum „Restaurationsgarten in Leiden“, 1900

Überwiegend von deutschen Künstlern besetzt ist die Versteigerung „Ausgewählte Werke“, mit der das Berliner Auktionshaus Grisebach seine Herbstversteigerungen zum Höhepunkt führt und mit ihnen auch sein dreißigjähriges Bestehen feiert. 1986 taten sich die Kunsthändler Hans Pels-Leusden, Michael Neumann, Bernd Schultz, Raimund Thomas und Wilfried Utermann zusammen und legten den Grundstein für die Villa Grisebach Auktionen, benannt nach dem 1891/92 errichteten, herrschaftlichen Anwesen des Architekten Hans Grisebach in der Charlottenburger Fasanenstraße. Heute gehört Grisebach zur Spitze der Auktionshäuser in Europa. Und das macht sich auch im aktuellen Angebot bemerkbar. Den Beginn bestreiten wie gewohnt einige impressionistische Werke, allen voran Max Liebermann mit gleich vier hochkarätigen Arbeiten aus seiner mittleren bis späten Schaffensphase. Seine Freude an menschenbelebten Naturstudien dokumentiert die 1900 in Öl skizzierte „Studie zum ‚Restaurationsgarten in Leiden‘“. Die noch im selben Jahr ausgeführte volle Fassung des Motivs befindet sich heute in der Hamburger Kunsthalle und ist etwas detaillierter, dafür aber weniger frei. Hier stehen 500.000 bis 700.000 Euro auf dem Etikett. ...mehr

Wieder kann das Berliner Auktionshaus Bassenge eine Meisterzeichnung aus dem jüngst restituierten Nachlass Friedrich Oliviers anbieten und hofft auf einen hohen Erlös

Ein Blatt, das es in sich hat


Julius Schnorr von Carolsfeld, Ein Zweig mit welken Blätter, 1817

Der Nazarener Julius Schnorr von Carolsfeld zeichnete am 4. Januar 1817 eine feine und detailreiche Studie: Einen Zweig mit welken Blättern, den er freundlicher Weise exakt datierte und monogrammierte. Dem zarten Ast mit fünf welken und vertrocknet in sich zusammengerollten Blättern des Spitzahorns ist auf der linken Seite ein weiteres, vom Stängel losgelöstes, einzelnes Blatt zugeordnet. Auch die genauen Umstände der Entstehung dieses Virtuosenstücks sind bekannt. So schrieb der Kunsthistoriker Ludwig Grote 1938 in seiner Publikation „Die Brüder Olivier und die deutsche Romantik“: „Im Januar und Februar 1817 sind Friedrich Olivier und Julius Schnorr gemeinsam mit einer Arbeit beschäftigt, wie sie nur aus dem Geiste des Hauses Olivier erwachsen konnte. Sie zeichnen mit Blei und Feder welke Ahornblätter aus dem Garten.“ Zehn Zeichnungen dieser Art sind erhalten, sieben sind von der Hand Oliviers, drei von Julius Schnorr von Carolsfeld. Und das Blatt hat noch eine weitere spannende und tragische Geschichte: Es stammt aus dem Nachlass Oliviers und wurde lange Zeit von seinen Nachfahren gehütet. 1941 aber zwangen die Nazis die jüdische Ethnologin Marianne Schmidl, die ein Jahr später deportiert und ermordet wurde, zum Verkauf der Arbeiten. Erst im August dieses Jahres wurde die Zeichnung von der National Gallery in Washington an ihre Erben restituiert. ...mehr

Mit seiner aktuellen Offerte weist sich das Berliner Auktionshaus Bassenge wieder als Sachwalter der Druckgrafik aus

Nächtliches Feuerwerk über Rom


Francesco Piranesi, Fuoco artificiale detto la Girandola, um 1790

Direkt aus dem Herzen der Engelsburg in Rom scheint das nächtliche Feuerwerk zu kommen. Der Blick führt über die Brücke auf die runde Befestigungsanlage, die in dichte graue Rauchwolken gehüllt ist. Im Vordergrund ist ein reges Treiben zu erkennen: Mehrere Kutschen fahren auf der Straße, Leute rennen umher und strömen über die Brücke zurück in die Stadt. Alle wollen dem Spektakel beiwohnen. Die Hälfte des Bildraumes füllt das Feuerwerk, das seine imposante Wirkung durch den subtilen Farbkontrast von Eisenrot und Schwarz erreicht. Francesco Piranesi schafft es, die Funken am dunklen Nachthimmel zum Leuchten zu bringen. Für 12.000 Euro ist die Farbradierung „Fuoco artificiale detto la Girandola“, die Piranesi nach einer Idee Louis-Jean Desprez’ um 1790 geschaffen hat, nun bei Bassenge in Berlin zu haben. ...mehr

Gemälde und Zeichnungen Neuerer Meister bei Ketterer in München

It don’t mean a thing if you ain’t got that swing


Leo Putz, Tanzende Negerinnen, 1904

1931 komponierte Duke Ellington den Jazzstandard „It don’t mean a thing if you ain’t got that swing“. Berühmtheiten wie Louis Armstrong, Ella Fitzgerald, Nina Simone, Tony Bennett und jüngst Lady Gaga sangen diesen Gute-Laune-Klassiker, der die Füße zum Mittanzen verleitet. Eine ausgelassene Stimmung mit Bewegung und tänzerischer Grazie durchzieht auch die 1904 von Leo Putz gemalten „Tanzenden Negerinnen“. Sie wiegen sich im Rhythmus einer unhörbaren Melodie in schwarzer Korsage und Röcken aus Pfauenfedern samt imponierendem Kopfputz. Der helle Hintergrund betont das Exotische Erscheinungsbild der jungen Damen. Den leichtfüßigen und neckischen Reigen konnte Putz im Entstehungsjahr auf dem Titelblatt der Zeitschrift „Jugend“ platzieren. Aus einer süddeutschen Privatsammlung kann Ketterer nun das ikonische Werk des frühen 20. Jahrhunderts für 25.000 bis 35.000 Euro offerieren. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Bassenge in Berlin

Mustermix


Auf dieses Bild war Conrad Felixmüller sichtlich stolz. Noch im Jahr seiner Entstehung 1926 zeigte er es auf einer Ausstellung in Wiesbaden, ein Jahr später in Darmstadt, Essen und Braunschweig und 1929 in Berlin und Chemnitz. Es ist ihm auch nicht zu verdenken. Zu sehen ist auf der hochformatigen Leinwand der 1918 zur Welt gekommene Sohn des Künstlers, Luca, in der Wohnung der Familie. Mit den Augen des naturgemäß größeren Vaters schaut der Betrachter von oben auf den im Profil stehenden Jungen hinab, so dass eine große Partie des Zimmerbodens sichtbar wird. Und darin liegt der Clou des Bildes: Vor der glatten Fläche des zickzackförmigen Parketts zeichnet sich plastisch der rotblaue Strickpullover des Kindes ab, den der Maler mit dicken Pinselstrichen unter Einsatz von viel Farbe aufgetragen hat. So ist das Gemälde Zeugnis einer familiären Idylle ebenso wie künstlerisch-technischer Brillanz. Auf der Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst bei Bassenge in Berlin ist es das Hauptlos: 80.000 Euro hat das Auktionshaus für die aus einer norddeutschen Privatsammlung eingelieferte Leinwand veranschlagt. ...mehr

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