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Am 24.04.2021 Auktion 1169: Preußen

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Nautiluspokal / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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ohne Titel / Günther Uecker

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Sauwetter am Stachus mit Nornenbrunnen im winterlichen München / Otto Pippel

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Ohne Titel - Chromatische Konstellation, 2015 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Auktionen

Hohe Zuschlagsquoten und teils ansehnliche Wertsteigerungen bestimmten die Auktion mit Gemälden und Zeichnungen Alter und Neuerer Meister bei Koller. Doch auf einige Highlights musste der Züricher Versteigerer verzichten

Frau Tarzan


Anthonis van Dyck, Der heilige Hieronymus in der Wildnis

Das war ein siegreicher Aufstieg: 2012 bei Christie’s in Amsterdam noch als „Umkreis van Dyck“ für 18.000 Euro zugeschlagen, hat sich der heilige Hieronymus in der Wildnis inzwischen zum eigenhändigen Werk des großen Barockmalers Anthonis van Dyck gemausert. Dass es daher nicht bei Werten in der Fünfstelligkeit blieben konnte, war auch dem Auktionshaus Koller klar. In seiner Frühjahrsrunde hoffte der Züricher Versteigerer auf einen Preis im oberen sechsstelligen Bereich, etwa auf 800.000 Franken. Doch damit war es nicht getan; denn für die eindrucksvolle Malerei des alten Büßers, der neben einem Totenschädel in Betrachtung des Kreuzes gegen seine inneren Triebe ankämpft, fiel der Hammer erst bei 2,1 Millionen Franken. Die Holztafel hatte auch alle Zutaten für einen erfolgreichen Verkauf: sie ist im RKD in Den Haag als eigenhändiges Werk van Dycks registriert, brachte Expertisen namhafter Wissenschaftler mit sich und soll sogar einstmals Peter Paul Rubens und dann seinem Mitarbeiter Jan Wildens gehört haben. ...mehr

08.04.2021

Die Frühjahrsauktionen von Venator & Hanstein in Köln brachten hohe Zuschlagsquoten und Wertzuwächse. Doch bei einigen Büchern und Grafiken hielt sich die Kundschaft zurück

Der belgische Löwe brüllt


Michael von Aitzing, De Leone Belgico, 1583

Michael von Aitzing war ein Universalgelehrter der Renaissance. Um 1530 wohl im niederösterreichischen Schrattenthal an der Grenze zu Böhmen geboren, studierte er Jurisprudenz und Mathematik in Wien und im belgischen Löwen, beherrschte die alten und neuen Sprachen, interessierte sich für Kartografie und Geschichte, war Pionier des Zeitungswesens und der Genealogie und diente den Kaisern Ferdinand I., Maximilian II. und Rudolf II. als Rat und Kammerherr. Bekannt wurde er durch sein lateinisches Geschichtswerk „De Leone Belgico“, das 1583 erstmals erschien und die Entwicklung der Religionskriege seit 1559 im heutigen Belgien und den Niederlanden aus Sicht der spanischen Herrschaft beschrieb. Dafür entwarf Aitzing seinen berühmten „Leo Belgicus“, eine Karte der niederländischen Provinzen in den Umrissen eines schreitenden Löwen, gestochen von Franz Hogenberg. Seine Darstellung wurde in den folgenden Jahrhunderten viele Male variiert. Ein gut erhaltenes Exemplar der ersten Ausgabe „De Leone Belgico“ hatte nun das Kölner Auktionshaus Venator & Hanstein erfolgreich an den Beginn seiner Versteigerung gesetzt. Denn im Wettstreit zweier Telefonbieter schoss der Preis von 12.000 Euro auf 50.000 Euro. ...mehr

30.03.2021

Die Kunst des 20. Jahrhunderts lief bei Christie’s in London auch mit deutscher Beteiligung zu guten Ergebnissen auf

Kostbares Corona-Geschenk


Banksy, Game Changer, 2020

Anfang Mai letzten Jahres erhielt das University Hospital im südenglischen Southampton eine ungewöhnliche Postsendung: In dem Paket befand sich ein quadratisches Gemälde von annähernd einem Meter Kantenlänge, das einen kleinen Jungen im Hosenanzug auf dem Boden hockend zeigt, wie er mit der Puppe einer Krankenschwester spielt. Ungenutzt in einem Papierkorb daneben liegen Batman und Spiderman. Die minutiöse Zeichnung in Öl unter dem Titel „Game Changer“ ist schwarz-weiß – mit nur einem einzigen Farbakzent: dem Roten Kreuz auf der Brust der Krankenschwester. Beigelegt war dem Bild ein Brief, in dem sich der Verfasser für die Arbeit des medizinischen Personals mitten in der Corona-Pandemie bedankt. Er hoffe, so heißt es weiter, das Gemälde „erleuchtet diesen Ort ein bisschen, obwohl es nur schwarz-weiß ist“. Der Absender von Bild und Brief: Banksy. ...mehr

28.03.2021

Viele ausländische Künstler stießen bei der Kunst des 19. Jahrhunderts im Wiener Dorotheum auf große Gegenliebe. Das Publikum delektierte sich aber genauso an österreichischen Malern. Nur einmal blieb es auffällig spröde

Wohliges Beisammensein


Ferdinand Georg Waldmüller, Vorbereitung zum Weinlesefest, 1860

Darstellungen des einfachen Landlebens erfreuten sich im Biedermeier einer großen Beliebtheit und waren somit auch bei der Versteigerung der Kunst dieser Zeit im Dorotheum in Wien reichlich vertreten. Auffällig waren dabei insbesondere zwei lebensfrohe Stücke Ferdinand Georg Waldmüllers. Sein Gemälde von 1860 zeigt vergnügte junge Menschen beim Tanzen, Girlandenhängen und Spielen: Eine lustig neckische Szene der „Vorbereitungen zum Weinlesefest“, nach deren Unbekümmertheit sich in unseren Corona-Wochen sicher viele sehnen. Doch nicht nur das friedfertige Thema, sondern auch Waldmüllers Könnerschaft von der atmosphärischen Lichtregie bis zu den handwerklich fein ausgeführten Details überzeugten das Publikum. Die anvisierten 120.000 bis 180.000 Euro waren da schnell vergessen und der Hammer fiel erst bei hohen 240.000 Euro. Immerhin noch 70.000 Euro spielte Waldmüller dann mit seiner drei Jahre jüngeren kleinen Tafel „Der Besuch der Großeltern“ ein, die eine ähnlich familiäre und freudvolle Stimmung charakterisiert. Das nicht ganz so präzis ausgeführte Werk war auf 80.000 bis 140.000 Euro geschätzt. ...mehr

26.03.2021

Das Züricher Auktionshaus Koller hat seine Auswahl an Möbeln, Porzellan, Uhren und Einrichtungsgegenständen um seine Sammlung mit Hamburger Silber bereichert

Kommoden von der Insel


Johann Friedrich Spindler, Paar Kommoden, Potsdam um 1765

1927 erwarb der aus Hamburg stammende Chemiker, Textilunternehmer und Kunstsammler Max Emden die beiden im Lago Maggiore gelegenen Isole di Brissago und ließ dort eine große Villa errichten. Auf einem Foto seines Arbeitszimmers aus den mittleren 1930er Jahren ist eine Kommode zu sehen, die der Millionär wenige Jahre zuvor samt ihrem Gegenstück auf einer Auktion in München erworben hatte. Sie stammte aus dem Besitz der Adelsfamilie Reuß-Köstritz in Schloss Trebschen, heute im westlichen Polen gelegen, und war vermutlich um 1765 von Heinrich IX. Reuß zu Köstritz bei Johann Friedrich Spindler in Auftrag gegeben. Spindler stammte wie sein Stiefbruder Heinrich Wilhelm Spindler aus Bayreuth und arbeitete für den preußischen König Friedrich II. unter anderem an der Ausstattung des Neuen Palais in Potsdam. Mit feinsten Intarsien geschmückt, die Blumen und Landschaften zeigen, gehören die beiden Kommoden zum Besten, was die preußische Möbelkunst des Rokoko zu bieten hat. Nach Emdens Tod 1940 wechselte das Paar noch mehrmals den Besitzer und soll nun den Höhepunkt der Versteigerung von Möbeln und Einrichtungsgegenständen bei Koller in Zürich bilden, versehen mit einer Schätzung von 150.000 bis 250.000 Franken. ...mehr

23.03.2021

Das Baseler Auktionshaus Beurret Bailly Widmer überzeugt mit der Auswahl an Schweizer Kunst, hat aber auch internationale Koryphäen im Programm

Brüderliche Bande


Félix Vallotton, La Dordogne à Vitrac, 1925

Es wird Abend. Der Blick des Malers fällt von einer kleinen Anhöhe auf die Dordogne bei Vitrac im Périgord. Ein einsames Boot liegt verlassen am Ufer des Flusses, fünf Pappeln zeichnen dunkle rhythmisierte Schatten auf dem hellviolett gefärbten Wasser, und die grüne Natur bildet dazu einen spannungsvollen Kontrast. Erst im Juni 1925, dem letzten Lebensjahr des Künstlers, entdeckte Félix Vallotton mit seiner Frau dieses kleine Dorf und seine Umgebung im Südwesten Frankreichs, bezeichnete sie „als die schönste Landschaft der Welt“ und verdichtete seine Eindrücke in einer Reihe von Darstellungen der Gegend. Seine stille Flusslandschaft „La Dordogne à Vitrac“ gilt als reife Schöpfung dieser Gruppe und spiegelt die Faszination des Künstlers für die Würde und die Zeitlosigkeit der Natur wider. Mit einer marktgerechten Schätzung von 350.000 bis 450.000 Franken gehört das melancholische Stimmungsbild nun zu den Highlights der kommenden Versteigerung bei Beurret Bailly Widmer. ...mehr

22.03.2021

Zum Jahresauftakt versteigert das Heilbronner Auktionshaus Fischer wieder Glas von der Antike bis zur Gegenwart, bereichert um mehrere Sammlungen

Gläserne Treueschwüre


Dale Chihuly, Zylindervase „Navajo Blanket Cylinder“, um 1975

Die Vase, die Dale Chihuly mit „Navajo Blanket Cylinder“ betitelte, hat fast etwas Österliches. Inspiriert von der Webkunst des Indianerstamms lässt der renommierte amerikanische Glaskünstler auf der dicken Wandung drei Kreuze über einem graugrünen Grund schweben und stellt Gesteinsschichten dar, aus denen eine orangefarbene Masse hervorstößt. Autochthones trifft hier auf Aufbrechendes. Jürgen Fischer stellt Chihulys Ausführung aus der Mitte der 1970er Jahre nun bereit und hat dafür 2.000 bis 2.500 Euro vorgesehen. Seine erste Versteigerung im neuen Jahr bestreitet das Heilbronner Auktionshaus wieder mit zerbrechlicher Ware. Dafür hat der Glasspezialist rund 800 Stücke aus der Antike bis in die Gegenwart zusammengetragen. Die ältesten Gläser reichen bis in die Ägypter-Zeit zurück, wobei die nur wenige hundert Euro teuren Salbgefäße, Krüge oder das Alabastron in Sandkerntechnik mit ihrem buntfarbigen Streifen- und Wellendekor bemerkenswert modern anmuten. ...mehr

18.03.2021

Venator & Hanstein warten in ihrer Frühjahrsauktion wieder mit einer ergiebigen Auswahl an Büchern, Grafiken und Editionen auf, darunter auch mit Arbeiten aus der Sammlung Pachen

Wie werde ich ein guter Seefahrer?


Willem Jansz Blaeu, Le Flambeau de la Navigation monstrant la description & delineation de toutes les costes & havres de la mer occidentale, septentrionale & orientale, 1620

Die Männer sitzen über zwei Globen gebeugt, haben Zirkel und Landkarten in den Händen und arbeiten mit nautischen Geräten. So stellte sich Willem Jansz Blaeu im frühen 17. Jahrhundert den Unterricht in der Kunst der Navigation vor. 1608 gab der niederländische Kartograf und Verleger dafür sein Handbuch „Het Licht der Zee-vaert“ heraus und beschrieb darin für die große Seefahrernation die damals gültige Nautik sowie auf mehreren Karten die Küstenabschnitte in Europa und Nordafrika. Das Privileg für Blaeus niederländische Ausgabe lief im Jahr 1618 ab. Schon zwei Jahr später druckte Johannes Janssonius eine französische Ausgabe nach und erstellte dafür eigene Kupferplatten, die er nach der Blaeuschen Vorlage mit einigen geringen Abweichungen vermutlich von Pieter van der Keere nachstechen ließ. Mit einer Schätzung von 50.000 Euro ist Janssonius’ Lotsenbuch „Le Flambeau de la Navigation monstrant la description & delineation de toutes les costes & havres de la mer occidentale, septentrionale & orientale“ mit 42 großformatigen Kupferkarten nun eines der Highlights bei Venator & Hanstein. ...mehr

15.03.2021

Das Züricher Auktionshaus Koller hofft bei seinen Gemälden Alter Meister auf Millionenwerte. Das 19. Jahrhundert beindruckt auch bei günstigeren Preisen mit schöner Ware

Von Dyck zu Rubens zu Koller


Anthonis van Dyck, Der heilige Hieronymus in der Wildnis

Wenn man den Kunstwissenschaftlern Glauben schenken darf, nannte kein Geringerer als Peter Paul Rubens einst einen heiligen Hieronymus seines Kollegen Anthonis van Dyck sein Eigen. Später soll die annähernd halbmeterhohe Holztafel mit der Darstellung des bärtigen Kardinals an Rubens’ Mitarbeiter Jan Wildens gegangen sein, der sie wiederum seinem Sohn Jeremias Wildens vererbte. Über eine Vielzahl weiterer Stationen gelangte sie schließlich 2012 in das Auktionshaus Christie’s in Amsterdam – als „Umkreis van Dyck“ mit einer Schätzung von 20.000 bis 30.000 Euro und einem Nettoergebnis von überschaubaren 18.000 Euro. Doch die eindrucksvolle Malerei des Büßers in der Wüste, der gegen seine inneren Triebe ankämpft, ist wohl doch ein eigenhändiges Werk des Meisters, als solches im RKD in Den Haag archiviert und darum weitaus mehr wert: Bei Koller in Zürich wird die mittelformatige Tafel jetzt im Rahmen der Versteigerung Alter und Neuerer Meister erneut angeboten, versehen mit einer Schätzung im oberen sechsstelligen Bereich. ...mehr

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News vom 09.04.2021

Prix Meret Oppenheim vergeben

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Karin Sander in Tübingen

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Kunst am Bau in Chemnitz

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Wiener Otto-Wagner-Spital wird neu gestaltet

Wiener Otto-Wagner-Spital wird neu gestaltet

Julia Bünnagel in Bonn

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