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Am 28.10.2017 Auktion 47

© Auktionshaus Lehr

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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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Marktberichte

Sotheby’s hat seine Suite mit moderner Kunst in Paris um die Sammlung Arthur Brandt mit Surrealismus und Dadaismus bereichert

Mona Lisa mit Damenbart


Claude Monet, Marine, 1882

Die Meister des Kolorits sind die Natur und die Sonne. Das haben sich vor allem die Impressionisten auf die Fahne geschrieben. Claude Monet wusste das untergehende Gestirn und die Vielfarbigkeit des Himmels kunstfertig im Gemälde „Marine“ einzufangen. 1882 betonte er in der Bildmitte sensibel den ...mehr

17.10.2017

Wie feiert man in Flandern? Wie sieht ein Philosoph von der Straße aus? Und warum wächst dem Herbst Obst aus der Nase? Viele Fragen werfen die Alten Meister auf, die das Dorotheum in Wien versteigert

Durch die vier Jahreszeiten mit dem Dorotheum


Giovanni Paolo Castelli, genannt Lo Spadino, Anthropomorphe Allegorie des Herbstes

Den Auftakt zur großen Wiener Auktionswoche im Palais Dorotheum macht am kommenden Dienstag die zweiteilige Versteigerung der Werke Alter Meister. Gleich vier Highlights umfasst eine bizarre Stilllebenserie des römischen Spätbarockmalers Giovanni Paolo Castelli, genannt Lo Spadino. Seine anthropomorphen Allegorien der vier Jahreszeiten erinnern an die lebendigen Obst- und Gemüsefiguren Giuseppe Arcimboldos: Während die weiblich anmutende Gestalt des Frühlings mit ihrer Kirschenkette an einem Blumenbouquet schnuppert, macht sich der mit Ähren bekrönte Sommer über eine saftige Wassermelone her, während Herbst mit genießerischer Verrenkung eine Traube verspeist und Winter mit seinem Kohlkopf und Rübenfingern Mandarinen hortet. Die Gemälde sind alle gleich groß und einzeln für je 80.000 bis 120.000 Euro zu haben. ...mehr

13.10.2017

Gemälde des 19. Jahrhunderts mit einigen günstigen Wiedergängern im Wiener Dorotheum

Die Rache einer Frau


Antonio Lanave, Das Urteil des Paris

Es gibt nichts Schlimmeres, als die Rache einer geschmähten Frau. Ein Beispiel aus der Antike, das zu katastrophalen Folgen für die entsprechenden Parteien führte, ist das „Urteil des Paris“. Der Jüngling sollte unter den Göttinnen Athena, Aphrodite und Hera die schönste küren. Letztlich waren die Folgen seiner Wahl für die Liebesgöttin die Ereignisse des Trojanischen Krieges, und es darf kaum überraschen, dass sich Athena und Hera auf der Seite der Gegenspieler Trojas schlugen. Dem Motiv des Paris-Urteils fühlte sich auch der Süditaliener Antonio Lanave verpflichtet. Auf einem Thron samt roter phrygischer Mütze sitzt Paris und beobachtet gemeinsam mit Hermes die tanzende Aphrodite. Athena und Hera aber schreiten schon missmutig und drohend von der feiernden Gesellschaft davon. Die ausgelassene Szene spielt unter südlicher Sonne vor einer palastartigen Fantasiearchitektur und gruppiert sich damit trefflich in die historistische Kunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts ein. Das Dorotheum erwartet für Lanaves Gemälde 22.000 bis 26.000 Euro. ...mehr

12.10.2017

Der Auftakt in Herbstsaison mit Gemälden Alter und Neuerer Meister, Zeichnungen sowie Büchern und Autographen bei Koller in Zürich beeindruckte. Vor allem günstig bewertete Werke schossen durch die Decke

You win some, you lose some


Ivan Konstantinovich Ajvazovskij, Bewegte Meeresansicht mit steiler Küste bei Sonnenuntergang, 1883

Den etwas flapsigen Ausspruch „You win some, you lose some“ mag sich wohl der armenisch-russische Maler Ivan Konstantinovich Ajvazovskij gedacht haben, als eine seiner Landschaften als teuerstes Werk der Auktion bei Koller in Zürich hervortrat. Denn sein zweites Seestück, das in ähnlicher Preislage von einer halben Million Franken kategorisiert war, wurde von den Käufern verschmäht und kehrte unverrichteter Dinge zu seinem alten Bestimmungsort zurück. Ajvazovskijs Gewinner war die 1883 effektvoll gemalte Abendlandschaft „Bewegte Meeresansicht mit steiler Küste bei Sonnenuntergang“, die sich mit 520.000 Franken wohlerzogen an den vorher aufgestellten Preisgrenzen hielt. Der widerspenstige Zwilling, der partout vom trauten Heim nicht ablassen wollte, war sein „Blick auf Reval“ vom Meer her aus dem Jahr 1845. Hier hätten es mindestens 500.000 Franken sein sollen – eigentlich günstig, wenn man den letzten Auktionsauftritt des Gemäldes bei Koller vor elf Jahren mit 1,3 Millionen Franken in Betracht zieht. ...mehr

06.10.2017

Eine Löwenjagd sorgt für die Überraschung beim Saisonauftakt von Lempertz in Köln

Ein echter Delacroix?


Französischer Maler, Löwenjagd nach Rubens, 19. Jahrhundert

Damit hatte niemand gerechnet! Beim Auktionshaus Lempertz schoss eine dramatische Löwenjagd den Vogel ab. Dabei hatten die Experten des Kölner Versteigerers die querformatige Holztafel vorsichtig einem französischen Künstler des 19. Jahrhunderts zugeordnet, der sich hier auf ein Gemälde Peter Paul Rubens’ bezog, sie auch nur klein im Katalog abgebildet und mit 3.000 bis 4.000 Euro bewertet. Als das Los 123 dann aufgerufen wurde, sorgte ein lang anhaltender Bieterkampf für die Sensation des Tages. Zwei an den Telefonen zugeschaltete, internationale Kunden ließen nicht locker. Ging es zunächst in tausender Bietschritten los, war man schnell über die fünftausender bei zehntausendern angelangt. Erst bei 250.000 Euro fiel der Hammer. Die beiden hartnäckigen Käufer haben in dem Gemälde wohl die Urheberschaft Eugène Delacroix’ gesehen, der Rubens sehr geschätzt und ihn häufiger kopiert hat. Dafür spricht auch die furiose Qualität der Szene. Lempertz gibt sich aber immer noch zurückhaltend und spricht davon, dass das Bild möglicherweise von Delacroix stammen könnte. Jedenfalls habe ein „großer Meister die Kleinmeister-Auktion mit großem Erfolg gekrönt“. ...mehr

28.09.2017

Die erste Art Berlin geht an den Start

Im dritten Anlauf geglückt?


Mark Dion, Monster, 1998

Art Forum Berlin, Art Berlin Contemporary (abc) und jetzt Art Berlin: Es ist der dritte Versuch, eine Messe für zeitgenössische Kunst in Berlin zu etablieren, und dieses Mal könnte es gelingen. Nachdem die Macher des Gallery Weekend Berlin mit ihrem Konzept einer Gruppenausstellung von Einzelpositionen ...mehr

Die WOPART – Work on Paper Art Fair in Lugano hofft auf die zahlungskräftige Klientel des noblen Urlaubsortes, hat aber auch für den kleinen Geldbeutel vorgesorgt

Papier in seiner schönsten Form


Die WOPART – Work on Paper Art Fair 2017 in Lugano

Juweliere, teure Autos, Privatbanken, schnittige Boote, Edel-Boutiquen, feine Restaurants, Häuser mit Seepanorama: Die im Tessin gelegene Schweizer Stadt Lugano ist ein Ort des Luxus. Eigentlich merkwürdig, dass es hier bislang keine Kunstmesse gegeben hat. Seit 2016 ist das anders. Die WOPART Lugano feierte Premiere. Gegründet hat sie Luigi Belluzzi. Am Donnerstagabend eröffnete jetzt die zweite Ausgabe der Kunstmesse. 75 Galerien aus 14 Ländern zeigen ausschließlich Arbeiten auf beziehungsweise aus Papier. Das Teilnehmerfeld ist klar aufgeteilt. Zehn Prozent der Teilnehmer haben Altmeisterzeichnungen, aber etwa auch japanische Holzschnitte mit ins Tessin gebracht. Dreißig Prozent der Aussteller bieten moderne Werke an, darunter Blätter von Pablo Picasso, Joan Miró oder Carol Rama, rund die Hälfte der Galerien aber hat sich auf zeitgenössische Kunst konzentriert, und zehn Prozent der Aussteller widmen sich ganz der Fotografie. ...mehr

Salonartige Atmosphäre auf der elften Ausgabe der Art-o-Rama in Marseille: Rund 6.000 Besucher, darunter internationale Galeristen, Sammler und Kuratoren, gaben sich hier am letzten August-Wochenende ein Stelldichein. Bis zum 10. September können alle Werke noch besichtigt werden

Heiße Temperaturen, coole Kunst


Vernissage der Art-o-Rama 2017, Marseille

Der französische Kunstherbst begann am letzten August-Wochenende bei sommerlich hohen Temperaturen in Marseille mit der von Messedirektor Jérôme Pantalacci bewusst überschaubar gehaltenen, aber hochkarätigen Kunstmesse Art-o-Rama. 26 internationale Galerien, darunter zwölf Neuzugänge, außerdem sechs Editeure, ein Off-Space und eine Gastkünstlerin versammelten sich zur elften Ausgabe der Art-o-Rama in der luftigen Halle des Kulturzentrums „Friche la Belle de Mai“, einem ehemaligen Fabrikgebäude nördlich des Hauptbahnhofs Gare Saint-Charles. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Galerien damit um sechs zusätzliche Teilnehmer gestiegen. Zur Vernissage am Freitagnachmittag kam ein internationales Publikum. Praktische Handfächer, die zur Grundausstattung in den azurblauen Messebeuteln gehörten, sorgten für Abkühlung. ...mehr

Die Basler Entdeckermesse „Liste“ überzeugte auch in diesem Jahr mit qualitätsvollen Arbeiten jenseits des bereits abgesicherten Mainstream und guten Besucherzahlen. Gründungsdirektor Peter Bläuer bereitet indes ohne große Hast seine Nachfolge vor

Kunst mit Ecken und Kanten


auf der „Liste“ 2017

Die Art Basel hat am Sonntagabend ihre Tore geschlossen. 95.000 Besucher verzeichnete die wichtigste Kunstmesse der Welt in diesem Jahr. Auch die 22. Ausgabe der „Liste“, der ältesten Nebenmesse der Welt, war mit rund 21.000 Besuchern gut aufgestellt. Eine ausschließlich aus Kuratoren bestehende Jury hatte aus 260 Bewerbern 79 Teilnehmer aus 34 Ländern ausgewählt. Keine ganz leichte Aufgabe, gilt es doch die vielversprechendsten jungen Galerien weltweit zu bestimmen. Wie in jedem Jahr verteilten sich die internationalen Aussteller auf die recht unterschiedlich dimensionierten Räume der ehemaligen Warteck-Brauerei. Steile Treppen, alte Industrieanlagen, bröckelnder Putz, aber auch die ein oder andere Rooftop-Bar mit innovativen Drinks und spektakulären Aussichten verleihen der Satellitenmesse, die als wichtiges Sprungbrett für die Art Basel gilt, ein besonderes Flair. Seit einigen Jahren sorgt zudem eine luftige Zeltarchitektur für zusätzliche Ausstellungsfläche. Das ungewöhnliche Rezept kommt an: „Liste is the hippest of art fairs“, lautete in diesem Jahr das einem Ritterschlag gleichkommende Fazit der altehrwürdigen Financial Times. ...mehr

In Zeiten globaler Unsicherheiten und Krisen setzt die Kunstmesse Art Basel umso mehr auf qualitätsvolle Kunst. Im Kunstsommer 2017 drängen auch politische Werke mit klaren Botschaften auf den Markt

Kunst in unruhigen Zeiten


Claudia Comte, Now I won, 2017

Der Basler Messeplatz gleicht derzeit einem Rummelplatz der etwas anderen Art. Wo das exklusive Sammlerpublikum in diesen Tagen auf die Preview der Art Basel drängt, hat die Schweizer Künstlerin Claudia Comte, Jahrgang 1983, unter dem Titel „Now I won“ einen kleinen, leicht subversiven Jahrmarkt aufgebaut. Die Besucher dürfen sich hier in den Disziplinen Dosenwerfen, Armdrücken, Darts, Dauertanzen oder sogar Wettsaufen erproben. Die drei Besten werden mit Skulpturen der Künstlerin belohnt. ...mehr







News vom 16.10.2017

Jacob Dahlgren im Museum Ritter

Jacob Dahlgren im Museum Ritter

Erika Kiffls Archiv geht an Düsseldorf

Mittelalterliche Wandmalerei in Bamberg entdeckt

Würzburg ruft Peter Dell in Erinnerung

Würzburg ruft Peter Dell in Erinnerung

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