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AktuellAktuell:Journal

Neben der Documenta in Athen und Kassel sowie der Biennale in Venedig sind die alle zehn Jahre stattfindenden Skulptur Projekte Münster ein weiteres Kunst-Highlight in diesem Jahr. Nicole Büsing und Heiko Klaas führten im Vorfeld ein Interview mit Britta Peters und Marianne Wagner, die zusammen mit Kasper König das KuratorInnen-Team der Skulptur Projekte Münster 2017 bilden

Skulptur Projekte Münster: eine Langzeitstudie


Katharina Stöver und Barbara Wolff von Peles Empire

Am 10. Juni eröffnet die fünfte Ausgabe der Skulptur Projekte Münster nahezu zeitgleich mit der Documenta in Kassel. Was macht den besonderen Charakter dieser Skulpturenschau im öffentlichen Raum aus?

Vor allem der zehnjährige Rhythmus der Ausstellungsreihe. Das ist wirklich eine lange Zeit zwischen den einzelnen Ausgaben. Brigitte Franzen, Kuratorin der vierten Skulptur Projekte 2007, etablierte den Begriff der Langzeitstudie. Das finden wir heute immer noch passend. Wir laden die Künstler danach ein, wie ihr Werk mit dem Grundthema der Ausstellung korrespondiert: das erweiterte Feld von Skulptur. Das Profil der jeweiligen Ausstellung schärft sich dann eigentlich erst in der Retrospektive. ...mehr

Nach Brexit und Trump-Wahl: Künstler positionieren sich verstärkt politisch, so auch Wolfgang Tillmans oder Caro Baumann. In Berlin zeigten sie und andere Kunstschaffende nun ihre Vorstellungen zur Zukunft der Europäischen Union auf

Protect the EU


Europa-Lichtinstallation an der Fassade von St. Agnes in Berlin

Engagierter Europa-Talk in der König Galerie in Berlin: Die Veranstaltung „Protect the EU“ fand aus Anlass des 60. Jahrestages der Unterzeichnung der Römischen Verträge am Samstagabend in St. Agnes statt. Mehrere hundert überwiegend junge Europa-Fans waren in die König Galerie gekommen, um der von Matthias Böttger, dem Künstlerischen Leiter des Deutschen Architekturzentrums in Berlin, moderierten Diskussion zuzuhören. Auf der Bühne saßen der in London und Berlin lebende Fotokünstler Wolfgang Tillmans, das deutsch-britische Architektenpaar Matthias Sauerbruch und Louisa Hutton, die deutsch-iranische Schauspielerin Maryam Zaree, der Frankfurter Rechtsanwalt Kristoff Ritlewski und die Architektin Caro Baumann, die den Talk mitorganisiert hatte. ...mehr

Martin Kippenberger zu Ehren: Aus Anlass seines 20. Todestages fand jetzt im Hotel Castell im schweizerischen Zuoz ein dreitägiges Seminar zu Leben und Werk des Künstlers statt

Stresstests für die Sehgewohnheiten


Einladungskarten von Martin Kippenberger

Am 7. März 1997 starb Martin Kippenberger in Wien. Genau 20 Jahre später versammelten sich jetzt im Hotel Castell in Zuoz im Engadin Familienangehörige, Freunde und Weggefährten, darunter auch seine Galeristin Gisela Capitain und Kuratoren wie Veit Loers und Letizia Ragaglia sowie Sammler, Künstler und andere Kunstinteressierte zu einem dreitägigen Seminar in entspannter Atmosphäre mit dem Titel „Kippenberger 20 Jahre später“. Initiiert hatte diese Veranstaltung der Zürcher Kunstsammler, Künstler und Besitzer des Hotels Castell, Ruedi Bechtler, in enger Zusammenarbeit mit Daniel Baumann, dem Direktor der Kunsthalle Zürich. Dass dieses Treffen ausgerechnet auf fast 2000 Metern Höhe in den noch tief verschneiten Schweizer Bergen stattfand, hat einen durchaus nachvollziehbaren Grund. Ruedi Bechtler ist ein begeisterter Sammler von Arbeiten Kippenbergers. Sein erstes Werk hat er 1990 gekauft. Seine Begeisterung bringt er auf folgende Kurzformel: „Was mir an Kippenberger gefällt: sein Stil, nämlich kein Stil.“ Das Stil-Chamäleon Kippenberger gehört für ihn zu den unerschrockensten Erneuerern der zeitgenössischen Kunst. ...mehr

Streitfall Kunst: Im Münchner Prozess um angeblich überhöhte Preise für Postimpressionisten und ein Jawlensky-Gemälde geht der schillernde Kunstvermittler Patrick H. straffrei aus. Nur geklärt ist dieser Fall, in dem eine erfundene Kunstsammlung eine Rolle spielte, deswegen noch lange nicht

Teure Pseudosammlung


Ein millionenschwerer Kunstsammler und ein gewiefter Kunstvermittler sind selten ein Gespann für die Ewigkeit. Nach vielen Jahren der Vertrautheit verklagte im Sommer 2016 der ehemalige Ingolstädter Textilfabrikant Hans Bäumler in München seinen schillernden Berater Patrick H. wegen Betrugs. Der heute 77jährige ist der Überzeugung, dass die zwölf postimpressionistischen Gemälde und das „Porträt Toni Kirchhoff“ von Alexej von Jawlensky im Jahr 2011 nur 1 Million Euro wert waren. Hingeblättert hat er aber 4,2 Millionen Euro plus eine Provision von 2 Millionen Euro für Patrick H. Das Gericht zog sich nun etwas aus der Affäre und stellte das Verfahren ein. Wegstecken aber muss der 43jährige, der im Sommer gegen einen Kaution von 1 Million Euro die Untersuchungshaft verlassen durfte, ein nicht unerhebliches Bußgeld in Höhe von 500.000 Euro. ...mehr

Anfang April startet das Athener Gastspiel der Documenta 14, die ihren Stammsitz immer noch in Kassel hat. Im Haus der Kunst in München reflektierte ihr künstlerischer Leiter Adam Szymczyk über seine Ambitionen: In beiden Städten wird sich das Kunstereignis als sozial- und politikkritische Denkfabrik präsentieren

Zwei Mal 100 Tage Protest


Okwui Enwezor und Adam Szymczyk

Als Botschafter seiner eigenen Veranstaltung versetzt Adam Szymczyk, künstlerischer Leiter der Documenta 14, seine Zuhörer nicht unbedingt in Euphorie. Wer ihn letzte Woche im Haus der Kunst im Gespräch mit seinem Kollegen Okwui Enwezor, 2002 Leiter der Documenta 11 und heute Direktor des Münchner Hauses der Kunst, erlebt hat, fürchtet ein Programm, das sich konzeptuell zwischen Occupy, Piratenpartei und antiimperialistischem Klassenkampf der 68er-Bewegung ansiedelt. Ästhetische Konzepte scheinen ihm weniger wichtig zu sein. In Zeiten der bedrohten Demokratie versteht er die Documenta als gesellschaftliches Experiment, in dem Menschen vor allem zur Kritik an den gegenwärtigen Verhältnissen mobilisiert werden sollen. Von den eingeladenen Künstlern und den Kunstwerken, die die Besucher zu sehen bekommen werden, war weniger die Rede. Aber vor allem von seiner Weltsicht. ...mehr

Der teuerste Maler der Welt: Gerhard Richter feiert seinen 85. Geburtstag mit mehreren Ausstellungen in deutschen Museen

Weltweite Präsenz


Gerhard Richter

Für die Kunstwelt ein großer Tag: Gerhard Richter, einer der prägenden Künstler des letzten halben Jahrhunderts, hat gestern in Köln seinen 85. Geburtstag gefeiert. Der am 9. Februar 1932 in Dresden geborene Maler ist mit dem Rheinland seit mehr als einem halben Jahrhundert verbunden und lehrte bis 1994 als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie. Richter zählt zu den teuersten zeitgenössischen Künstlern auf dem Kunstmarkt; seit 2004 belegt er fast durchgehend den ersten Platz des „Kunstkompass“, einer Weltrangliste lebender Künstler. Auch im vergangenen Jahr hat er sich wieder auf Platz 1 der weltweit wichtigsten Gegenwartskünstler positioniert. ...mehr

Das agile Golfemirat Katar agiert im Kunstbereich als „global player“. Neue Museen, herausragende Kunstwerke im öffentlichen Raum und wuchtige neue Stadtquartiere sorgen international für viel Aufsehen

Künste in gewaltigen Dimensionen


Das Museum of Islamic Art in Doha von Ieoh Ming Pei

Gleich bei der Ankunft im hypermodernen neuen Flughafen von Katars Hauptstadt Doha trifft man im zentralen Foyer den vermeintlich kuscheligen „Lamp Bear“. Fast jeder Passant würdigt die sieben Meter hohe, schrillgelbe Plastik eines stockenden Blicks. Kappenartig wurde der skurrilen Mischung aus einer gruseligen, scheinbar weichen Stofffigur und einer Lampe ein Schirm über den Kopf gezogen. Erschaffen hat das Werk Urs Fischer. Geboren in Zürich und nun in New York lebend, gilt der Mittvierziger als einer der teuersten lebenden Schweizer Künstler. Mit überdimensionierten Objekten versucht er die Kunstwelt aus den Angeln zu heben. Für netto sechs Millionen Dollar soll ein Mitglied der katarischen Herrscherfamilie das Werk erstanden und mangels Platz im Airport aufgestellt haben. Am Rande der langen Flanier- und Wartezonen entkrampfen zudem bronzene Spielgeräte von Tom Otterness die funktionale Architektur. Chiffreartige, illustrative Vereinfachungen in fröhlichen Anmutungen zeichnen die Werke des amerikanischen Bildhauers aus. Kugelköpfe, schlauchartig gelängte Gliedmaßen, verkürzte Finger und Füße sind von dünnen Rohren zu einer besteigbaren Installation zusammengefügt, an der Kinder sichtlich Spaß haben. ...mehr

100-Tage-Interview mit Christoph Martin Vogtherr, dem neuen Direktor der Hamburger Kunsthalle

Hamburg hat ein Format, das mir sehr liegt


Im Oktober 2016 trat Christoph Martin Vogtherr seine Stelle als neuer Direktor der Hamburger Kunsthalle an. Der 1965 in Uelzen geborene Kunsthistoriker war seit 2007 Direktor der Wallace Collection in London. Vogtherrs Spezialgebiet, die französische Malerei des 18. Jahrhunderts, bildet einen der Schwerpunkte dieser Sammlung. Wie in den meisten Londoner Museen ist auch hier der Eintritt frei. Von seinem Vorgänger Hubertus Gaßner übernimmt Vogtherr ein frisch renoviertes Haus. Im Interview mit Nicole Büsing und Heiko Klaas äußert er sich über seinen Umzug, die Vorzüge der Hansestadt und seine Leitbilder für eine erfolgreiche Museumsarbeit in politisch aufgewühlten Zeiten. ...mehr

Besucherrekorde, Bürgerbeteiligung und die Rückbesinnung auf die Stärken der eigenen Kollektion: Die Hamburger Kunsthalle zog jetzt eine positive Bilanz für 2016 und stellte ihr Ausstellungsprogramm für das Jahr 2017 vor

Die Sammlung als Energiequelle


562.018 Besucher verzeichnet die Hamburger Kunsthalle für das Jahr 2016. Eine Zahl, die alle Besucherrekorde seit der Eröffnung des Museums im Jahr 1869 deutlich übertreffe, so Geschäftsführer Stefan Brandt. Eindeutig dazu beigetragen hat allerdings auch die Tatsache, dass Hamburgs größtes Museum nach einer fast anderthalbjährigen Umbau- und Modernisierungsphase und der feierlichen Wiedereröffnung am 30. April 2016 den ganzen Mai über bei freiem Eintritt zugänglich war. Die Hamburger Dorit & Alexander Otto Stiftung, die auch den Umbau maßgeblich finanziert hat, übernahm die Gegenfinanzierung. Rund 205.000 Besucher machten von dieser Gelegenheit Gebrauch. Aber auch die Ausstellung „Manet – Sehen“, mit der sich Hubertus Gaßner als Direktor von der Kunsthalle verabschiedete, verzeichnete rund 133.00 Besucher. Der positive Trend scheint auch 2017 anzuhalten. Allein in den ersten Januarwochen kamen rund 30.000 Besucher in das Museum. ...mehr

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Auch Moderne Kunst auf der Art Berlin

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Deutscher Architekturpreis an nachhaltigen Schulbau vergeben

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