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Am 24.09.2019 Auktion 385: Alte Kunst und Schmuck

© Neumeister Münchener Kunstauktionshaus

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spring swing, 2012 / Heinz Mack

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© Galerie Neher - Essen


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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Ausstellungen

Kiki Smith erörtert Grundfragen der menschlichen Existenz. Das Belvedere in Wien stellt nun ihr vielgestaltiges Werk vor

Entrückung der Welt


in der Ausstellung „Kiki Smith – Procession“

Vor rund zwei Jahren übernahm Stella Rollig, die zuvor im Lentos Kunstmuseum in Linz tätig war, das Amt der Generaldirektorin und wissenschaftlichen Geschäftsführerin des Wiener Belvedere. Seitdem konnte sie mit Präsentationen von Künstlerinnen einen Schwerpunkt setzen, der in dieser Qualität und Dichte bemerkenswert ist. Highlight ...mehr

05.09.2019

Magdeburg thematisiert die Entfaltung von Städten im Mittelalter. Mit der Errichtung rechtlicher, gewerblicher, religiöser oder politisch-institutioneller Strukturen blühten auch die Künste auf

Die Stadt als Keim autonomer Kunst


Thorner Passionstafel, Nördliche Niederlande, um 1480/90

Was ist eine Stadt? Knapp auf den Punkt gebracht, lässt sie sich als Vielfalt in einer Einheit definieren. Innerhalb ummauerter Grenzen ballen sich zahllose Interessen, Regeln und Vorstellungen zusammen. Städte sind Bühnen der Gesellschaft, Schauplätze öffentlicher wie wirtschaftlicher Vorgänge, Orte einer Verdichtung von politisch-gesellschaftlichen Vorgängen und Konflikten. Als Motor von Entwicklungen erweisen sie sich bis in die Gegenwart als faszinierendes Erfolgsmodell: Bei steigender Tendenz lebt heute bereits mehr als die Hälfte aller Menschen in Städten. Denn sie verkörpern Unabhängigkeit, Aufstiegsmöglichkeiten und das Versprechen eines Lebens in Frieden und Freiheit. Hinzu kommt die Funktion eines Katalysators für innovative und auch für künstlerische Entwicklungen. ...mehr

02.09.2019

Welche Architektur nutzt dem Planeten Erde? Das fragt sich derzeit das Architekturzentrum Wien

Planschen über den Dächern von São Paulo


Paulo Mendes da Rocha und MMBB Arquitetos, SESC 24 Maio. São Paulo, Brasilien 2017

Architekten und ihr Fachgebiet werden von äußeren Einflüssen und Faktoren bestimmt. Macht- und gesellschaftspolitische Aspekte prägen die Architektur ebenso wie ihre technische Umsetzbarkeit. Gedrängt von den Interessen des Kapitals, sind Architektur und Urbanismus in eine Krise verstrickt. Neben der globalen Urbanisierungswelle bestimmen zwei große Themen die Architektur von heute. Während angesichts des von Menschen verursachten Klimawandels und der immer bedrohlicheren Ressourcenknappheit zum einen die Ökologie im Bausektor zunehmend an Gewicht erlangt, wächst auch der Einfluss der sozialen Verantwortung von Architekten. ...mehr

In ihrer ersten Einzelausstellung als bildende Künstlerin verwandelt die international gefeierte kanadische Electroclash-Queen Peaches den Kunstverein in Hamburg in einen genreübergreifenden Erlebnispark voller Sex, Humor und subtiler Gesellschaftskritik

Aufstand der Körper-Surrogate


in der Ausstellung „Peaches – Whose Jizz Is This?“

Es sollen sich sogar schon Peaches-Fans aus Paris gemeldet haben, die spontane Fahrgemeinschaften bilden wollen, um zu diesem Ereignis nach Hamburg zu reisen. Und auch ein extra gecharterter Bus aus Berlin war zur Eröffnung am Freitagabend unterwegs. Der Grund: Peaches ist in der Stadt. Die feministisch-queere Undergroundmusikerin, bekannt für ihre aufwändigen Bühnenshows und ihren offenen, mitunter provokanten Umgang mit allen möglichen Spielarten der Sexualität, zeigt im Kunstverein in Hamburg jetzt unter dem Titel „Whose Jizz Is This?“ ihre erste institutionelle Einzelausstellung als bildende Künstlerin. Der Slang-Ausdruck „jizz“ steht für Sperma. „Es ging uns nicht darum zu zeigen, wie man aus einer Musikerin eine Künstlerin macht“, betont Kunstvereinsdirektorin Bettina Steinbrügge. Vielmehr gehe es darum, in einem Performancedisplay mit vielen Bühnenelementen eine „intelligente Popstar-Ausstellung“ zu entwickeln. „Ein Transfer, der, so glauben wir, gelungen ist“, so Steinbrügge. ...mehr

Der Künstler als interdisziplinäre Instanz: Die Londoner Tate Modern feiert den isländisch-dänischen Welterforscher Olafur Eliasson mit einer großen Bestandsaufnahme seines Werks

Wasser marsch!


Olafur Eliasson, Your uncertain shadow (colour), 2010

Dicke Wassertropfen bedecken eine Fensterscheibe. Immer wieder vereinigen sie sich zu kleinen Rinnsalen, die am Glas hinablaufen und den Blick auf die umliegende Bebauung der Londoner Tate Modern trüben. Nun ist Regen in der britischen Hauptstadt nichts Besonderes. 11 bis 15 Regentage pro Monat sind hier ganz normal. Die Regentropfen, von denen hier die Rede ist, sind jedoch ganz anderer Natur. Erdacht hat sie sich der in Berlin arbeitende dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson, Jahrgang 1967. Seine Arbeit „Regenfenster“ stammt bereits aus dem Jahr 1999. Sie kann den jeweiligen Gegebenheiten der wechselnden Ausstellungsorte angepasst werden. Zur Zeit aber ist sie in der großen Londoner Werkschau zu sehen, die unter dem Titel „Olafur Eliasson: In Real Life“ jetzt sechs Monate lang rund 40 teils spektakuläre Arbeiten und Installationen aus der Zeit zwischen 1990 und 2019 versammelt. ...mehr

Vom Fotojournalisten zum Bilderjäger im Großstadtdschungel: Die Hamburger Deichtorhallen zeigen zum ersten Mal in Deutschland eine große Werkschau des in Hongkong lebenden deutschen Fotografen Michael Wolf

Chronist der Megastädte


Laut einer Studie der UNO werden im Jahr 2050 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Millionenstädten leben. Einer, der dieses Phänomen seit Jahrzehnten mit der Kamera untersucht, ist der 1954 in München geborene Fotograf Michael Wolf. Seit dem Jahr 1994 lebt der ausgebildete Bildjournalist und Dokumentarfotograf ...mehr

Die Galerie Schüller in München bringt zwei Meisterwerke Karl Schmidt-Rottluffs erstmals auf den Kunstmarkt, und das Buchheim Museum widmet dem Expressionisten eine umfangreiche Retrospektive. Doch der Markt für den Mitbegründer der Künstlergruppe „Brücke“ ist differenziert

Die knappen Momente der Avantgarde


Es liegt nicht an fehlendem Interesse, sondern an den fehlenden Spitzenwerken, dass es um die expressionistischen Maler auf dem Kunstmarkt etwas ruhiger geworden ist. Das ist der Tenor vieler Galeristen und Auktionshäuser. Etwa 30 Millionen Euro zahlte Ronald S. Lauder vor gut zehn Jahren für Ernst Ludwig Kirchners unvergleichliche und damals etwas fahrlässig restituierte „Berliner Straßenszene“, die heute in der Neuen Galerie, Lauders Privatmuseum in New York, zu sehen ist. Das Auktionshaus Ketterer erzielte 2011 für Hermann Max Pechstein den Künstlerrekord von 3,5 Millionen Euro inklusive Aufgeld mit seinem Gemälde „Weib mit Inder auf Teppich“, und auch Karl Schmidt-Rottluffs Auktionsrekord von 3,5 Millionen Euro für seine „Akte im Freien“ bei Christie’s liegt schon ein Dezennium zurück. Die großen Momente der deutschen Avantgarde sind knapp geworden. ...mehr

Die ehemalige Ankerbrot-Fabrik im 10. Wiener Gemeindebezirk ist eines der vielfältigsten Kulturzentren der Stadt. Bis zur Jahrtausendwende wurde hier noch Brot gebacken. Seit 2009 steht die zeitgenössische Kunst im Mittelpunkt des Fabrikareals in Wien-Favoriten

Kultur statt Brot


Kulturareal „Brotfabrik Wien“

Errichtet wurde das Gebäude mit der typischen Grundstruktur der Jahrhundertwende aus Backsteinen und Mittelmauern 1891 von Friedrich Schön und Jacob Zeidlinger. Innerhalb eines einzigen Jahrzehnts wuchs die Wiener Brotfabrik zur größten Bäckerei Europas: Mehr als 250 Pferdegespanne lieferten bereits 1920 täglich rund 150 Tonnen Brot und Gebäck an 100 Filialen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Vorzeigemodell österreichischer Lebensmittelindustrie arisiert. Die Gründerfamilie Mendl musste flüchten, und die Fabrik wurde schwer beschädigt. Nach Rückkehr der Mendls ging die Firma wieder in den Besitz der Familie über und wurde 2003 nach mehrmaligem Besitzerwechsel und wirtschaftlichen Schwierigkeiten verkauft. Der Architekt Michael Wagner entwickelte gegen den drohenden Abriss einen Masterplan für die kulturelle und soziale Nutzung der leerstehenden historischen Gebäude. In unmittelbarer Nachbarschaft zur noch bestehenden Produktion der Ankerbrot AG wurden 2009 rund 17.000 der insgesamt 68.000 Quadratmeter in das neue Kulturareal „Brotfabrik Wien“ umgewandelt. Heute ist es ein Beispiel gelungener Umnutzung ehemaliger Industriestruktur. ...mehr

Die Open Art, Münchens Galerienevent zur Eröffnung der Herbstsaison, feiert ihr 30. Jubiläum und hat durch die Initiative „Various Others“ einen Energieschub in puncto Attraktivität bekommen. Das Galerienangebot ist vielversprechend: von Avantgardekunst aus Afrika bis zum konkreten Maler Günter Fruhtrunk, vom Pop Art-Künstler Jim Dine bis zur experimentellen Fotografie Inge Dicks

Horizonterweiterung


Über die kommerziellen Erfolge der Open Art ist nie etwas durchgesickert. Aber als Marketingaktion, zumindest in München den Blick auf die Galerienszene zu lenken, funktioniert der gemeinsame Saisonauftakt bis heute. Wenn an diesem Wochenende die 30. Open Art stattfindet, werden wieder Tausende unterwegs sein. Aber was Berlin mit seinem Gallery Weekend schafft, ist München mit der Open Art bislang nicht so recht gelungen: eine internationale Sammlerschaft anzulocken. Wie das gehen könnte, zeigt in diesem Jahr die Galerie Sabine Knust in ihrer Show „0.10 reloaded/Avantgarde 2018“ mit afrikanischer Kunst. Mit grafischen Werken von El Anatsui, der mit seinen Gebilden aus Kronkorken der Abstraktion eine neue Facette zugeführt hat, und mit einer morbid-poetischen Textile von Ibrahim Mahama, der auf der Documenta 14 mit der Juteverkleidung der Kasseler Torwache aus dem 18. Jahrhundert in Erinnerung blieb, stößt die Galeristin eine Diskussion an. Ist die afrikanische Kunst die neue humanistische Avantgarde, wie der Titel der von Eva Karcher kuratierten Ausstellung andeutet? ...mehr

Frauenpower in Berlin: Wiebke Siem und Ann Veronica Janssens in der Galerie Esther Schipper

In Nacht und Nebelräumen


„Damenskulptur“, so lautet der Titel der aktuellen Ausstellung von Wiebke Siem, die am Samstag in der Berliner Galerie Esther Schipper eröffnete. Im nachtschwarz gestrichenen Ausstellungsraum hängen rätselhafte, schlanke Wesen von der Decke. Handgefertigt aus unifarbenen Stoffen, nehmen sie die Formensprache der Bauhaus-Ära auf. Die mehr als zwei Meter langen, marionettenartigen Figurinen bestehen aus roten Bommeln oder sorgfältig vernähten, gewalkten Stoffen, wie man sie von Lodenmänteln oder Wollkleidern kennt. Irritierende Elemente wie an Pflanzen erinnernde Wurzeln oder Zweige, eine kecke Pudelmütze oder vier Hände an einer Figur verleihen den Hängenden Individualität, Ambivalenz und einen ironischen Unterton. Ganz neue, korrespondierende Zeichnungen von Wiebke Siem legen eine Benutzbarkeit nahe. Warum sollte man diese surreal aufgeladenen Wesen nicht auch wie Schals umlegen können? Mit diesen aktuellen Arbeiten knüpft die 1954 in Kiel geborene Trägerin des Goslarer Kaiserrings von 2014 auch an ältere Textilarbeiten an. ...mehr







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