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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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© Galerie Neher - Essen


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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Die Städtische Galerie Wolfsburg stellt mit der US-Amerikanerin Lorraine O’Grady eine der Pionierinnen afroamerikanisch-feministischer Ästhetik vor

Von der Geheimagentin zur künstlerischen Unruhestifterin


Sie ist bereits 84 Jahre alt, aber dennoch gehört sie zu den spannendsten Künstlerinnen unserer Zeit. Und das vielleicht gerade deshalb, weil ihre Karriere alles andere als geradlinig verlief. Die Rede ist von der 1934 in Boston geborenen, heute in New York lebenden Konzeptkünstlerin Lorraine O’Grady, die als eine der Pionierinnen afroamerikanisch-feministischer Ästhetik und interventionistischer Performance im Kunstbetrieb und im öffentlichen Raum gilt. ...mehr

Maler als Rockstars und Rockstars als Maler: Die Ausstellung „Hyper! A Journey into Art and Music“ in den Hamburger Deichtorhallen untersucht die Wechselbeziehungen zwischen bildender Kunst und Musik

Bilder zum Lauterdrehen


Bettina Pousttchi, Die Katherina-Show, 2000

„Wir bewegen uns mit dieser Ausstellung total am Puls der Zeit“, konstatiert Dirk Luckow, der Intendant der Hamburger Deichtorhallen. Frei nach dem Motto „Berghain meets Bayreuth“ haben die Deichtorhallen Max Dax, den Musikjournalisten und Ex-Chefredakteur des Musikmagazins Spex, eingeladen, eine Ausstellung zum Thema Crossover von Musik und Kunst zu kuratieren. Rund 300 Werke von 60 internationalen Künstlern, überwiegend aus den Jahren 2000 bis heute, hat der leicht narzisstisch veranlagte Tausendsassa zusammengetragen, um in einem subjektiv geprägten Parcours den mehr oder weniger offensichtlichen Widersprüchen zwischen der Musik als Massenprodukt und dem Kunstwerk als Unikat nachzuspüren. Nicht zuletzt promotet der 1969 als Maximilian Bauer in Kiel geborene Popjournalist auch sich selbst. Warum würde er sonst wohl einen Aufnäher mit seinem Namen auf der Brust tragen? ...mehr

Erstmals nimmt eine Ausstellung die Künstlerinnen der Art Brut in den Blick: Das Wiener Bank Austria Kunstforum lädt zu einem berührenden Streifzug durch unbekanntes Terrain

Ermalte Identität


1950 begann Aloïse Corbaz mit der Arbeit an einer monumentalen Zeichnung. Auf einem 14 Meter langen Rollpapier entstand „Le Cloisonné de théâtre“, ein bunter, an Details überbordender Bilderbogen, voller Figuren, floraler Motive und Ornamente. Dem flüchtigen Blick auf die riesige Zeichnung mit dem aperspektivisch konzipierten Raum und der additiven, spielerischen Anordnung von Farbflächen wird eine heitere Märchenwelt suggeriert, die sich im Bereich naiver Malerei bewegt. Ohne erkennbaren Zusammenhang arrangierte Corbaz ihre mosaikartig gesetzten Motive assoziativ nebeneinander. Doch der Eindruck des Spielerisch-Vordergründigen täuscht: Die Idylle entpuppt sich als eine hintergründige, von unterschwelligem Erotismus geprägte Gegenwelt, ein labyrinthisch angeordneter Sehnsuchts- und Rückzugsort, erwachsen aus Erinnerungen an Begebenheiten und Träume. ...mehr

Wes Anderson und Juman Malouf haben die Sammlungen des Kunsthistorischen Museums in Wien kräftig auf den Kopf gestellt und geben ihre eigenwillige Sicht auf reichen, Jahrtausende alten Bestände

Taumel im Durcheinander der Dinge


Wenn kunsthistorische Museen kreative Köpfe einladen, eine persönliche Auswahl von Objekten aus historischen Sammlungen für eine öffentliche Präsentation zu treffen, kommt vieles zusammen, was sonst nie zusammen ausgestellt wird. Im Kunsthistorischen Museum in Wien wagt man dieses Unterfangen nun schon zum dritten Mal: seit 2012 laden Museumsdirektorin Sabine Haag und Kurator Jasper Sharp renommierte Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichen Kunstgattungen ein, Objekte aus der reichhaltigen Sammlung auszuwählen. Den Anfang machte der amerikanische Künstler Ed Ruscha. Zuletzt war in dieser Reihe 2016 der britische Keramikkünstler und Autor Edmund de Waal Gast des Hauses und kuratierte eine vielbeachtete Schau. ...mehr

Die Kunsthalle Münster zeigt die erste institutionelle Einzelausstellung der US-amerikanischen Künstlerin Mary Beth Edelson in Deutschland

Mit den Waffen einer Frau


Schon das Plakat zur Ausstellung ist ein echter Hingucker. Eine Frau mit wallender blonder Mähne, rotem Lippenstift und rot lackierten Fingernägeln zielt mit einem Revolver auf den Betrachter. Ihr Blick ist wild entschlossen, die Kampfansage scheint eindeutig zu sein. Das Poster mit der selbstbewussten Diva wirbt für die Ausstellung der US-amerikanischen Künstlerin Mary Beth Edelson in der Kunsthalle Münster. Diese trägt den programmatischen Titel „Nobody Messes with Her“, auf Deutsch etwa: „Mit ihr legt sich keiner an“. Gezeigt wird das hierzulande bisher noch zu Unrecht unterschätzte Werk einer seit fünf Jahrzehnten aktiven feministischen Avantgardekünstlerin, das in den letzten Jahren vor allem in den USA wieder eine größere Aufmerksamkeit erfuhr. Die Münsteraner Schau ist die erste institutionelle Einzelausstellung von Mary Beth Edelson in Deutschland. ...mehr

Gemälde der Neuen Sachlichkeit treffen auf Fotografien des Neuen Sehens: Erstmals in diesem Umfang untersucht jetzt eine Ausstellung die enge Verzahnung der beiden Medien in der Kunst der 1920er Jahre. Zu sehen ist sie im Bucerius Kunst Forum in Hamburg

Die Fragilität der Verhältnisse


Wer den ARD-Mehrteiler „Babylon Berlin“ gern gesehen hat, der wird diese Ausstellung lieben. „Welt im Umbruch. Kunst der 20er Jahre“ lautet der Titel einer faszinierenden Präsentation im Hamburger Bucerius Kunst Forum, die der fiebrigen und aufgeheizten Tanz-auf-dem-Vulkan-Stimmung in der Zeit der Weimarer Republik nachspürt. Nur eben nicht in bewegten sondern in erstarrten Bildern. Massenarbeitslosigkeit, Wirtschaftskrise und politischer Extremismus, aber auch Technikbegeisterung, der Siegeszug der selbstbestimmten „Neuen Frau“ und die Lust am künstlerischen Experiment. ...mehr

Das Kunsthaus Zürich zeigt nach Jahrzehnten wieder eine Retrospektive zu Oskar Kokoschka

Kraftvolle Statements eines kritischen Zeitgenossen


Zum Auftakt stellt sich der Meister selbst vor. „OK“, so signierte Oskar Kokoschka seine Gemälde und setzte sich im Jahr 1923 selbstbewusst als Professor der Dresdner Kunstakademie in Pose. Abrupt und patchworkartig nebeneinander gestellte Farbkacheln betonen die Tektonik der Figur. Würdevoll und nicht ohne das charakteristische Spiel der Hände blickt er seitwärts aus dem Bild heraus am Betrachter vorbei. Nur im erdfarben abgetönten Hintergrund nimmt die starke Leuchtkraft der Farben etwas ab. Drei weitere Porträts schließen sich an. Das im Jahr zuvor gemalte „Selbstbildnis an der Staffelei“ trägt noch deutlich zackige expressionistische Züge und ist durch einen erotischen Kniff erweitert. Denn während der Maler vordergründig konzentriert arbeitet, zwickt er dem nackten Staffagemodell ins Bein. Das älteste Porträt datiert in die Jahre 1918/19. Mit sichtlich eingefallenem Gesicht und vor dem Mund gesetzten Fingern ist Kokoschka von den Kriegserlebnissen düster gezeichnet. Hier zeigt er sich noch beim grüblerischen Nachdenken über die Zukunft, während er sich 1948 prall und voller Tatkraft mit vielen kleinen Ölstrichen regsam abfasst. ...mehr

Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt: Das weit über die Stadt hinaus bekannte Berliner Haus am Waldsee eröffnet nach anderthalbjähriger Renovierung und Erweiterung mit einer frappanten Ausstellung der Konzeptkünstlerin Karin Sander

Bilder einer Raus-Stellung


Leinwände gehören zu den kostbarsten Artefakten, die im weltweit vernetzten Kunst- und Ausstellungsbetrieb kursieren. Normalerweise werden sie in speziellen Klimaboxen verschickt, von Kurieren begleitet und mit größter Sorgfalt ein- und ausgepackt, wenn sie zum Beispiel als Leihgaben von einem Museum zum anderen reisen. Nichts soll beschädigt werden, kein noch so kleines Detail sich verändern. ...mehr

Ein beachtenswertes Werk voller Widerborstigkeit, Brüchen und Neuanfängen: Die Hamburger Kunsthalle zeigt die bisher größte Ausstellung des 2009 verstorbenen Künstlers Philippe Vandenberg außerhalb seines Heimatlandes Belgien

Malerei am Abgrund


Der Titel dieser Ausstellung kann als das Lebensmotto des Künstlers gelesen werden. Der Belgier Philippe Vandenberg verwendete den japanischen Begriff „Kamikaze“ nicht nur auf einigen seiner Gemälde und Zeichnungen. Der Terminus „Kamikaze“ – auf Deutsch „göttlicher Wind“ – wird gemeinhin mit der selbstmörderischen Luftangriffstechnik der japanischen Armee während des Zweiten Weltkriegs assoziiert. Jenseits dieser vielleicht etwas verengten Lesart, steht das Kamikaze-Prinzip aber auch für die völlige Zerstörung des Alten, um einen Richtungswechsel herbeizuführen. ...mehr

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