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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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© Galerie Neher - Essen


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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Mit der Ausstellung „Social Design“ zeigt das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe, wie Gestalter, Künstler, Architekten und Aktivisten ihr kreatives Können für alle Schichten der Gesellschaft nutzbar machen – insbesondere auch für die Unterprivilegierten

Design, das allen dient


Architekturbüro Graft, Solarkiosk, seit 2009

Ein „Solarkiosk“ irgendwo in Afrika. Genauer gesagt, dort, wo der Strom eben nicht aus der Steckdose kommt, weil es diese gar nicht gibt. Das mit Solartechnik betriebene, zerlegbare und daher leicht transportable Modul sichert die Existenz ganzer Familienverbände. Im Franchise-System werden die mobilen Boxen, die von dem Berliner Architekturbüro Graft entwickelt wurden, meist von Frauen betrieben. Ein „Solarkiosk“ ist ein Stück autonomer Infrastruktur in strukturell schwachen Gebieten, eine Mischung aus Mini-Lebensmittelladen, Gaststätte, Versammlungsort oder Aufladestation für Mobilgeräte. Und gut gestaltet ist er auch noch. Ein perfektes Beispiel also für das, was man heutzutage unter „Social Design“ versteht. ...mehr

Das Kunsthistorische Museum in Wien stellt die künstlerische Entwicklung Mark Rothkos vor und fragt nach seinen Vorbildern

Interaktion mit Farbe


„Wenn Menschen nach sakralen Erfahrungen suchen, werden sie sie hier finden. Wenn sie nach profanen Erfahrungen suchen, werden sie auch diese finden. Ich stelle mich auf keine Seite.“ Was Mark Rothko 1961 für die Besucher seiner Ausstellung im New Yorker Museum of Modern Art notierte, liest sich wie ein Leitmotiv für die aktuelle Ausstellung des Kunsthistorischen Museums in Wien. Mark Rothko hat sich zeitlebens dagegen gewehrt, als Maler abstrakter Bilder vereinnahmt zu werden. Der Künstler, der nur selten über sich selbst oder sein Werk sprach, hat es vorgezogen, sich nicht von Anekdoten aus dem Bereich des Persönlichen ablenken zu lassen, sondern forderte die Betrachter auf, den Blick auf die Leinwände zu richten, um die universellen und „größeren Wahrheiten“ zu erfahren. ...mehr

Das Thema der Verwundbarkeit steht im Mittelpunkt der aktuellen Schau im Wiener Dom Museums, die dem körperlichen, psychischen, sozialen, ökonomischen und politischen Leiden durch die Jahrhunderte nachgeht

Zeig mir deine Wunde


Andres Serrano, Suicide by Rat Poison II, 1992

Eine steile Wendeltreppe führt in den ersten Stock des neuen Dom Museums in Wien. Noch immer, auch eineinhalb Jahre nach der Wiedereröffnung, sind die ersten Schritte, die aus dem Kassenraum in die Ausstellungsräume führen, eine Überraschung. Mittelalter, Barock, Avantgarde und Gegenwartskunst treffen hier in ein- bis zweimal jährlich wechselnden Präsentationen aufeinander, und auch die aktuelle Schau im Wiener Dom Museum ist eine Entdeckung: die epochenübergreifende Ausstellung „Zeig mir deine Wunde“ thematisiert die künstlerische Darstellbarkeit von körperlichen, psychischen, sozialen ökonomischen und politischen Leiden. ...mehr

Peter Doig hat in der Wiener Secession seine erste Einzelausstellung in Österreich und präsentiert neue Arbeiten seiner geheimnisvollen Kunst

Malerei im Schwebezustand


Bilder aus einer Ausstellung von Peter Doig bleiben im Gedächtnis. Stets inszeniert der 1959 in Edinburgh geborene Künstler, der in Trinidad und Kanada aufwuchs, Naturszenarien oder Stadtlandschaften mit Figuren, Tieren, Architekturdetails oder Gegenständen, die alle dazu bestimmt sein könnten, Part eines Plots zu sein, den sich die Betrachter selbst erschließen müssen. Doigs Bilder wirken wie aus einer anderen Zeit und beschwören gleichzeitig Reminiszenzen an bekannte Werke von Künstlern des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts: an die Winterbilder und Figurenensembles von Gustave Courbet, an Henri Rousseaus idealistische Südseeszenarien, an Claude Monets Wasserlandschaften, den spielerischen Bildaufbau und die Leichtigkeit der Sujets bei Henri Matisse, die menschenleeren Kulissenwelten von Giorgio de Chirico, die lichtdurchwirkten Landschaften, Blumengärten, Segelboote und Akte bei Pierre Bonnard, die Wasseroberflächen, Wiesen und Birkenwälder von Gustav Klimt ebenso wie an die erzählende und Mythen schaffende Malerei von Max Beckmann oder die düsteren, melancholischen Szenen eines Edvard Munch. Das, was Peter Doig malt, wirkt bekannt und ist doch gleichzeitig so anders, als alles, was man schon gesehen hat. ...mehr

Der Westfälische Kunstverein und die Kunsthalle Lingen präsentieren gemeinsam die erste institutionelle Einzelausstellung der belgischen Künstlerin Nel Aerts in Deutschland

Von Wanderern und Schlangenbeschwörern


Wanderer kommst du in den White Cube. In den sachlich kühl gehaltenen Räumen des Westfälischen Kunstvereins in Münster, untergebracht im 2014 von Staab Architekten errichteten Neubau des LWL-Museums, ist zur Zeit unter dem Titel „Haus der Wanderer“ eine Personale der 1987 im belgischen Turnhout geborenen Künstlerin Nel Aerts zu sehen. Hier sind Gemälde, Papierarbeiten, Sitzmöbel und eine Rauminstallation mit farbigen Wänden und Collagen versammelt. Parallel dazu veranstaltet die rund 100 Kilometer weiter nördlich gelegene Kunsthalle Lingen unter dem Titel „Der Schlangenbeschwörer“ die Schwesterausstellung mit älteren Werken der jungen Belgierin. Beide Schauen sind eng aufeinander abgestimmt. ...mehr

Wohlstand als Obsession: Die Hamburger Deichtorhallen präsentieren in der Ausstellung „Generation Wealth“ Bilder und Filme der US-amerikanischen Dokumentarfotografin Lauren Greenfield. Die Schau gibt sich kritisch, hinterlässt aber dennoch einen schalen Nachgeschmack

Wenn ich einmal reich wär’...


Getunte Körper, Fertigbeton-Villen im Versailles-Stil, posierende Lolitas, schnelle Autos, protziger Schmuck und sündhaft teure Handtaschen: Auf den Fotografien und in den Filmen der Amerikanerin Lauren Greenfield, Jahrgang 1966, wird das Leben der Rich and Famous in seiner ganzen Dekadenz abgebildet. Das Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen zeigt jetzt in der Ausstellung „Generation Wealth“ 200 Werke der Fotografin, die überwiegend in den USA, Brasilien, Mexiko, Frankreich, China und Russland entstanden sind. Flankiert werden die Aufnahmen von umfangreichen Wandtexten mit Interviewäußerungen der Porträtierten. ...mehr

Otto Pienes künstlerische und wissenschaftliche Ideen zu Licht, Erde und Feuer im Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Am Urgrund allen Seins


Otto Piene, Copper Play, 2011

„Das Licht ist die erste Bedingung aller Sichtbarkeit. Das Licht ist die Sphäre der Farbe. Das Licht ist das Lebenselement des Menschen und des Bildes.“ Der Mann, der diese Sätze über die Macht des Lichtes gesprochen und der sein künstlerisches Leben danach ausgerichtet hat, war Otto Piene. Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen widmet dem Meister des Feuers und des Lichtes derzeit eine umfassende Ausstellung. Das Besondere daran ist, dass sich zu den Werken Pienes ausgewählte Arbeiten von Lucio Fontana gesellen. Der Italiener war ein wichtiger Weggefährte Otto Pienes, aber auch der anderen Mitglieder der ZERO-Richtung. ...mehr

Der 1997 verstorbene KP Brehmer gilt als zentraler Vertreter des Kapitalistischen Realismus, so nennt man die politisch aufgeladene deutsche Variante der Pop Art. Die Hamburger Kunsthalle widmet dem selbsternannten „Kleptomanen“ jetzt eine große Retrospektive

Viel Gold, etwas Schwarz, wenig Rot


Im Kreis der Vertreter des sogenannten „Kapitalistischen Realismus“ um Wolf Vostell, Sigmar Polke, Konrad Lueg und Gerhard Richter, die in den 1960er und 1970er Jahren die kapitalistische Bilderwelt mit ihren konsum- und gesellschaftskritischen Bildproduktionen aufs Korn nahmen, spielte er stets eine Sonderrolle. Die Rede ist von KP Brehmer, der 1938 als Klaus Peter Brehmer in Berlin geboren wurde und sich 1967 in politisch bewegten Zeiten das Künstlerpseudonym KP Brehmer zulegte – sicherlich auch in Anspielung auf die 1956 vom Bundesverfassungsgericht verbotene Kommunistische Partei Deutschlands (KPD). Politische Kunst hat der in Düsseldorf und Krefeld als Reproduktionstechniker und freier Grafiker ausgebildete KP Brehmer, der von 1971 bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1997 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg lehrte, eigentlich immer gemacht. ...mehr

Hans Op de Beeck hat in der Kunsthalle Krems seine magischen melancholischen Welten in Grau inszeniert und sie zu einer begehbaren Bühne ausgebaut

Dunkel verstörendes Echo der Realität


Für seine unlängst eröffnete Ausstellung „The Cliff“ hat Hans Op de Beeck in der Kunsthalle Krems einen dunklen Parcours erstellt: eine melancholisch-surreale Welt der Stille und Intimität. Bei seiner Erkundung meinen die Besucher in einen Bereich zwischen Traum oder und Wirklichkeit einzudringen: differente Gefühle, wie sie das Publikum bei der Betrachtung der Werke des belgischen Multimedia-Künstlers nicht selten erlebt. Für seine Personale versammelt Op de Beeck Plastiken, Objekte, Installationen, Malerei und Film: in einheitliches Grau gefasste Abformungen von Kindern, jungen Erwachsenen und Gegenständen, großformatige Aquarelle und insgesamt sieben Videoarbeiten evozieren eine entrückte Welt, in der sich gleichwohl Echos der Erlebten finden. ...mehr

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