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Am 12.12.2017 Auktion 67: Alte Meister - Moderne

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Das Werk von Andreas Slominski gilt als einer der außergewöhnlichsten Beiträge zur deutschen Gegenwartskunst. Die Sammlung Goetz in München widmet dem Künstler, dessen Arbeiten zwischen Installation und Alltagsobjekt angesiedelt sind, ihre Sommerschau

Rattenfallen und Garagentore


Eine Slominski-Ausstellung ohne seine legendären Fallen, das geht in der Tat nicht. Mit diesen Objekten, mit denen er dem Betrachter eine manchmal absurd verfremdete, aber doch so vertraute und funktionale Wirklichkeit vor Augen hält, hat sich der heute 51jährige schließlich eine unverwechselbare Position im unüberschaubaren Universum der zeitgenössischen Kunst erobert. Kohlegrill und Jutesäcke, ausgestattet mit Köder und trickreichen Schnappmechanismen, werden zur „Drachenfalle“ und „Rattenfalle“, entstanden 1999 beziehungsweise 1998. Und schon aus der Ferne sieht man im Nebenraum einen Kinderwagen, mutterselenallein und abgedeckt mit einem groben Metallgitter. Das Babygefährt entpuppt sich als „Vogelfalle“ und stammt aus dem Jahr 2000. Würden sie nicht wirklich funktionieren, man könnte sie als Nonsens abtun. Aber es gehört zum Konzept von Andreas Slominski, mit seiner ausgetüftelten Mechanik erst einmal Respekt hervorzurufen und so in den Dialog einzutreten. Dass sich Slominski mit seinen Installationen aus ganz alltäglichen Gegenständen als Nachfahre Marcel Duchamps darstellt, der die Idee des ready mades neu interpretiert und mit der Inspiration eines Bildhauers und Performancekünstlers auffüllt, ist offensichtlich. ...mehr

Harte Jungs und eine sensible Frau: Mit dem Ukrainer Sergey Bratkov und dem Japaner Nobuyoshi Araki zeigen die Hamburger Deichtorhallen zwei Fotokünstler auf der Suche nach der Essenz des Lebens

Bilder vom Leben, Bilder vom Tod


Bekannt geworden ist der manische Tokioter Fotokünstler Nobuyoshi Araki mit seinen Bondage-Bildern: sadomasochistischen Inszenierungen junger gefesselter Frauen. Anfangs von den japanischen Behörden mit Pornografievorwürfen belegt, hängen diese Bilder mittlerweile in den größten Museen und Privatsammlungen der ganzen Welt. Der 1940 geborene Araki gilt als Meister subtiler erotischer Inszenierungen und als Chronist der etwas abseitigeren Facetten des modernen Tokio. Sein stilleres Frühwerk und insbesondere die einfühlsamen Porträts seiner 1990 verstorbenen Frau Yoko waren bisher relativ unbekannt. Mit der Ausstellung „Silent Wishes“ entdeckt jetzt das Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen einen sehr sensiblen und überhaupt nicht marktschreierischen Araki. Und der Betrachter staunt: Jenseits seiner ebenso exotischen wie sensationalistischen Bildstrecken voller versteckter Gewalt- und Todessymbolik hat Araki auch einmal das ganz alltägliche Leben zu zweit dokumentiert. ...mehr

Ein Triumph: Egger-Lienz’ „Totentanz“ wird bei Hassfurther das teuerste Gemälde moderner Kunst auf dem österreichischen Markt in diesem Frühjahr

An der Spitze


Albin Egger-Lienz, Totentanz, 1916

Der ganz große Triumphzug blieb dem „Totentanz“ rebellierender Bauern während der napoleonischen Tiroleraufstände auf Albin Egger-Lienz’ gleichnamigem Gemälde von 1916 versagt. Wolfdietrich Hassfurther in Wien hatte das 130 mal 165 Zentimeter große Kaseinbild am 21. Juni auf 500.000 bis 700.000 Euro angesetzt, in Anlehnung an die 760.000 Euro, die eine ganz ähnliche Fassung vor vier Jahren im Dorotheum errungen hatte. Doch bei 550.000 Euro musste er den Hammer bereits sinken lassen. Zugunsten des Auktionshauses aber fiel der Vergleich des Egger-Lienz-Bildes mit den Ergebnissen der modernen und zeitgenössischen Kunst in anderen Auktionshäusern des deutschsprachigen Marktes in diesem Frühjahr aus. In Dorotheum und Kinsky lagen die Höchstpreise nur bei 340.000 Euro und 225.000 Euro, und fast als Sensation kann gelten, dass Hassfurther auch die großen deutschen Häuser wie Grisebach in Berlin, Ketterer in München oder die beiden Platzhirsche Lempertz und van Ham in Köln übertraf. Lediglich die Millionenpreise der Schweizer Häuser Kornfeld, Koller und Sotheby’s, die mit erheblich internationalerem Angebot an den Start gegangen waren, erwiesen sich als unerreichbar. ...mehr

Die vierte Biennale der Zeichnung in Eislingen

Was anderwärts wenig beachtet wird


„Wir können alles außer Hochdeutsch.“ Mit dieser Werbung spricht das Land Baden-Württemberg humorvoll über seine Vorzüge im Fernsehen. Eislingen, unweit von Göppingen gelegen, ist nicht unbedingt der Ort, in dem man im Schwäbischen Urlaub machen möchte. Trotzdem oder gerade deshalb haben sich mittlerweile 160 rege Bürger zusammengetan, um einen Kunstverein zu stützen und zu unterstützen, der durch das sichere Kunstgefühl seines Vorsitzenden Paul Kottmann Großes nach Eislingen bringt. Paul Kottmann ist Produktdesigner und Designer. Mit seinem ortsansässigen Betrieb erstellt er neben großartigen Plakaten auch hervorragend gestaltete und gedruckte Kataloge und das zum schon zum vierten Mal. Denn 2004 gründete Kottmann die Biennale der Zeichnung in Eislingen. Seither ist diese Biennale ein Geheimtipp unter Insidern, und das sollte schnellstmöglich über den Insider hinausgehen. Jede Auflage hat Kottmann mit einem Thema versehen. Die erste Biennale trug den programmatischen Titel „Zeichnung entdecken“, 2006 stand die menschliche Figur im Zentrum und bei der dritten Biennale stellte man sich dem Thema Abstraktion mit der Frage: „Was ist hier zu sehen?“ ...mehr

Bilder aus Absurdistan: Der Kölner Maler Andreas Schulze präsentiert in der Hamburger Sammlung Falckenberg eine menschenleere Welt voller paradoxer Bildideen

Im Reich der Dinge


Vor grauem Hintergrund steht eine weiß gedeckte Tafel: Darauf und davor sind diverse Designobjekte wie Lampen, Stühle, ein Kehrset, ein bemalter Porzellanteller, eine blaugelb gestreifte Krawatte platziert. Auf den ersten Blick identifizierbar ist der Hocker „Mezzadro“ der italienischen Brüder Piero und Achille Castiglioni. Der 1957 entworfene, rot lackierte Traktorsitz auf geschwungenem Fuß gilt als Designklassiker des 20. Jahrhunderts. „Ich kaufe nichts“ ist das 2004 entstandene Gemälde des Kölner Malers Andreas Schulze, 54, betitelt. Offenbar eine ironisch gemeinte Anspielung auf die durchaus spürbare Faszination des Künstlers für gut gestaltete Wohnaccessoires und andere Designobjekte. Allein seine Sammlung von rund 30 Tortenplatten mit geometrischem Spritzdekor der Bauhaus-Zeit füllt in der Ausstellung eine ganze Wand. ...mehr

Posen, Gesten, Selbstinszenierungen: Der Berliner Foto- und Videokünstler Tobias Zielony begibt sich mit seiner Kamera in die Reservate jugendlicher Subkulturen. Jetzt sind seine Bilder im Hamburger Kunstverein zu sehen

Wenn es Nacht wird in Neapel


Der amerikanische Traum sieht anders aus: Trona, eine Kleinstadt in der kalifornischen Wüste, hat schon bessere Zeiten gesehen. Damals, als die Chemiefabrik, der wichtigste Arbeitgeber am Ort, noch nicht geschlossen war. Früher, als noch Autos und Lastwagen durch den Ort fuhren und die bescheidenen Häuser wenigstens ein bisschen was wert waren. Heute wirkt Trona so, als wären alle aus der Stadt geflüchtet. Häuser stehen leer, verrostende Autowracks beherrschen das Straßenbild. Als der Berliner Künstler Tobias Zielony, geboren 1973 in Wuppertal, hier vor zwei Jahren mit der Kamera unterwegs war, traf er vorwiegend auf Jugendliche aus der weißen amerikanischen Unterschicht, die ihre Langeweile mit Herumstreunen, BMX-Radfahren oder dem Konsum der Billigdroge Crystal zu betäuben versuchten. Tristesse unter der Sonne Kaliforniens. ...mehr

Herford zeigt europäisches Spätwerk des Architekten Richard Neutra

Leben im Einklang mit der Natur


Auf dem eigenen Kontinent gilt der Prophet wenig. Im fernen Kalifornien dagegen sind Häuser von Richard Neutra überaus teuer und werden wie Kunstwerke gehandelt. Im Mai 2008 endete bei Christie’s das Bietgefecht für das in Palm Springs gelegene Haus Kaufmann bei knapp 17 Millionen US-Dollar. Hierzulande haben Neutras Bauten schwer; entstellende Veränderungen zeugen von wenig Verständnis. In der Tat: Der Epoche machende Architekt verpflanzte eine großzügige, auf vermögende Klientel zugeschnittene und für endlose Landschaften in heißem Klima konzipierte architektonische Haltung in ein völlig andersartiges europäisches Umfeld. Kritik, Unverständnis und bauliche Probleme blieben somit nicht aus. Erfreulich anzusehen bleibt die Intention, die außerordentlichen Leistungen des lange in den Hintergrund gerutschten Baumeisters langsam wieder ins Bewusstsein zu rücken. Eine Ausstellung des Museums Marta in Herford widmet sich derzeit dem europäischen Spätwerk Neutras zwischen 1960 und 1970. Doch um es zu verstehen, muss man einen Blick auf die Jahrzehnte davor werfen. ...mehr

Alex Katz hat der Albertina im vergangenen Jahr sein gesamtes druckgrafisches Werk übereignet. Das nimmt das Wiener Museum nun zum Anlass, daraus eine umfangreiche Schau zusammenzustellen

Virtuose der Fläche


Großformatige, farbintensive Gemälde, Distanz, Sachlichkeit, kontrollierte Emotionalität, strenger Realismus und kühle Eleganz als Spiegelbild einer schicken, coolen Welt – das sind in der Regel die spontanen Vorstellungen, die die meisten Kunstinteressierten mit dem Namen des amerikanischen Malers Alex Katz verbinden. Seine Bilder sind einprägsam: die formal vereinfachten, plakativ wirkenden, smarten Portraits von Familienmitgliedern, von seinen Freunden aus der New Yorker Intellektuellen- und Kunstszene und der gut situierten Freizeitgesellschaft auf Cocktailparties und am Strand bleiben in Erinnerung. Kein Zweifel, der 1927 in Brooklyn, New York, geborene Künstler zählt zu den bekanntesten figurativen Malern unserer Zeit. Weniger geläufig im Vergleich zu den farbig strahlenden Gemälden ist ein anderer Teil seines Œuvres: die Zeichnungen, Druckgrafiken und „Cutouts“. ...mehr

Eine Ausstellung in Hamm beleuchtet die Geschichte der Zeche Sachsen und ihres Architekten Alfred Fischer

Gleichklang von Form und Funktion


Alfred Fischer, Kesselhaus, 1913-1914

Viel ist nicht mehr geblieben von der einstigen Pracht einer optimistischen Wirtschaftskultur. Wie für so viele große Kohlebergwerke kam auch für die Zeche Sachsen in Hamm-Heesen während der 1970er Jahre der große Einbruch. Noch 1963, knapp fünfzig Jahre, nachdem hier die erste Kohle das Tageslicht erblickt hatte, erreichte der Großbetrieb seine höchste Förderungsleistung. Keine 15 Jahre später aber war Schluss: 1976 wird die Zeche Sachsen stillgelegt, die Schächte werden verfüllt, und innerhalb kürzester Zeit verschwinden fast sämtliche Bauten, die das Gesicht einer ganzen Landschaft geprägt hatten. Einzig die Maschinenhalle überlebte die radikale Demontage, ragt aus dem Gelände hervor, das heute als Öko-Zentrum firmiert, und dient, seit gut zwanzig Jahren unter Denkmalschutz stehend, als Mehrzweckhalle für Großveranstaltungen und Konzerte. Sie allein zeugt von dem hohen Anspruch, den der Architekt Alfred Fischer den riesigen Anlagen einst verliehen hatte, und erinnert an eine Kultur, die unter Stichworten wie Zeche Zollverein in Essen oder Völklinger Hütte erst seit wenigen Jahren einen festen Platz in Denkmalpolitik und Öffentlichkeitswahrnehmung einnimmt. ...mehr

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