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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Vanitasbilder aus der Hexenküche des 21. Jahrhunderts: Die Hamburger Deichtorhallen zeigen die britische Malerin Cecily Brown und ihren österreichischen Kollegen Herbert Brandl in zwei ganz unterschiedlichen Einzelausstellungen

Kalte Berge, heiße Posen


Beide verhandeln in ihrer Malerei die oft schwierige Abgrenzung zwischen Abstraktion und Figuration. Beide schwelgen gern in Farben. Beide ringen der Leinwand Formen ab, um diese gleich wieder zu verschleiern. Beide malen gerne großformatig. Und beide sind jetzt mit großen monografischen Ausstellungen in den Hamburger Deichtorhallen zu sehen. Die Rede ist von der in New York lebenden Britin Cecily Brown, Jahrgang 1969, und ihrem zehn Jahre älteren österreichischen Malerkollegen Herbert Brandl. ...mehr

Impressionisten der Berliner Secession im Kulturspeicher Würzburg

Aufbruch zur Moderne


Max Uth, Der Biergarten, um 1910

1898 knallte es im Berliner Kunstleben. Walter Leistikows Gemälde „Grunewaldsee“ wurde von der Jury der „Großen Berliner Kunstausstellung“ abgelehnt, worauf sich die „Berliner Secession“ mit eigener Ausstellungstätigkeit gründete. So sah es jedenfalls Lovis Corinth in seinem Gedenkbuch für den früh verstorbenen Freund Leistikow. Trotz anderer historischer Forschungsergebnisse wird diese Gründungslegende der Berliner Secession heute noch tradiert. Ihr wahrer Kern liegt in der Aufbruchsstimmung der bildenden Kunst in der letzten Dekade des 19ten Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum. Die progressiven Kunstschaffenden rebellierten gegen die konservative traditionell orientierte Ausstellungspolitik. Als Reaktion auf die Ablehnung spalteten sich die unverstandenen Künstler in eigene Vereine ab, die sie als Secessionen bezeichneten. Überall schossen sie aus dem Boden: in München, Düsseldorf, Dresden, Wien oder auch Berlin. ...mehr

Mit sicherem Strich hat er die Verschrobenheit des modernen Lebens erfasst: Der New Yorker Zeichner Saul Steinberg wird mit einer umfassenden Werkschau im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe gewürdigt. Fünf Jahrzehnte lang arbeitete er für das New Yorker Kultmagazin „The New Yorker“. Sein unverwechselbarer Stil prägt das Blatt bis heute

Die Welt von der 9th Avenue aus gesehen


„The New Yorker“, das sind jeden Montag rund 100 dicht bedruckte Magazinseiten voll mit anspruchsvollen Essays, Film-, Musik- und Ausstellungskritiken, Gedichten, Short Stories und nicht zuletzt auch Cartoons. Gemacht ist das, laut Selbsteinschätzung, intellektuellste Stadtmagazin der Welt, für gelernte Metropolenbewohner, die es lieben, sich selbst und den Rest der Welt aus einer manchmal vielleicht etwas überheblichen, immer jedoch humorvollen Perspektive zu betrachten. New Yorker Bildungsbürger lieben dieses seit 1925 erscheinende Heft über alles. ...mehr

Alternde Soundlegenden und mysteriöse Verschwörungstheorien: Der in Berlin lebende Israeli Dani Gal erforscht in der Halle für Kunst in Lüneburg die blinden Flecken der Geschichte

Der Reggae-Papst im Pilgerort


Ein Zug fährt durch eine Schweizer Winterlandschaft. Endstation ist die beschauliche Wallfahrtsgemeinde Einsiedeln mit rund 14.000 Einwohnern. Hier lebt heute der jamaikanische Musikproduzent Lee „Scratch“ Perry. In den 1970er Jahren galt Perry als einer der eigenwilligsten und innovativsten Musikproduzenten in der Reggae-Hauptstadt Kingston. In seinem legendären Tonstudio „Black Ark Studio“ entstanden bahnbrechende Alben von Bob Marley & Co. 1979 ging das Studio unter mysteriösen Umständen in Flammen auf. Der charismatische und eigenwillige Soundtüftler Perry landete sogar kurz in Untersuchungshaft: Verdacht auf Brandstiftung. Die Legende wirkt nach, auch heute noch, wo der als wunderlicher Paradiesvogel geltende Ausnahmemusiker in der schweizerischen Abgeschiedenheit lebt. Dort hat er sich ein neues Studio eingerichtet, das wie eine Mischung aus einem besetzten Abbruchhaus, einem Esoterik-Schuppen und einer schamanistischen Wunderkammer mit allerlei Memorabilia aus besseren Zeiten wirkt. ...mehr

Eine große Überblicksausstellung der Bielefelder Kunsthalle widmet sich der Kunst um das Jahr 1968

Was bleibt


Es ist eine großartige Schau, die die Bielefelder Kunsthalle da auf die Beine gestellt hat, und wer sie sehen will, sollte viel Zeit mitbringen. Über das gesamte Haus verteilt sich die Ausstellung „1968. Die große Unschuld“, vier Stockwerke hoch, einschließlich des Kinosaales, wo eine hauseigene Dokumentation läuft, des seitlichen Treppenhauses und bis in die verwinkelten Ecken des Kellers hinein. Ein Panoptikum der Errungenschaften einer ganzen Künstlergeneration, weltumspannend und doch mit sicherem Gespür beschränkt auf das, was 1968 für uns, das heißt überwiegend die sogenannte „westliche Welt“, bedeutete und noch heute – vierzig Jahre danach und doch noch mitten in den Problemen, die auch die damalige Zeit beschäftigte – bedeutet. Asiatisches und Afrikanisches wird man also vergeblich suchen, man vermisst es auch gar nicht. Denn sichtbar wird bei diesem Rundumschlag, diesem Querschnitt durch das Schaffen der halben Welt eine Achse auf der Nordhalbkugel zwischen Europa und Amerika – die Kunst zeichnete nach, was die Weltgeschichte ihr an Bedingungen vorgab. ...mehr

Gerhard Richter in der Wiener Albertina

Chamäleon des künstlerischen Stils


Im vergangenen Jahr konnte die Albertina die nach dem Mäzenatenehepaar benannte „Jeanne & Donald Kahn Galleries for Contemporary Art“ eröffnen. Ein ambitioniertes Unternehmen, denn mit der Errichtung und dem Ausbau der jüngsten, fast 2.000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche im 2ten Obergeschoss erfüllte sich Hausherrn Klaus Albrecht Schröder den Wunsch, über einen Ort zu verfügen, an dem dauerhaft ein substantieller Einblick in die reichhaltige Sammlung zeitgenössischer Kunst geboten werden kann. Mit der Eröffnungsausstellung „Nach 1970“, die rund 180 Werke von über dreißig österreichischen Künstlerinnen und Künstlern präsentierte und der heimischen Kunstszene Tribut zollte, schöpfte die Albertina noch großzügig aus dem eigenen Bestand. Mit der aktuellen Ausstellung wird hingegen eine Schau präsentiert, deren Grundstock nicht im eigenen Sammlungsbestand angelegt ist, sondern die mit Werken aus privaten und öffentlichen Sammlungen einen retrospektiv angelegten Überblick über das Œuvre von Gerhard Richter präsentiert. ...mehr

Kunst zwischen Exotik, Fantasie und Weltversöhnung: Das Hamburger Ernst Barlach Haus erweckt das viele Grenzen überschreitende Schaffen des früh verstorbenen vierfachen Documenta-Teilnehmers Michael Buthe zu neuem Leben

Rückkehr eines Vergessenen


Die großen Weltreligionen, exotische Orte, archaische Kulte, uralte Märchen, schamanistische Rituale und immer wieder die eigene, überbordende Fantasie: In der sinnlichen, bunten und surreal-verspielten Kunst des vierfachen Documenta-Teilnehmers Michael Buthe (1944-1994) verschmilzt all das zu einem versöhnlichen, interkulturellen Amalgam. Die Ausstellung „Michael Buthe – Der Engel und sein Schatten“ im Hamburger Ernst Barlach Haus vereint jetzt 85 Werke des früh verstorbenen Hohepriesters einer lebensbejahenden Schöpferkraft und materialintensiven Opulenz. Die Arbeiten stammen überwiegend aus deutschen Privatsammlungen. Fragile Zeichnungen, Collagen, Malerei und raumgreifende Objekte entführen in eine dem Alltag entrückte Welt, in der Orient und Okzident, westliche Kunst und außereuropäischer Kult eine friedvolle und produktive Verbindung eingehen. ...mehr

Labile Individuen auf der Suche nach sich selbst: In der Arthur Boskamp-Stiftung in Hohenlockstedt zeigen die Video-Preisträger 2008, Eske Schlüters und Stefan Panhans, in einer lohnenswerten Ausstellung Videoarbeiten und Fotografien

Ich ist etwas anderes


Die globalisierte Welt im Jahre 2009: Alles ist unter Kontrolle. Die Suchmaschine Google beherrscht das Internet. Die global operierende Unternehmensberatung McKinsey bringt die Wirtschaft und die funktionierenden Human Resources auf Linie. Und das System PISA sorgt dafür, dass die globalen Bildungsstandards in eine schubladenartige Struktur gepresst werden – egal ob in Südgrönland oder auf den Malediven. Regelmäßig stattfindende Wirtschafts-, Finanz- und Klimagipfel schaffen für das alles die erforderlichen Rahmenbedingungen. Da bleibt wenig Platz für individuelles Denken, das Hinterfragen von Strukturen und eine kritische Auseinandersetzung mit den sich immer heftiger beschleunigenden Entwicklungen in Gesellschaft, Politik und Ökonomie. Eine Frage jedoch drängt sich gerade jetzt immer stärker in den Vordergrund: Wo bleibt der Einzelne mit seinen Ängsten, Gefühlen und Zweifeln, während sich ihm die Welt als undurchdringliches Machtsystem entgegenwirft? ...mehr

Die in New York lebende deutsche Künstlerin Josephine Meckseper zeigt im Migros Museum in Zürich, wie zugespitzte Konflikte in Politik und Gesellschaft ihren ironischen Widerhall in der Kunst finden können

Auf dem Pulverfass


„Kunst ist für mich nicht Entertainment“, sagt Josephine Meckseper. Die deutschstämmige New Yorker Künstlerin, Jahrgang 1964, setzt sich in ihrer Kunst mit den harten Realitäten eines immer maßloseren Kapitalismus auseinander. Dessen zumindest vorübergehender Kollaps ist zur Zeit wohl in keiner anderen Stadt deutlicher zu spüren als im finanzkrisengeschüttelten New York. „In New York hatte man schon vor zwei Jahren das Gefühl, auf einem Pulverfass zu leben“, erzählt Josephine Meckseper anlässlich der Eröffnung ihrer Ausstellung im Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich. Sie zeigt dort ihre erste Einzelausstellung in der Schweiz. ...mehr

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