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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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Ohne Titel, 2013 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Museumsausstellung

Das Leopold Museum in Wien nimmt die Materialität in der zeitgenössischen Kunstproduktion in den Blick und hat neue Arbeiten von sechs Künstlerinnen und Künstlern schaffen lassen

Träger kultureller Bedeutung


In der Tradition der Kunsttheorie und in der kunsthistorischen Methodik wird dem Material meist nur eine zweckdienliche Funktion zugeschrieben. Die Kunst der Moderne ist gegen diese periphere Stellung der Materialität angegangen. Über die Medienanalyse in der Malerei des 19. Jahrhunderts und die verschiedenartige Materialität in Collagen und Assemblagen im 20. Jahrhundert ist die Angewiesenheit von bildender Kunst auf einen unwiederholbaren und dauerhaften materiellen Träger grundsätzlich in Frage gestellt worden. Die Ausstellung „Poetiken des Materials“, die derzeit im Leopold Museum gezeigt wird, reflektiert diese Entwicklung innerhalb der zeitgenössischen Kunst, in der sich vermehrt Strategien beobachten lassen, die dem Material sowie materiellen Phänomen der Wirklichkeit einen hohen Stellenwert einräumen und unter dem Schlagwort eines „Neuen Materialismus“ verhandelt werden. ...mehr

Peter Keetmans gestaltete Welt und eine Ausstellung mit eleganten Werken von Richard Avedon, George Hoyningen-Huene und Irving Penn aus Anlass des 90. Geburtstags von F. C. Gundlach, dem Gründungsdirektor des Hauses der Photographie: Die Hamburger Deichtorhallen zeigen jetzt klassische Schwarz-Weiß-Fotografie vom Feinsten

Sensible Schwingungen


Mit zwei großen und sehenswerten Ausstellungen klassischer Schwarz-Weiß-Fotografie startet das Haus der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen in die diesjährige Wintersaison. Aus Anlass des 100. Geburtstags des 1916 in Wuppertal geborenen Fotografen Peter Keetman versammelt das Haus in einer groß angelegten Retrospektive, die zuvor bereits im Museum Folkwang in Essen zu sehen war, Bilder aus allen Schaffensphasen des 2005 verstorbenen Fotografen. „Es ist die erste umfassende Ausstellung zum Lebenswerk eines der einflussreichsten deutschen Fotografen der Nachkriegszeit“, resümiert Sebastian Lux, Kurator der Stiftung F.C. Gundlach, der die materialreiche Schau stilsicher eingerichtet hat. Alle Aufnahmen stammen aus der in den Deichtorhallen beheimateten Sammlung F.C. Gundlach, der Peter Keetman bereits 1982 in seiner Galerie PPS in Hamburg gezeigt hatte. Keetman hatte Gundlach zum Alleinerben seines fotografischen Nachlasses bestimmt. ...mehr

Das Museum Ludwig in Köln feiert seinen 40. Geburtstag mit einer nicht ganz leicht zugänglichen Ausstellung, für die man Zeit mitbringen muss

Sie nannten es Ludwig!


Der Eingang zur Ausstellung ist verbarrikadiert. Hat hier ein Kampf stattgefunden? Was auf den Straßen von Köln zu finden war, scheint als Hindernis den Zugang in die Museumsräume zu erschweren. Selbst vor den heiligen Hallen der Kunst haben die mutmaßlichen Aufständischen nicht Halt gemacht. Zwischen Autos, Schildern, Schutt und Baugittern türmen sich unter anderem Werke von Oskar Kokoschka, Alexej von Jawlensky und Andy Warhol vor den Besuchern auf. Die Installation „Bakunin’s Barricade“ des türkischen Künstlers Ahmet Ögüt wirft Fragen auf. Fragen nach der Rolle der Kunst innerhalb der aktuellen, weltweiten gesellschaftlichen und politischen Konflikte. Der Auftakt der Ausstellung „Wir nennen es Ludwig“ ist also durchaus ernst. „Wir haben ganz bewusst viele institutionskritische Künstler eingeladen“, erzählt der Direktor Yilmaz Dziewior. Dass das Museum Ludwig in Köln sich mit dieser Jubiläumsschau nicht selbst beweihräuchern möchte, wird von Beginn an klar. ...mehr

Das Clemens-Sels-Museum in Neuss untersucht die Relevanz des Symbolismus in der Kunst von heute

Abgründig, anspielungsreich, rätselhaft


Im Foyer kreuzt den Weg des Besuchers ein grimassenhaft lächelnder Cowboy. Auf einem Schimmel reitend, überspringt der mit weißem Hut, rotem Halstuch und schwarzer Weste ausgestattete Draufgänger die Straßenflucht einer amerikanischen Einkaufs- und Vergnügungsmeile. Wie helle Spotlights durchsetzen glimmende Sterne den dunklen, von breiten grünblauen Pinselstrichen akzentuierten Himmel. In der bühnenhaft surrealen Atmosphäre machen sich erst auf den zweiten Blick zwei rot und violett konturierte, geisterhafte Gestalten unter dem Pferd bemerkbar. Stark geneigt, als würde Gegenwind blasen, bewegen sie sich fest umklammert zur anderen Straßenseite, wobei eine Person schon den Bodenkontakt verloren hat. In ihrem nahezu durchsichtigen artifiziellen Duktus scheinen sie außerirdischen Sphären entflohen und überbrücken den Rundblick in die bunte Szenerie aus parkenden Autos, Leuchtreklamen und wartenden Menschen. ...mehr

Vom Dogenporträt bis zu Kippenbergers Gondel: Die Ausstellung „Venedig. Stadt der Künstler“ im Bucerius Kunst Forum in Hamburg präsentiert die künstlerische Rezeptionsgeschichte Venedigs von 1500 bis in die Gegenwart

Stadt zwischen Luxus und Niedergang


Giovanni Antonio Canal, Markusplatz mit Dogenpalast, 1740/50

Das Ultimatum der UNESCO steht: Ergreifen die Stadtoberen von Venedig bis zum Februar 2017 nicht einschneidende Notmaßnahmen, um der Touristenflut, dem Ausverkauf der Palazzi an internationale Investoren und vor allem den rund 1500 Kreuzfahrtschiffen, die sich alljährlich durch das seichte Wasser der Lagune schieben, Herr zu werden, so droht der Stadt der Entzug des UNESCO-Weltkulturerbetitels. Stattdessen fände sich die einstige Hauptstadt einer mächtigen und stolzen Seerepublik dann wohl auf der wenig schmeichelhaften Liste des gefährdeten Welterbes wieder – gemeinsam mit Timbuktu, Palmyra oder Sanaa. ...mehr

Edgar Degas und Auguste Rodin verstarben vor fast 100 Jahren. Eine gewagte Ausstellung im Wuppertaler Von der Heydt-Museum versucht, Gemeinsamkeiten in deren Werkschaffen zu ergründen

Verbunden im Progressiven


in der Ausstellung „Degas & Rodin. Giganten der Moderne“

Hier zierlich gedrehte Balletttänzerinnen oder biegsam trabende Pferde, dort kräftige, stämmige Figuren und heroisch laufende Rösser – gleiche Sujets in analoger Technik, aber doch deutlich divergent. Diese Gegenüberstellungen eröffnen ein heikles Experiment. Erstmals wird das Werk zweier herausragender Gestalten der Kunstgeschichte in einer Ausstellung so intensiv nebeneinander gestellt. Die formalen, motivischen, aber auch die menschlichen Züge von Edgar Degas und Auguste Rodin stehen im Wuppertaler Von der Heydt-Museum in einem direkten Dialog. Beide verstarben innerhalb weniger Wochen im Herbst 1917: Degas im September, Rodin im November. Diese Ereignisse werfen bereits jetzt ihre Schatten voraus. Das Grand Palais in Paris wird 2017 Rodin mit einer großen Schau ehren, während parallel eine von führenden Experten vorbereitete Ausstellung über Degas von Amerika weiter nach Kanada und bis nach Australien ziehen wird. Leihgaben sind dann nicht mehr zu erhalten, so dass die Wuppertaler nun idealerweise einen gehaltvollen Prolog zu beiden Künstlern ausrichten konnten. ...mehr

Vor 125 Jahren wurde der Maler und Grafiker Otto Dix geboren. Im großen Umkreis seines letzten Wohnsitzes auf der Bodenseehalbinsel Höri erinnern mehrere Sonderschauen an ihn

Realistische Blicke in die Tiefen menschlichen Leids


Schaurige Gefühle weckt die apokalyptische Szene. Aktuelle Kriegsbilder kommen den Betrachtern in den Sinn, wenn sie vor Gemälden von Otto Dix stehen. Sein 1923 vollendeter „Schützengraben“ entfachte damals einen Skandal. Schonungslos direkt zeigt er die Kriegsgräuel auf. Über dem Geschehen schwebt auf Pfählen aufgebahrt ein lebloser Soldatenkörper. Darunter durchmischen sich in einem erdig-pflanzlichen Gewebe tote Körperteile zwischen Gasmasken. Hinter einem Vorhang wurde das Gemälde einst im Kölner Wallraf-Richartz-Museum platziert. Nach dem durch die Nazis erzwungenen Verkauf verlor sich 1940 die Spur. Als schwarzweiße Reproduktion ist es dennoch auf der Übersichtsschau „Otto Dix – Isenheimer Altar“ in Colmar zugegen. ...mehr

Das Wiener Kunstforum untersucht Sprache und Text im Schaffen Martin Kippenbergers

XYZ


Das Bank Austria Kunstforum in Wien startet in die Herbstsaison und widmet dem Wortkünstler, Sprücheklopfer, Situationskomiker und Maler Martin Kippenberger eine Ausstellung. Die umfassende Retrospektive, die das Wiener MUMOK dem Künstler 2003 und damit sechs Jahre nach seinem frühen Tod ausrichtete, liegt ebenso wie die Personale im Grazer Kunstverein von 2007/08 schon Jahre zurück, und nach immer spektakuläreren Erfolgen bei Verkäufen und Auktionen und den großen Kippenberger-Retrospektiven in der Londoner Tate von 2006, dem New Yorker MoMA von 2009 und dem Hamburger Bahnhof in Berlin von 2013 stand wohl auch in Wien die Überlegung zu einer neuerlichen Kippenberger-Schau als Fragezeichen im Raum. Um sich jedoch von vorangegangenen Präsentationen abzugrenzen, entschieden Kunstforums-Direktorin Ingried Brugger und Kuratorin Lisa Ortner-Kreil in enger Zusammenarbeit mit Gisela Capitain, die den Nachlass verwaltet, mit dem Fokus auf das Medium Sprache einen Einzelaspekt in Kippenbergers Schaffen zu filetieren. ...mehr

Mit der Sammlung Viehof aus dem niederrheinischen Mönchengladbach präsentieren die Hamburger Deichtorhallen eine der wohl umfangreichsten deutschen Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst. Aber wer sammelt da eigentlich und wozu?

Lust, über Kunst nachzudenken?


Ausstellung „Sammlung Viehof – Internationale Kunst der Gegenwart“

Sie haben alles gesammelt, was in der Kunst seit 1960 Rang und Namen hat: Die Sammlung der vier Viehof-Brüder aus Mönchengladbach ist bis Mitte Januar zu Gast in Hamburg. Es handelt sich um die bislang umfangreichste Ausstellung in der Geschichte der Deichtorhallen. Nicht weniger als 560 Werke von 75 Künstlern sind zu sehen. Darunter die großen Namen der deutschen Nachkriegskunst: Sigmar Polke, Gerhard Richter, Georg Baselitz, Joseph Beuys oder Rosemarie Trockel. Daneben aber auch internationale Positionen wie etwa Carl Andre, Jeff Wall oder William Kentridge. Gesammelt haben die Viehofs stets in Werkgruppen. Künstler wie Daniel Richter oder Peter Doig sind daher mit eigenen Räumen in der Ausstellung präsent. ...mehr

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